Beschreibung
Leaving Care beschreibt die Prozesse des Übergangs von jungen Menschen aus einer Unterstützungsform der Kinder- und Jugendhilfe in ein eigenständiges Leben. Für die Soziale Arbeit ergibt sich ein komplexer Auftrag, um Jugendliche und junge Erwachsene bei der Bewältigung und Gestaltung dieses Entwicklungsweges zu begleiten. Der Band blickt aus multiperspektivischer Sicht auf das Themenfeld und liefert wichtige Grundlagen und Einblicke für das Studium und die Berufspraxis.
Für junge Menschen, die aus einem Angebot der Jugendhilfe heraus den Weg in ein eigenständiges Leben antreten, stellen sich spezifische Herausforderungen. Oft ist der Kontakt zur Herkunftsfamilie belastet, teils nicht vorhanden, und eine Unterstützung bei der Gestaltung der Herausforderungen durch die Herkunftsfamilie nicht gegeben. Den Einrichtungen der Jugendhilfe, wie der Heimerziehung und den Pflegefamilien, kommt somit eine wichtige Aufgabe bei der Begleitung in diesem Prozess zu. Die Fragen, welche Bedarfe Careleaver haben, welche Herausforderungen sich zeigen und daran anschließend, welche Unterstützung durch die Soziale Arbeit nötig ist, um sie angemessen zu begleiten, wurden in den letzten Jahren verstärkter (national wie international) in Wissenschaft und Praxis der Sozialen Arbeit in den Blick genommen. Mit Blick auf die Angebote geht es dabei einerseits um Erziehungshilfen wie die stationäre Jugendhilfe und die Pflegekinderhilfe inklusive der in diesem Kontext stattfindenden Arbeit der Jugendämter. Da stationäre Hilfen meist mit dem Erreichen der Volljährigkeit von 18 Jahren oder kurz danach enden, stellt sich andererseits die Frage nach nötigen und möglichen Unterstützungsangeboten nach Verlassen dieser Erziehungshilfeformen und damit um Angebote an junge Volljährige die diesen Bedarfen gerecht werden können. Die Autor*innen nehmen verschiedene Perspektiven von unterschiedlichen Akteur*innen auf, die sich aus spezifischen Motivations- und Interessenlagen heraus mit dem Thema Leaving Care befassen. Dabei werden drei große Perspektiven abgebildet: die Perspektive von Forschenden und wissenschaftlich Tätigen, die Perspektive von Professionellen aus der Praxis und die Perspektive von Careleaverinnen.
Die Herausgeber:
Prof. Dr. Torsten Linke, Prof. Dr. Torsten Linke, Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Fakultät Architektur und Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Jens Borchert, Hochschule Merseburg, Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur
Der Fachbereich:
Soziale Arbeit
OA: Linke - Leaving Care in Deutschland – ein Überblick
Linke – Leaving Care in Deutschland – ein Überblick
Die Open-Access-Veröffentlichung dieses Beitrags wurde durch die Unterstützung der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig ermöglicht.
OA: Eberitzsch/Stohler/Werner - Leaving Care in der Schweiz
Eberitzsch/Stohler/Werner – Leaving Care in der Schweiz
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OA: Linke/Schubert - Leaving Care – Perspektiven auf Erfahrungen junger Menschen mit Sexualpädagogik in den stationären Erziehungshilfen
Linke/Schubert – Leaving Care – Perspektiven auf Erfahrungen junger Menschen mit Sexualpädagogik in den stationären Erziehungshilfen
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OA: Preusker/Thurm -Partizipation und Selbstvertretung – der Tortenboden und nicht nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen in den stationären Hilfen zur Erziehung
Preusker/Thurm -Partizipation und Selbstvertretung – der Tortenboden und nicht nur die Kirsche auf dem Sahnehäubchen in den stationären Hilfen zur Erziehung
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OA: Abou/Meier - Don’t Call me S*st*mspr*ng*r*in
Abou/Meier – Don’t Call me S*st*mspr*ng*r*in
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OA: Ulrich-von der Weth/Neutag - Care Leaver:innen – Erfahrungen, Bedarfe, Wünsche, Forderungen von Pflegekindern
Ulrich-von der Weth/Neutag – Care Leaver:innen – Erfahrungen, Bedarfe, Wünsche, Forderungen von Pflegekindern
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OA: Böttger - Careleaver*innen – Bedeutung von Selbstvertretungsstrukturen: Von Herausforderungen und Erfahrungen mit Selbstvertretung in der Jugendhilfe
Böttger – Careleaver*innen – Bedeutung von Selbstvertretungsstrukturen: Von Herausforderungen und Erfahrungen mit Selbstvertretung in der Jugendhilfe
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Pressestimmen
Dieses Buch verbindet Theorie und Praxis zu einer gelungenen Gemengelage. Gut ist die Mischung von verschiedenen Perspektiven, der Vertreter*innen der Sozialen Arbeit und der Betroffenen, so das mögliche Problemkonstellationen sichtbar gemacht werden. Auch der Blickwinkel aus dem deutschsprachigen Ausland ist hilfreich.
Michael Lausberg, scharf links, 17. Juni 2026
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