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ISSN: 0173-184x

PERIPHERIE 3-2016 (Heft 144) | Politik mit Kunst

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ISSN: 0173-184x

Inhalt

PERIPHERIE 3-2016 (Heft 144) | Politik mit Kunst

Paula Marie Hildebrandt: Escamouflage oder ein Faultier. Performative Bürgerschaft, künstlerisch erforscht
Ksenia Robbe: Erinnerung als Waffe der Dekolonisierung. Kunst und Studentinnen-Bewegung im heutigen Südafrika
Vanesa Coscia / Marina Moguillansky: Militantes Kino und transnationaler Aktivismus in Dokumentationen über übernommene Fabriken in Argentinien
Susanne Spindler: (Post-)nationale Grenzen im städtischen Gefüge: Was wichtig wird und wichtig bleibt, wenn Migration und Nationalität entkoppelt sind

Essay
Pavel Eichin: Como aprendí a ser chileno – Wie ich lernte, Chilene zu sein

Peripherie-Stichwort
Anja Steidinger / Olaf Berg: Künstlerische Intervention (Interventionskunst/kreativer Aktivismus)

Rezensionen

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Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): peripherie.budrich-journals.de
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Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

0173-184X

eISSN

2366-4185

Jahrgang

36. Jahrgang 2016

Ausgabe

3 (144)

Erscheinungsdatum

Dec-16

Umfang

141

Sprache

Deutsch

Format

14,8 x 21 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/peripherie.v36i144

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

Homepage

https://peripherie.budrich-journals.de

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Autor*innen

Schlagwörter

Aktivismus, Argentinien, Bürgerschaft, Dekolonisierung, Dokumentarfilm, Erinnerungskultur, Grenzen, Interventionskunst, Kino, Kollektives Gedächtnis, Kunst, Migration, Mobilität, Nationalität, Performativität, Poesie, Staatsbürgerschaft, Stadt, Studentinnen Bewegungen, Städtischer Raum, Südafrika, Transnational(ismus), Welcome City

Abstracts

Escamouflage oder ein Faultier. Performative Bürgerschaft, künstlerisch erforscht (Paula Marie Hildebrandt)
Was ist performative Bürgerschaft? Wie verändert die Idee und Praxis künstlerischer Forschung den Begriff von Bürgerschaft? Der Beitrag widmet sich dieser grundsätzlichen Fragestellung in der Kombination von künstlerischer Praxis mit Ansätzen aus der Migrationsforschung, der postkolonialen Theorie und politischen Philosophie und zeigt: ein performatives Verständnis von Bürgerschaft bietet einen gewinnbringenden Ansatz, um aktuelle Fragen von Flucht und Vertreibung, Migration und Integration, Bürgerrechte und Bürgerpflichten kritisch zu reflektieren. Das Verhältnis von Bürgerschaft und Performance wird am konkreten Beispiel des künstlerischen Forschungsprojekts Welcome City diskutiert. Das Projekt bietet in seiner Fragestellung, Methodik und Widersprüchlichkeit manch hilfreiche Anknüpfungspunkte für eine kritische Reflexion künstlerischer Forschung sowie Hinweise für einen zeitgemäßen – performativen – Begriff von Bürgerschaft. Die der Forschung vorausgehende These lautete, dass Bürgerschaft als eine spezifische Form der (Selbst-)Präsentation stets um Verhältnisse von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Affirmation und Verweigerung kreist; auf diese Bewegung zielt der Begriff der Escamouflage. Schlagwörter: Escamouflage, künstlerische Forschung, Performativität, Staatsbürgerschaft, Welcome City
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Erinnerung als Waffe der Dekolonisierung. Kunst und Studentinnen-Bewegung im heutigen Südafrika (Ksenia Robbe)
Beim Beobachten derzeitiger Protestbewegungen in der Postkolonie, besonders solchen von Studierenden, die die Ungleichheit auf dem Campus und in Gesellschaften allgemein thematisieren, lässt sich die Rolle der Kunst bei der Sichtbarmachung der verknüpften Formen des Kolonialismus und des Kapitalismus nicht übersehen. Diese Repräsentationen verleihen nicht nur abstrakten Ideen Sichtbarkeit, sie beinhalten zudem auch symbolische Repertoires, um Regime der Kolonialität anzugehen. Indem sie Erinnerungen an Kolonialisierung, Sklaverei und die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte wachrufen, machen sie die kolonialen Ursprünge der heutigen sozialen Beziehungen sichtbar. Der Artikel reflektiert den Einsatz der Erinnerung anhand von poetischen und visuellen Praktiken, die 2015 Teil der Bewegungen #RhodesMustFall und #FeesMustFall an der Universität Kapstadt waren. Der Artikel argumentiert, dass heutige Erinnerungspraktiken ähnlich wie in früheren Beispielen von Kunst und Gedichten der Anti-Apartheid-Bewegung ein neues kollektives Narrativ zu erschaffen versuchen – in diesem Fall ein alternatives Erinnern der Transition der 90er Jahre. Allerdings verdeutlicht in diesen Darstellungen die Erinnerung der Kolonialisierung die täglichen Schwierigkeiten, eine Identität auszubilden und Handlungsfähigkeit auszuüben; sie sensibilisieren für die Anstregungen, die beim Ausbilden neuer Identitäten auf den Ruinen der alten unternommen werden müssen. Schlagwörter: Studentinnen-Bewegungen, Kunst, Poesie, kollektives Gedächtnis, Dekolonisierung
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Militantes Kino und transnationaler Aktivismus in Dokumentationen über übernommene Fabriken in Argentinien (Vanesa Coscia, Marina Moguillansky)
Der Prozess der Besetzung von Fabriken während der argentinischen Wirtschaftskrise um das Jahr 2001 wurde durch ein Ensemble an Dokumentarfilmen aufgegriffen, welche sich einer weitläufigen Verbreitung auf alternativen Informationskanälen erfreuten. Viele dieser Dokumentarfilme nehmen eine transnationale Perspektive ein, weil sie in transnationaler Zusammenarbeit von Künstler*innen, Aktivist*innen und Fonds realisiert wurden. Die Verbreitung der Filme war nicht auf das nationale Umfeld begrenzt, sondern überquerte Ländergrenzen und erreichte andere Krisenzusammenhänge in Spanien, Italien und Griechenland. In dieser Arbeit untersuchen wir die Schnittstellen zwischen Kunst, Aktivismus und Politik und fokussieren so die Nord-Süd-Beziehungen in Dokumentarfilmen über übernommene Fabriken. Wie drücken sich in diesen Dokumentarfilmen die Interessen lokaler und/oder ausländischer Regisseure, multipler Geldgeber und verwundbarer, sozialer Kollektive aus? Welche Bedeutung hat das Transnationale in Bezug auf die Erzeugung von Dokumentarfilmen, welche die argentinische Krise und ihre sozialen Korrelate erfassen? Um diese Fragestellungen zu beantworten, konzentriert sich unsere Analyse auf die Filme Mate, Ton und Produktion. Zanon – eine Fabrik unter Arbeiterkontrolle (2003, Ak Kraak und Alavío), The Take (Die Übernahme, 2004, Klein und Lewis) und Fasinpat (2004, Incalcaterra). Diese Lektüre zeigt in Bezug auf die Übernahme von Fabriken die Spannungen und Ambivalenzen auf, welche bezüglich der Prozesse bestimmter Vorgänge der Thematisierung, Kontextualisierung bis hin zur Interpretation wahrgenommen und konkretisiert werden. Schlagwörter: Dokumentarfilm, Aktivismus, Transnational(ismus), besetzte Fabriken
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(Post-)nationale Grenzen im städtischen Gefüge: Was wichtig wird und wichtig bleibt, wenn Migration und Nationalität entkoppelt sind (Susanne Spindler)
Argentinien hat das Recht auf Migration als Menschenrecht gesetzlich verankert und eröffnet Migrant*innen damit auch den Zugang zu allen sozialen Rechten. Dennoch sind immer Rechte von Migrant*innen immer noch umkämpft. In verschiedenen Arenen wie dem Kampf um Wohnen zeigen sich (Re )Konstitutionen interner Grenzziehungen, die eigentlich in einem Widerspruch zum Recht auf Migration stehen. Die Megacity Buenos Aires ist der Zielort der Migration für viele Migrant*innen und der Ort, an dem diese widerstreitenden Prozesse beobachtete werden können. Die Gleichzeitigkeit von migrantischen Rechten und internen Barrieren und ihre Folgen für Positionierungen von Migrant*innen in sozialen wie in räumlichen Bezügen werden in diesem Artikel untersucht. Schlagwörter: Städtischer Raum, Migration, Rechte, interne Grenzziehungen, Mobilität
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Como aprendí a ser chileno – Wie ich lernte, Chilene zu sein (Pavel Eichin)
Aufgrund der Militärdiktatur in Chile (1973-1990) entstand eine Exil-Gemeinschaft, die ein reges kulturelles Leben hervorbrachte und stark vom Kampf gegen die Pinochet-Diktatur bestimmt war. In diesem Text betrachte ich die Erfahrung dieses Exils aus der Perspektive der zweiten Generation, zu der ich auch gehöre. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Prozess der Aneignung einer „chilenische“ Identität gestaltete. Die im Exil produzierte Musik, spielte in dieser Hinsicht eine herausragende Rolle. Konzerte und Soliveranstaltungen, bei der die Gemeinschaft zusammenkam, stellten die wohl eindrücklichste Instanz der Vermittlung und Bestätigung des „Chilenisch-Seins“ dar. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit Liedern des Exils (z. B. Vuelvo der Gruppe Inti-Ilimani) ist somit ein Weg, die kollektiven Selbstverständlichkeiten der Gemeinschaft aufzuzeigen. Wir stoßen dadurch auf den Primat eines Diskurses der Exilkultur schlechthin, nämlich der Mission der Rückkehr. Darüber hinaus jedoch zeige ich, dass in der impliziten Bedeutung dieser Lieder ein spezifisch für die zweite Generation prägendes Element zu finden ist. Denn in ihrem Bedürfnis, der gesellschaftlichen Anforderung nachzukommen, Chilenin oder Chilene zu sein, greift sie auf die Exilkultur zurück. Diese ermöglicht zwar das „Chilenisch-Sein“, negiert aber latent gleichzeitig das von ihnen auf „fremden Boden“ erlebte. Somit verinnerlichen die Kinder des Exils durch ihren identitären Prozess die Negation ihrer eigenen Erfahrung.
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Paula Marie Hildebrandt: Escamouflage oder ein Faultier. Performative Bürgerschaft, künstlerisch erforscht
Ksenia Robbe: Erinnerung als Waffe der Dekolonisierung. Kunst und Studentinnen-Bewegung im heutigen Südafrika
Vanesa Coscia / Marina Moguillansky: Militantes Kino und transnationaler Aktivismus in Dokumentationen über übernommene Fabriken in Argentinien
Susanne Spindler: (Post-)nationale Grenzen im städtischen Gefüge: Was wichtig wird und wichtig bleibt, wenn Migration und Nationalität entkoppelt sind

Essay
Pavel Eichin: Como aprendí a ser chileno – Wie ich lernte, Chilene zu sein

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Anja Steidinger / Olaf Berg: Künstlerische Intervention (Interventionskunst/kreativer Aktivismus)

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0173-184X

eISSN

2366-4185

Jahrgang

36. Jahrgang 2016

Ausgabe

3 (144)

Erscheinungsdatum

Dec-16

Umfang

141

Sprache

Deutsch

Format

14,8 x 21 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/peripherie.v36i144

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

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Escamouflage oder ein Faultier. Performative Bürgerschaft, künstlerisch erforscht (Paula Marie Hildebrandt)
Was ist performative Bürgerschaft? Wie verändert die Idee und Praxis künstlerischer Forschung den Begriff von Bürgerschaft? Der Beitrag widmet sich dieser grundsätzlichen Fragestellung in der Kombination von künstlerischer Praxis mit Ansätzen aus der Migrationsforschung, der postkolonialen Theorie und politischen Philosophie und zeigt: ein performatives Verständnis von Bürgerschaft bietet einen gewinnbringenden Ansatz, um aktuelle Fragen von Flucht und Vertreibung, Migration und Integration, Bürgerrechte und Bürgerpflichten kritisch zu reflektieren. Das Verhältnis von Bürgerschaft und Performance wird am konkreten Beispiel des künstlerischen Forschungsprojekts Welcome City diskutiert. Das Projekt bietet in seiner Fragestellung, Methodik und Widersprüchlichkeit manch hilfreiche Anknüpfungspunkte für eine kritische Reflexion künstlerischer Forschung sowie Hinweise für einen zeitgemäßen – performativen – Begriff von Bürgerschaft. Die der Forschung vorausgehende These lautete, dass Bürgerschaft als eine spezifische Form der (Selbst-)Präsentation stets um Verhältnisse von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, Affirmation und Verweigerung kreist; auf diese Bewegung zielt der Begriff der Escamouflage. Schlagwörter: Escamouflage, künstlerische Forschung, Performativität, Staatsbürgerschaft, Welcome City
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Beim Beobachten derzeitiger Protestbewegungen in der Postkolonie, besonders solchen von Studierenden, die die Ungleichheit auf dem Campus und in Gesellschaften allgemein thematisieren, lässt sich die Rolle der Kunst bei der Sichtbarmachung der verknüpften Formen des Kolonialismus und des Kapitalismus nicht übersehen. Diese Repräsentationen verleihen nicht nur abstrakten Ideen Sichtbarkeit, sie beinhalten zudem auch symbolische Repertoires, um Regime der Kolonialität anzugehen. Indem sie Erinnerungen an Kolonialisierung, Sklaverei und die Ausbeutung billiger Arbeitskräfte wachrufen, machen sie die kolonialen Ursprünge der heutigen sozialen Beziehungen sichtbar. Der Artikel reflektiert den Einsatz der Erinnerung anhand von poetischen und visuellen Praktiken, die 2015 Teil der Bewegungen #RhodesMustFall und #FeesMustFall an der Universität Kapstadt waren. Der Artikel argumentiert, dass heutige Erinnerungspraktiken ähnlich wie in früheren Beispielen von Kunst und Gedichten der Anti-Apartheid-Bewegung ein neues kollektives Narrativ zu erschaffen versuchen – in diesem Fall ein alternatives Erinnern der Transition der 90er Jahre. Allerdings verdeutlicht in diesen Darstellungen die Erinnerung der Kolonialisierung die täglichen Schwierigkeiten, eine Identität auszubilden und Handlungsfähigkeit auszuüben; sie sensibilisieren für die Anstregungen, die beim Ausbilden neuer Identitäten auf den Ruinen der alten unternommen werden müssen. Schlagwörter: Studentinnen-Bewegungen, Kunst, Poesie, kollektives Gedächtnis, Dekolonisierung
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Militantes Kino und transnationaler Aktivismus in Dokumentationen über übernommene Fabriken in Argentinien (Vanesa Coscia, Marina Moguillansky)
Der Prozess der Besetzung von Fabriken während der argentinischen Wirtschaftskrise um das Jahr 2001 wurde durch ein Ensemble an Dokumentarfilmen aufgegriffen, welche sich einer weitläufigen Verbreitung auf alternativen Informationskanälen erfreuten. Viele dieser Dokumentarfilme nehmen eine transnationale Perspektive ein, weil sie in transnationaler Zusammenarbeit von Künstler*innen, Aktivist*innen und Fonds realisiert wurden. Die Verbreitung der Filme war nicht auf das nationale Umfeld begrenzt, sondern überquerte Ländergrenzen und erreichte andere Krisenzusammenhänge in Spanien, Italien und Griechenland. In dieser Arbeit untersuchen wir die Schnittstellen zwischen Kunst, Aktivismus und Politik und fokussieren so die Nord-Süd-Beziehungen in Dokumentarfilmen über übernommene Fabriken. Wie drücken sich in diesen Dokumentarfilmen die Interessen lokaler und/oder ausländischer Regisseure, multipler Geldgeber und verwundbarer, sozialer Kollektive aus? Welche Bedeutung hat das Transnationale in Bezug auf die Erzeugung von Dokumentarfilmen, welche die argentinische Krise und ihre sozialen Korrelate erfassen? Um diese Fragestellungen zu beantworten, konzentriert sich unsere Analyse auf die Filme Mate, Ton und Produktion. Zanon – eine Fabrik unter Arbeiterkontrolle (2003, Ak Kraak und Alavío), The Take (Die Übernahme, 2004, Klein und Lewis) und Fasinpat (2004, Incalcaterra). Diese Lektüre zeigt in Bezug auf die Übernahme von Fabriken die Spannungen und Ambivalenzen auf, welche bezüglich der Prozesse bestimmter Vorgänge der Thematisierung, Kontextualisierung bis hin zur Interpretation wahrgenommen und konkretisiert werden. Schlagwörter: Dokumentarfilm, Aktivismus, Transnational(ismus), besetzte Fabriken
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Argentinien hat das Recht auf Migration als Menschenrecht gesetzlich verankert und eröffnet Migrant*innen damit auch den Zugang zu allen sozialen Rechten. Dennoch sind immer Rechte von Migrant*innen immer noch umkämpft. In verschiedenen Arenen wie dem Kampf um Wohnen zeigen sich (Re )Konstitutionen interner Grenzziehungen, die eigentlich in einem Widerspruch zum Recht auf Migration stehen. Die Megacity Buenos Aires ist der Zielort der Migration für viele Migrant*innen und der Ort, an dem diese widerstreitenden Prozesse beobachtete werden können. Die Gleichzeitigkeit von migrantischen Rechten und internen Barrieren und ihre Folgen für Positionierungen von Migrant*innen in sozialen wie in räumlichen Bezügen werden in diesem Artikel untersucht. Schlagwörter: Städtischer Raum, Migration, Rechte, interne Grenzziehungen, Mobilität
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Aufgrund der Militärdiktatur in Chile (1973-1990) entstand eine Exil-Gemeinschaft, die ein reges kulturelles Leben hervorbrachte und stark vom Kampf gegen die Pinochet-Diktatur bestimmt war. In diesem Text betrachte ich die Erfahrung dieses Exils aus der Perspektive der zweiten Generation, zu der ich auch gehöre. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie sich der Prozess der Aneignung einer „chilenische“ Identität gestaltete. Die im Exil produzierte Musik, spielte in dieser Hinsicht eine herausragende Rolle. Konzerte und Soliveranstaltungen, bei der die Gemeinschaft zusammenkam, stellten die wohl eindrücklichste Instanz der Vermittlung und Bestätigung des „Chilenisch-Seins“ dar. Eine ausführliche Auseinandersetzung mit Liedern des Exils (z. B. Vuelvo der Gruppe Inti-Ilimani) ist somit ein Weg, die kollektiven Selbstverständlichkeiten der Gemeinschaft aufzuzeigen. Wir stoßen dadurch auf den Primat eines Diskurses der Exilkultur schlechthin, nämlich der Mission der Rückkehr. Darüber hinaus jedoch zeige ich, dass in der impliziten Bedeutung dieser Lieder ein spezifisch für die zweite Generation prägendes Element zu finden ist. Denn in ihrem Bedürfnis, der gesellschaftlichen Anforderung nachzukommen, Chilenin oder Chilene zu sein, greift sie auf die Exilkultur zurück. Diese ermöglicht zwar das „Chilenisch-Sein“, negiert aber latent gleichzeitig das von ihnen auf „fremden Boden“ erlebte. Somit verinnerlichen die Kinder des Exils durch ihren identitären Prozess die Negation ihrer eigenen Erfahrung.
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