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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-0767-6

Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs

Auseinandersetzungen mit den theoriebildenden Grundlagen Sozialer Arbeit

(9 Kundenrezensionen)

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20,99  inkl. MwSt.26,00  inkl. MwSt.

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ISBN: 978-3-8474-0767-6

Beschreibung

Die Etablierung der Sozialen Arbeit als Wissenschaft ist mittlerweile ausreichend oft fundiert begründet worden. Das vorliegende Buch geht daher einen Schritt weiter und bildet den derzeitigen Stand der Wissenschaft Soziale Arbeit anhand ihrer theoretischen Grundlagen, der normativen Dimensionen und ausgewählter Theorieentwürfe ab. Dabei wird die grundsätzliche Frage nach der Notwendigkeit von Theorien genauso beantwortet wie die Frage nach dem Gegenstand Sozialer Arbeit und der theoretischen Begründung von Methoden.

Im ersten Abschnitt werden anhand der Fragen, wozu es Theorien Sozialer Arbeit braucht, was ihr Gegenstand ist und wie sich Methoden Sozialer Arbeit theoretisch begründen lassen, zentrale Grundlagen für den zweiten und dritten Abschnitt des Buches gelegt. Dort geht es zum einen um die Frage, was die Normativität Sozialer Arbeit aus wissenschaftstheoretischer Perspektive kennzeichnet und inwieweit Menschenrechte als normative Bezugsgröße Soziale Arbeit leiten, zum anderen um die umfangreichere Darstellung ausgewählter aktueller Theorieentwürfe Sozialer Arbeit. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Bandbreite und Vielfalt der in der Sozialen Arbeit existierenden Theorieansätze Berücksichtigung finden, so dass Beiträge fast aller „Theorieschulen“ und deren Grundlagen in dem Buchabschnitt enthalten sind.

Das Buch bietet einen hervorragenden Überblick über die Soziale Arbeit aus einer theoretischen Perspektive und bildet den Stand der Wissenschaft Soziale Arbeit im aktuellen Diskursrahmen ab.

 

Inhaltsverzeichnis ansehen

 

Open Access

Sie können das Kapitel „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit? Schlaglichter zur Rezeption des Capability/-ies-Ansatzes in der deutschsprachigen Sozialen Arbeit“ von Bernhard Babic und Ortrud Leßmann hier (DOI 10.3224/9783847407676a) kostenlos herunterladen.

 

Die HerausgeberInnen:

Prof. Dr. Stefan Borrmann,
Professor für internationale Sozialarbeitsforschung, Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut

Prof. Dr. Christian Spatscheck,
Professor für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit, Fakultät Gesellschaftswissenschaften, Hochschule Bremen

Prof. Dr. Sabine Pankofer,
Professorin für Psychologie in der Sozialen Arbeit, Katholische Stiftungsfachhochschule München

Prof. Dr. Juliane Sagebiel,
Professorin für Sozialarbeitswissenschaft, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule München

Prof. Dr. Brigitta Michel-Schwartze,
em. Professorin für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit und Arbeit in sozialen Brennpunkten, Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung, Hochschule Neubrandenburg

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Zielgruppen: Lehrende, Forschende und Studierende der Sozialen Arbeit

Keywords: Theorien Sozialer Arbeit, Sozialarbeitswissenschaft, Normative Grundlagen

Fachbereiche: Soziale Arbeit

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-8474-0767-6

eISBN

978-3-8474-0886-4

Format

A5

Umfang

318

Erscheinungsjahr

2016

Erscheinungsdatum

21.03.2016

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

Reihe

Theorie, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit

Band

13

9 Bewertungen für Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs

  1. Christian

    Dieser Herausgeberband bietet einen sehr guten Überblick über aktuelle Themen die innerhalb der Disziplin Sozialer Arbeit verhandelt werden. So ist zum Beispiel ein eigenes Kapitel dem ‚Capability Approach‘ gewidmet, der sukzessive Einzug in die Theoriediskussion hält. Meiner Meinung nach ist besonders hervorzuheben, dass ein weiteres Kapitel explizit die internationale Sozialarbeitsliteratur einbezieht und sich so von den meist deutschsprachig dominierten Diskursen abhebt. Insgesamt halte ich diese Literatur als sehr geeignet, einen Einblick in die aktuellen Debatten zu erhalten und die jeweiligen Standpunkte der namhaften Autor_innen nachzuvollziehen. Somit eignet sich dieses Buch nicht nur für die schon mit Theorien (in) der Sozialen Arbeit vertrauten Personen, sondern besonders auch für den Einsatz in der Lehre.

  2. Johannes

    Nicht nur, dass die Beiträge der Autor_innen einen fundierten und aktuellen Einblick in die vielfältigen Diskurse der Sozialen Arbeit liefern – die Beiträge halten durchaus den ein oder anderen Heureka-Moment parat. Ein Sammelband der wirklich Lust macht, sich durch die Literaturangaben weiterzulesen.

    Besonders hervorheben möchte ich den Artikel von Heiko Kleve, der einen Blick auf die Soziale Arbeit als postmoderne Profession und ihr Ambivalenzmanagement wirft. In meinem Studium war das mittlerweile doch einige Werke umfassende Werk von Kleve leider nie Thema – hier habe ich erstmalig einen ersten, Interesse weckenden Eindruck seiner Theorie gewonnen.

    Herr Amthmor wirft in seinem Beitrag einen Blick „über den Teich“ und stellt die deutschsprachige Soziale Arbeit/Sozialpädagogik vergleichend neben die angloamerikanische Social Work. Etwas wehmütig bleibt hier der Eindruck zurück, warum die Internationalität und die großen Theorien – bei aller Unterschiedlichkeit der Systeme – nicht stärker in Deutschland diskutiert werden…

    Insgesamt empfehle ich den Band für jeden Absolventen der Sozialen Arbeit in der Praxis, um „fit“ zu bleiben auf theoretischer Ebene. Jedem Masterstudierenden der Sozialen Arbeit sei auch zum Griff an das Werk geraten. Es freut ein Sammelwerk in der Hand zu heben, das weitergeht als nur fortwährend nur auf Mängel in der wissenschaftlichen Fundierung der Profession zu bemängeln. Nur Mut, Soziale Arbeit!

  3. Bessy

    Dieses Band gibt einen hervorragenden Überblick über aktuelle theoretische Abhandlungen zur Sozialen Arbeit. Die (durchaus auch kritische) Einbeziehung gesundheitsorientierter Konzepte wie dem Empowerment-Modell und dem Capability-Ansatz sind hier besonders hervorzuheben. Sabine Pankofer stellt diesbezüglich das Empowerment-Konzept in Verbindung mit der Sozialen Arbeit auf einen wissenschaftlichen Prüfstand.
    Auch eine theoretische Diskussion der Sozialen Arbeit mit dem Ziel einer selbstermächtigten Lebensführung erscheint hier nicht mehr als ad absurdum, sondern wird als ein wesentlicher Teil des guten Lebens begriffen. Dieter Röh führt diesbezüglich eine übersichtliche Diskussion zu Gerechtigkeit, gutem Leben und dem Capability Ansatz.
    Und endlich setzt sich auch die Soziale Arbeit mit der Konstruktion ihres eigenen Gegenstandes auseinander und führt postmoderne Diskussionen zu einer normenkritischen Wissenschaftstheorie.
    Ich kann als erfahrene Sozialpädagogin dieses Übersichtsband nur empfehlen und schließe mich meinem Vorredner an, dass diese kompakte Zusammenstellung aktueller Theorien der Sozialen Arbeit auch neben einer oftmals anstrengenden praktischen Arbeit in diesem Feld gut und eingängig zu lesen ist und somit dazu beiträgt „up to date“ zu bleiben ohne eine dementsprechende Anzahl an Büchern gelesen zu haben.

  4. Christopher

    Die Sozialarbeitswissenschaft hat sich in den akademischen Diskurs und in der akademischen Lehre weitestgehend etabliert. In den letzten Jahrzenten wurde sozialarbeiterisches Fachwissen entwickelt, aus dem sich eine Vielzahl von Theorien herausgebildet hat. Zu Beginn des Buches wird daher folgerichtig von einem vorhandenen fundierten Theoriepluralismus in der Sozialen Arbeit gesprochen. In dem vorliegenden Buch wird eine Auswahl aktueller theoretischer Entwürfe behandelt. Dabei wird zunächst im ersten Teil des Buches in mehreren Beiträgen auf die Notwendigkeit von Theorien in der Sozialen Arbeit hingewiesen. Darauf bauen dann die weiteren beiden Teile des Buches auf. Im dritten Teil des Buches werden von einer Vielzahl von renommierten Autor_innen (Staub-Bernasconi, Spatscheck, Barbic/Leßmann u.a.) Theorieentwürfe vorgestellt die den derzeitigen Stand der Theoriedebatte aufzeigen. Das Buch zeigt erfolgreich einen aktuellen Diskursstand auf und dient so jeder in der Soziale Arbeit tätigen Person einen Einblick in diese Debatte zu bekommen. Die Beiträge sind gut geschrieben und meiner Meinung nach für die Leser_innen verständlich. Das Buch verdeutlicht die Pluralität der Theorienentwicklung und die vielen unterschiedlichen Theorieansätze. Ich kann dieses Buch guten Gewissens für Personen weiterempfehlen, die sich mit der Wissenschaft Sozialer Arbeit befassen möchten und Einblicke in aktuellen Diskurse und Theorieentwürfe bekommen möchten. Dabei ist das Buch meines Erachtens nach für Student_innen, Absolvent_innen, aber auch Praktiker_innen geeignet.

  5. Julien

    Die Veröffentlichung im Rahmen der Schriftenreihe der DGSA wird dem Selbstverständnis der Schriftenreihe, „ein Forum, das sich aus den Beiträgen der Sektionen und Fachgruppen, den von ihnen veranstalteten Tagungen und Kongressen speist, jedoch darüber hinaus auch zentrale Themen und Fragestellungen des Fachdiskurses im Bereich der Sozialen Arbeit“ zu sein, nach meiner Einschätzung nur teilweise gerecht. Hierbei wird auf die Beiträge zu zentralen Themen und Fragestellungen rekurriert. In diesen Beiträgen fehlen Verweise auf Veröffentlichungen kritischer Teilnehmer des Diskurses der Wissenschaft Soziale Arbeit. Im Rahmen meiner studentischen Kenntnisse habe ich an dieser Stelle z.B. eine Auseinandersetzung mit den Veröffentlichungen von Scheu, B./Autrata, O. gänzlich vermisst.
    Der dreiteilige Aufbau der Veröffentlichung hat einen ausführlichen dritten Teil der „Theorieentwürfe“ mit neun Beiträgen, welche einen guten Einblick in die aktuelle „Entwurflandschaft“ der Autor_Innen zu geben scheinen.
    Es ist den Lesenden – wenn überhaupt – nur schwer erkenntlich, weshalb der zweite Teil mit nur zwei Beiträgen, die auf verschiedenen Denkebenen ansetzen, eigenständig dargestellt ist.
    Dem ersten Teil sind fünf Beiträge zugeordnet. Wo genau in den Beiträgen der jeweilige „Zugang“ zu Theoriebildung in der Sozialen Arbeit eröffnet wird, wurde mir als Student nicht ganz klar. So habe ich an dieser Stelle fünf voneinander unabhängige Beiträge wahrgenommen und nicht fünf Zugangsmöglichkeiten zur „Theorie“, wie sie mir die Abschnitt-Überschrift verheißen hat. Dabei hätte mich interessiert, wie man zu einer wissenschaftstheoretisch festgelegten Definition von „Theorie“ unterschiedlich Zugang erhalten kann.
    Die einzelnen Beiträge sind klar strukturiert und in einer verständlichen Sprache verfasst. Wenn man die Veröffentlichung nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet, sondern sich auf einzelne Beiträge begrenzt, ist der Lektüre der Veröffentlichung meiner Meinung nach ein entsprechender Erkenntnisgewinn nicht von der Hand zu weisen.
    Im Rahmen der Erstellung meiner Bachelor-Thesis fand ich v.a. den Beitrag von Stefan Borrmann, „Warum braucht Soziale Arbeit Theorien? Antworten auf eine basale Frage“, sehr hilfreich.
    Insgesamt sehe ich die Veröffentlichung an ihrem eigenen Anliegen, bzw. dem der Schriftenreihe, gescheitert, sich mit der vorgelegten Zusammenstellung an „Lehrende, Forschende, Praktiker_Innen und Studierende der Sozialen Arbeit sowie benachbarter Disziplinen und Professionen…“ (vgl. S.6) zugleich wenden zu wollen bzw. zu können.
    Bereits der Einband hat den täglichen Anforderungen eines studentischen Buches (in die Tasche packen, auspacken, wieder einpacken) nicht genügen können.

  6. Ramona

    Das Buch „Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs. Auseinandersetzung mit den theoriebildenden Grundlagen Sozialer Arbeit“, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA), geht einen Schritt weiter in der wissenschaftlichen Fundierung Sozialer Arbeit und beleuchtet durch verschiedene Beiträge den Ist-Stand der wissenschaftlichen Debatte. HerausgeberInnen sind, Prof. Dr. Stefan Borrmann (Prof. für internationale Sozialarbeitsforschung), Prof. Dr. Christian Spatscheck (Prof. für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit), Prof. Dr. Sabine Pankofer (Prof. für Psychologie in der Sozialen Arbeit), Prof. Dr. Juliane Sagebiel (Prof. Sozialarbeitswissenschaft) und Prof. Dr. Brigitta Michel-Schwartze (Prof. für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit und Arbeit in sozialen Brennpunkten).
    Das Buch gliedert sich nach einem Vorwort in vier Teile. Der erste Teil bildet die Einleitung, der zweite beschäftigt sich mit den Zugängen zur Theoriebildung in der Sozialen Arbeit, der dritte Teil umfasst normative Dimensionen in der Theoriebildung und der vierte Teil schließt mit Theorieentwürfen für die Soziale Arbeit ab.
    Der zweite Teil „Zugänge zur Theoriebildung in der Sozialen Arbeit“ beinhaltet fünf Beiträge zur Thematik. Stefan Borrmann schreibt zum Thema „Warum braucht Soziale Arbeit Theorien? Antworten auf eine basale Frage“. Dieses Kapitel ist als Hinführung und Wiederholung der Thematik absolut empfehlenswert. Borrmann beantwortet die Frage „Warum Soziale Arbeit Theorien braucht?“ auf vier Ebenen, die die Professionalisierung Sozialer Arbeit, die theoretischen, sowie praktischen Grundlagen der Handlungswissenschaft, als auch die Selbstdefinition der Profession umschließen. Die wichtigsten Grundlagen werden hier noch einmal wiederholt, auch anhand übersichtlicher Schaubilder, um die Bedeutung des Themas deutlich zu machen und den Grundstein für die weiteren Beiträge zu legen. Als zweiten Beitrag thematisieren Johannes Boettner und Brigitta Michel-Schwartze „Soziale Arbeit als Konstrukteurin ihres Gegenstandes: Prozesse-Potenziale-Restriktion“. Auch dieser Beitrag ist wichtig für die Grundlagen einer Sozialen Arbeit als Handlungswissenschaft, er geht genauer auf die Bedeutung der Bestimmung und Definition des Gegenstandes der Sozialen Arbeit ein, was für eine Profession unumgänglich ist. Herrscht hier Einigkeit, kann dies die Soziale Arbeit in ihrem professionalisierungs Prozess einen großen Schritt voranbringen, da eine Selbstdefinition vor Fremddefinition schützt. Des Weiteren gehen Michael Domes und Juliane Sagebiel im zweiten Teil auf das Thema „Theorie als Medium zur Identitätsbildung – die Bedeutung der Person des/der Lehrenden in der Vermittlung von Theorien der Sozialen Arbeit“ ein. Dieser Beitrag war besonders erhellend, da ich selbst Soziale Arbeit studiere und deutlich wurde, dass der Professionalisierungsprozess zu einem großen Teil durch Lehrende weitergegeben und verdeutlicht werden kann. Domes und Sagebiel thematisieren hier vor allem den Habitus des Lehrenden und des Lernenden, sowie die Bedeutung der Atmosphäre während der Vorlesung um eine eigene Identitätsentwicklung des Lernenden in Bezug auf die Handlungswissenschaft in Gang zu bringen. Ralph-Christian Amthor beschäftigt sich mit „Wissenschaftlich fundierten Handlungskonzepten. Zur theoretischen Fundierung professionellen Handelns unter Berücksichtigung der englischsprachigen Social Work Science“ und zu guter Letzt schließt Heiko Kleve mit dem Beitrag „Postmoderne Soziale Arbeit als Ambivalenzmanagement. Das Tetralemma als Theoriefigur und Beitrag zur sozialarbeiterischen Methodenentwicklung“ den zweiten Teil des Buches zur Theoriebildung Sozialer Arbeit ab.
    Der dritte Teil des Buches behandelt mit zwei Beträgen das Thema „Normative Dimensionen in der Theoriebildung der Sozialen Arbeit“. Wolfgang Krieger schreibt hierzu über „Normativität und Wissenschaft der Sozialen Arbeit. Systematisierende Zugänge zu einer normenkritischen Wissenschaftstheorie der Sozialen Arbeit“. Krieger beleuchtet hier sehr anschaulich ein Thema, dass eigentlich jeden Sozialarbeiter betrifft, den meisten aber nicht wirklich bewusst ist. Ich denke diese Bewusstheit sollte im Studium mehr ausgebildet werden, weswegen ich diesen Beitrag als Pflichtlektüre betiteln würde. Eric Mührle schließt das Kapitel mit dem Beitrag „Menschenrechte und Demokratieverständnisse in ihrer normativen Bedeutung für die Theoriebildung in der Sozialen Arbeit“ ab.
    Im vierten Teil des Buches geht es um „Theorieentwürfe Sozialer Arbeit“. Hier werden innerhalb von neun Beiträgen verschiedene Theorieentwürfe thematisiert, von Luhmanns Systemtheorie, über den Capability Ansatz, über Geschlechtertheoretische Grundlagen und auch das Thema der Integration. Am meisten inspiriert hat mich dabei der Beitrag von Silvia Staub-Bernasconi über die Theorie von Krieg und Frieden, und die Empirie und soziale Praxis von Jane Addams. Dieser Beitrag zeigt sehr deutlich auf, was für einen Beitrag Soziale Arbeit leisten kann und wie sie bisher in ihren Grenzen gehalten wird. Er macht deutlich, dass die Soziale Arbeit nicht einfach nur ein Beruf ist, sondern als Profession einen großen Beitrag zu Gesellschaft liefern kann und dies nicht nur auf Basis von Gemeinwesenarbeit sondern auch weltpolitisch.
    Das Buch hat mich persönlich sehr bereichert, da ich meine Bachelorarbeit auch in diesem thematischen Bereich schreiben möchte. Es wiederholt nicht nur Grundlagen sondern erörtert auch den jetzigen Ist-Stand und setzt die Soziale Arbeit wieder auf die Zielgerade zur Profession, die oftmals verloren geht. Ich kann dieses Buch wirklich allen empfehlen, die sich für die Soziale Arbeit interessieren oder in diesem Bereich studieren oder arbeiten.

  7. Heike

    Dieser Sammelband ist für Bachelor- als auch Masterstudiengänge der Sozialen Arbeit hinsichtlich der Auseinandersetzung „Wissenschaft Soziale Arbeit“ relevant. Zu Wort kommen in den Beiträgen vorwiegend Professor*innen. Im Buch wird eingegangen auf Theorieentwürfe, betrachtet wird ebenso der Gegenstand Sozialer Arbeit als auch die theoretische Herleitung von Methoden. Ich halte auf Grund der Mehrdimensionalität die Auseinandersetzung mit dem Buch vor allem am Ende eines Studiums für geeignet.
    Mit großer Freude las ich den Beitrags Domes und Sagebiels, worin gefragt wird, welche Rolle Lehrende bei der „Vermittlung von Theorien der Sozialen Arbeit“ spielen. Ich werde das Buch sicherlich künftig mit verschiedenen Brillen und Fragen lesen…Meine Erwartungen wurden in jedem Falle erfüllt.

  8. morangesa

    Der Sammelband „Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs“ wurde im Rahmen der Schriftenreihe „Theorie, Forschung und Praxis“ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit veröffentlicht. Anliegen dieser Reihe ist, Arbeiten aus der Fachgesellschaft zu präsentieren sowie „zentrale Themen und Fragestellungen des Fachdiskurses im Bereich der Sozialen Arbeit“ aufzugreifen. Mit dem vorliegenden Band verfolgen die Herausgeber_innen das Anliegen, der „Vielschichtigkeit/Pluralität der Theorieentwicklung in der Wissenschaft Soziale Arbeit“ (S. 14) Ausdruck zu geben und eine Grundlage zu schaffen, um die vielfältigen Ansätze in der Zukunft systematischer aufeinander beziehen zu können. Dafür ist der Band in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um die Klärung des Stellenwerts von Theoriebildung in der Sozialen Arbeit. Im zweiten Teil wird zwei Beiträgen nach der Notwendigkeit einer normativen Orientierung in der Wissenschaft der Sozialen Arbeit diskutiert. Schließlich werden im umfangreichsten dritten Teil verschiedene theoretische Zugänge vorgestellt.
    Der dritte Teil bietet gut verständliche Texte, die einen Einblick in verschiedene theoretische Perspektiven ermöglichen. Dies ist für jede Phase des Studiums – vom Bachelor-Studium bis zur Promotion – hilfreich, um sich eine erste Orientierung zu verschaffen. Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den eingeführten Theorien bieten die Beiträge Ansatzpunkte. Besonders gefallen hat mir der von Spatscheck verfasste Beitrag zur Theorie der Aneignung.
    Im ersten Teil diskutiert Stefan Borrmann die Frage, warum Soziale Arbeit Theorie braucht. Dieser Beitrag ist für die Einführung in Seminare zur „Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit“ oder Ähnliches gut geeignet. In dem Band fehlt mir allerdings die Einordnung der in dem Band präsentierten „Sozialarbeitswissenschaft“ in die Debatte um die Professionalisierung der Sozialen Arbeit und der Kontroverse zwischen universitärer Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit an Fachhochschulen. Glücklicherweise gibt es heute viele Synergien und Überschneidungen zwischen beiden Bezugssystemen. Dieses Potenzial hätte auch im Sinne des Anliegens, Zugänge aufeinander zu beziehen, stärker gemacht werden können.

  9. Melanie

    Für welchen Studienabschnitt eignet sich das Buch?
    Das Buch eignet sich grundsätzlich für jeden Studienabschnitt. Ich würde es mehr für den Anfang des Studiums empfehlen, da es viele verschiedene Ansätze und Theorien behandelt, diese aber nicht zu detailliert. Somit kann man sich mit diesem Buch gut einen Überblick verschaffen, und wenn das betroffene Thema in der Vorlesung behandelt wird, dieses nochmal extra in einem ausführlichen Buch dazu nachlesen und sich mehr damit befassen.

    Ist der Inhalt des Buches relevant für eine Prüfung / die Abschlussprüfung?
    Für mich war der Inhalt nicht prüfungsrelevant. Nachdem ich aber nun ein Semester im Ausland war, muss ich zugeben, dass mir das Kapitel, in dem u.a. erklärt wird, was unter den englischen Begriffen der Sozialen Arbeit zu verstehen ist, für mein Verständnis weitergeholfen hätte, weil darin nochmals Konzepte vorkommen, die ich in Deutschland noch nicht so oft gehört hatte bzw. nicht genau wusste, was sich dahinter verbirgt (z.B. Empowerment, Macro practice, S.78f).
    Auch die Theoriefigur des Tetralemmas (S.91ff) fand ich sehr interessant, weil ich mich damit zuvor noch nicht beschäftigt hatte.

    Wird der Inhalt gut verständlich dargeboten?
    Nachdem das Buch von mehreren Menschen geschrieben worden ist, sind die Kapitel verschieden schwer (oder leicht) zu lesen, im Großen und Ganzen aber recht gut verständlich.

    Erfüllt das Buch deine Erwartungen? Was könnte besser sein?
    Über die Schreibweise, z.B. „Teilnehmer_innen“ (S.60), bin ich anfangs recht oft gestolpert und hätte es bevorzugt, nur die männliche Schreibweise „Teilnehmer“ zu lesen, mit einem generellen Hinweis zu Beginn, dass dieser geschlechtsneutral zu verstehen ist.
    Stellenweise hätte ich mir eine etwas kritischere Betrachtung der Theorien der Sozialen Arbeit gewünscht. Ansonsten ist das Buch aber gut gelungen und ich würde es an die Studierenden der Sozialen Arbeit weiterempfehlen.

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Autor*innen

Christian Spatscheck
Juliane Sagebiel
Brigitta Michel-Schwartze

Schlagwörter

Normative Grundlagen, Sozialarbeitswissenschaft, Theorien Sozialer Arbeit

Rezensionen/Pressestimmen

Die  Darstellung schließt mit Überlegungen zum Empowermentkonzept und dessen Relevanz für die thematisierte Profession.

DZI 12/2016

Aus jeden Beitrag ergibt sich etwas Nützliches für die Lehre. Durch die relativ schnelle Lektüre der kurzen Beiträge über Neuerungen im Theoriediskurs kompakt informiert zu werden, zeigt ich als Vorteil des Formats.

socialnet.de, 07.12.2016

Beschreibung

Beschreibung

Die Etablierung der Sozialen Arbeit als Wissenschaft ist mittlerweile ausreichend oft fundiert begründet worden. Das vorliegende Buch geht daher einen Schritt weiter und bildet den derzeitigen Stand der Wissenschaft Soziale Arbeit anhand ihrer theoretischen Grundlagen, der normativen Dimensionen und ausgewählter Theorieentwürfe ab. Dabei wird die grundsätzliche Frage nach der Notwendigkeit von Theorien genauso beantwortet wie die Frage nach dem Gegenstand Sozialer Arbeit und der theoretischen Begründung von Methoden.

Im ersten Abschnitt werden anhand der Fragen, wozu es Theorien Sozialer Arbeit braucht, was ihr Gegenstand ist und wie sich Methoden Sozialer Arbeit theoretisch begründen lassen, zentrale Grundlagen für den zweiten und dritten Abschnitt des Buches gelegt. Dort geht es zum einen um die Frage, was die Normativität Sozialer Arbeit aus wissenschaftstheoretischer Perspektive kennzeichnet und inwieweit Menschenrechte als normative Bezugsgröße Soziale Arbeit leiten, zum anderen um die umfangreichere Darstellung ausgewählter aktueller Theorieentwürfe Sozialer Arbeit. Dabei wurde insbesondere darauf geachtet, dass die Bandbreite und Vielfalt der in der Sozialen Arbeit existierenden Theorieansätze Berücksichtigung finden, so dass Beiträge fast aller „Theorieschulen“ und deren Grundlagen in dem Buchabschnitt enthalten sind.

Das Buch bietet einen hervorragenden Überblick über die Soziale Arbeit aus einer theoretischen Perspektive und bildet den Stand der Wissenschaft Soziale Arbeit im aktuellen Diskursrahmen ab.

 

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Open Access

Sie können das Kapitel „Zwischen Wunsch und Wirklichkeit? Schlaglichter zur Rezeption des Capability/-ies-Ansatzes in der deutschsprachigen Sozialen Arbeit“ von Bernhard Babic und Ortrud Leßmann hier (DOI 10.3224/9783847407676a) kostenlos herunterladen.

 

Die HerausgeberInnen:

Prof. Dr. Stefan Borrmann,
Professor für internationale Sozialarbeitsforschung, Hochschule für angewandte Wissenschaften Landshut

Prof. Dr. Christian Spatscheck,
Professor für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit, Fakultät Gesellschaftswissenschaften, Hochschule Bremen

Prof. Dr. Sabine Pankofer,
Professorin für Psychologie in der Sozialen Arbeit, Katholische Stiftungsfachhochschule München

Prof. Dr. Juliane Sagebiel,
Professorin für Sozialarbeitswissenschaft, Fakultät für angewandte Sozialwissenschaften, Hochschule München

Prof. Dr. Brigitta Michel-Schwartze,
em. Professorin für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit und Arbeit in sozialen Brennpunkten, Fachbereich Soziale Arbeit, Bildung und Erziehung, Hochschule Neubrandenburg

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Zielgruppen: Lehrende, Forschende und Studierende der Sozialen Arbeit

Keywords: Theorien Sozialer Arbeit, Sozialarbeitswissenschaft, Normative Grundlagen

Fachbereiche: Soziale Arbeit

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-8474-0767-6

eISBN

978-3-8474-0886-4

Format

A5

Umfang

318

Erscheinungsjahr

2016

Erscheinungsdatum

21.03.2016

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

Reihe

Theorie, Forschung und Praxis der Sozialen Arbeit

Band

13

Bewertungen (9)

9 Bewertungen für Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs

  1. Christian

    Dieser Herausgeberband bietet einen sehr guten Überblick über aktuelle Themen die innerhalb der Disziplin Sozialer Arbeit verhandelt werden. So ist zum Beispiel ein eigenes Kapitel dem ‚Capability Approach‘ gewidmet, der sukzessive Einzug in die Theoriediskussion hält. Meiner Meinung nach ist besonders hervorzuheben, dass ein weiteres Kapitel explizit die internationale Sozialarbeitsliteratur einbezieht und sich so von den meist deutschsprachig dominierten Diskursen abhebt. Insgesamt halte ich diese Literatur als sehr geeignet, einen Einblick in die aktuellen Debatten zu erhalten und die jeweiligen Standpunkte der namhaften Autor_innen nachzuvollziehen. Somit eignet sich dieses Buch nicht nur für die schon mit Theorien (in) der Sozialen Arbeit vertrauten Personen, sondern besonders auch für den Einsatz in der Lehre.

  2. Johannes

    Nicht nur, dass die Beiträge der Autor_innen einen fundierten und aktuellen Einblick in die vielfältigen Diskurse der Sozialen Arbeit liefern – die Beiträge halten durchaus den ein oder anderen Heureka-Moment parat. Ein Sammelband der wirklich Lust macht, sich durch die Literaturangaben weiterzulesen.

    Besonders hervorheben möchte ich den Artikel von Heiko Kleve, der einen Blick auf die Soziale Arbeit als postmoderne Profession und ihr Ambivalenzmanagement wirft. In meinem Studium war das mittlerweile doch einige Werke umfassende Werk von Kleve leider nie Thema – hier habe ich erstmalig einen ersten, Interesse weckenden Eindruck seiner Theorie gewonnen.

    Herr Amthmor wirft in seinem Beitrag einen Blick „über den Teich“ und stellt die deutschsprachige Soziale Arbeit/Sozialpädagogik vergleichend neben die angloamerikanische Social Work. Etwas wehmütig bleibt hier der Eindruck zurück, warum die Internationalität und die großen Theorien – bei aller Unterschiedlichkeit der Systeme – nicht stärker in Deutschland diskutiert werden…

    Insgesamt empfehle ich den Band für jeden Absolventen der Sozialen Arbeit in der Praxis, um „fit“ zu bleiben auf theoretischer Ebene. Jedem Masterstudierenden der Sozialen Arbeit sei auch zum Griff an das Werk geraten. Es freut ein Sammelwerk in der Hand zu heben, das weitergeht als nur fortwährend nur auf Mängel in der wissenschaftlichen Fundierung der Profession zu bemängeln. Nur Mut, Soziale Arbeit!

  3. Bessy

    Dieses Band gibt einen hervorragenden Überblick über aktuelle theoretische Abhandlungen zur Sozialen Arbeit. Die (durchaus auch kritische) Einbeziehung gesundheitsorientierter Konzepte wie dem Empowerment-Modell und dem Capability-Ansatz sind hier besonders hervorzuheben. Sabine Pankofer stellt diesbezüglich das Empowerment-Konzept in Verbindung mit der Sozialen Arbeit auf einen wissenschaftlichen Prüfstand.
    Auch eine theoretische Diskussion der Sozialen Arbeit mit dem Ziel einer selbstermächtigten Lebensführung erscheint hier nicht mehr als ad absurdum, sondern wird als ein wesentlicher Teil des guten Lebens begriffen. Dieter Röh führt diesbezüglich eine übersichtliche Diskussion zu Gerechtigkeit, gutem Leben und dem Capability Ansatz.
    Und endlich setzt sich auch die Soziale Arbeit mit der Konstruktion ihres eigenen Gegenstandes auseinander und führt postmoderne Diskussionen zu einer normenkritischen Wissenschaftstheorie.
    Ich kann als erfahrene Sozialpädagogin dieses Übersichtsband nur empfehlen und schließe mich meinem Vorredner an, dass diese kompakte Zusammenstellung aktueller Theorien der Sozialen Arbeit auch neben einer oftmals anstrengenden praktischen Arbeit in diesem Feld gut und eingängig zu lesen ist und somit dazu beiträgt „up to date“ zu bleiben ohne eine dementsprechende Anzahl an Büchern gelesen zu haben.

  4. Christopher

    Die Sozialarbeitswissenschaft hat sich in den akademischen Diskurs und in der akademischen Lehre weitestgehend etabliert. In den letzten Jahrzenten wurde sozialarbeiterisches Fachwissen entwickelt, aus dem sich eine Vielzahl von Theorien herausgebildet hat. Zu Beginn des Buches wird daher folgerichtig von einem vorhandenen fundierten Theoriepluralismus in der Sozialen Arbeit gesprochen. In dem vorliegenden Buch wird eine Auswahl aktueller theoretischer Entwürfe behandelt. Dabei wird zunächst im ersten Teil des Buches in mehreren Beiträgen auf die Notwendigkeit von Theorien in der Sozialen Arbeit hingewiesen. Darauf bauen dann die weiteren beiden Teile des Buches auf. Im dritten Teil des Buches werden von einer Vielzahl von renommierten Autor_innen (Staub-Bernasconi, Spatscheck, Barbic/Leßmann u.a.) Theorieentwürfe vorgestellt die den derzeitigen Stand der Theoriedebatte aufzeigen. Das Buch zeigt erfolgreich einen aktuellen Diskursstand auf und dient so jeder in der Soziale Arbeit tätigen Person einen Einblick in diese Debatte zu bekommen. Die Beiträge sind gut geschrieben und meiner Meinung nach für die Leser_innen verständlich. Das Buch verdeutlicht die Pluralität der Theorienentwicklung und die vielen unterschiedlichen Theorieansätze. Ich kann dieses Buch guten Gewissens für Personen weiterempfehlen, die sich mit der Wissenschaft Sozialer Arbeit befassen möchten und Einblicke in aktuellen Diskurse und Theorieentwürfe bekommen möchten. Dabei ist das Buch meines Erachtens nach für Student_innen, Absolvent_innen, aber auch Praktiker_innen geeignet.

  5. Julien

    Die Veröffentlichung im Rahmen der Schriftenreihe der DGSA wird dem Selbstverständnis der Schriftenreihe, „ein Forum, das sich aus den Beiträgen der Sektionen und Fachgruppen, den von ihnen veranstalteten Tagungen und Kongressen speist, jedoch darüber hinaus auch zentrale Themen und Fragestellungen des Fachdiskurses im Bereich der Sozialen Arbeit“ zu sein, nach meiner Einschätzung nur teilweise gerecht. Hierbei wird auf die Beiträge zu zentralen Themen und Fragestellungen rekurriert. In diesen Beiträgen fehlen Verweise auf Veröffentlichungen kritischer Teilnehmer des Diskurses der Wissenschaft Soziale Arbeit. Im Rahmen meiner studentischen Kenntnisse habe ich an dieser Stelle z.B. eine Auseinandersetzung mit den Veröffentlichungen von Scheu, B./Autrata, O. gänzlich vermisst.
    Der dreiteilige Aufbau der Veröffentlichung hat einen ausführlichen dritten Teil der „Theorieentwürfe“ mit neun Beiträgen, welche einen guten Einblick in die aktuelle „Entwurflandschaft“ der Autor_Innen zu geben scheinen.
    Es ist den Lesenden – wenn überhaupt – nur schwer erkenntlich, weshalb der zweite Teil mit nur zwei Beiträgen, die auf verschiedenen Denkebenen ansetzen, eigenständig dargestellt ist.
    Dem ersten Teil sind fünf Beiträge zugeordnet. Wo genau in den Beiträgen der jeweilige „Zugang“ zu Theoriebildung in der Sozialen Arbeit eröffnet wird, wurde mir als Student nicht ganz klar. So habe ich an dieser Stelle fünf voneinander unabhängige Beiträge wahrgenommen und nicht fünf Zugangsmöglichkeiten zur „Theorie“, wie sie mir die Abschnitt-Überschrift verheißen hat. Dabei hätte mich interessiert, wie man zu einer wissenschaftstheoretisch festgelegten Definition von „Theorie“ unterschiedlich Zugang erhalten kann.
    Die einzelnen Beiträge sind klar strukturiert und in einer verständlichen Sprache verfasst. Wenn man die Veröffentlichung nicht in ihrer Gesamtheit betrachtet, sondern sich auf einzelne Beiträge begrenzt, ist der Lektüre der Veröffentlichung meiner Meinung nach ein entsprechender Erkenntnisgewinn nicht von der Hand zu weisen.
    Im Rahmen der Erstellung meiner Bachelor-Thesis fand ich v.a. den Beitrag von Stefan Borrmann, „Warum braucht Soziale Arbeit Theorien? Antworten auf eine basale Frage“, sehr hilfreich.
    Insgesamt sehe ich die Veröffentlichung an ihrem eigenen Anliegen, bzw. dem der Schriftenreihe, gescheitert, sich mit der vorgelegten Zusammenstellung an „Lehrende, Forschende, Praktiker_Innen und Studierende der Sozialen Arbeit sowie benachbarter Disziplinen und Professionen…“ (vgl. S.6) zugleich wenden zu wollen bzw. zu können.
    Bereits der Einband hat den täglichen Anforderungen eines studentischen Buches (in die Tasche packen, auspacken, wieder einpacken) nicht genügen können.

  6. Ramona

    Das Buch „Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs. Auseinandersetzung mit den theoriebildenden Grundlagen Sozialer Arbeit“, herausgegeben von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit (DGSA), geht einen Schritt weiter in der wissenschaftlichen Fundierung Sozialer Arbeit und beleuchtet durch verschiedene Beiträge den Ist-Stand der wissenschaftlichen Debatte. HerausgeberInnen sind, Prof. Dr. Stefan Borrmann (Prof. für internationale Sozialarbeitsforschung), Prof. Dr. Christian Spatscheck (Prof. für Theorien und Methoden Sozialer Arbeit), Prof. Dr. Sabine Pankofer (Prof. für Psychologie in der Sozialen Arbeit), Prof. Dr. Juliane Sagebiel (Prof. Sozialarbeitswissenschaft) und Prof. Dr. Brigitta Michel-Schwartze (Prof. für Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit und Arbeit in sozialen Brennpunkten).
    Das Buch gliedert sich nach einem Vorwort in vier Teile. Der erste Teil bildet die Einleitung, der zweite beschäftigt sich mit den Zugängen zur Theoriebildung in der Sozialen Arbeit, der dritte Teil umfasst normative Dimensionen in der Theoriebildung und der vierte Teil schließt mit Theorieentwürfen für die Soziale Arbeit ab.
    Der zweite Teil „Zugänge zur Theoriebildung in der Sozialen Arbeit“ beinhaltet fünf Beiträge zur Thematik. Stefan Borrmann schreibt zum Thema „Warum braucht Soziale Arbeit Theorien? Antworten auf eine basale Frage“. Dieses Kapitel ist als Hinführung und Wiederholung der Thematik absolut empfehlenswert. Borrmann beantwortet die Frage „Warum Soziale Arbeit Theorien braucht?“ auf vier Ebenen, die die Professionalisierung Sozialer Arbeit, die theoretischen, sowie praktischen Grundlagen der Handlungswissenschaft, als auch die Selbstdefinition der Profession umschließen. Die wichtigsten Grundlagen werden hier noch einmal wiederholt, auch anhand übersichtlicher Schaubilder, um die Bedeutung des Themas deutlich zu machen und den Grundstein für die weiteren Beiträge zu legen. Als zweiten Beitrag thematisieren Johannes Boettner und Brigitta Michel-Schwartze „Soziale Arbeit als Konstrukteurin ihres Gegenstandes: Prozesse-Potenziale-Restriktion“. Auch dieser Beitrag ist wichtig für die Grundlagen einer Sozialen Arbeit als Handlungswissenschaft, er geht genauer auf die Bedeutung der Bestimmung und Definition des Gegenstandes der Sozialen Arbeit ein, was für eine Profession unumgänglich ist. Herrscht hier Einigkeit, kann dies die Soziale Arbeit in ihrem professionalisierungs Prozess einen großen Schritt voranbringen, da eine Selbstdefinition vor Fremddefinition schützt. Des Weiteren gehen Michael Domes und Juliane Sagebiel im zweiten Teil auf das Thema „Theorie als Medium zur Identitätsbildung – die Bedeutung der Person des/der Lehrenden in der Vermittlung von Theorien der Sozialen Arbeit“ ein. Dieser Beitrag war besonders erhellend, da ich selbst Soziale Arbeit studiere und deutlich wurde, dass der Professionalisierungsprozess zu einem großen Teil durch Lehrende weitergegeben und verdeutlicht werden kann. Domes und Sagebiel thematisieren hier vor allem den Habitus des Lehrenden und des Lernenden, sowie die Bedeutung der Atmosphäre während der Vorlesung um eine eigene Identitätsentwicklung des Lernenden in Bezug auf die Handlungswissenschaft in Gang zu bringen. Ralph-Christian Amthor beschäftigt sich mit „Wissenschaftlich fundierten Handlungskonzepten. Zur theoretischen Fundierung professionellen Handelns unter Berücksichtigung der englischsprachigen Social Work Science“ und zu guter Letzt schließt Heiko Kleve mit dem Beitrag „Postmoderne Soziale Arbeit als Ambivalenzmanagement. Das Tetralemma als Theoriefigur und Beitrag zur sozialarbeiterischen Methodenentwicklung“ den zweiten Teil des Buches zur Theoriebildung Sozialer Arbeit ab.
    Der dritte Teil des Buches behandelt mit zwei Beträgen das Thema „Normative Dimensionen in der Theoriebildung der Sozialen Arbeit“. Wolfgang Krieger schreibt hierzu über „Normativität und Wissenschaft der Sozialen Arbeit. Systematisierende Zugänge zu einer normenkritischen Wissenschaftstheorie der Sozialen Arbeit“. Krieger beleuchtet hier sehr anschaulich ein Thema, dass eigentlich jeden Sozialarbeiter betrifft, den meisten aber nicht wirklich bewusst ist. Ich denke diese Bewusstheit sollte im Studium mehr ausgebildet werden, weswegen ich diesen Beitrag als Pflichtlektüre betiteln würde. Eric Mührle schließt das Kapitel mit dem Beitrag „Menschenrechte und Demokratieverständnisse in ihrer normativen Bedeutung für die Theoriebildung in der Sozialen Arbeit“ ab.
    Im vierten Teil des Buches geht es um „Theorieentwürfe Sozialer Arbeit“. Hier werden innerhalb von neun Beiträgen verschiedene Theorieentwürfe thematisiert, von Luhmanns Systemtheorie, über den Capability Ansatz, über Geschlechtertheoretische Grundlagen und auch das Thema der Integration. Am meisten inspiriert hat mich dabei der Beitrag von Silvia Staub-Bernasconi über die Theorie von Krieg und Frieden, und die Empirie und soziale Praxis von Jane Addams. Dieser Beitrag zeigt sehr deutlich auf, was für einen Beitrag Soziale Arbeit leisten kann und wie sie bisher in ihren Grenzen gehalten wird. Er macht deutlich, dass die Soziale Arbeit nicht einfach nur ein Beruf ist, sondern als Profession einen großen Beitrag zu Gesellschaft liefern kann und dies nicht nur auf Basis von Gemeinwesenarbeit sondern auch weltpolitisch.
    Das Buch hat mich persönlich sehr bereichert, da ich meine Bachelorarbeit auch in diesem thematischen Bereich schreiben möchte. Es wiederholt nicht nur Grundlagen sondern erörtert auch den jetzigen Ist-Stand und setzt die Soziale Arbeit wieder auf die Zielgerade zur Profession, die oftmals verloren geht. Ich kann dieses Buch wirklich allen empfehlen, die sich für die Soziale Arbeit interessieren oder in diesem Bereich studieren oder arbeiten.

  7. Heike

    Dieser Sammelband ist für Bachelor- als auch Masterstudiengänge der Sozialen Arbeit hinsichtlich der Auseinandersetzung „Wissenschaft Soziale Arbeit“ relevant. Zu Wort kommen in den Beiträgen vorwiegend Professor*innen. Im Buch wird eingegangen auf Theorieentwürfe, betrachtet wird ebenso der Gegenstand Sozialer Arbeit als auch die theoretische Herleitung von Methoden. Ich halte auf Grund der Mehrdimensionalität die Auseinandersetzung mit dem Buch vor allem am Ende eines Studiums für geeignet.
    Mit großer Freude las ich den Beitrags Domes und Sagebiels, worin gefragt wird, welche Rolle Lehrende bei der „Vermittlung von Theorien der Sozialen Arbeit“ spielen. Ich werde das Buch sicherlich künftig mit verschiedenen Brillen und Fragen lesen…Meine Erwartungen wurden in jedem Falle erfüllt.

  8. morangesa

    Der Sammelband „Die Wissenschaft Soziale Arbeit im Diskurs“ wurde im Rahmen der Schriftenreihe „Theorie, Forschung und Praxis“ der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit veröffentlicht. Anliegen dieser Reihe ist, Arbeiten aus der Fachgesellschaft zu präsentieren sowie „zentrale Themen und Fragestellungen des Fachdiskurses im Bereich der Sozialen Arbeit“ aufzugreifen. Mit dem vorliegenden Band verfolgen die Herausgeber_innen das Anliegen, der „Vielschichtigkeit/Pluralität der Theorieentwicklung in der Wissenschaft Soziale Arbeit“ (S. 14) Ausdruck zu geben und eine Grundlage zu schaffen, um die vielfältigen Ansätze in der Zukunft systematischer aufeinander beziehen zu können. Dafür ist der Band in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil geht es um die Klärung des Stellenwerts von Theoriebildung in der Sozialen Arbeit. Im zweiten Teil wird zwei Beiträgen nach der Notwendigkeit einer normativen Orientierung in der Wissenschaft der Sozialen Arbeit diskutiert. Schließlich werden im umfangreichsten dritten Teil verschiedene theoretische Zugänge vorgestellt.
    Der dritte Teil bietet gut verständliche Texte, die einen Einblick in verschiedene theoretische Perspektiven ermöglichen. Dies ist für jede Phase des Studiums – vom Bachelor-Studium bis zur Promotion – hilfreich, um sich eine erste Orientierung zu verschaffen. Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit den eingeführten Theorien bieten die Beiträge Ansatzpunkte. Besonders gefallen hat mir der von Spatscheck verfasste Beitrag zur Theorie der Aneignung.
    Im ersten Teil diskutiert Stefan Borrmann die Frage, warum Soziale Arbeit Theorie braucht. Dieser Beitrag ist für die Einführung in Seminare zur „Theorie und Geschichte der Sozialen Arbeit“ oder Ähnliches gut geeignet. In dem Band fehlt mir allerdings die Einordnung der in dem Band präsentierten „Sozialarbeitswissenschaft“ in die Debatte um die Professionalisierung der Sozialen Arbeit und der Kontroverse zwischen universitärer Sozialpädagogik und der Sozialen Arbeit an Fachhochschulen. Glücklicherweise gibt es heute viele Synergien und Überschneidungen zwischen beiden Bezugssystemen. Dieses Potenzial hätte auch im Sinne des Anliegens, Zugänge aufeinander zu beziehen, stärker gemacht werden können.

  9. Melanie

    Für welchen Studienabschnitt eignet sich das Buch?
    Das Buch eignet sich grundsätzlich für jeden Studienabschnitt. Ich würde es mehr für den Anfang des Studiums empfehlen, da es viele verschiedene Ansätze und Theorien behandelt, diese aber nicht zu detailliert. Somit kann man sich mit diesem Buch gut einen Überblick verschaffen, und wenn das betroffene Thema in der Vorlesung behandelt wird, dieses nochmal extra in einem ausführlichen Buch dazu nachlesen und sich mehr damit befassen.

    Ist der Inhalt des Buches relevant für eine Prüfung / die Abschlussprüfung?
    Für mich war der Inhalt nicht prüfungsrelevant. Nachdem ich aber nun ein Semester im Ausland war, muss ich zugeben, dass mir das Kapitel, in dem u.a. erklärt wird, was unter den englischen Begriffen der Sozialen Arbeit zu verstehen ist, für mein Verständnis weitergeholfen hätte, weil darin nochmals Konzepte vorkommen, die ich in Deutschland noch nicht so oft gehört hatte bzw. nicht genau wusste, was sich dahinter verbirgt (z.B. Empowerment, Macro practice, S.78f).
    Auch die Theoriefigur des Tetralemmas (S.91ff) fand ich sehr interessant, weil ich mich damit zuvor noch nicht beschäftigt hatte.

    Wird der Inhalt gut verständlich dargeboten?
    Nachdem das Buch von mehreren Menschen geschrieben worden ist, sind die Kapitel verschieden schwer (oder leicht) zu lesen, im Großen und Ganzen aber recht gut verständlich.

    Erfüllt das Buch deine Erwartungen? Was könnte besser sein?
    Über die Schreibweise, z.B. „Teilnehmer_innen“ (S.60), bin ich anfangs recht oft gestolpert und hätte es bevorzugt, nur die männliche Schreibweise „Teilnehmer“ zu lesen, mit einem generellen Hinweis zu Beginn, dass dieser geschlechtsneutral zu verstehen ist.
    Stellenweise hätte ich mir eine etwas kritischere Betrachtung der Theorien der Sozialen Arbeit gewünscht. Ansonsten ist das Buch aber gut gelungen und ich würde es an die Studierenden der Sozialen Arbeit weiterempfehlen.

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Christian Spatscheck
Juliane Sagebiel
Brigitta Michel-Schwartze

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Rezensionen/Pressestimmen

Rezensionen/Pressestimmen

Die  Darstellung schließt mit Überlegungen zum Empowermentkonzept und dessen Relevanz für die thematisierte Profession.

DZI 12/2016

Aus jeden Beitrag ergibt sich etwas Nützliches für die Lehre. Durch die relativ schnelle Lektüre der kurzen Beiträge über Neuerungen im Theoriediskurs kompakt informiert zu werden, zeigt ich als Vorteil des Formats.

socialnet.de, 07.12.2016

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