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ZPTh 2-2025 | Freie Beiträge

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ISSN: 1869-3016

Inhalt

ZPTh – Zeitschrift für Politische Theorie
2-2025: Freie Beiträge

Abhandlungen
Kolja Lindner: Postkolonialer oder dekolonialer Marxismus? Perspektiven materialistischer Eurozentrismuskritik
Finn Starken: Die Wucht des Marktes. Wie stabil ist Rawls’ Modell der Eigentumsdemokratie?

Standpunkte
Frauke Höntzsch: Lost in emancipation. Das Ende vom Ende der großen Erzählungen
Walter Reese-Schäfer: Das Ende vom Ende der großen Erzählungen
Astrid Séville: Kitsch und Krise (Open Access)
Sara Gebh: Ander(e)s erzählen. Von vergessenen Alternativen, Gegeninstitutionen und utopischem Denken abseits des Modells

Interview
Christian Marks: „Die Aufklärung vor Europa retten“. Einführung zum Interview mit Nikita Dhawan
Christian Marks: Die Aufklärung und Europa zwischen Versprechen und Verhängnis. Ein Interview mit Nikita Dhawan

Ideengeschichtliche Fundstücke
Hubertus Buchstein: Carl Schmitts Rache
Carl Schmitt: Rezension des Buches von Otto Kirchheimer, Political Justice. The Use of Legal Procedures for Political Ends. Princeton: Princeton University Press 1961
Stefan Andreas Meyer: „Europe needs revolution, a democratic revolution“. Einleitung zum Wiederabdruck von fünf Briefen des Soldaten Robert A. Dahl
Robert A. Dahl: Fünf Briefe

Rezensionen
Rafael Alvear: Ein Plädoyer für den Gebrauch der Vernunft um der Welt willen. Rezension zu „Es musste etwas besser werden …“ von Jürgen Habermas
Peter Grönert: Denken an der Grenze. Foucaults Archäologie des philosophischen Diskurses

Nachruf
Hans-Joachim Lauth: Die Relevanz des Rechts, Rechtsstaats und der Verfassung. Zum Tode von Michael Becker (1958-2024)

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): zpth.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den ZPTh-Alert anmelden.

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1869-3016

eISSN

2196-2103

Jahrgang

16. Jahrgang 2025

Ausgabe

2-2025

Erscheinungsdatum

02.06.2026

Umfang

156 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zpth.v16i2

Homepage

https://zpth.budrich-journals.de

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Inhaltsverzeichnis
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Autor*innen

Schlagwörter

(De)Kolonialität, Antisemitismus, Aufklärung, Carl Schmitt, Dekolonialismus, Eigentumsdemokratie, Erzählen, Erzählungen, Europa, Eurozentrismus, Gerechtigkeitssinn, Institutionen, John Rawls, Juni 2026, Kolonialismus, Kritik, Kritische Theorie, Markt, Marxismus, Moderne, Postkolonialismus, Shoah, Staatsphobie, Zivilgesellschaft

Abstracts

Postkolonialer oder dekolonialer Marxismus? Perspektiven materialistischer Eurozentrismuskritik (Kolja Lindner)
Dekoloniale Kritik begreift sich selbst oftmals als Radikalisierung von postkolonialen Ansätzen. Wie sich beide Zugriffe unterscheiden, wird allerdings selten geklärt. In dem vorliegenden Beitrag wird zunächst erörtert, wie in der postkolonialen und der dekolonialen Diskussion Eurozentrismus begriffen und kritisiert wird. Ferner geht es darum, auszuloten, welche Mittel zu seiner Überwindung in den jeweiligen Denkschulen entwickelt werden. Und schließlich wird diskutiert, wie sich postkoloniale und dekoloniale Ansätze zum Denken von Karl Marx verhalten. Grundsätzlich stellt sich dabei die Frage, ob es einen ‚dekolonialen Marxismus‘ geben kann. Schlüsselwörter: Postkolonialismus, Dekolonialismus, Marxismus, Eurozentrismus, Kolonialismus, Moderne, Kritik
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Die Wucht des Marktes. Wie stabil ist Rawls’ Modell der Eigentumsdemokratie? (Finn Starken)
John Rawls machte früh klar, dass sein Ideal einer gerechten Gesellschaft nicht mit der kapitalistischen Form des Wirtschaftens zu vereinbaren ist. Stattdessen schwebte ihm das Modell einer Eigentumsdemokratie vor: eine Marktwirtschaft, die jedoch das Eigentum an den Produktionsmitteln breit verteilt. Dieser Artikel widmet sich der Rolle des Marktes in einer Eigentumsdemokratie. Da Rawls einen neoklassischen Markttypus nutzte, kaufte er die kapitalistischen Merkmale des Marktes mit ein: den Eigensinn und die Konkurrenz, das gegenseitige Übertrumpfen und Ausstechen. Die These lautet, dass diese Merkmale die Bürger:innen daran hindern, ihren Gerechtigkeitssinn zu entwickeln. Dieser Vorwurf wiegt schwer, denn eine gerechte Gesellschaft nach Rawls kann nur dann bestehen, wenn ihre Mitglieder im täglichen Umgang mit den Institutionen einen Gerechtigkeitssinn ausbilden, der sie dazu befähigt, einander zu unterstützen und zu vertrauen. Der Gerechtigkeitssinn ist eine grundlegende Bedingung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass die Institution des Marktes der Entwicklung des Gerechtigkeitssinns entgegensteht, erzeugt einen Widerspruch in Rawls’ Idealtheorie. Schlüsselwörter: Rawls, Eigentumsdemokratie, Markt, Institutionen, Gerechtigkeitssinn
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Inhalt

Inhalt

ZPTh – Zeitschrift für Politische Theorie
2-2025: Freie Beiträge

Abhandlungen
Kolja Lindner: Postkolonialer oder dekolonialer Marxismus? Perspektiven materialistischer Eurozentrismuskritik
Finn Starken: Die Wucht des Marktes. Wie stabil ist Rawls’ Modell der Eigentumsdemokratie?

Standpunkte
Frauke Höntzsch: Lost in emancipation. Das Ende vom Ende der großen Erzählungen
Walter Reese-Schäfer: Das Ende vom Ende der großen Erzählungen
Astrid Séville: Kitsch und Krise (Open Access)
Sara Gebh: Ander(e)s erzählen. Von vergessenen Alternativen, Gegeninstitutionen und utopischem Denken abseits des Modells

Interview
Christian Marks: „Die Aufklärung vor Europa retten“. Einführung zum Interview mit Nikita Dhawan
Christian Marks: Die Aufklärung und Europa zwischen Versprechen und Verhängnis. Ein Interview mit Nikita Dhawan

Ideengeschichtliche Fundstücke
Hubertus Buchstein: Carl Schmitts Rache
Carl Schmitt: Rezension des Buches von Otto Kirchheimer, Political Justice. The Use of Legal Procedures for Political Ends. Princeton: Princeton University Press 1961
Stefan Andreas Meyer: „Europe needs revolution, a democratic revolution“. Einleitung zum Wiederabdruck von fünf Briefen des Soldaten Robert A. Dahl
Robert A. Dahl: Fünf Briefe

Rezensionen
Rafael Alvear: Ein Plädoyer für den Gebrauch der Vernunft um der Welt willen. Rezension zu „Es musste etwas besser werden …“ von Jürgen Habermas
Peter Grönert: Denken an der Grenze. Foucaults Archäologie des philosophischen Diskurses

Nachruf
Hans-Joachim Lauth: Die Relevanz des Rechts, Rechtsstaats und der Verfassung. Zum Tode von Michael Becker (1958-2024)

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): zpth.budrich-journals.de
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Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1869-3016

eISSN

2196-2103

Jahrgang

16. Jahrgang 2025

Ausgabe

2-2025

Erscheinungsdatum

02.06.2026

Umfang

156 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zpth.v16i2

Homepage

https://zpth.budrich-journals.de

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Abstracts

Abstracts

Postkolonialer oder dekolonialer Marxismus? Perspektiven materialistischer Eurozentrismuskritik (Kolja Lindner)
Dekoloniale Kritik begreift sich selbst oftmals als Radikalisierung von postkolonialen Ansätzen. Wie sich beide Zugriffe unterscheiden, wird allerdings selten geklärt. In dem vorliegenden Beitrag wird zunächst erörtert, wie in der postkolonialen und der dekolonialen Diskussion Eurozentrismus begriffen und kritisiert wird. Ferner geht es darum, auszuloten, welche Mittel zu seiner Überwindung in den jeweiligen Denkschulen entwickelt werden. Und schließlich wird diskutiert, wie sich postkoloniale und dekoloniale Ansätze zum Denken von Karl Marx verhalten. Grundsätzlich stellt sich dabei die Frage, ob es einen ‚dekolonialen Marxismus‘ geben kann. Schlüsselwörter: Postkolonialismus, Dekolonialismus, Marxismus, Eurozentrismus, Kolonialismus, Moderne, Kritik
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Die Wucht des Marktes. Wie stabil ist Rawls’ Modell der Eigentumsdemokratie? (Finn Starken)
John Rawls machte früh klar, dass sein Ideal einer gerechten Gesellschaft nicht mit der kapitalistischen Form des Wirtschaftens zu vereinbaren ist. Stattdessen schwebte ihm das Modell einer Eigentumsdemokratie vor: eine Marktwirtschaft, die jedoch das Eigentum an den Produktionsmitteln breit verteilt. Dieser Artikel widmet sich der Rolle des Marktes in einer Eigentumsdemokratie. Da Rawls einen neoklassischen Markttypus nutzte, kaufte er die kapitalistischen Merkmale des Marktes mit ein: den Eigensinn und die Konkurrenz, das gegenseitige Übertrumpfen und Ausstechen. Die These lautet, dass diese Merkmale die Bürger:innen daran hindern, ihren Gerechtigkeitssinn zu entwickeln. Dieser Vorwurf wiegt schwer, denn eine gerechte Gesellschaft nach Rawls kann nur dann bestehen, wenn ihre Mitglieder im täglichen Umgang mit den Institutionen einen Gerechtigkeitssinn ausbilden, der sie dazu befähigt, einander zu unterstützen und zu vertrauen. Der Gerechtigkeitssinn ist eine grundlegende Bedingung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Dass die Institution des Marktes der Entwicklung des Gerechtigkeitssinns entgegensteht, erzeugt einen Widerspruch in Rawls’ Idealtheorie. Schlüsselwörter: Rawls, Eigentumsdemokratie, Markt, Institutionen, Gerechtigkeitssinn
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