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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-86649-288-2

"Das Herz schlägt in Ravensbrück"

Die Gedenkkultur der Frauen

Autor*innen/Herausgeber*innen:

Erscheinungsdatum : 15.09.2010

26,90  inkl. MwSt.

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ISBN: 978-3-86649-288-2

Beschreibung

Das Konzentrationslager Ravensbrück rund 100 km nördlich von Berlin war eines der größten Frauen-KZs der Nazi-Zeit. Über 1.000 Berichte haben die überlebenden Frauen aus Ravensbrück hinterlassen, 1.200 Gedichte wurden gefunden. Ausgehend von den Stimmen der Frauen aus Ravensbrück wird die eigenständige Gedenkkultur von Frauen für die NS- und Nachkriegsgeschichte dargestellt. Ergänzende Bilder und Gedichte zeigen ebenso wie ein Anhang mit Kurzbiografien die überraschende Vielfalt der Positionen und ihren Einfluss auf die Nachkriegsgeschichte.

Barbara Degen hat in diesem Buch mit eigenen Texten, mit Bildern, Gedichten, Notizen und Dokumenten der Frauen von Ravensbrück ein eindrucksvolles Monument geschaffen für alle, die sich mit Nationalsozialismus, mit Frauensolidarität und mit Menschlichkeit angesichts höchster Not auseinander setzen möchten.

In vielen Totenklagen haben die Überlebenden außerdem die toten Frauen und deren Persönlichkeit gewürdigt. Große Malerinnen wie Helen Ernst und Aat Breur haben in Ravensbrück gelebt und uns ihre Zeichnungen überliefert. Bereits in Ravensbrück haben die Frauen den Grundstein für die NS-Forschung gelegt, Namen und Fakten und die Stimmen der Frauen gesammelt und  systematisiert. In der Nachkriegszeit nahmen sie Einfluss auf die NS-Prozesse und die Politik ihrer Länder – in Ravensbrück waren 23 Nationen vertreten. Dieser große Schatz der Erinnerungen zeigt ein neues Bild der NS-Geschichte: Die realistischen Beschreibungen der Gräuel und Qualen in einem Konzentrationslager stehen neben der Freude am Leben und der Hoffnung auf eine demokratische Zukunft. Einer Zukunft, die sich der Gleichberechtigung der Geschlechter, einer Abkehr von Gewalt und neuen, von Respekt getragenen Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen verpflichtet fühlt. „Freiheit” und „Gleichheit”, aber auch die Differenz untereinander haben diese Frauen aufgrund ihrer Erfahrungen in einer lebendigen und nachvollziehbaren Weise für die Politik definiert. Ihre Stimmen und Erkenntnisse stehen im Mittelpunkt des Buches.

Sie haben auch die Gedenkkultur in Deutschland nach 1945 geprägt. In der DDR waren sie die Initiatorinnen der dortigen Museumskultur in Ravensbrück, im Westen sind die Mahn- und Gedenkstätten von den Lagergemeinschaften mitgestaltet worden.

Das Buch weckt Trauer, Verzweiflung und Zorn über die NSZeit. Im Zentrum stehen jedoch die Hoffnung und die Kunst des Überlebens. Frauen sind eng mit dem „Prozess des Lebendigen” und ihrem jeweiligen Alltag verbunden. Sie sind der Schlüssel für die Frage, warum letztlich – trotz Abermillionen von Toten – der Faschismus gescheitert ist.

Aus dem Inhalt:

Einleitung: Die Reise an das „Meer der Tränen“

Der magische Spiegel – Frauen in Ravensbrück

„Ihr sollt die Wahrheit erben“ (Anita Lasker-Wallfisch) –

Die verletzte Welt nach 1945

Der rote Faden – Die Gedenkkultur der Frauen

Die Autorin:

Dr. Barbara Degen,

Juristin und Mitbegründerin des Feministischen Rechtsinstituts e.V., Bonn/Hamburg

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-86649-288-2

Format

A5

Umfang

378

Erscheinungsjahr

2010

Erscheinungsdatum

15.09.2010

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

Reihe

Schriften aus dem Haus der FrauenGeschichte

Band

5

Bewertungen

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Autor*innen

Schlagwörter

Frauen KZ, Frauenbewegung, Konzentrationslager

Rezensionen

…Der menschliche und geistige Reichtum und die Internationalität „einer Elite der politischen Frauen Europas“ sind von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren. […] Sie lässt vor allem die Frauen selbst sprechen und ergänzt deren Zeugnisse durch Kommentare, Informationen, aber auch Gedichte. […]

innovative/ Zeitschrift des Frauenwerkes der Nordkirche 29/ 2014

Diejenigen, die sich mit der Shoah befassen wollen, sollten dieses Buch in die Hand nehmen und erleben, wie es ihnen selbst damit ergeht.

Mathilde 3-4/2012

Ein eindrucksvolles Dokument für alle, die sich mit Nationalsozialismus, mit Frauensolidarität und mit Menschlichkeit angesichts höchster Not auseinander setzen möchten.

Newsletter der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte 12/2011

The book is, as Degen intends, a permanent memorial to those who suffered there, a tribute to their lives and their artistic accomplishments.

Journal of Contemporary European Studies, Vol. 19, No. 4 12/2011

Das liebevoll gestaltete Buch zeigt, dass trotz menschenunwürdigster Lebensumstände Menschlichkeit und Solidarität in einem KZ möglich waren.

Damals.de, 25.05.2011

Barbara Degen wurde mitten im Krieg geboren und engagierte sich als linke Feministin in verschiedenen Zusammenhängen, um künftige Menschheitskatastrophen dieser Art zu verhindern. Ein eindrücklicher Beitrag ist der von ihr nun vorgelegte Band der ‚Schriften aus dem Haus der FrauenGeschichte‘, welcher die Gedenkkultur der Frauen am Beispiel des vorab für weibliche Opfer des NS-Regimes eingerichteten Konzentrationslagers in Ravensbrück darstellt.

Hans Steiger in P.S. 12/2010

„Das Herz schlägt in Ravensbrück“ versammelt nicht nur informative Dokumente, die in dieser Form noch nicht zusammengetragen worden sind. Es bietet auch einen eindringlichen Zugang zu den einzelnen Frauen, deren Werke Degen zusammengetragen hat. Informativ und aufrüttelnd zugleich, ermöglicht das Buch einen neuen Zugang zu einem viel zu wenig beachteten Kapitel der deutschen Geschichte.

Aviva-berlin.de, 15.11.2010

Beschreibung

Beschreibung

Das Konzentrationslager Ravensbrück rund 100 km nördlich von Berlin war eines der größten Frauen-KZs der Nazi-Zeit. Über 1.000 Berichte haben die überlebenden Frauen aus Ravensbrück hinterlassen, 1.200 Gedichte wurden gefunden. Ausgehend von den Stimmen der Frauen aus Ravensbrück wird die eigenständige Gedenkkultur von Frauen für die NS- und Nachkriegsgeschichte dargestellt. Ergänzende Bilder und Gedichte zeigen ebenso wie ein Anhang mit Kurzbiografien die überraschende Vielfalt der Positionen und ihren Einfluss auf die Nachkriegsgeschichte.

Barbara Degen hat in diesem Buch mit eigenen Texten, mit Bildern, Gedichten, Notizen und Dokumenten der Frauen von Ravensbrück ein eindrucksvolles Monument geschaffen für alle, die sich mit Nationalsozialismus, mit Frauensolidarität und mit Menschlichkeit angesichts höchster Not auseinander setzen möchten.

In vielen Totenklagen haben die Überlebenden außerdem die toten Frauen und deren Persönlichkeit gewürdigt. Große Malerinnen wie Helen Ernst und Aat Breur haben in Ravensbrück gelebt und uns ihre Zeichnungen überliefert. Bereits in Ravensbrück haben die Frauen den Grundstein für die NS-Forschung gelegt, Namen und Fakten und die Stimmen der Frauen gesammelt und  systematisiert. In der Nachkriegszeit nahmen sie Einfluss auf die NS-Prozesse und die Politik ihrer Länder – in Ravensbrück waren 23 Nationen vertreten. Dieser große Schatz der Erinnerungen zeigt ein neues Bild der NS-Geschichte: Die realistischen Beschreibungen der Gräuel und Qualen in einem Konzentrationslager stehen neben der Freude am Leben und der Hoffnung auf eine demokratische Zukunft. Einer Zukunft, die sich der Gleichberechtigung der Geschlechter, einer Abkehr von Gewalt und neuen, von Respekt getragenen Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen verpflichtet fühlt. „Freiheit” und „Gleichheit”, aber auch die Differenz untereinander haben diese Frauen aufgrund ihrer Erfahrungen in einer lebendigen und nachvollziehbaren Weise für die Politik definiert. Ihre Stimmen und Erkenntnisse stehen im Mittelpunkt des Buches.

Sie haben auch die Gedenkkultur in Deutschland nach 1945 geprägt. In der DDR waren sie die Initiatorinnen der dortigen Museumskultur in Ravensbrück, im Westen sind die Mahn- und Gedenkstätten von den Lagergemeinschaften mitgestaltet worden.

Das Buch weckt Trauer, Verzweiflung und Zorn über die NSZeit. Im Zentrum stehen jedoch die Hoffnung und die Kunst des Überlebens. Frauen sind eng mit dem „Prozess des Lebendigen” und ihrem jeweiligen Alltag verbunden. Sie sind der Schlüssel für die Frage, warum letztlich – trotz Abermillionen von Toten – der Faschismus gescheitert ist.

Aus dem Inhalt:

Einleitung: Die Reise an das „Meer der Tränen“

Der magische Spiegel – Frauen in Ravensbrück

„Ihr sollt die Wahrheit erben“ (Anita Lasker-Wallfisch) –

Die verletzte Welt nach 1945

Der rote Faden – Die Gedenkkultur der Frauen

Die Autorin:

Dr. Barbara Degen,

Juristin und Mitbegründerin des Feministischen Rechtsinstituts e.V., Bonn/Hamburg

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-86649-288-2

Format

A5

Umfang

378

Erscheinungsjahr

2010

Erscheinungsdatum

15.09.2010

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

Reihe

Schriften aus dem Haus der FrauenGeschichte

Band

5

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…Der menschliche und geistige Reichtum und die Internationalität „einer Elite der politischen Frauen Europas“ sind von der ersten bis zur letzten Seite zu spüren. […] Sie lässt vor allem die Frauen selbst sprechen und ergänzt deren Zeugnisse durch Kommentare, Informationen, aber auch Gedichte. […]

innovative/ Zeitschrift des Frauenwerkes der Nordkirche 29/ 2014

Diejenigen, die sich mit der Shoah befassen wollen, sollten dieses Buch in die Hand nehmen und erleben, wie es ihnen selbst damit ergeht.

Mathilde 3-4/2012

Ein eindrucksvolles Dokument für alle, die sich mit Nationalsozialismus, mit Frauensolidarität und mit Menschlichkeit angesichts höchster Not auseinander setzen möchten.

Newsletter der Vernetzungsstelle für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte 12/2011

The book is, as Degen intends, a permanent memorial to those who suffered there, a tribute to their lives and their artistic accomplishments.

Journal of Contemporary European Studies, Vol. 19, No. 4 12/2011

Das liebevoll gestaltete Buch zeigt, dass trotz menschenunwürdigster Lebensumstände Menschlichkeit und Solidarität in einem KZ möglich waren.

Damals.de, 25.05.2011

Barbara Degen wurde mitten im Krieg geboren und engagierte sich als linke Feministin in verschiedenen Zusammenhängen, um künftige Menschheitskatastrophen dieser Art zu verhindern. Ein eindrücklicher Beitrag ist der von ihr nun vorgelegte Band der ‚Schriften aus dem Haus der FrauenGeschichte‘, welcher die Gedenkkultur der Frauen am Beispiel des vorab für weibliche Opfer des NS-Regimes eingerichteten Konzentrationslagers in Ravensbrück darstellt.

Hans Steiger in P.S. 12/2010

„Das Herz schlägt in Ravensbrück“ versammelt nicht nur informative Dokumente, die in dieser Form noch nicht zusammengetragen worden sind. Es bietet auch einen eindringlichen Zugang zu den einzelnen Frauen, deren Werke Degen zusammengetragen hat. Informativ und aufrüttelnd zugleich, ermöglicht das Buch einen neuen Zugang zu einem viel zu wenig beachteten Kapitel der deutschen Geschichte.

Aviva-berlin.de, 15.11.2010

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