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ISBN: 978-3-8474-2521-2

Feministische Visionen vor und nach 1989

Geschlecht, Medien und Aktivismen in der DDR, BRD und im östlichen Europa

Erscheinungsdatum : ca. 08.08.2022

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ISBN: 978-3-8474-2521-2
Kategorien: Gender Studies

Beschreibung

Wie forderten Geschlechterdiskurse vor und nach 1989 die gesellschaftlichen Verhältnisse heraus? Wie intervenierten Akteur*innen in machtvollen Ordnungen? Wie werden feministische Visionen in gegenwärtige Aktivismen aufgenommen? Der Band untersucht feministische, queere und künstlerische Widerstandspraxen sowie Mediendiskurse und Selbst- und Fremdzuschreibungen von DDR-Geschlechterbildern aus intersektionaler, postkolonialer und postsäkularer Perspektive. Zudem wird die Entwicklung der Gender Studies in Osteuropa in den Blick genommen.

Die Autor*innen setzen sich mit Geschlechterdiskursen und -studien vor und nach 1989 in der DDR sowie in Mittel- und Osteuropa bis in die unmittelbare Gegenwart hinein auseinander. Neben einer Neubetrachtung von Emanzipationsbewegungen der 1980er-Jahre wird analysiert, wie gegenwärtige Aktivismen uneingelöste feministische Visionen aufnehmen – in der LGBTIQ*Bewegung sowie in postkolonialen, postsäkularen, queeren Theorien. Dabei werden Literatur, Kunst, visuelle Kulturen, und Religion in der DDR als Orte von Widerstand und Vision perspektiviert. Die Beiträge beschäftigen sich zudem mit Fremd- und Selbstzuschreibungen, den Diskursen über ‚die‘ Ostdeutschen und die Komplexität ostdeutscher Geschlechterrealitäten. Der ‚Modernisierungsvorsprung‘ der Geschlechterpolitik in der DDR sowie die Perspektiven verschiedener Generationen werden diskutiert. Das ‚Ostdeutsche‘ als Marker des ‚Anderen‘ verweist dabei auf ‚westdeutsche‘ hegemoniale Vorstellungen, ausgehandelt in Geschlechterbildern und Mediendiskursen.Gleichzeitig adressieren die Autor*innen interdependente Machtverhältnisse. Es wird nach einem intersektionalen Antidiskriminierungsrecht gefragt, das strukturelle Diskriminierungen adressiert, ohne Ostdeutsche als ‚Ethnie‘ zu essentialisieren. Zudem wird die (Nicht-)Etablierung der Gender Studies als umkämpftes politisches Feld in den Blick genommen. Gender Studies sind in der DDR, Polen, Tschechien und Ungarn aus den jeweiligen sozialen Bewegungen unterschiedlich hervorgegangen oder entwickelten sich stärker, wie an der Humboldt-Universität zu Berlin, aus innerakademischen Kontexten heraus. Es wird deutlich, dass und wie Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und Gender Studies Austragungsorte politischer Konflikte und rechtsextremer Angriffe sind.

Die Herausgeberinnen:
Dr. Karin Aleksander, Leiterin der Genderbibliothek des ZtG (1990-2019).
Prof. Ulrike E. Auga, Gastprofessorin für Theologie und Geschlechterstudien, Intersectional Centre for Inclusion and Social Justice (INCISE), Canterbury, UK sowie assoziiertes Mitglied am ZtG.
Elisaveta Dvorakk, M.A., Doktorandin, Institut für Kunst- und Bildgeschichte, HU Berlin.
Dr. Kathleen Heft, DeZIM-Institut Berlin.
Dr. Gabriele Jähnert, Geschäftsführerin, Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG), HU Berlin.
Dr. Heike Schimkat, Leiterin DDF-Projekt (2018-19) am ZtG/Genderbibliothek, Projektleiterin INIB an der Evangelischen Hochschule Berlin e.V.

Die Zielgruppe:
Lehrende und Forschende der Gender Studies

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-8474-2521-2

eISBN

978-3-8474-1675-3

Format

A5

Umfang

ca. 500

Erscheinungsjahr

2022

Erscheinungsdatum

ca. 08.08.2022

Auflage

1

Sprache

Deutsch

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Autor*innen

Schlagwörter

1989, DDR, Diskurs, Frauenbewegung, Fremdzuschreibungen, Friedliche Revolution, Geschlechterforschung, Geschlechterverhältnis, Intersektionalität, Medien, Ostdeutschland, Osteuropa, othering, Polen, Queer Theorie, Tschechien, Ungarn, Widerstand

Beschreibung

Beschreibung

Wie forderten Geschlechterdiskurse vor und nach 1989 die gesellschaftlichen Verhältnisse heraus? Wie intervenierten Akteur*innen in machtvollen Ordnungen? Wie werden feministische Visionen in gegenwärtige Aktivismen aufgenommen? Der Band untersucht feministische, queere und künstlerische Widerstandspraxen sowie Mediendiskurse und Selbst- und Fremdzuschreibungen von DDR-Geschlechterbildern aus intersektionaler, postkolonialer und postsäkularer Perspektive. Zudem wird die Entwicklung der Gender Studies in Osteuropa in den Blick genommen.

Die Autor*innen setzen sich mit Geschlechterdiskursen und -studien vor und nach 1989 in der DDR sowie in Mittel- und Osteuropa bis in die unmittelbare Gegenwart hinein auseinander. Neben einer Neubetrachtung von Emanzipationsbewegungen der 1980er-Jahre wird analysiert, wie gegenwärtige Aktivismen uneingelöste feministische Visionen aufnehmen – in der LGBTIQ*Bewegung sowie in postkolonialen, postsäkularen, queeren Theorien. Dabei werden Literatur, Kunst, visuelle Kulturen, und Religion in der DDR als Orte von Widerstand und Vision perspektiviert. Die Beiträge beschäftigen sich zudem mit Fremd- und Selbstzuschreibungen, den Diskursen über ‚die‘ Ostdeutschen und die Komplexität ostdeutscher Geschlechterrealitäten. Der ‚Modernisierungsvorsprung‘ der Geschlechterpolitik in der DDR sowie die Perspektiven verschiedener Generationen werden diskutiert. Das ‚Ostdeutsche‘ als Marker des ‚Anderen‘ verweist dabei auf ‚westdeutsche‘ hegemoniale Vorstellungen, ausgehandelt in Geschlechterbildern und Mediendiskursen.Gleichzeitig adressieren die Autor*innen interdependente Machtverhältnisse. Es wird nach einem intersektionalen Antidiskriminierungsrecht gefragt, das strukturelle Diskriminierungen adressiert, ohne Ostdeutsche als ‚Ethnie‘ zu essentialisieren. Zudem wird die (Nicht-)Etablierung der Gender Studies als umkämpftes politisches Feld in den Blick genommen. Gender Studies sind in der DDR, Polen, Tschechien und Ungarn aus den jeweiligen sozialen Bewegungen unterschiedlich hervorgegangen oder entwickelten sich stärker, wie an der Humboldt-Universität zu Berlin, aus innerakademischen Kontexten heraus. Es wird deutlich, dass und wie Fragen der Geschlechtergerechtigkeit und Gender Studies Austragungsorte politischer Konflikte und rechtsextremer Angriffe sind.

Die Herausgeberinnen:
Dr. Karin Aleksander, Leiterin der Genderbibliothek des ZtG (1990-2019).
Prof. Ulrike E. Auga, Gastprofessorin für Theologie und Geschlechterstudien, Intersectional Centre for Inclusion and Social Justice (INCISE), Canterbury, UK sowie assoziiertes Mitglied am ZtG.
Elisaveta Dvorakk, M.A., Doktorandin, Institut für Kunst- und Bildgeschichte, HU Berlin.
Dr. Kathleen Heft, DeZIM-Institut Berlin.
Dr. Gabriele Jähnert, Geschäftsführerin, Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ZtG), HU Berlin.
Dr. Heike Schimkat, Leiterin DDF-Projekt (2018-19) am ZtG/Genderbibliothek, Projektleiterin INIB an der Evangelischen Hochschule Berlin e.V.

Die Zielgruppe:
Lehrende und Forschende der Gender Studies

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-8474-2521-2

eISBN

978-3-8474-1675-3

Format

A5

Umfang

ca. 500

Erscheinungsjahr

2022

Erscheinungsdatum

ca. 08.08.2022

Auflage

1

Sprache

Deutsch

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