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ISSN: 0933-5315

BIOS 1+2-2017 | Digital Humanities und biographische Forschung

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ISSN: 0933-5315
Kategorien: Einzelhefte

Inhalt

BIOS 1 2-2017 | Digital Humanities und biographische Forschung

Schwerpunktbeiträge
Almut Leh / Eva Ochs: Digital Humanities und biographische Forschung. Positionsbestimmungen und Analysen. Einleitung zum Schwerpunkt (im Open Access verfügbar)
Mareike König: Digitale Methoden in der Geschichtswissenschaft. Definitionen, Anwendungen, Herausforderungen
Anne Baillot / Anna Busch: Vernetzung – Erzählung – Kollation. Digitale Methoden in der Biographieforschung
André Epp: (Un-)Möglichkeit computergestützter Narrationsanalyse. Zur Anwendung von QDA-Software in der Biographieforschung
Joachim Köhler / Michael Gref / Almut Leh: KA³. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History
Florian Windhager: Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese
Cord Pagenstecher: Oral History und Digital Humanities
Munir Salman / Felix Engel / Almut Leh / Matthias Hemmje: Informationstechnologische Unterstützung der Archivierung biographischer Interviews und Erinnerungszeugnisse
Gabriele Fröschl: „Mein Leben – ins Archiv projiziert“. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der Österreichischen Mediathek
Loretta Walz: Biographische Dokumentationen im Film. Über die Abbildung von Menschen

Weitere Beiträge
Christoph Becker-Schaum / Anastasia Surkov: Die zweite Generation der Grünen. Ein Gruppenportrait
Lucas Hardt: Zwei Algerienkriege im Saarland? Innenansichten aus einem Rückzugsgebiet des FLN
Alexander Freund: GI Hans in Korea. Militär und Migration in der deutschen Nachkriegszeit
Roman Töppel: „Soldaten wie andere auch, nur ein bisschen besser“. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS
Agnès Arp: Annäherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung
Isabelle-Christine Panreck: Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven
Felicitas Söhner: Methodische Problemfelder und ethische Implikationen der zeitzeugenbasierten Historiographie. Ein Erfahrungsbericht
Michael Kitzing: Landesgeschichte und Biographie. Zu den Potentialen von landeshistorisch-biographischen Nachschlagewerken

Literaturbesprechung
Verena Haug: Johanna Gehmacher, Klara Löffler (Hg.): Storylines and Blackboxes. Autobiographie und Zeugenschaft in der Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg, Wien: new academic press 2017 (Beiträge des VWI zur Holocaustforschung, Band 4, hg. vom Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien), 260 Seiten, 22,00 €.

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Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

0933-5315

eISSN

2196-243X

Jahrgang

30. Jahrgang 2017

Ausgabe

1 2

Erscheinungsdatum

10.05.2019

Umfang

309

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/bios.v30i1-2

Homepage

https://bios.budrich-journals.de

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Autor*innen

Schlagwörter

Algerienkrieg, Archivierung, Biographieforschung, Biographische Interviews, DDR, Die Grünen, Digital Humanities, Digitale Methoden, Dokumentationen, Erinnerungszeugnisse, Film, FLN, Geschichtswissenschaft, Gewalterfahrung, Heimkinder, Historiographie, Informationstechnologie, Kinderheim, Korea, Landesgeschichte, Migration, Militär, Nachkriegszeit, Nachschlagewerke, Narrationsanalyse, Oral History, QDA Software, Saarland, Sprachtechnologie, Veteranen, Visuelle Analyse, Visuelle Synthese, Werkbiographieforschung, Österreich

Abstracts

Digitale Methoden in der Geschichtswissenschaft. Definitionen, Anwendungen, Herausforderungen (Mareike König)
Der digitale Wandel verändert das geisteswissenschaftliche Arbeiten ganz grundlegend: Recherchieren, Organisieren, Schreiben, Präsentieren und Veröffentlichen wird mittlerweile selbstverständlich per Computer erledigt. Computergestützte Forschung greift jedoch sehr viel tiefer in die Kultur der geisteswissenschaftlichen Fächer ein. Sie umfasst die Entwicklung, Anwendung und systematische Erforschung von digitalen Techniken, Methoden und Medien zur Beantwortung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen. Die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Informatik und Geisteswissenschaften verläuft dabei nicht spannungsfrei. Denn digitale Methoden können zwar zur Entwicklung eines kohärenten Arguments beitragen, sie können es aber nicht alleine entwickeln. Dieser Beitrag zeigt Anwendungen und Praxisbeispiele in den Geschichtswissenschaften aus den Bereichen digitalisierte Quellensammlungen und digitale Editionen, qualitative und quantitative Textanalyse sowie Netzwerkanalysen und Visualisierungen und fragt, was digitale Methoden zur biographischen Forschung beitragen können. Er diskutiert außerdem zentrale Herausforderungen der computergestützten Forschung für die Geisteswissenschaften wie etwa die Kombination von klassischen und digitalen Methoden und die Verflechtung verschiedener Analyseformen und Interpretationen und resümiert, warum das Erarbeiten einer neuen digitalen Heuristik lohnenswert ist.
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Vernetzung – Erzählung – Kollation. Digitale Methoden in der Biographieforschung (Anne Baillot, Anna Busch)
Vor dem Hintergrund sich verändernder Forschungsansätze in den Geisteswissenschaften, dem Aufschwung digitaler, algorithmenbasierter Analyse- und Auswertungsverfahren in vornehmlich textgeprägten Wissenschaftsbereichen sowie den zentralen Auswirkungen, die das auf lebensgeschichtliche Quellen im digitalen Raum haben muss, soll die Wechselbeziehung zwischen den Digital Humanities und biographischer Forschung beleuchtet werden. Anhand dreier Schlagworte, die als Gliederungsabschnitte fungieren, beleuchtet der vorliegende Artikel Einzelaspekte dieses Zusammenhangs. Unter den Überschriften Vernetzung, Erzählung und Kollation soll exemplarisch gezeigt werden, wie geisteswissenschaftliche Fragestellungen anhand digitaler biographischer Daten beantwortet werden können. Zuvörderst werden biographische Metadaten auf ihr Potential für eine zukunftsweisende Vernetzungsstrategie hin überprüft. Im Anschluss werden Fragen der Entwicklung von biographischen Narrativen aufgeworfen. In einem dritten Schritt werden Kollationstools, wie sie bei der Analyse von Biographien verwendet werden, dargestellt, um das Potential aufzudecken, das auch in diesem Ansatz für biographische Forschung zu finden ist.
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(Un-)Möglichkeit computergestützter Narrationsanalyse. Zur Anwendung von QDA-Software in der Biographieforschung (André Epp)
Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Wissenschaft stellt sich auch für die Biographieforschung die Frage, wie mit den damit verbundenen Herausforderungen umgegangen werden soll. Welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat der so genannte digital turn, welche erkenntnis- und grundlagentheoretischer Gewinn ist damit für die Biographieforschung und ihre Arbeitsweise verbunden? Für die Analyse qualitativer Daten wurden bereits in den 1980er Jahren erste Computerprogramme entwickelt, die qualitativ Forschende bei ihrer Analysearbeit unterstützen. Obwohl diese Programme kontinuierlich weiterentwickelt werden und die Entwickelnden auf die Bedürfnisse der qualitativ Forschenden eingehen, haben sich diese Programme in der Biographieforschung bisher nicht umfassend durchgesetzt. Dies greift der Beitrag auf und diskutiert zugleich das bisher ungehobene Potential der Verbindung von computergestützter Analyse und Biographieforschung. An einem Fallbeispiel wird verdeutlicht, in welchem Rahmen der Einsatz von QDA-Software in der Biographieforschung möglich ist und welche Beschränkungen und Hürden damit einhergehen können.
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KA³. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History (Joachim Köhler, Michael Gref, Almut Leh)
Dieser Beitrag beleuchtet die Möglichkeiten und die Herausforderungen der Audio Mining-Technologie für die automatisierte Transkription von Oral History-Interviews. Durch die erheblichen Fortschritte in der Spracherkennung deutet sich ein sinnvoller Einsatz der Technologie in den Geisteswissenschaften zur Transkription von Interviews an. Dies eröffnet eine Reihe von Perspektiven für die interviewbasierte Forschung. Erstens lassen sich aufwendige und kostenintensive Transkriptionsarbeiten reduzieren, zweitens ist die Tonspur auf Wortebene direkt mit dem Transkript verbunden und über eine Suchanwendung zugänglich, drittens können weitaus größere Mengen an Interviews recherchiert und ausgewertet werden. Auf der anderen Seite stellen Oral History-Interviews, vor allem ältere Aufnahmen, hinsichtlich Aufnahmequalität und spontaner sowie dialektaler Sprechweisen eine erhebliche Herausforderung dar, so dass aktuell Forschungsarbeiten notwendig sind, um die Leistungsfähigkeit der Spracherkennung auf notwendige Qualität zu heben. Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind Gegenstand des vom BMBF geförderten Projektes KA³ (Kölner Zentrum Analyse und Archivierung von AV-Daten). Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über die eingesetzten Technologien zur Sprachanalyse, die Funktionsweise des Fraunhofer IAIS Audio Mining-Systems, das Oral History-Archiv „Deutsches Gedächtnis“ der FernUniversität in Hagen, die aktuell erzielten Ergebnisse sowie aktuelle Forschungsansätze zur Verbesserung des Systems.
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Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese (Florian Windhager)
Das Studium von historischen Daten- und Textbeständen kann durch Techniken der Informationsvisualisierung multimodal erweitert und unterstützt werden. Biographische Datenbanken modellieren das Leben von historischen Akteuren als zeitlich strukturierte Verknüpfungen von Personen, Ereignissen, Orten, Organisationen, Objekten, Konzepten und anderer Entitäten. Methoden der Visualisierung wie Karten, Netzwerke, Treemaps oder Timelines können die Analyse und Exploration dieser komplexen Datensammlungen erleichtern und beschleunigen. Der spezifische Fokus des Textes richtet sich auf die Frage, wie Synergien durch die Kombination dieser Methoden erzielt werden können. Zu diesem Zweck wird das multiperspektivische PolyCube-Framework diskutiert, das die Gewinnung von biographischen big pictures ebenso begünstigt wie detaillierte Einsichten in die Lebenswege historischer Akteure.
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Oral History und Digital Humanities (Cord Pagenstecher)
Digitale Technologien ermöglichen die softwaregestützte Sicherung, Erschließung und Bereitstellung von Interviewsammlungen und ihre sammlungsübergreifende Recherche und Analyse. Nach einem Forschungsüberblick skizziert der Artikel die an der Freien Universität zugänglichen digitalen Interviewsammlungen, insbesondere das Visual History Archive der Shoah Foundation und das Online-Archiv Zwangsarbeit 1939-1945 und ihre Nutzungsmöglichkeiten. Während Oral Historians traditionell meist wenige Interviews anhand der Transkripte analysierten, unterstützen digitale Interviewarchive nun vergleichende Untersuchungen anhand der originalen Audio- und Videoaufzeichnungen. Allerdings steht die digitale Aufbereitung von Oral History-Sammlungen vor großen Herausforderungen. Die Digital Humanities stellen dafür einige Ansätze bereit, etwa in den Bereichen Spracherkennung und Named Entity Recognition, Erschließungssoftware und Metadatenstandards, Persönlichkeitsschutz und Langzeitarchivierung, die der Artikel kurz vorstellt und diskutiert. Abschließend demonstriert ein Kurzvergleich von zwei Interviews prototypisch die Möglichkeiten einer digital unterstützten Interviewanalyse im Hinblick auf Multiperspektivität, Multimodalität und Multilingualität. Deutlich wird, dass die Digital Humanities der Oral History neue und faszinierende Forschungsperspektiven eröffnen.
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Informationstechnologische Unterstützung der Archivierung biographischer Interviews und Erinnerungszeugnisse (Munir Salman, Felix Engel, Almut Leh, Matthias Hemmje)
Traditionelle Gedächtnisinstitutionen – Archive, Bibliotheken und Museen – stehen vor der Herausforderung der digitalen Transformation. Insbesondere, da Inhalte aus unterschiedlichen Gründen nur zum Teil online verfügbar sind, während die externe Nachfrage nach der Nutzung der vorhandenen Archivinhalte ständig steigt. Dr beitrag befasst sich daher mit Ansatzpunkten und Zielen eines künftigen Arbeitsprogramms, das die genannten Herausforderungen adressiert.
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„Mein Leben – ins Archiv projiziert“. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der Österreichischen Mediathek (Gabriele Fröschl)
Der Beitrag widmet sich am Beispiel der Österreichischen Mediathek Medienarchiven als Gedächtnisorte und greift drei unterschiedliche Projekte auf, die sich alle dem Sammeln sowie dem Herstellen von privaten Quellen widmen. Das Sammlungsprojekt „Wiener Videorekorder“ hatte das Sammeln von Privatvideos zum Ziel, um hier eine Lücke im Archivbestand zu schließen. Das Projekt „MenschenLeben“ widmet sich der Produktion von Oral History-Interviews, um diese für künftige wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen; und das Projekt „Nationalfonds/Zukunftsfonds“ widmet sich dem Sammeln und der Erhaltung von Interviews, die im Rahmen wissenschaftlicher Projekte entstanden sind. Der Beitrag beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze dieser drei Projekte sowie die Rolle und die Strategien von Medienarchive in der Erhaltung und Zugänglichkeit dieser Quellen.
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Biographische Dokumentationen im Film. Über die Abbildung von Menschen (Loretta Walz)
Für die Auswertung von Zeitzeugeninterviews, die für einen Film, eine Ausstellung oder eine Präsentation genutzt werden sollen, braucht es neben der inhaltlichen auch die filmische Beurteilung. Denn jedes Interview, das mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, ist eine Inszenierung. Entweder haben die Macher (Kameramann/frau Interviewer/in) das Bild arrangiert, oder die Interviewten haben sich selbst „in Szene gesetzt“. Loretta Walz beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der Abbildung von Menschen im Interview und wie die gefilmten Bilder „gelesen“ werden können.
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Die zweite Generation der Grünen. Ein Gruppenportrait (Christoph Becker-Schaum, Anastasia Surkov)
Die Studie zeichnet das Gruppenportrait von acht der jüngsten Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen in der Wahlperiode von 1994 bis 1998. Für die Studie wurden biographische Interviews geführt. Das Gruppenportrait besteht aus drei Teilen. Der erste enthält die Motivationen und Wege, warum und in welchen Kontexten die Interviewten den Grünen beigetreten sind. Der zweite Teil verfolgt in acht Etappen den Weg in die Bundestagsfraktion, von der Entscheidung für die Kandidatur, die Listenparteitage ihrer Landesverbände, den Wahlkampf und den Wahltag, die Ankunft in Bonn, die konstituierende Sitzung der neuen Fraktion mit der Wahl des Fraktionsvorstandes, der Verteilung der Ausschüsse und der ersten Pressekonferenz des Vorstandes bis zum Beginn der politischen Arbeit der Fraktion. Der dritte Teil beschreibt ihre Haltung zum Bundeswehreinsatz in Bosnien. Dabei wird herausgearbeitet, wie sich ihre Position zum zentralen Konflikt der Bundesgrünen während der Wahlperiode wandelte. Zum Fazit gehört, dass die Unterschiede der Herkunft – sechs Abgeordnete kamen aus der alten Bundesrepublik, zwei aus der ehemaligen DDR – in einigen Punkten sehr ins Gewicht fallen. Auch bildeten die acht Abgeordneten keine Gruppe in dem Sinne, dass sie eine gemeinsame Haltung vertreten hätten. Wohl aber gab es eine Gemeinsamkeit hinsichtlich ihres Politikstils. Anstelle der früheren Symbolpolitik der Grünen ist ihr Politikstil pragmatischer und professioneller geworden. Insofern waren sie Protagonisten des beginnenden Generationswechsels bei den Bündnisgrünen.
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Zwei Algerienkriege im Saarland? Innenansichten aus einem Rückzugsgebiet des FLN (Lucas Hardt)
Der algerische Unabhängigkeitskrieg (1954-1962) war eine komplexe Konfliktkonstellation, die neben Frankreich und Algerien teilweise auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik und insbesondere im Saarland ausgefochten wurde. Dies galt vor allem seit Beginn des Jahres 1958, als zahlreiche Algerier unter den Einwirkungen des Kolonialkrieges in die europäischen Nachbarländer Frankreichs flohen. Auf der Grundlage der Erfahrungsberichte von zwei algerischen Zeitzeugen widmet sich dieser Aufsatz den Migrations- bzw. Fluchterfahrungen der Betroffenen. Zudem werden unmittelbare Konfrontationen mit dem Kolonialkrieg im Saarland und die jeweiligen Alltagserfahrungen miteinander verglichen. Dabei wird neben einer hohen Diversität der Anreise- und Aufenthaltsbedingungen algerischer Migranten im Saarland auch verdeutlicht, dass die treibende Kraft der algerischen Rebellion, der FLN, bereits vor dem Krieg bestehende soziale Ungleichheiten um den Preis der politischen Unabhängigkeit von Frankreich perpetuierte.
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GI Hans in Korea. Militär und Migration in der deutschen Nachkriegszeit (Alexander Freund)
Obwohl Krieg, Militär und Migration seit Jahrhunderten eng miteinander verflochten sind, gibt es zum Thema Einwanderer im Militär noch große Forschungslücken. Meistens wird nach dem Zusammenhang von Migration und Militär aus der Sicht des Einwanderungslandes gefragt. Die Forschung zu deutschen Einwanderern in amerikanischen Streitkräften beschränkt sich auf den amerikanischen Bürgerkrieg, obwohl deutschstämmige Amerikaner in allen Konflikten auf amerikanischer Seite gekämpft haben. Dies änderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht. Auf der Grundlage von Oral History-Interviews, privater Korrespondenz mit dem Autor, veröffentlichter Diskurse und staatlicher Einzelfallakten beschreibe ich in diesem Artikel einige Aspekte des Migrations-Militär-Nexus am Bespiel deutscher Männer, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordamerika ausgewandert sind und dort in den amerikanischen und kanadischen Streitkräften gedient haben. Nach einem kurzen Überblick über die deutsch-amerikanischen Beziehungen nach 1945 und die deutsche USA-Auswanderung der fünfziger Jahre wird zunächst aus der westdeutschen Perspektive geklärt, weshalb deutsche Männer nach 1945 Westdeutschland verließen und wie das Wissen um die amerikanische Wehrpflicht und die Debatte über die Wehrpflicht und ihre Einführung in der Bundesrepublik ihre Entscheidung zur Auswanderung beeinflussten. Sodann werden einige Erfahrungen deutscher Einwanderer als GIs im amerikanischen Militär dargestellt. Abschließend wird gefragt, wie diese auf den ersten Blick kontroverse Konstellation – der Wehrdienst ehemaliger Feinde – privat und gesellschaftlich erinnert wird. Ziel des Artikels ist es, die Beziehungen zwischen Militär und Migration in der Geschichte zu bestimmen und zu klassifizieren. Damit sollen weitere Arbeiten auf diesem Gebiet erleichtert und systematisiert werden.
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„Soldaten wie andere auch, nur ein bisschen besser“. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS (Roman Töppel)
Das öffentliche Selbstbild „der“ Waffen-SS, repräsentiert durch die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e.V.“, ist in den vergangenen Jahren von der Forschung bereits untersucht worden. Doch wie stark wurde dieses Selbstbild von einzelnen ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS verinnerlicht? Gab es ein einheitliches Waffen-SS-Narrativ, das alle ehemaligen Angehörigen dieser Truppe auch als ihre eigene lebensgeschichtliche Erzählung tradierten, oder wichen die persönlichen Erzählungen von SS-Veteranen vom öffentlichen Selbstbild ab? Um diese Fragen beantworten zu können, wurden insgesamt 68 SS-Veteranen interviewt. Die Ergebnisse der Befragung werden in diesem Beitrag vorgestellt.
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Annäherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung (Agnès Arp)
Dieser Artikel untersucht sechzehn lebensgeschichtliche Interviews von ehemaligen Heimkindern aus DDR-Spezialheimen. In diesem Artikel wird der Fokus auf zwei Themen gelegt: Die Erinnerung an die erste Heimeinweisung und die erlebte Gewalt. Die Schilderungen des Heimalltags beziehen mehrere Gewaltszenen ein. Erklärungsbedürftig ist, dass die InterviewpartnerInnen die Tatsache verneinen, dass sie selbst Opfer dieser Gewalt waren. Im vorliegenden Aufsatz wird dieser Widerspruch im Kontext der Anstalts-Soziologie der totalen Institution und der Umerziehungspädagogik problematisiert.
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Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven (Isabelle-Christine Panreck)
Wissen entsteht nicht im luftleeren Raum, ein Text ist nicht zu verstehen ohne seinen Kontext. Dies gilt insbesondere für die Politikwissenschaft, ist sie doch besonders vom spannungsreichen Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft betroffen. Um die Wissensproduktion vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Möglichkeitsräume auszuleuchten, bedarf es einer kritischen Reflexion der Fachgeschichte. Im Sinne der „Intellectual History“ wird die Person der/s Forschenden zum Zentrifugalpunkt der Analyse von Text und Kontext. Hier knüpft die Werkbiographieforschung an, die sich seit den 1990er Jahren zunehmender Beachtung auch in der Politikwissenschaft erfreut. Allerdings mündeten die einzelnen Studien nicht in ein methodologisch und theoretisch geschlossenes Paradigma. Als Blaupause für die jeweilige Beschäftigung mit dem Leben und Werk politikwissenschaftlicher Fachvertreter und -vertreterinnen kann das Diktum Wilhelm Bleeks gelten, Mensch und Gesellschaft gleichermaßen zum Erkenntnisobjekt zu erklären. Welche Forschungsperspektiven auf das Leben und Werk der Fachvertreter und Fachvertreterinnen sind aber von besonderem Interesse für die spezifisch politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung? Ein Blick auf die benachbarten Disziplinen und ihren Zugang zur Wissenschaftsgeschichte ermöglicht erste Antworten. So können Anleihen bei der ideengeschichtlichen, biographieanalytischen, soziologischen, zeit- und wissenschaftsgeschichtlichen Forschung genommen und für die politikwissenschaftliche Analyse fruchtbar gemacht werden. Der Aufsatz resümiert die verschiedenen Zugänge, zeigt ihre jeweiligen Ausdifferenzierungen auf, prüft ihr Potenzial für die politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung und illustriert sie anhand von Beispielstudien aus dem aktuellen Forschungsstand. Schließlich führt er die verschiedenen Stränge im Sinne einer politikwissenschaftlichen Werkbiographieforschung zusammen.
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Methodische Problemfelder und ethische Implikationen der zeitzeugenbasierten Historiographie. Ein Erfahrungsbericht (Felicitas Söhner)
Basierend auf forschungspraktischen Erfahrungen in mehreren Zeitzeugenprojekten betrachtet die Autorin methodische Problemfelder mit Blick auf ethische Implikationen der historischen Zeitzeugenarbeit. Diskutiert werden Chancen und Risiken des methodischen Ansatzes sowie ethische Leitlinien in der Oral History. Reflexion und Ausblick verweisen auf eine notwendige Ethikkultur in der Zeitzeugenarbeit.
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Landesgeschichte und Biographie. Zu den Potentialen von landeshistorisch-biographischen Nachschlagewerken (Michael Kitzing)
Die Landesgeschichte möchte eine Vielzahl von Fragestellungen und Methoden bei der Untersuchung eines umgrenzten geographischen Raumes miteinander kombinieren. Zugleich ist die Darstellungsform der Biographie besonders anschaulich und lebendig. Die hier vorgestellten biographischen Reihen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg verbinden nun beide Ansätze. Anhand ausgewählter Lebensläufe dieser Reihen lassen sich eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen (Südwest-)Deutschlands im 20. Jahrhundert exemplarisch aufzeigen.
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BIOS 1 2-2017 | Digital Humanities und biographische Forschung

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Almut Leh / Eva Ochs: Digital Humanities und biographische Forschung. Positionsbestimmungen und Analysen. Einleitung zum Schwerpunkt (im Open Access verfügbar)
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Anne Baillot / Anna Busch: Vernetzung – Erzählung – Kollation. Digitale Methoden in der Biographieforschung
André Epp: (Un-)Möglichkeit computergestützter Narrationsanalyse. Zur Anwendung von QDA-Software in der Biographieforschung
Joachim Köhler / Michael Gref / Almut Leh: KA³. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History
Florian Windhager: Choreographien der Existenz. Zur multimodalen Erweiterung biographischer Forschung und Lehre durch Verfahren der visuellen Analyse und Synthese
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Gabriele Fröschl: „Mein Leben – ins Archiv projiziert“. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der Österreichischen Mediathek
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Roman Töppel: „Soldaten wie andere auch, nur ein bisschen besser“. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS
Agnès Arp: Annäherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung
Isabelle-Christine Panreck: Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven
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Verena Haug: Johanna Gehmacher, Klara Löffler (Hg.): Storylines and Blackboxes. Autobiographie und Zeugenschaft in der Nachgeschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg, Wien: new academic press 2017 (Beiträge des VWI zur Holocaustforschung, Band 4, hg. vom Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien), 260 Seiten, 22,00 €.

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Bibliografie

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0933-5315

eISSN

2196-243X

Jahrgang

30. Jahrgang 2017

Ausgabe

1 2

Erscheinungsdatum

10.05.2019

Umfang

309

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/bios.v30i1-2

Homepage

https://bios.budrich-journals.de

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Der digitale Wandel verändert das geisteswissenschaftliche Arbeiten ganz grundlegend: Recherchieren, Organisieren, Schreiben, Präsentieren und Veröffentlichen wird mittlerweile selbstverständlich per Computer erledigt. Computergestützte Forschung greift jedoch sehr viel tiefer in die Kultur der geisteswissenschaftlichen Fächer ein. Sie umfasst die Entwicklung, Anwendung und systematische Erforschung von digitalen Techniken, Methoden und Medien zur Beantwortung geisteswissenschaftlicher Fragestellungen. Die transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Informatik und Geisteswissenschaften verläuft dabei nicht spannungsfrei. Denn digitale Methoden können zwar zur Entwicklung eines kohärenten Arguments beitragen, sie können es aber nicht alleine entwickeln. Dieser Beitrag zeigt Anwendungen und Praxisbeispiele in den Geschichtswissenschaften aus den Bereichen digitalisierte Quellensammlungen und digitale Editionen, qualitative und quantitative Textanalyse sowie Netzwerkanalysen und Visualisierungen und fragt, was digitale Methoden zur biographischen Forschung beitragen können. Er diskutiert außerdem zentrale Herausforderungen der computergestützten Forschung für die Geisteswissenschaften wie etwa die Kombination von klassischen und digitalen Methoden und die Verflechtung verschiedener Analyseformen und Interpretationen und resümiert, warum das Erarbeiten einer neuen digitalen Heuristik lohnenswert ist.
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Vor dem Hintergrund sich verändernder Forschungsansätze in den Geisteswissenschaften, dem Aufschwung digitaler, algorithmenbasierter Analyse- und Auswertungsverfahren in vornehmlich textgeprägten Wissenschaftsbereichen sowie den zentralen Auswirkungen, die das auf lebensgeschichtliche Quellen im digitalen Raum haben muss, soll die Wechselbeziehung zwischen den Digital Humanities und biographischer Forschung beleuchtet werden. Anhand dreier Schlagworte, die als Gliederungsabschnitte fungieren, beleuchtet der vorliegende Artikel Einzelaspekte dieses Zusammenhangs. Unter den Überschriften Vernetzung, Erzählung und Kollation soll exemplarisch gezeigt werden, wie geisteswissenschaftliche Fragestellungen anhand digitaler biographischer Daten beantwortet werden können. Zuvörderst werden biographische Metadaten auf ihr Potential für eine zukunftsweisende Vernetzungsstrategie hin überprüft. Im Anschluss werden Fragen der Entwicklung von biographischen Narrativen aufgeworfen. In einem dritten Schritt werden Kollationstools, wie sie bei der Analyse von Biographien verwendet werden, dargestellt, um das Potential aufzudecken, das auch in diesem Ansatz für biographische Forschung zu finden ist.
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Im Zuge der zunehmenden Digitalisierung der Wissenschaft stellt sich auch für die Biographieforschung die Frage, wie mit den damit verbundenen Herausforderungen umgegangen werden soll. Welche Bedeutung und welche Auswirkungen hat der so genannte digital turn, welche erkenntnis- und grundlagentheoretischer Gewinn ist damit für die Biographieforschung und ihre Arbeitsweise verbunden? Für die Analyse qualitativer Daten wurden bereits in den 1980er Jahren erste Computerprogramme entwickelt, die qualitativ Forschende bei ihrer Analysearbeit unterstützen. Obwohl diese Programme kontinuierlich weiterentwickelt werden und die Entwickelnden auf die Bedürfnisse der qualitativ Forschenden eingehen, haben sich diese Programme in der Biographieforschung bisher nicht umfassend durchgesetzt. Dies greift der Beitrag auf und diskutiert zugleich das bisher ungehobene Potential der Verbindung von computergestützter Analyse und Biographieforschung. An einem Fallbeispiel wird verdeutlicht, in welchem Rahmen der Einsatz von QDA-Software in der Biographieforschung möglich ist und welche Beschränkungen und Hürden damit einhergehen können.
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KA³. Weiterentwicklung von Sprachtechnologien im Kontext der Oral History (Joachim Köhler, Michael Gref, Almut Leh)
Dieser Beitrag beleuchtet die Möglichkeiten und die Herausforderungen der Audio Mining-Technologie für die automatisierte Transkription von Oral History-Interviews. Durch die erheblichen Fortschritte in der Spracherkennung deutet sich ein sinnvoller Einsatz der Technologie in den Geisteswissenschaften zur Transkription von Interviews an. Dies eröffnet eine Reihe von Perspektiven für die interviewbasierte Forschung. Erstens lassen sich aufwendige und kostenintensive Transkriptionsarbeiten reduzieren, zweitens ist die Tonspur auf Wortebene direkt mit dem Transkript verbunden und über eine Suchanwendung zugänglich, drittens können weitaus größere Mengen an Interviews recherchiert und ausgewertet werden. Auf der anderen Seite stellen Oral History-Interviews, vor allem ältere Aufnahmen, hinsichtlich Aufnahmequalität und spontaner sowie dialektaler Sprechweisen eine erhebliche Herausforderung dar, so dass aktuell Forschungsarbeiten notwendig sind, um die Leistungsfähigkeit der Spracherkennung auf notwendige Qualität zu heben. Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sind Gegenstand des vom BMBF geförderten Projektes KA³ (Kölner Zentrum Analyse und Archivierung von AV-Daten). Dieser Beitrag gibt eine Übersicht über die eingesetzten Technologien zur Sprachanalyse, die Funktionsweise des Fraunhofer IAIS Audio Mining-Systems, das Oral History-Archiv „Deutsches Gedächtnis“ der FernUniversität in Hagen, die aktuell erzielten Ergebnisse sowie aktuelle Forschungsansätze zur Verbesserung des Systems.
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Das Studium von historischen Daten- und Textbeständen kann durch Techniken der Informationsvisualisierung multimodal erweitert und unterstützt werden. Biographische Datenbanken modellieren das Leben von historischen Akteuren als zeitlich strukturierte Verknüpfungen von Personen, Ereignissen, Orten, Organisationen, Objekten, Konzepten und anderer Entitäten. Methoden der Visualisierung wie Karten, Netzwerke, Treemaps oder Timelines können die Analyse und Exploration dieser komplexen Datensammlungen erleichtern und beschleunigen. Der spezifische Fokus des Textes richtet sich auf die Frage, wie Synergien durch die Kombination dieser Methoden erzielt werden können. Zu diesem Zweck wird das multiperspektivische PolyCube-Framework diskutiert, das die Gewinnung von biographischen big pictures ebenso begünstigt wie detaillierte Einsichten in die Lebenswege historischer Akteure.
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Digitale Technologien ermöglichen die softwaregestützte Sicherung, Erschließung und Bereitstellung von Interviewsammlungen und ihre sammlungsübergreifende Recherche und Analyse. Nach einem Forschungsüberblick skizziert der Artikel die an der Freien Universität zugänglichen digitalen Interviewsammlungen, insbesondere das Visual History Archive der Shoah Foundation und das Online-Archiv Zwangsarbeit 1939-1945 und ihre Nutzungsmöglichkeiten. Während Oral Historians traditionell meist wenige Interviews anhand der Transkripte analysierten, unterstützen digitale Interviewarchive nun vergleichende Untersuchungen anhand der originalen Audio- und Videoaufzeichnungen. Allerdings steht die digitale Aufbereitung von Oral History-Sammlungen vor großen Herausforderungen. Die Digital Humanities stellen dafür einige Ansätze bereit, etwa in den Bereichen Spracherkennung und Named Entity Recognition, Erschließungssoftware und Metadatenstandards, Persönlichkeitsschutz und Langzeitarchivierung, die der Artikel kurz vorstellt und diskutiert. Abschließend demonstriert ein Kurzvergleich von zwei Interviews prototypisch die Möglichkeiten einer digital unterstützten Interviewanalyse im Hinblick auf Multiperspektivität, Multimodalität und Multilingualität. Deutlich wird, dass die Digital Humanities der Oral History neue und faszinierende Forschungsperspektiven eröffnen.
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Traditionelle Gedächtnisinstitutionen – Archive, Bibliotheken und Museen – stehen vor der Herausforderung der digitalen Transformation. Insbesondere, da Inhalte aus unterschiedlichen Gründen nur zum Teil online verfügbar sind, während die externe Nachfrage nach der Nutzung der vorhandenen Archivinhalte ständig steigt. Dr beitrag befasst sich daher mit Ansatzpunkten und Zielen eines künftigen Arbeitsprogramms, das die genannten Herausforderungen adressiert.
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„Mein Leben – ins Archiv projiziert“. Drei audiovisuelle Interviewprojekte und Quellensammlungen in der Österreichischen Mediathek (Gabriele Fröschl)
Der Beitrag widmet sich am Beispiel der Österreichischen Mediathek Medienarchiven als Gedächtnisorte und greift drei unterschiedliche Projekte auf, die sich alle dem Sammeln sowie dem Herstellen von privaten Quellen widmen. Das Sammlungsprojekt „Wiener Videorekorder“ hatte das Sammeln von Privatvideos zum Ziel, um hier eine Lücke im Archivbestand zu schließen. Das Projekt „MenschenLeben“ widmet sich der Produktion von Oral History-Interviews, um diese für künftige wissenschaftliche Forschung zur Verfügung zu stellen; und das Projekt „Nationalfonds/Zukunftsfonds“ widmet sich dem Sammeln und der Erhaltung von Interviews, die im Rahmen wissenschaftlicher Projekte entstanden sind. Der Beitrag beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze dieser drei Projekte sowie die Rolle und die Strategien von Medienarchive in der Erhaltung und Zugänglichkeit dieser Quellen.
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Biographische Dokumentationen im Film. Über die Abbildung von Menschen (Loretta Walz)
Für die Auswertung von Zeitzeugeninterviews, die für einen Film, eine Ausstellung oder eine Präsentation genutzt werden sollen, braucht es neben der inhaltlichen auch die filmische Beurteilung. Denn jedes Interview, das mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, ist eine Inszenierung. Entweder haben die Macher (Kameramann/frau Interviewer/in) das Bild arrangiert, oder die Interviewten haben sich selbst „in Szene gesetzt“. Loretta Walz beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der Abbildung von Menschen im Interview und wie die gefilmten Bilder „gelesen“ werden können.
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Die zweite Generation der Grünen. Ein Gruppenportrait (Christoph Becker-Schaum, Anastasia Surkov)
Die Studie zeichnet das Gruppenportrait von acht der jüngsten Bundestagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen in der Wahlperiode von 1994 bis 1998. Für die Studie wurden biographische Interviews geführt. Das Gruppenportrait besteht aus drei Teilen. Der erste enthält die Motivationen und Wege, warum und in welchen Kontexten die Interviewten den Grünen beigetreten sind. Der zweite Teil verfolgt in acht Etappen den Weg in die Bundestagsfraktion, von der Entscheidung für die Kandidatur, die Listenparteitage ihrer Landesverbände, den Wahlkampf und den Wahltag, die Ankunft in Bonn, die konstituierende Sitzung der neuen Fraktion mit der Wahl des Fraktionsvorstandes, der Verteilung der Ausschüsse und der ersten Pressekonferenz des Vorstandes bis zum Beginn der politischen Arbeit der Fraktion. Der dritte Teil beschreibt ihre Haltung zum Bundeswehreinsatz in Bosnien. Dabei wird herausgearbeitet, wie sich ihre Position zum zentralen Konflikt der Bundesgrünen während der Wahlperiode wandelte. Zum Fazit gehört, dass die Unterschiede der Herkunft – sechs Abgeordnete kamen aus der alten Bundesrepublik, zwei aus der ehemaligen DDR – in einigen Punkten sehr ins Gewicht fallen. Auch bildeten die acht Abgeordneten keine Gruppe in dem Sinne, dass sie eine gemeinsame Haltung vertreten hätten. Wohl aber gab es eine Gemeinsamkeit hinsichtlich ihres Politikstils. Anstelle der früheren Symbolpolitik der Grünen ist ihr Politikstil pragmatischer und professioneller geworden. Insofern waren sie Protagonisten des beginnenden Generationswechsels bei den Bündnisgrünen.
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Zwei Algerienkriege im Saarland? Innenansichten aus einem Rückzugsgebiet des FLN (Lucas Hardt)
Der algerische Unabhängigkeitskrieg (1954-1962) war eine komplexe Konfliktkonstellation, die neben Frankreich und Algerien teilweise auch auf dem Gebiet der Bundesrepublik und insbesondere im Saarland ausgefochten wurde. Dies galt vor allem seit Beginn des Jahres 1958, als zahlreiche Algerier unter den Einwirkungen des Kolonialkrieges in die europäischen Nachbarländer Frankreichs flohen. Auf der Grundlage der Erfahrungsberichte von zwei algerischen Zeitzeugen widmet sich dieser Aufsatz den Migrations- bzw. Fluchterfahrungen der Betroffenen. Zudem werden unmittelbare Konfrontationen mit dem Kolonialkrieg im Saarland und die jeweiligen Alltagserfahrungen miteinander verglichen. Dabei wird neben einer hohen Diversität der Anreise- und Aufenthaltsbedingungen algerischer Migranten im Saarland auch verdeutlicht, dass die treibende Kraft der algerischen Rebellion, der FLN, bereits vor dem Krieg bestehende soziale Ungleichheiten um den Preis der politischen Unabhängigkeit von Frankreich perpetuierte.
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GI Hans in Korea. Militär und Migration in der deutschen Nachkriegszeit (Alexander Freund)
Obwohl Krieg, Militär und Migration seit Jahrhunderten eng miteinander verflochten sind, gibt es zum Thema Einwanderer im Militär noch große Forschungslücken. Meistens wird nach dem Zusammenhang von Migration und Militär aus der Sicht des Einwanderungslandes gefragt. Die Forschung zu deutschen Einwanderern in amerikanischen Streitkräften beschränkt sich auf den amerikanischen Bürgerkrieg, obwohl deutschstämmige Amerikaner in allen Konflikten auf amerikanischer Seite gekämpft haben. Dies änderte sich auch nach dem Zweiten Weltkrieg nicht. Auf der Grundlage von Oral History-Interviews, privater Korrespondenz mit dem Autor, veröffentlichter Diskurse und staatlicher Einzelfallakten beschreibe ich in diesem Artikel einige Aspekte des Migrations-Militär-Nexus am Bespiel deutscher Männer, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordamerika ausgewandert sind und dort in den amerikanischen und kanadischen Streitkräften gedient haben. Nach einem kurzen Überblick über die deutsch-amerikanischen Beziehungen nach 1945 und die deutsche USA-Auswanderung der fünfziger Jahre wird zunächst aus der westdeutschen Perspektive geklärt, weshalb deutsche Männer nach 1945 Westdeutschland verließen und wie das Wissen um die amerikanische Wehrpflicht und die Debatte über die Wehrpflicht und ihre Einführung in der Bundesrepublik ihre Entscheidung zur Auswanderung beeinflussten. Sodann werden einige Erfahrungen deutscher Einwanderer als GIs im amerikanischen Militär dargestellt. Abschließend wird gefragt, wie diese auf den ersten Blick kontroverse Konstellation – der Wehrdienst ehemaliger Feinde – privat und gesellschaftlich erinnert wird. Ziel des Artikels ist es, die Beziehungen zwischen Militär und Migration in der Geschichte zu bestimmen und zu klassifizieren. Damit sollen weitere Arbeiten auf diesem Gebiet erleichtert und systematisiert werden.
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„Soldaten wie andere auch, nur ein bisschen besser“. Das Selbstbild von Veteranen der Waffen-SS (Roman Töppel)
Das öffentliche Selbstbild „der“ Waffen-SS, repräsentiert durch die „Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS e.V.“, ist in den vergangenen Jahren von der Forschung bereits untersucht worden. Doch wie stark wurde dieses Selbstbild von einzelnen ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS verinnerlicht? Gab es ein einheitliches Waffen-SS-Narrativ, das alle ehemaligen Angehörigen dieser Truppe auch als ihre eigene lebensgeschichtliche Erzählung tradierten, oder wichen die persönlichen Erzählungen von SS-Veteranen vom öffentlichen Selbstbild ab? Um diese Fragen beantworten zu können, wurden insgesamt 68 SS-Veteranen interviewt. Die Ergebnisse der Befragung werden in diesem Beitrag vorgestellt.
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Annäherung an die Gewalterfahrungen ehemaliger Heimkinder aus DDR-Spezialheimen. Eine Oral History-Untersuchung (Agnès Arp)
Dieser Artikel untersucht sechzehn lebensgeschichtliche Interviews von ehemaligen Heimkindern aus DDR-Spezialheimen. In diesem Artikel wird der Fokus auf zwei Themen gelegt: Die Erinnerung an die erste Heimeinweisung und die erlebte Gewalt. Die Schilderungen des Heimalltags beziehen mehrere Gewaltszenen ein. Erklärungsbedürftig ist, dass die InterviewpartnerInnen die Tatsache verneinen, dass sie selbst Opfer dieser Gewalt waren. Im vorliegenden Aufsatz wird dieser Widerspruch im Kontext der Anstalts-Soziologie der totalen Institution und der Umerziehungspädagogik problematisiert.
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Politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung. Erkenntnisinteresse und Forschungsperspektiven (Isabelle-Christine Panreck)
Wissen entsteht nicht im luftleeren Raum, ein Text ist nicht zu verstehen ohne seinen Kontext. Dies gilt insbesondere für die Politikwissenschaft, ist sie doch besonders vom spannungsreichen Verhältnis zwischen Politik und Wissenschaft betroffen. Um die Wissensproduktion vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und politischer Möglichkeitsräume auszuleuchten, bedarf es einer kritischen Reflexion der Fachgeschichte. Im Sinne der „Intellectual History“ wird die Person der/s Forschenden zum Zentrifugalpunkt der Analyse von Text und Kontext. Hier knüpft die Werkbiographieforschung an, die sich seit den 1990er Jahren zunehmender Beachtung auch in der Politikwissenschaft erfreut. Allerdings mündeten die einzelnen Studien nicht in ein methodologisch und theoretisch geschlossenes Paradigma. Als Blaupause für die jeweilige Beschäftigung mit dem Leben und Werk politikwissenschaftlicher Fachvertreter und -vertreterinnen kann das Diktum Wilhelm Bleeks gelten, Mensch und Gesellschaft gleichermaßen zum Erkenntnisobjekt zu erklären. Welche Forschungsperspektiven auf das Leben und Werk der Fachvertreter und Fachvertreterinnen sind aber von besonderem Interesse für die spezifisch politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung? Ein Blick auf die benachbarten Disziplinen und ihren Zugang zur Wissenschaftsgeschichte ermöglicht erste Antworten. So können Anleihen bei der ideengeschichtlichen, biographieanalytischen, soziologischen, zeit- und wissenschaftsgeschichtlichen Forschung genommen und für die politikwissenschaftliche Analyse fruchtbar gemacht werden. Der Aufsatz resümiert die verschiedenen Zugänge, zeigt ihre jeweiligen Ausdifferenzierungen auf, prüft ihr Potenzial für die politikwissenschaftliche Werkbiographieforschung und illustriert sie anhand von Beispielstudien aus dem aktuellen Forschungsstand. Schließlich führt er die verschiedenen Stränge im Sinne einer politikwissenschaftlichen Werkbiographieforschung zusammen.
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Methodische Problemfelder und ethische Implikationen der zeitzeugenbasierten Historiographie. Ein Erfahrungsbericht (Felicitas Söhner)
Basierend auf forschungspraktischen Erfahrungen in mehreren Zeitzeugenprojekten betrachtet die Autorin methodische Problemfelder mit Blick auf ethische Implikationen der historischen Zeitzeugenarbeit. Diskutiert werden Chancen und Risiken des methodischen Ansatzes sowie ethische Leitlinien in der Oral History. Reflexion und Ausblick verweisen auf eine notwendige Ethikkultur in der Zeitzeugenarbeit.
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Landesgeschichte und Biographie. Zu den Potentialen von landeshistorisch-biographischen Nachschlagewerken (Michael Kitzing)
Die Landesgeschichte möchte eine Vielzahl von Fragestellungen und Methoden bei der Untersuchung eines umgrenzten geographischen Raumes miteinander kombinieren. Zugleich ist die Darstellungsform der Biographie besonders anschaulich und lebendig. Die hier vorgestellten biographischen Reihen der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg verbinden nun beide Ansätze. Anhand ausgewählter Lebensläufe dieser Reihen lassen sich eine Vielzahl politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen (Südwest-)Deutschlands im 20. Jahrhundert exemplarisch aufzeigen.
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