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Informationen zum Buch

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ISBN: 978-3-8474-3172-5

Die mental gesunde Organisation

Wie sie sich selbst steuert

(3 Kundenrezensionen)
Autor*innen/Herausgeber*innen:

Erscheinungsdatum : 10.11.2025

18,99  - 19,90 

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ISBN: 978-3-8474-3172-5

Beschreibung

Unternehmen können, ähnlich wie Individuen, Selbststeuerungskompetenzen entwickeln. Mit „Management by Schema Self-Direction“ (MBSS) präsentiert die Autorin einen innovativen und zukunftsweisenden Ansatz für nachhaltige Unternehmensführung. MBSS verbindet psychologische Theorie mit praxisnaher Umsetzung – für eine Arbeitswelt, in der Menschen in ihren Organisationen in Verbindung sind und miteinander wirksam werden.

Der Ansatz geht über klassische Managementansätze hinaus und ermächtigt die Mitarbeitenden, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungsprozesse eigenständig zu gestalten. Die Selbststeuerungs-Acht – eine Synthese aus vier zentralen Makrosystemen – sowie sieben Systemebenen einer Organisation bieten praktische Methoden und Prinzipien, die Organisationen widerstandsfähiger und anpassungsfähiger machen. Die Autorin zeigt auf, wie Unternehmen mit MBSS eine Balance zwischen individueller Freiheit und kollektiver Verantwortung finden und sich erfolgreich in unsicheren Zeiten behaupten können.

Die Autorin:
Dr. Silke Schemer, Organisationspsychologin und Unternehmensberaterin, begleitet seit über 10 Jahren Organisationen auf dem Weg zu mehr Selbstverantwortung, Verbundenheit und mentaler Gesundheit. Mit wissenschaftlichem Hintergrund und breiter Erfahrung in Organisationsentwicklung, Führung und Coaching unterstützt sie Organisationen in Transformationsprozessen hin zu resilienten und kooperativen Strukturen. Ihr Ziel ist die mental gesunde Organisation als Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. www.uv-mensch.com

Die Zielgruppen:
Unternehmer*innen kleiner und mittelständischer Unternehmen, Organisationsentwickler*innen

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-8474-3172-5

eISBN

978-3-8474-3310-1 (PDF) 978-3-8474-3311-8 (EPUB)

Erscheinungsjahr

2025

Erscheinungsdatum

10.11.2025

Format

14,8 x 21 cm

Umfang

190

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

3 Bewertungen für Die mental gesunde Organisation

  1. Michaela Rhau

    Ich verfolge Frau Dr. Schemers Weg im Bereich Selbststeuerung und Organisationsentwicklung seit vielen Jahren und bin immer wieder beeindruckt, wie klar und verständlich sie komplexe Themen vermittelt. Das Konzept „Management by Schema Self-Direction“ ist nicht nur für Unternehmen wertvoll, sondern in vielen Teilen auch im privaten Bereich hervorragend anwendbar. Besonders schätze ich, dass das Buch kein Dogma vorgibt: Man kann die Kapitel je nach Theorie- oder Praxisfokus flexibel lesen, zurückblättern und genau dort einsteigen, wo man gerade Impulse braucht. Es ist kein Werk zum einmal Durchlesen, sondern eines, das einen langfristig begleitet. Ebenso wichtig:
    Frau Dr. Schemer entwickelt ihre Inhalte nicht nur theoretisch, sondern begleitet sie auch als Beraterin praktisch – und mit etwas Glück kann man sie sogar persönlich für Entwicklungsprozesse gewinnen, denn ihre Kapazitäten sind verständlicherweise begrenzt. Umso schöner ist, dass durch dieses Buch wirklich jede*r profitieren kann, auch ohne persönliche Beratung. Ein inspirierendes, praxisnahes Werk für alle, die Veränderung ganzheitlich gestalten möchten.

  2. Odette Lassonczyk

    „Die mental gesunde Organisation“ greift viele wichtige Fragen rund um Selbststeuerung und mentale Gesundheit in Organisationen auf. Besonders inspirierend finde ich den Katalyse-Prozess, der im Buch beschrieben wird.

    Nach vielen Versuchen, in ehrenamtlichen Organisationen Selbstorganisation zu implementieren – die nicht immer nachhaltig geglückt sind –, ist der Katalyse-Prozess für mich ein überzeugendes Vorgehen, um möglichst viel Mitgestaltung der betroffenen Menschen zu ermöglichen.

    Der Ansatz überzeugt mich vor allem dort, wo Entwicklung nicht erzwungen wird, sondern Bedingungen geschaffen werden, unter denen Veränderung möglich wird. In meiner eigenen Arbeit erlebe ich diesen Ansatz bereits als sehr tragfähig: Nicht durch Druck oder Vorgaben, sondern durch kluge Rahmung, Zeit und Reflexion entstehen nachhaltige Entscheidungen.

    Der Katalyse-Prozess macht deutlich, dass gesunde Organisationen weniger durch schnelle Lösungen entstehen als durch das bewusste Gestalten von Übergängen, Rollen und Verantwortung. Diesen Fokus auf Prozesshaftigkeit und Ermöglichung halte ich für einen wichtigen Beitrag in einem Feld, das sonst leicht zu vereinfachenden Antworten neigt.

  3. Tim Weinert

    Der innere Hebel der Transformation
    Ich habe das Buch „Die mental gesunde Organisation“ mit großem Interesse gelesen.
    Ich schätze die Weiterentwicklung des Modells der „selbstwirksamen Organisation“ nach Gebhard Borck sehr. Die Integration der PSI-Theorie nach Julius Kuhl macht noch deutlicher, welche Rolle unsere menschliche Psyche in organisationalen Transformationsprozessen spielt — und warum Selbststeuerung kein methodisches Add-on ist, sondern eine tiefere Frage nach der psychologischen Verfasstheit von Menschen und Systemen.
    Gerade in einer Welt von Polykrisen ist Change in Organisationen aus meiner Sicht nicht auf Basis der „richtigen“ Methoden möglich. Das Versprechen „werdet doch einfach agil“ ist eine dieser Antworten, die an der Oberfläche bleibt. Mit dem Konzept „Management by Schema Self-Direction“ (MBSS) wird hingegen gefragt: Welche inneren Strukturen — Schemata, Muster, Selbststeuerungskompetenzen — ermöglichen oder verhindern Wandel? Diese Übertragung des Gedankens mentaler Gesundheit von der Person auf die Organisation ist ein echter konzeptueller Schritt.
    Was mich besonders freut: Das Buch endet nicht beim Individuum oder beim Team, sondern öffnet im dritten Teil den Blick auf die systemischen Grundlagen. Die Kapitel zu komplexen adaptiven Systemen, zu Emergenz und zur Kybernetik sind für mich das theoretische Herzstück — hier zeigt sich, dass MBSS nicht einfach ein weiteres Management-Framework ist, sondern in grundlegenden Fragen über das Wesen von Organisationen gründet. Besonders gefreut hat mich das Kapitel zur Kooperationsökonomie und den Commons: Genau hier berührt das Buch jenen Kern, um den auch meine Arbeit bei nowwork kreist — die Frage, wie Organisationen wirtschaften können, die nicht primär auf Konkurrenz und Kontrolle setzen, sondern auf geteilte Verantwortung und gemeinsamen Sinn.
    In meiner Beratungsarbeit bei nowwork — wir begleiten mittelständische Unternehmen auf dem Weg zu kooperativen und gemeinwohlorientierten Strukturen — erlebe ich täglich, wie stark strukturelle Transformationen an unsichtbaren psychologischen Mustern scheitern. Werkzeuge wie Soziokratie oder Sociocracy 3.0 sind bekannt. Aber ohne die Bereitschaft und Fähigkeit der beteiligten Menschen, sich selbst anders zu steuern, greifen sie nicht dauerhaft. Schemers Buch liefert hier eine erhellende Sprache und einen differenzierten Denkrahmen.
    Zwei ehrliche Hinweise möchte ich nicht verschweigen. Der erste betrifft mich mehr als das Buch: Wer die Arbeit von Gebhard Borck bereits länger kennt, wird manches hier als vertrautes Terrain wiedererkennen. Das ist keine Schwäche — es ist der Preis einer konsequenten Weiterentwicklung, die auf Bestehendem aufbaut statt Kontinuität zu verstecken. Wer Borcks Ansatz noch nicht kennt, wird hier umso mehr entdecken.
    Der zweite Hinweis ist inhaltlich: Die sieben Systemebenen der MBSS erschließen sich mir noch nicht so intuitiv, dass ich sie in der Beratungspraxis unmittelbar anwenden könnte. Hier braucht es vermutlich Zeit, eigene Erfahrung mit dem Modell — und vielleicht die direkte Begleitung durch Silke Schemer selbst. Auch das mindert den Wert nicht. Im Gegenteil: Es ist ein ehrliches Zeichen dafür, dass hier kein vereinfachtes Rezept angeboten wird, sondern ein Denkrahmen, der die Komplexität ernst nimmt.
    Für alle, die Organisationsentwicklung nicht als Methodenpflege betreiben, sondern als Arbeit an Strukturen, Haltungen und lebendigen Systemen — und die dabei auch wirtschaftlich anders denken wollen: eine klare Leseempfehlung.

    Tim Weinert, Mitgründer nowwork — Beratung für kooperative Organisationstransformation

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Autor*innen

Schlagwörter

Anpassungsfähigkeit, Organisationsentwicklung, Resilienz, Selbststeuerung

„Dr. Silke Schemer gelingt mit ‚Die mental gesunde Organisation‘ ein ambitioniertes Werk an einer oft diskutierten, aber selten erfüllten Schnittstelle: psychologische Tiefe und organisatorische Steuerungsfähigkeit. Es trifft den Nerv unserer Zeit: Organisationen stehen unter ständigem Anpassungsdruck, Menschen erleben wachsende kognitive und emotionale Belastungen – und dennoch bleibt der Anspruch, leistungsfähig, kooperationsfähig und sinnorientiert zu sein. Für Silke Schemer ist mentale Gesundheit auf organisatorischer und persönlicher Ebene zentral für Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit, nicht bloß ein Zusatz der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Das Buch besticht durch die seltene Verbindung von psychologischer Tiefenschärfe und praktischer Umsetzbarkeit. Es bietet kein weiteres Modell „guter Führung“, sondern verknüpft das Konzept „Selbststeuerung“ nachvollziehbar mit organisatorischen Prozessen. Die beruflichen Erfahrungen der Autorin sind spürbar.

‚Die mental gesunde Organisation‘ bietet einen klaren, psychologisch fundierten Zugang zu mentaler Gesundheit im Kontext von Führung und Organisation – und zeigt, warum manche Veränderungsversuche scheitern: weil sie Top-down vorgegeben werden und zentrale Dynamiken der Handlungssteuerung nicht adressieren. Dieses Buch empfehle ich Führungskräften und Organisationsentwicklern – ebenso Verantwortlichen in Institutionen –, die mentale Gesundheit durch einen erprobten Weg der Entscheidungsfindung ermöglichen wollen. Wer sich auf die anspruchsvolle Begrifflichkeit einlässt, erhält ein Modell, das inspiriert und handlungsfähig macht – im Alltag wie in komplexen Veränderungsprozessen.“

 

Ruth Habermehl, Dipl.-Psychologin, zufriedenleben.eu 

Beschreibung

Beschreibung

Unternehmen können, ähnlich wie Individuen, Selbststeuerungskompetenzen entwickeln. Mit „Management by Schema Self-Direction“ (MBSS) präsentiert die Autorin einen innovativen und zukunftsweisenden Ansatz für nachhaltige Unternehmensführung. MBSS verbindet psychologische Theorie mit praxisnaher Umsetzung – für eine Arbeitswelt, in der Menschen in ihren Organisationen in Verbindung sind und miteinander wirksam werden.

Der Ansatz geht über klassische Managementansätze hinaus und ermächtigt die Mitarbeitenden, Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungsprozesse eigenständig zu gestalten. Die Selbststeuerungs-Acht – eine Synthese aus vier zentralen Makrosystemen – sowie sieben Systemebenen einer Organisation bieten praktische Methoden und Prinzipien, die Organisationen widerstandsfähiger und anpassungsfähiger machen. Die Autorin zeigt auf, wie Unternehmen mit MBSS eine Balance zwischen individueller Freiheit und kollektiver Verantwortung finden und sich erfolgreich in unsicheren Zeiten behaupten können.

Die Autorin:
Dr. Silke Schemer, Organisationspsychologin und Unternehmensberaterin, begleitet seit über 10 Jahren Organisationen auf dem Weg zu mehr Selbstverantwortung, Verbundenheit und mentaler Gesundheit. Mit wissenschaftlichem Hintergrund und breiter Erfahrung in Organisationsentwicklung, Führung und Coaching unterstützt sie Organisationen in Transformationsprozessen hin zu resilienten und kooperativen Strukturen. Ihr Ziel ist die mental gesunde Organisation als Antwort auf die Herausforderungen unserer Zeit. www.uv-mensch.com

Die Zielgruppen:
Unternehmer*innen kleiner und mittelständischer Unternehmen, Organisationsentwickler*innen

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-8474-3172-5

eISBN

978-3-8474-3310-1 (PDF) 978-3-8474-3311-8 (EPUB)

Erscheinungsjahr

2025

Erscheinungsdatum

10.11.2025

Format

14,8 x 21 cm

Umfang

190

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

Produktsicherheit

Bewertungen (3)

3 Bewertungen für Die mental gesunde Organisation

  1. Michaela Rhau

    Ich verfolge Frau Dr. Schemers Weg im Bereich Selbststeuerung und Organisationsentwicklung seit vielen Jahren und bin immer wieder beeindruckt, wie klar und verständlich sie komplexe Themen vermittelt. Das Konzept „Management by Schema Self-Direction“ ist nicht nur für Unternehmen wertvoll, sondern in vielen Teilen auch im privaten Bereich hervorragend anwendbar. Besonders schätze ich, dass das Buch kein Dogma vorgibt: Man kann die Kapitel je nach Theorie- oder Praxisfokus flexibel lesen, zurückblättern und genau dort einsteigen, wo man gerade Impulse braucht. Es ist kein Werk zum einmal Durchlesen, sondern eines, das einen langfristig begleitet. Ebenso wichtig:
    Frau Dr. Schemer entwickelt ihre Inhalte nicht nur theoretisch, sondern begleitet sie auch als Beraterin praktisch – und mit etwas Glück kann man sie sogar persönlich für Entwicklungsprozesse gewinnen, denn ihre Kapazitäten sind verständlicherweise begrenzt. Umso schöner ist, dass durch dieses Buch wirklich jede*r profitieren kann, auch ohne persönliche Beratung. Ein inspirierendes, praxisnahes Werk für alle, die Veränderung ganzheitlich gestalten möchten.

  2. Odette Lassonczyk

    „Die mental gesunde Organisation“ greift viele wichtige Fragen rund um Selbststeuerung und mentale Gesundheit in Organisationen auf. Besonders inspirierend finde ich den Katalyse-Prozess, der im Buch beschrieben wird.

    Nach vielen Versuchen, in ehrenamtlichen Organisationen Selbstorganisation zu implementieren – die nicht immer nachhaltig geglückt sind –, ist der Katalyse-Prozess für mich ein überzeugendes Vorgehen, um möglichst viel Mitgestaltung der betroffenen Menschen zu ermöglichen.

    Der Ansatz überzeugt mich vor allem dort, wo Entwicklung nicht erzwungen wird, sondern Bedingungen geschaffen werden, unter denen Veränderung möglich wird. In meiner eigenen Arbeit erlebe ich diesen Ansatz bereits als sehr tragfähig: Nicht durch Druck oder Vorgaben, sondern durch kluge Rahmung, Zeit und Reflexion entstehen nachhaltige Entscheidungen.

    Der Katalyse-Prozess macht deutlich, dass gesunde Organisationen weniger durch schnelle Lösungen entstehen als durch das bewusste Gestalten von Übergängen, Rollen und Verantwortung. Diesen Fokus auf Prozesshaftigkeit und Ermöglichung halte ich für einen wichtigen Beitrag in einem Feld, das sonst leicht zu vereinfachenden Antworten neigt.

  3. Tim Weinert

    Der innere Hebel der Transformation
    Ich habe das Buch „Die mental gesunde Organisation“ mit großem Interesse gelesen.
    Ich schätze die Weiterentwicklung des Modells der „selbstwirksamen Organisation“ nach Gebhard Borck sehr. Die Integration der PSI-Theorie nach Julius Kuhl macht noch deutlicher, welche Rolle unsere menschliche Psyche in organisationalen Transformationsprozessen spielt — und warum Selbststeuerung kein methodisches Add-on ist, sondern eine tiefere Frage nach der psychologischen Verfasstheit von Menschen und Systemen.
    Gerade in einer Welt von Polykrisen ist Change in Organisationen aus meiner Sicht nicht auf Basis der „richtigen“ Methoden möglich. Das Versprechen „werdet doch einfach agil“ ist eine dieser Antworten, die an der Oberfläche bleibt. Mit dem Konzept „Management by Schema Self-Direction“ (MBSS) wird hingegen gefragt: Welche inneren Strukturen — Schemata, Muster, Selbststeuerungskompetenzen — ermöglichen oder verhindern Wandel? Diese Übertragung des Gedankens mentaler Gesundheit von der Person auf die Organisation ist ein echter konzeptueller Schritt.
    Was mich besonders freut: Das Buch endet nicht beim Individuum oder beim Team, sondern öffnet im dritten Teil den Blick auf die systemischen Grundlagen. Die Kapitel zu komplexen adaptiven Systemen, zu Emergenz und zur Kybernetik sind für mich das theoretische Herzstück — hier zeigt sich, dass MBSS nicht einfach ein weiteres Management-Framework ist, sondern in grundlegenden Fragen über das Wesen von Organisationen gründet. Besonders gefreut hat mich das Kapitel zur Kooperationsökonomie und den Commons: Genau hier berührt das Buch jenen Kern, um den auch meine Arbeit bei nowwork kreist — die Frage, wie Organisationen wirtschaften können, die nicht primär auf Konkurrenz und Kontrolle setzen, sondern auf geteilte Verantwortung und gemeinsamen Sinn.
    In meiner Beratungsarbeit bei nowwork — wir begleiten mittelständische Unternehmen auf dem Weg zu kooperativen und gemeinwohlorientierten Strukturen — erlebe ich täglich, wie stark strukturelle Transformationen an unsichtbaren psychologischen Mustern scheitern. Werkzeuge wie Soziokratie oder Sociocracy 3.0 sind bekannt. Aber ohne die Bereitschaft und Fähigkeit der beteiligten Menschen, sich selbst anders zu steuern, greifen sie nicht dauerhaft. Schemers Buch liefert hier eine erhellende Sprache und einen differenzierten Denkrahmen.
    Zwei ehrliche Hinweise möchte ich nicht verschweigen. Der erste betrifft mich mehr als das Buch: Wer die Arbeit von Gebhard Borck bereits länger kennt, wird manches hier als vertrautes Terrain wiedererkennen. Das ist keine Schwäche — es ist der Preis einer konsequenten Weiterentwicklung, die auf Bestehendem aufbaut statt Kontinuität zu verstecken. Wer Borcks Ansatz noch nicht kennt, wird hier umso mehr entdecken.
    Der zweite Hinweis ist inhaltlich: Die sieben Systemebenen der MBSS erschließen sich mir noch nicht so intuitiv, dass ich sie in der Beratungspraxis unmittelbar anwenden könnte. Hier braucht es vermutlich Zeit, eigene Erfahrung mit dem Modell — und vielleicht die direkte Begleitung durch Silke Schemer selbst. Auch das mindert den Wert nicht. Im Gegenteil: Es ist ein ehrliches Zeichen dafür, dass hier kein vereinfachtes Rezept angeboten wird, sondern ein Denkrahmen, der die Komplexität ernst nimmt.
    Für alle, die Organisationsentwicklung nicht als Methodenpflege betreiben, sondern als Arbeit an Strukturen, Haltungen und lebendigen Systemen — und die dabei auch wirtschaftlich anders denken wollen: eine klare Leseempfehlung.

    Tim Weinert, Mitgründer nowwork — Beratung für kooperative Organisationstransformation

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„Dr. Silke Schemer gelingt mit ‚Die mental gesunde Organisation‘ ein ambitioniertes Werk an einer oft diskutierten, aber selten erfüllten Schnittstelle: psychologische Tiefe und organisatorische Steuerungsfähigkeit. Es trifft den Nerv unserer Zeit: Organisationen stehen unter ständigem Anpassungsdruck, Menschen erleben wachsende kognitive und emotionale Belastungen – und dennoch bleibt der Anspruch, leistungsfähig, kooperationsfähig und sinnorientiert zu sein. Für Silke Schemer ist mentale Gesundheit auf organisatorischer und persönlicher Ebene zentral für Handlungs- und Entscheidungsfähigkeit, nicht bloß ein Zusatz der betrieblichen Gesundheitsförderung.

Das Buch besticht durch die seltene Verbindung von psychologischer Tiefenschärfe und praktischer Umsetzbarkeit. Es bietet kein weiteres Modell „guter Führung“, sondern verknüpft das Konzept „Selbststeuerung“ nachvollziehbar mit organisatorischen Prozessen. Die beruflichen Erfahrungen der Autorin sind spürbar.

‚Die mental gesunde Organisation‘ bietet einen klaren, psychologisch fundierten Zugang zu mentaler Gesundheit im Kontext von Führung und Organisation – und zeigt, warum manche Veränderungsversuche scheitern: weil sie Top-down vorgegeben werden und zentrale Dynamiken der Handlungssteuerung nicht adressieren. Dieses Buch empfehle ich Führungskräften und Organisationsentwicklern – ebenso Verantwortlichen in Institutionen –, die mentale Gesundheit durch einen erprobten Weg der Entscheidungsfindung ermöglichen wollen. Wer sich auf die anspruchsvolle Begrifflichkeit einlässt, erhält ein Modell, das inspiriert und handlungsfähig macht – im Alltag wie in komplexen Veränderungsprozessen.“

 

Ruth Habermehl, Dipl.-Psychologin, zufriedenleben.eu 

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