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Informationen zur Zeitschrift

ISSN: 2198-980x

Soziologiemagazin 1-2016 (Heft 13) | Die Gesellschaft von morgen: Utopien und Realitäten

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ISSN: 2198-980x

Inhalt

Soziologiemagazin
1-2016 (Heft 13): Die Gesellschaft von morgen: Utopien und Realitäten

Schwerpunkt
Jennifer Morstein: Urbane Gemeinschaftgärten als Heteropien im Städtischen Raum. Möglichkeiten der Realisierung von Utopien aus Sicht der Automatismenforschung
Manuel Schechtl: Politische Utopie im 21. Jahrhundert am Beispiel von Wolfgang Streeks Gekaufte Zeit
Christoph Panzer: „… Until It Burns – The Crusader Armies In Dabiq“. Endzeitvorstellungen in der Propaganda des Islamischen Staats

Offene Artikel
Luise Maria Stoltenberg: Die imaginäre Neuordnung der Gesellschaft: Literarische Utopien, Anti-Utopien und Dystopien als Elemente einer spekulativen Soziologie
Simon Dämgen: Literatur als Utopie. Ein Blick in die Werke von Theodor W. Adorno und Richard Rorty

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Einzelbeitrag-Download (Open Access): soziologiemagazin.budrich-journals.de
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Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

2198-980X

eISSN

2198-9826

Jahrgang

9. Jahrgang 2016

Ausgabe

1 (Heft 13)

Erscheinungsdatum

08.06.2016

Umfang

90

Sprache

Deutsch

Format

14,8 x 21 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/soz.v9i1

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

Homepage

https://soziologiemagazin.budrich-journals.de

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Autor*innen

Schlagwörter

Endzeitvorstellungen, Islamischer Staat, politische Utopie, Propaganda, Realität, Richard Rorty, spekulative Soziologie, städtischer Raum, Theodor W. Adorno, urbane Gemeinschaftsgärten, Utopie

Abstracts

Urbane Gemeinschaftgärten als Heteropien im Städtischen Raum. Möglichkeiten der Realisierung von Utopien aus Sicht der Automatismenforschung (Jennifer Morstein)
Der folgende Beitrag diskutiert aus der Perspektive der Automatismenforschung die Möglichkeiten, Utopien in die Realität umzusetzen. Diese Frage wird exemplarisch anhand urbaner Gemeinschaftsgärten behandelt, welche in diesem Beitrag zunächst als Heterotopien im Sinne Michel Foucaults ausgewiesen werden. Die hinzugezogenen Fallstudien zeigen, dass eine auf Planung und Steuerung basierende Realisierung von Utopien immer wieder an ihre Grenzen stößt, da unbewusste Muster und Schemata nicht-intendierte und nicht-antizipierte Effekte aufweisen, die eine praktische Umsetzung der Utopie unterminieren. Diese unbewussten Mechanismen werden insbesondere aus der Perspektive der Automatismenforschung sicht- und nachvollziehbar gemacht.
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Politische Utopie im 21. Jahrhundert am Beispiel von Wolfgang Streeks Gekaufte Zeit (Manuel Schechtl)
Mit Francis Fukuyamas Ende der Geschichte erfahren auch Diagnosen vom Ende der politischen Utopien Konjunktur. Diese Arbeit stellt sich gegen solcherart verallgemeinernde Thesen und ist um eine differenziertere Argumentation bemüht: Zwar befinden sich Vorstellungen von der bestmöglichen Ordnung seit der geschichtlichen Widerlegung der großen Visionen der Moderne in einer Krise, dies soll hier allerdings als Strukturwandel und Transformationsprozess begriffen werden. Am prominenten Beispiel von Wolfgang Streeck versucht der Artikel aufzuzeigen, dass die Kraft positiver utopischer Vision derzeit erschöpft ist und daher zur Imagination einer positiven Gesellschaftsordnung auf die Vergangenheit zurückgegriffen wird. Funktional geht dieser Rückgriff einher mit der Dystopisierung der Zukunftsvorstellung. Diese Rückwärtsgewandtheit der Zukunftsvisionen ist ein strukturelles Problem der Alternativlosigkeit gegenwärtiger politischer Utopie und kann somit auch nicht mit den allgemeinen Begrifflichkeiten des Konservatismus oder der Nostalgie gefasst werden.
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

„… Until It Burns – The Crusader Armies In Dabiq“. Endzeitvorstellungen in der Propaganda des Islamischen Staats (Christoph Panzer)
Bei politischen Debatten um den Krieg in Syrien und den weltweiten Terrorismus steht der selbsternannte Islamische Staat insbesondere wegen der hohen Zahl von Rekrut_innen, die aus der ganzen Welt in sein Territorium reisen sowie wegen seiner Selbstinszenierung als besonders skrupellos und grausam im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Organisation setzt Bilder von Hinrichtungen, Anschlägen und Kriegshandlungen gezielt zur Werbung neuer Mitglieder ein und verknüpft diese mit apokalyptischen Vorstellungen. Dieser Umstand steht im Fokus des Artikels. Apokalyptische Bilder und Vorstellungen sind – so die These – in der global ausgerichteten Propaganda des Islamischen Staates zentral für die Erzeugung von Resonanz sowohl in den Öffentlichkeiten der als Feinde deklarierten Gesellschaften als auch bei potenziellen Sympathisant_innen. Sie bilden in der Außendarstellung der Weltanschauung des Islamischen Staates einen übergeordneten Rahmen.
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Die imaginäre Neuordnung der Gesellschaft: Literarische Utopien, Anti-Utopien und Dystopien als Elemente einer spekulativen Soziologie (Luise Maria Stoltenberg)
Die Soziologin Ruth Levitas versteht Utopien als Methode einer imaginären Neuordnung der Gesellschaft. Damit wird die Utopie zu einem Prozess, der sich konkreten Diskussionen und politischen Institutionen zuwendet und somit unweigerlich auch in die Soziologie integriert werden kann. Doch was ist eine Utopie? Bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage stolpert man unweigerlich nicht nur über eine Vielzahl von Antwortmöglichkeiten, sondern trifft ebenfalls auf Anti-Utopien und Dystopien. Der nachfolgende Artikel liefert eine klare Begriffsbestimmung zu diesen drei Phänomenen und zeigt darüber hinaus ihre individuelle Bedeutung für die soziologische Praxis auf. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anhand der Kurzgeschichte The Machine Stops von Edward Morgan Forster anschließend noch einmal veranschaulicht. Es zeigt sich, dass Utopien, Anti-Utopien und Dystopien als Elemente einer spekulativen Soziologie zu verstehen sind.
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Literatur als Utopie. Ein Blick in die Werke von Theodor W. Adorno und Richard Rorty (Simon Dämgen)
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich anhand der Philosophie von Theodor W. Adorno und Richard Rorty mit der Utopie in der Literatur. Zunächst wird dazu das berühmte Diktum von Adorno behandelt, das besagt, dass ein Gedicht nach Auschwitz zu schreiben barbarisch sei, und daran anschließend grundsätzlicher auf die utopische und gesellschaftskritische Bedeutung der Literatur in seiner Philosophie eingegangen. Im weiteren Verlauf wird die Literatur und ihre utopische Funktion im Denken Richard Rortys untersucht, um im nächsten Schritt die Unterschiede und Parallelen zwischen beiden Philosophen aufzeigen zu können und sich somit der Antwort auf die Frage anzunähern, ob Literatur etwas Utopisches vermitteln kann. Von entscheidender Bedeutung für die unterschiedlichen Einschätzungen der praktischen und theoretischen Interventionsmöglichkeiten der Literatur sind dabei die divergierenden Auffassungen der beiden Denker von Geschichte und Gesellschaft.
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Inhalt

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Soziologiemagazin
1-2016 (Heft 13): Die Gesellschaft von morgen: Utopien und Realitäten

Schwerpunkt
Jennifer Morstein: Urbane Gemeinschaftgärten als Heteropien im Städtischen Raum. Möglichkeiten der Realisierung von Utopien aus Sicht der Automatismenforschung
Manuel Schechtl: Politische Utopie im 21. Jahrhundert am Beispiel von Wolfgang Streeks Gekaufte Zeit
Christoph Panzer: „… Until It Burns – The Crusader Armies In Dabiq“. Endzeitvorstellungen in der Propaganda des Islamischen Staats

Offene Artikel
Luise Maria Stoltenberg: Die imaginäre Neuordnung der Gesellschaft: Literarische Utopien, Anti-Utopien und Dystopien als Elemente einer spekulativen Soziologie
Simon Dämgen: Literatur als Utopie. Ein Blick in die Werke von Theodor W. Adorno und Richard Rorty

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ISSN

2198-980X

eISSN

2198-9826

Jahrgang

9. Jahrgang 2016

Ausgabe

1 (Heft 13)

Erscheinungsdatum

08.06.2016

Umfang

90

Sprache

Deutsch

Format

14,8 x 21 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/soz.v9i1

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

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Urbane Gemeinschaftgärten als Heteropien im Städtischen Raum. Möglichkeiten der Realisierung von Utopien aus Sicht der Automatismenforschung (Jennifer Morstein)
Der folgende Beitrag diskutiert aus der Perspektive der Automatismenforschung die Möglichkeiten, Utopien in die Realität umzusetzen. Diese Frage wird exemplarisch anhand urbaner Gemeinschaftsgärten behandelt, welche in diesem Beitrag zunächst als Heterotopien im Sinne Michel Foucaults ausgewiesen werden. Die hinzugezogenen Fallstudien zeigen, dass eine auf Planung und Steuerung basierende Realisierung von Utopien immer wieder an ihre Grenzen stößt, da unbewusste Muster und Schemata nicht-intendierte und nicht-antizipierte Effekte aufweisen, die eine praktische Umsetzung der Utopie unterminieren. Diese unbewussten Mechanismen werden insbesondere aus der Perspektive der Automatismenforschung sicht- und nachvollziehbar gemacht.
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Mit Francis Fukuyamas Ende der Geschichte erfahren auch Diagnosen vom Ende der politischen Utopien Konjunktur. Diese Arbeit stellt sich gegen solcherart verallgemeinernde Thesen und ist um eine differenziertere Argumentation bemüht: Zwar befinden sich Vorstellungen von der bestmöglichen Ordnung seit der geschichtlichen Widerlegung der großen Visionen der Moderne in einer Krise, dies soll hier allerdings als Strukturwandel und Transformationsprozess begriffen werden. Am prominenten Beispiel von Wolfgang Streeck versucht der Artikel aufzuzeigen, dass die Kraft positiver utopischer Vision derzeit erschöpft ist und daher zur Imagination einer positiven Gesellschaftsordnung auf die Vergangenheit zurückgegriffen wird. Funktional geht dieser Rückgriff einher mit der Dystopisierung der Zukunftsvorstellung. Diese Rückwärtsgewandtheit der Zukunftsvisionen ist ein strukturelles Problem der Alternativlosigkeit gegenwärtiger politischer Utopie und kann somit auch nicht mit den allgemeinen Begrifflichkeiten des Konservatismus oder der Nostalgie gefasst werden.
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„… Until It Burns – The Crusader Armies In Dabiq“. Endzeitvorstellungen in der Propaganda des Islamischen Staats (Christoph Panzer)
Bei politischen Debatten um den Krieg in Syrien und den weltweiten Terrorismus steht der selbsternannte Islamische Staat insbesondere wegen der hohen Zahl von Rekrut_innen, die aus der ganzen Welt in sein Territorium reisen sowie wegen seiner Selbstinszenierung als besonders skrupellos und grausam im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Organisation setzt Bilder von Hinrichtungen, Anschlägen und Kriegshandlungen gezielt zur Werbung neuer Mitglieder ein und verknüpft diese mit apokalyptischen Vorstellungen. Dieser Umstand steht im Fokus des Artikels. Apokalyptische Bilder und Vorstellungen sind – so die These – in der global ausgerichteten Propaganda des Islamischen Staates zentral für die Erzeugung von Resonanz sowohl in den Öffentlichkeiten der als Feinde deklarierten Gesellschaften als auch bei potenziellen Sympathisant_innen. Sie bilden in der Außendarstellung der Weltanschauung des Islamischen Staates einen übergeordneten Rahmen.
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Die Soziologin Ruth Levitas versteht Utopien als Methode einer imaginären Neuordnung der Gesellschaft. Damit wird die Utopie zu einem Prozess, der sich konkreten Diskussionen und politischen Institutionen zuwendet und somit unweigerlich auch in die Soziologie integriert werden kann. Doch was ist eine Utopie? Bei der Suche nach einer Antwort auf diese Frage stolpert man unweigerlich nicht nur über eine Vielzahl von Antwortmöglichkeiten, sondern trifft ebenfalls auf Anti-Utopien und Dystopien. Der nachfolgende Artikel liefert eine klare Begriffsbestimmung zu diesen drei Phänomenen und zeigt darüber hinaus ihre individuelle Bedeutung für die soziologische Praxis auf. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anhand der Kurzgeschichte The Machine Stops von Edward Morgan Forster anschließend noch einmal veranschaulicht. Es zeigt sich, dass Utopien, Anti-Utopien und Dystopien als Elemente einer spekulativen Soziologie zu verstehen sind.
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Literatur als Utopie. Ein Blick in die Werke von Theodor W. Adorno und Richard Rorty (Simon Dämgen)
Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich anhand der Philosophie von Theodor W. Adorno und Richard Rorty mit der Utopie in der Literatur. Zunächst wird dazu das berühmte Diktum von Adorno behandelt, das besagt, dass ein Gedicht nach Auschwitz zu schreiben barbarisch sei, und daran anschließend grundsätzlicher auf die utopische und gesellschaftskritische Bedeutung der Literatur in seiner Philosophie eingegangen. Im weiteren Verlauf wird die Literatur und ihre utopische Funktion im Denken Richard Rortys untersucht, um im nächsten Schritt die Unterschiede und Parallelen zwischen beiden Philosophen aufzeigen zu können und sich somit der Antwort auf die Frage anzunähern, ob Literatur etwas Utopisches vermitteln kann. Von entscheidender Bedeutung für die unterschiedlichen Einschätzungen der praktischen und theoretischen Interventionsmöglichkeiten der Literatur sind dabei die divergierenden Auffassungen der beiden Denker von Geschichte und Gesellschaft.
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