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ISSN: 2568-0420

FuG 1-2021 | Geschlecht und Fußball

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ISSN: 2568-0420

Content

FuG – Zeitschrift für Fußball und Gesellschaft
1-2021: Geschlecht und Fußball

Judith von der Heyde: Geschlecht und Fußball

Schwerpunkt
Friederike Faust: Feministischer Fußball – Entsportlichung oder eigensinniger Gegenentwurf?
Gregor-Leander Groenewold: Sprache als Instanz der Männerdomäne Fußball – Die Berichterstattung der „Sun“ zum Ballon d’Or und Ballon d’Or Féminin 2018
Birgit Braumüller / Sam Howe: „Uns war es lieber wenn jemand sagt ‚ du scheiß Schwuchtel‘ als ‚ du scheiß Jude‘“ – Männlichkeit, Homosexualität und Homonegativität in der Fußball-Ultraszene
Daniel Hildebrandt: Neunzig Minuten Ewigkeit – Die kollektive Fanseele und die Autorität der Masse
Simon Volpers: „Nicht nur dieses straighte Ultras die ganze Zeit und immer den harten Weg gehen“. Geschlechterreflexion in der Szene der Ultras

Call for Papers für die Ausgabe 2/2022: „Fußball und Emotion“

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Leseproben

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): fug.budrich-journals.de
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Additional information

Publisher

ISSN

2568-0420

eISSN

2568-0439

Volume

3. Jahrgang 2021

Edition

1

Date of publication

09.03.2022

Scope

80

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/fug.v3i1

Homepage

https://fug.budrich-journals.de

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Autor*innen

Schlagwörter

Anthropologie des Sports, Anti-Diskriminierung, Autorität, Ethnographie, Feminismus, Frauen im Fußball, Frauen in den Medien, Fußball, Fußball und Geschlecht, Fußballfans, Genderideologien in den Medien, Geschlecht, Geschlechterforschung, Geschlechterverhältnis, Habitus, hegemoniale Männlichkeit, Homonegativität, Homosexualität, kritische Diskursanalyse, Massenpsychologie, Männlichkeit, Psychoanalyse, Ultrakultur, Ultras

Abstracts

Feministischer Fußball – Entsportlichung oder eigensinniger Gegenentwurf? (Friederike Faust)
Abseits des verbandlich organisierten Fußballs versuchen zahlreiche Fußballinitiativen, mit dem Leistungsprimat des hegemonialen Fußballmodells zu brechen. Dieser Artikel analysiert anhand eines internationalen feministischen Fußballfestivals die spielerischen und organisatorischen Praktiken, mit denen Leistungsstreben und Wettstreit zugunsten von Vergemeinschaftung, Solidarität und gegenseitiger Befähigung austariert werden. Diese praktische Umgestaltung und die Grenzen, an die sie stoßen, werden vor dem Hintergrund eines leistungszentrierenden Sportbegriffs und der daran geübten feministischen Kritik diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die Dezentrierung des Wettstreits als Entsportlichung oder eigensinniger Gegenentwurf verstanden werden kann. Der Artikel plädiert für einen praxistheoretischen und feministisch informierten Sportbegriff, der nicht auf Leistung und Wettstreit basiert, sondern sich für die vielfältigen Praxisformen des Fußballs öffnet. Das der Analyse zugrunde liegende empirische Material wurde im Rahmen einer mehrjährigen ethnografischen Feldforschung bei einer Frauenrechts- und Frauenfußballorganisation erhoben. Keywords: Anthropologie des Sports, Ethnographie, Feminismus, Fußball, Geschlechterforschung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Sprache als Instanz der Männerdomäne Fußball – Die Berichterstattung der „Sun“ zum Ballon d’Or und Ballon d’Or Féminin 2018 (Gregor-Leander Groenewold)
Der vorliegende Artikel untersucht die mediale Darstellung von Fußballer_innen in der englischen Tageszeitung „The Sun“ hinsichtlich der Verleihung des Ballon d’Or und Ballon d’Or Féminin im Jahre 2018. Das Event stellte insofern eine Besonderheit dar, als dass erstmals auch eine weibliche Spielerin ausgezeichnet wurde, wurde jedoch überschattet von Moderator Martin Solveigs umstrittenen Interviewfragen an die Gewinnerin Ada Hegerberg. Mithilfe der Methoden der kritischen Diskursanalyse (CDA) zeigt der Artikel die geschlechtsspezifische Sprache der Berichterstattung auf, anhand derer die Ideologien der Männerdomäne Fußball reproduziert und weibliche Akteurinnen auf traditionelle Geschlechterrollen reduziert werden. Während Männer in umfangreicher, heroisierender Art und Weise dargestellt werden, bleiben Frauen in untergeordneter Position oder gar unsichtbar. Darstellungen von Sexismus und sexualisierter Gewalt bleiben undifferenziert und einseitig. Keywords: kritische Diskursanalyse, Fußball und Geschlecht, Frauen im Fußball, Frauen in den Medien, Genderideologien in den Medien
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

„Uns war es lieber wenn jemand sagt ‚du scheiß Schwuchtel‘ als ‚du scheiß Jude‘“ – Männlichkeit, Homosexualität und Homonegativität in der Fußball-Ultraszene (Birgit Braumüller & Sam Howe)
Der Profifußball ist ein gesellschaftlicher Bereich, der traditionell mit Männlichkeit und Homonegativität nach Connell (1999) und Bourdieu (1997) in Verbindung gebracht wurde. Aktuell gibt es jedoch in der Männlichkeitsforschung Befunde, die ein toleranteres Klima unter Spieler_innen und Fans im Sinne Andersons (2011) inklusiver Männlichkeit skizzieren. Konträr dazu scheint sich jedoch gerade die Ultraszene durch einen hypermaskulinen Männlichkeitskult und eine Abwertung von Homosexualität auszuzeichnen (Kossakowski et al. 2020). Diese Ambivalenz möchte die vorliegende Studie untersuchen, indem herausgestellt wird, welche Männlichkeitsentwürfe innerhalb der Ultraszene verhandelt werden und welchen Einfluss diese auf den Umgang mit Homosexualität und Homonegativität haben. Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse von Howes (2019) qualitativen Interviews mit drei Vertretern aus verschiedenen Ultraszenen in Deutschland. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass offene Homonegativität in den Stadien zwar spürbar zurückgegangen ist, sie aber aufgrund der Dominanz hegemonialer Männlichkeitsentwürfe und einem befürchteten Hinterfragen der eigenen Männlichkeit in den involvierten Ultraszenen nur defizitär thematisiert wird. Fußball und insbesondere die Ultraszenen müssen damit eher in einen homohysterischen als einen inklusiven Kontext eingeordnet werden. Keywords: Fußball, Ultrakultur, Männlichkeit, Homonegativität, Homosexualität
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Neunzig Minuten Ewigkeit – Die kollektive Fanseele und die Autorität der Masse (Daniel Hildebrandt)
Mit Rückgriff auf Theorien der psychoanalytischen Sozialpsychologie geht der Autor der Doppeldeutigkeit des Fußballsports und dessen fanatischen Anhänger_innen nach. Die Analyse dient als Grundlange zur Untersuchung der unter Fußballfans vorherrschenden Geschlechterverhältnisse und des hegemonial-männlichen Vergesellschaftungsraums Fankurve. Es wird aufgezeigt, inwiefern das Stadion das psychische Spannungsverhältnis zwischen Libido und Aggressionen aufzulösen vermag. Der Blick fällt insbesondere auf die Sonderrolle der Ultras. Als zentrale Merkmale rücken der Begriff der Ehre und die konservative Mystifizierung des Sportvereins ins Analysezentrum. Diese Mechanismen dienen zunächst der Konstitution der Fankultur als männliche Instanz als auch der auf Regression und Autorität aufbauenden Gruppendynamik. In Anschluss an Freuds Theorien zur Massenpsychologie wird abschließend das Auftreten aktiver Fans untersucht. Die Betrachtung der Masse als physische als auch psychologische Einheit ermöglicht es, die widersprüchlichen Verhaltensweise aktiver Fans als auch den sozialen Anreiz und die Faszination der Fankurve nachvollziehen zu können. Keywords: Psychoanalyse, Massenpsychologie, Ultras, Autorität, Männlichkeit
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„Nicht nur dieses straighte Ultras die ganze Zeit und immer den harten Weg gehen“. Geschlechterreflexion in der Szene der Ultras (Simon Volpers)
In der Szene der Ultras dreht es sich gemeinhin um hegemonial männliche Werte wie Härte, Stärke und Unbeugsamkeit. Seltene Momente der Verunsicherung, die in diesem Beitrag fokussiert werden, bieten Ansatzpunkte für eine Reflexion darüber. Auffallend ist dabei allerdings die fehlende Auseinandersetzung mit der geschlechtlichen Dimension dieses Verhältnisses. Dabei ist die Verbindung augenfällig: Mittels der Habitustheorie Bourdieus und entlang einiger Beispiele aus der Praxis werden Ultras als Konstruktionsort von Männlichkeit respektive als männliche Strukturübung analysiert. Der Beitrag plädiert dafür, das reflexive Potential der Ultras auch für eine kritische Betrachtung des Geschlechterverhältnis in der Szene zu nutzen. Wiederum weisen Praxisbeispiele auf die Dringlichkeit dieses Unterfangens hin. Es wird argumentiert und dargestellt, dass Möglichkeiten alternativer Geschlechterentwürfe existieren und mancherorts bereits Anerkennung unter Ultras finden. Keywords: Fußballfans, Habitus, hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterverhältnis, Anti-Diskriminierung
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FuG – Zeitschrift für Fußball und Gesellschaft
1-2021: Geschlecht und Fußball

Judith von der Heyde: Geschlecht und Fußball

Schwerpunkt
Friederike Faust: Feministischer Fußball – Entsportlichung oder eigensinniger Gegenentwurf?
Gregor-Leander Groenewold: Sprache als Instanz der Männerdomäne Fußball – Die Berichterstattung der „Sun“ zum Ballon d’Or und Ballon d’Or Féminin 2018
Birgit Braumüller / Sam Howe: „Uns war es lieber wenn jemand sagt ‚ du scheiß Schwuchtel‘ als ‚ du scheiß Jude‘“ – Männlichkeit, Homosexualität und Homonegativität in der Fußball-Ultraszene
Daniel Hildebrandt: Neunzig Minuten Ewigkeit – Die kollektive Fanseele und die Autorität der Masse
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ISSN

2568-0420

eISSN

2568-0439

Volume

3. Jahrgang 2021

Edition

1

Date of publication

09.03.2022

Scope

80

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/fug.v3i1

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Feministischer Fußball – Entsportlichung oder eigensinniger Gegenentwurf? (Friederike Faust)
Abseits des verbandlich organisierten Fußballs versuchen zahlreiche Fußballinitiativen, mit dem Leistungsprimat des hegemonialen Fußballmodells zu brechen. Dieser Artikel analysiert anhand eines internationalen feministischen Fußballfestivals die spielerischen und organisatorischen Praktiken, mit denen Leistungsstreben und Wettstreit zugunsten von Vergemeinschaftung, Solidarität und gegenseitiger Befähigung austariert werden. Diese praktische Umgestaltung und die Grenzen, an die sie stoßen, werden vor dem Hintergrund eines leistungszentrierenden Sportbegriffs und der daran geübten feministischen Kritik diskutiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob die Dezentrierung des Wettstreits als Entsportlichung oder eigensinniger Gegenentwurf verstanden werden kann. Der Artikel plädiert für einen praxistheoretischen und feministisch informierten Sportbegriff, der nicht auf Leistung und Wettstreit basiert, sondern sich für die vielfältigen Praxisformen des Fußballs öffnet. Das der Analyse zugrunde liegende empirische Material wurde im Rahmen einer mehrjährigen ethnografischen Feldforschung bei einer Frauenrechts- und Frauenfußballorganisation erhoben. Keywords: Anthropologie des Sports, Ethnographie, Feminismus, Fußball, Geschlechterforschung
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Sprache als Instanz der Männerdomäne Fußball – Die Berichterstattung der „Sun“ zum Ballon d’Or und Ballon d’Or Féminin 2018 (Gregor-Leander Groenewold)
Der vorliegende Artikel untersucht die mediale Darstellung von Fußballer_innen in der englischen Tageszeitung „The Sun“ hinsichtlich der Verleihung des Ballon d’Or und Ballon d’Or Féminin im Jahre 2018. Das Event stellte insofern eine Besonderheit dar, als dass erstmals auch eine weibliche Spielerin ausgezeichnet wurde, wurde jedoch überschattet von Moderator Martin Solveigs umstrittenen Interviewfragen an die Gewinnerin Ada Hegerberg. Mithilfe der Methoden der kritischen Diskursanalyse (CDA) zeigt der Artikel die geschlechtsspezifische Sprache der Berichterstattung auf, anhand derer die Ideologien der Männerdomäne Fußball reproduziert und weibliche Akteurinnen auf traditionelle Geschlechterrollen reduziert werden. Während Männer in umfangreicher, heroisierender Art und Weise dargestellt werden, bleiben Frauen in untergeordneter Position oder gar unsichtbar. Darstellungen von Sexismus und sexualisierter Gewalt bleiben undifferenziert und einseitig. Keywords: kritische Diskursanalyse, Fußball und Geschlecht, Frauen im Fußball, Frauen in den Medien, Genderideologien in den Medien
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Der Profifußball ist ein gesellschaftlicher Bereich, der traditionell mit Männlichkeit und Homonegativität nach Connell (1999) und Bourdieu (1997) in Verbindung gebracht wurde. Aktuell gibt es jedoch in der Männlichkeitsforschung Befunde, die ein toleranteres Klima unter Spieler_innen und Fans im Sinne Andersons (2011) inklusiver Männlichkeit skizzieren. Konträr dazu scheint sich jedoch gerade die Ultraszene durch einen hypermaskulinen Männlichkeitskult und eine Abwertung von Homosexualität auszuzeichnen (Kossakowski et al. 2020). Diese Ambivalenz möchte die vorliegende Studie untersuchen, indem herausgestellt wird, welche Männlichkeitsentwürfe innerhalb der Ultraszene verhandelt werden und welchen Einfluss diese auf den Umgang mit Homosexualität und Homonegativität haben. Die Arbeit basiert auf einer Sekundäranalyse von Howes (2019) qualitativen Interviews mit drei Vertretern aus verschiedenen Ultraszenen in Deutschland. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass offene Homonegativität in den Stadien zwar spürbar zurückgegangen ist, sie aber aufgrund der Dominanz hegemonialer Männlichkeitsentwürfe und einem befürchteten Hinterfragen der eigenen Männlichkeit in den involvierten Ultraszenen nur defizitär thematisiert wird. Fußball und insbesondere die Ultraszenen müssen damit eher in einen homohysterischen als einen inklusiven Kontext eingeordnet werden. Keywords: Fußball, Ultrakultur, Männlichkeit, Homonegativität, Homosexualität
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Mit Rückgriff auf Theorien der psychoanalytischen Sozialpsychologie geht der Autor der Doppeldeutigkeit des Fußballsports und dessen fanatischen Anhänger_innen nach. Die Analyse dient als Grundlange zur Untersuchung der unter Fußballfans vorherrschenden Geschlechterverhältnisse und des hegemonial-männlichen Vergesellschaftungsraums Fankurve. Es wird aufgezeigt, inwiefern das Stadion das psychische Spannungsverhältnis zwischen Libido und Aggressionen aufzulösen vermag. Der Blick fällt insbesondere auf die Sonderrolle der Ultras. Als zentrale Merkmale rücken der Begriff der Ehre und die konservative Mystifizierung des Sportvereins ins Analysezentrum. Diese Mechanismen dienen zunächst der Konstitution der Fankultur als männliche Instanz als auch der auf Regression und Autorität aufbauenden Gruppendynamik. In Anschluss an Freuds Theorien zur Massenpsychologie wird abschließend das Auftreten aktiver Fans untersucht. Die Betrachtung der Masse als physische als auch psychologische Einheit ermöglicht es, die widersprüchlichen Verhaltensweise aktiver Fans als auch den sozialen Anreiz und die Faszination der Fankurve nachvollziehen zu können. Keywords: Psychoanalyse, Massenpsychologie, Ultras, Autorität, Männlichkeit
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In der Szene der Ultras dreht es sich gemeinhin um hegemonial männliche Werte wie Härte, Stärke und Unbeugsamkeit. Seltene Momente der Verunsicherung, die in diesem Beitrag fokussiert werden, bieten Ansatzpunkte für eine Reflexion darüber. Auffallend ist dabei allerdings die fehlende Auseinandersetzung mit der geschlechtlichen Dimension dieses Verhältnisses. Dabei ist die Verbindung augenfällig: Mittels der Habitustheorie Bourdieus und entlang einiger Beispiele aus der Praxis werden Ultras als Konstruktionsort von Männlichkeit respektive als männliche Strukturübung analysiert. Der Beitrag plädiert dafür, das reflexive Potential der Ultras auch für eine kritische Betrachtung des Geschlechterverhältnis in der Szene zu nutzen. Wiederum weisen Praxisbeispiele auf die Dringlichkeit dieses Unterfangens hin. Es wird argumentiert und dargestellt, dass Möglichkeiten alternativer Geschlechterentwürfe existieren und mancherorts bereits Anerkennung unter Ultras finden. Keywords: Fußballfans, Habitus, hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterverhältnis, Anti-Diskriminierung
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