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Politisches Lernen 1+2-2026 | Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung

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ISSN: 0937-2946

Inhalt

Politisches Lernen
1+2-2026: Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung

Themenschwerpunkt
Florian Dück / Harald Hantke / Stella Heitzhausen / Marvin Lüters / Lorena Murawski / Bettina Zurstrassen: Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung – in der beruflichen Ausbildung in Betrieb, Schule und lernortübergreifend
Katharina Schmidt / Yannik Achenbach: Potenziale von Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine inklusive politische Bildung für Schüler:innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen
Michael Böcher / Juliana Hilf: Zwischen Seminarraum, Politik und Zivilgesellschaft: Service Learning als Erfahrungsraum politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung
Katharina Hiller: Regionale Lernendenvorstellungen und Transformation: Forschendes Lernen zur Mobilitätswende
Bettina Zurstrassen: Wohin geht die Weltkultur? – Konsequenzen für die Politische Bildung. Ein Interview* mit Roland Benedikter über die Ergebnisse der UNESCO MONDIACULT-Konferenz 2025

Diskussion
Daniel te Vrugt / Karin Meendermann: „Mit den Augen eines Avatars“ – Telepräsenzroboter als Brücke zur aktiven Teilhabe in Schule und Unterricht

Fachdidaktische Werkstatt
Juliana Förster: Diskursive Didaktik zur Stärkung politischer Urteils- und Handlungsfähigkeit in der Bildung für nachhaltige Entwicklung
Nele Mai: Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit als Gegenstand partizipativer Bildungsprozesse: Ein Praxisbeispiel
Jonas Schmidt / Katharina Röll-Berge: Nachhaltige Ernährung im Politikunterricht fokussieren – Handlungsorientierte Unterrichtsmodule zur Förderung der Selbstwirksamkeit und politischer Gestaltungskompetenz
Viviane Frank / Andreas Schalück: Supply chain of a bar of chocolate: (un)fair?! – Free trade and its impact on local workers. Ein Mystery für den bilingualen Wirtschaft-Politik-Unterricht in Klasse / Stufe 8
Gesine Bade: Politische Nachhaltigkeitsbildung in der Grundschule: das Planspiel „Tesla baut in Grünheide“
Ann-Katrin Voit: Digitale Nachhaltigkeit als Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung: Algorithmische Macht, Konsum und Demokratie in der beruflichen Bildung

DVPB NW aktuell
Lebensweltbezug stärken, Wissenschaftlichkeit sichern, Interdisziplinarität fördern. Stellungnahme der DVPB NW zum Kernlehrplanentwurf. Sozialwissenschaften und Sozialwissenschaften / Wirtschaft der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien und Gesamtschulen
Christel Schrieverhoff / Antje Menn: Der „Abiturpreis Sozialwissenschaften der DVPB NW“ als Beitrag zur Demokratiebildung
Thorsten Obel / Christel Schrieverhoff: 25 Jahre „Jugend debattiert“ – lebendige faire Streitkultur beim Landesfinale Nordrhein-Westfalen
Schule zeigt Haltung

Rezensionen
Rezensierte Bücher
Autorinnen und Autoren
Hans-Joachim von Olberg: Eine gelungene Neuinterpretation der Geschichte der politischen Bildung (Tim Schanetzky (2025): Politik der politischen Bildung. Das Ringen um die Demokratisierung der Deutschen seit 1945)
Christoph Ehmann: Bestrafungsfreies Stehlen und Morden (Tatjana Tönsmeyer (2014): Unter Deutscher Besatzung. Europa 1939–1945)

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): pl.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den PL-Alert anmelden.

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

0937-2946

eISSN

2750-1965

Jahrgang

44. Jahrgang 2026

Ausgabe

1+2-2026

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Umfang

72 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

21 x 29,7 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/pl.v44i1-2

Homepage

https://pl.budrich-journals.de

Zusatzmaterial

Inhaltsverzeichnis
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Autor*innen

Schlagwörter

Abiturpreis Sozialwissenschaften der DVPB NW, aktive Teilhabe, berufliche Ausbildung, bilingualer Wirtschaft-Politik-Unterricht, Demokratiebildung, diskursive Didaktik, free trade, Grundschule, handlungsorientierte Unterrichtsmodule, inklusive politische Bildung, Jugend debattiert, Juli 2026, Künstliche Intelligenz, Lern- und Entwicklungsstörungen, Mobilitätswende, nachhaltige Entwicklung, nachhaltige Ernährung, partizipative Bildungsprozesse, politische Bildung, politische Gestaltungskompetenz, politische Nachhaltigkeitsbildung, Selbstwirksamkeit, service learning, Telepräsenzroboter, UNESCO MONDIACULT-Konferenz 2025

Abstracts

Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung – in der beruflichen Ausbildung in Betrieb, Schule und lernortübergreifend (Florian Dück, Harald Hantke, Stella Heitzhausen, Marvin Lüters, Lorena Murawski und Bettina Zurstrassen)
Beschäftigte müssen sich in der Arbeitswelt verstärkt mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandersetzen. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie Auszubildende befähigt werden können, berufliche und betriebliche Routinen mit Blick auf Nachhaltigkeit kritisch zu analysieren und so ihr Handlungsspektrum im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit, ökologischer und sozialer Verantwortung sowie Mitbestimmung zu erweitern.
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Potenziale von Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine inklusive politische Bildung für Schüler:innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen (Katharina Schmidt und Yannik Achenbach)
Die Schule soll politische und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, doch Schüler:innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen werden oftmals von politischen Bildungsprozessen ausgeschlossen und trauen sich seltener zu, partizipativen Aktivitäten nachzugehen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Potenzialen von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für eine inklusive politische Bildung in der Schule, um gleichberechtigt bei allen Lernenden individuelle Selbstwirksamkeitserlebnisse sowie politische Partizipationsprozesse als Grundlage für gesellschaftliche Transformationsprozesse anzuregen. Dazu werden Schnittstellen zwischen politischer Bildung, BNE und Inklusion aufgezeigt sowie Umsetzungsmöglichkeiten und didaktische Ansätze für die (Unterrichts-)Praxis diskutiert.
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Zwischen Seminarraum, Politik und Zivilgesellschaft: Service Learning als Erfahrungsraum politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung (Michael Böcher und Juliana Hilf)
Der Beitrag skizziert, wie BNE als Bestandteil politischer Bildung verstanden werden kann und welche Erfordernisse an hochschulische Lehrformate damit einhergehen. Zunächst wird aufgezeigt, wie hochschulische BNE aussehen kann, wenn man das Politische an nachhaltiger Entwicklung ernst nimmt. Anschließend wird anhand durchgeführter Service Learning-Seminare demonstriert, wie dieses BNE-Verständnis innerhalb konkreter Lehrprojekte Anwendung findet. Mit Hilfe des von uns entwickelten RIUSL-Modells können dabei Gelingensbedingungen kontinuierlich gesteuert werden.
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Regionale Lernendenvorstellungen und Transformation: Forschendes Lernen zur Mobilitätswende (Katharina Hiller)
Im Beitrag werden empirische Ergebnisse zu Vorstellungen von Jugendlichen zur Mobilitätswende in einer automobilindustriell geprägten Region vorgestellt. Vor diesem Hintergrund wird argumentiert, dass sozio-geographische Kontexte als Bestandteil fachspezifischer Heterogenität zu berücksichtigen sind und dass adaptiver sozialwissenschaftlicher Unterricht diese regional verankerten Vorstellungsvariationen systematisch aufgreifen muss. Didaktisch wird ein forschend angelegtes Unterrichtskonzept vorgestellt, in dem Jugendliche als Sozialforscher*innen agieren, Interviews mit Change Agents durchführen, Interessenkonstellationen analysieren und ihre Ergebnisse in öffentlich wirksamen Formaten kommunizieren. Der Beitrag zeigt, wie forschendes Lernen regionale Transformationsprozesse als veränderbare politische Wirklichkeit erfahrbar machen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als kritischreflexiven, wissenschaftsorientierten Lernprozess im Anthropozän profiliert werden kann.
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„Mit den Augen eines Avatars“ – Telepräsenzroboter als Brücke zur aktiven Teilhabe in Schule und Unterricht (Daniel te Vrugt und Karin Meendermann)
Der Beitrag diskutiert Telepräsenzroboter wie den „Avatar“ als Ansatz zur Förderung von Teilhabe bei krankheitsbedingter Schulabwesenheit. Ausgehend von einer Erprobung mit Lehramtsstudierenden der Universität Münster werden sowohl die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen als auch pädagogische und soziale Aspekte in den Blick genommen.
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Diskursive Didaktik zur Stärkung politischer Urteils- und Handlungsfähigkeit in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (Juliana Förster)
Dieser Beitrag geht von einem Verständnis politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, das gesellschaftliche Aushandlungsprozesse als Instrumente von Transformationsprozessen begreift. Auf der Grundlage demokratietheoretischer und kommunikationstheoretischer Annahmen werden Prinzipien und Methoden einer diskursiven Didaktik entwickelt, mit denen argumentative Aushandlungsprozesse gesellschaftlicher Problemstellungen ins Zentrum des Unterrichts gerückt werden, um politische Urteils- und Handlungskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im Kontext nachhaltiger Entwicklung zu stärken. Der Beitrag schließt mit einem Phasenmodell diskursiven Unterrichts und begleitenden Lehr-Lernmaterialien.
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Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit als Gegenstand partizipativer Bildungsprozesse: Ein Praxisbeispiel (Nele Mai)
Wenn Künstliche Intelligenz (KI) einerseits als potenzieller Treiber nachhaltiger Entwicklung gilt, zugleich jedoch neue ökologische Belastungen, soziale Risiken und politische Spannungsfelder erzeugt, ergibt sich folgende normative Kernfragen: In welchen Bereichen ist der Einsatz von KI gesellschaftlich wünschenswert – und wo erfordert er aus Nachhaltigkeits- und Demokratieperspektive klare Grenzen? Der vorliegende Beitrag stellt ein praxisbewährtes Workshopkonzept vor, das sich mit diesen Fragenbeschäftigt.
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Nachhaltige Ernährung im Politikunterricht fokussieren – Handlungsorientierte Unterrichtsmodule zur Förderung der Selbstwirksamkeit und politischer Gestaltungskompetenz (Jonas Schmidt und Katharina Röll-Berge)
Am Beispiel nachhaltiger Ernährung wird deutlich, dass die existenziellen Herausforderungen unserer Zeit allgegenwärtig sind. Wie können Schülerinnen lernen, auf die vielschichtigen aktuellen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme zu reagieren – kritisch, informiert, lösungsorientiert und nach demokratischen Maßstäben handelnd? Die politische Bildung ist aufgefordert, am Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) anzuknüpfen und eine politische BNE zu entwickeln, denn es sind vor allem politische Entscheidungsprozesse, die eine demokratische Aushandlung der globalen Herausforderungen ermöglichen können. Wie kann eine solche politische BNE mit dem Schwerpunkt Ernährung umgesetzt werden?
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Supply chain of a bar of chocolate: (un)fair?! – Free trade and ist impact on local workers. Ein Mystery für den bilingualen Wirtschaft-Politik-Unterricht in Klasse / Stufe 8 (Viviane Frank und Andreas Schalück)
Das Modul ist geplant für den bilingualen Unterricht in Klasse 8. Das im Rahmen des Mysterys als Lernmethode eingesetzte Material soll die Lernenden für die Auswirkungen dieser Liberalisierung des Welthandels auf die lokalen Verdienstmöglichkeiten sensibilisieren. Die Schüler*innen erkennen die Globalzusammenhänge zwischen Arbeiter*innen auf Kakaoplantagen in Afrika und ihrer Konsumentscheidung beim Kauf einer Tafel Schokolade. Dabei sollen sie die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette und die Verteilung des Erlöses auf die beteiligten Akteure nachvollziehen, um zu erkennen, dass die Menschen in den Anbauregionen am wenigsten partizipieren.
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Politische Nachhaltigkeitsbildung in der Grundschule: das Planspiel „Tesla baut in Grünheide“ (Gesine Bade)
Im Beitrag wird am Beispiel eines Planspiels zur Ansiedlung der Tesla-Gigafactory in Grünheide eine Möglichkeit aufgezeigt, politische Nachhaltigkeitsbildung im Sachunterricht der Grundschule umzusetzen. Die fachdidaktische Perspektive liegt auf einer politisch ausgerichteten Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die über individuelle Handlungsperspektiven hinausgeht und insbesondere gesellschaftliche Strukturen in den Blick nimmt. Im Planspiel sollen Macht- und Entscheidungsverhältnisse in sozial-ökologischen Konflikten für Lernende analysierbar und reflektierbar gemacht werden sowie ihre politische Urteilsbildung und Partizipationsfähigkeit gefördert werden.
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Digitale Nachhaltigkeit als Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung: Algorithmische Macht, Konsum und Demokratie in der beruflichen Bildung (Ann-Katrin Voit)
Der Beitrag entwickelt ein literaturbasiertes Praxisbeispiel, das politische Dimensionen digitaler Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung sichtbar macht. Studien zeigen, dass digitale Plattformen durch algorithmische Preisgestaltung, personalisierte Werbung und sogenannte Dark Patterns zunehmend ökonomisches Verhalten strukturieren und damit auch beeinflussen. Diese Mechanismen erzeugen ökologische Stressoren (z. B. durch steigenden Konsum) und reproduzieren zugleich digitale Machtasymmetrien zugunsten der Anbieter, die demokratische Teilhabe einschränken und beschneiden. Auf Basis theoretischer Ansätze zu algorithmischer Governance, kritischer Verbraucherbildung und politischer Ökonomie nachhaltiger Digitalisierung wird ein Unterrichtsmodul skizziert, das Lernende befähigt, digitale Praktiken kontrovers zu diskutieren und ihre politischen Implikationen zu reflektieren. Das Beispiel zeigt, wie Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann, um digitale Transformation, ökonomische Mündigkeit und Demokratiebildung in der beruflichen Praxis zu verbinden.
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Inhalt

Inhalt

Politisches Lernen
1+2-2026: Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung

Themenschwerpunkt
Florian Dück / Harald Hantke / Stella Heitzhausen / Marvin Lüters / Lorena Murawski / Bettina Zurstrassen: Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung – in der beruflichen Ausbildung in Betrieb, Schule und lernortübergreifend
Katharina Schmidt / Yannik Achenbach: Potenziale von Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine inklusive politische Bildung für Schüler:innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen
Michael Böcher / Juliana Hilf: Zwischen Seminarraum, Politik und Zivilgesellschaft: Service Learning als Erfahrungsraum politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung
Katharina Hiller: Regionale Lernendenvorstellungen und Transformation: Forschendes Lernen zur Mobilitätswende
Bettina Zurstrassen: Wohin geht die Weltkultur? – Konsequenzen für die Politische Bildung. Ein Interview* mit Roland Benedikter über die Ergebnisse der UNESCO MONDIACULT-Konferenz 2025

Diskussion
Daniel te Vrugt / Karin Meendermann: „Mit den Augen eines Avatars“ – Telepräsenzroboter als Brücke zur aktiven Teilhabe in Schule und Unterricht

Fachdidaktische Werkstatt
Juliana Förster: Diskursive Didaktik zur Stärkung politischer Urteils- und Handlungsfähigkeit in der Bildung für nachhaltige Entwicklung
Nele Mai: Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit als Gegenstand partizipativer Bildungsprozesse: Ein Praxisbeispiel
Jonas Schmidt / Katharina Röll-Berge: Nachhaltige Ernährung im Politikunterricht fokussieren – Handlungsorientierte Unterrichtsmodule zur Förderung der Selbstwirksamkeit und politischer Gestaltungskompetenz
Viviane Frank / Andreas Schalück: Supply chain of a bar of chocolate: (un)fair?! – Free trade and its impact on local workers. Ein Mystery für den bilingualen Wirtschaft-Politik-Unterricht in Klasse / Stufe 8
Gesine Bade: Politische Nachhaltigkeitsbildung in der Grundschule: das Planspiel „Tesla baut in Grünheide“
Ann-Katrin Voit: Digitale Nachhaltigkeit als Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung: Algorithmische Macht, Konsum und Demokratie in der beruflichen Bildung

DVPB NW aktuell
Lebensweltbezug stärken, Wissenschaftlichkeit sichern, Interdisziplinarität fördern. Stellungnahme der DVPB NW zum Kernlehrplanentwurf. Sozialwissenschaften und Sozialwissenschaften / Wirtschaft der gymnasialen Oberstufe an Gymnasien und Gesamtschulen
Christel Schrieverhoff / Antje Menn: Der „Abiturpreis Sozialwissenschaften der DVPB NW“ als Beitrag zur Demokratiebildung
Thorsten Obel / Christel Schrieverhoff: 25 Jahre „Jugend debattiert“ – lebendige faire Streitkultur beim Landesfinale Nordrhein-Westfalen
Schule zeigt Haltung

Rezensionen
Rezensierte Bücher
Autorinnen und Autoren
Hans-Joachim von Olberg: Eine gelungene Neuinterpretation der Geschichte der politischen Bildung (Tim Schanetzky (2025): Politik der politischen Bildung. Das Ringen um die Demokratisierung der Deutschen seit 1945)
Christoph Ehmann: Bestrafungsfreies Stehlen und Morden (Tatjana Tönsmeyer (2014): Unter Deutscher Besatzung. Europa 1939–1945)

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): pl.budrich-journals.de
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Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

0937-2946

eISSN

2750-1965

Jahrgang

44. Jahrgang 2026

Ausgabe

1+2-2026

Erscheinungsdatum

15.07.2026

Umfang

72 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

21 x 29,7 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/pl.v44i1-2

Homepage

https://pl.budrich-journals.de

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Autor*innen

Schlagwörter

Abstracts

Abstracts

Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung – in der beruflichen Ausbildung in Betrieb, Schule und lernortübergreifend (Florian Dück, Harald Hantke, Stella Heitzhausen, Marvin Lüters, Lorena Murawski und Bettina Zurstrassen)
Beschäftigte müssen sich in der Arbeitswelt verstärkt mit Fragen der Nachhaltigkeit auseinandersetzen. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie Auszubildende befähigt werden können, berufliche und betriebliche Routinen mit Blick auf Nachhaltigkeit kritisch zu analysieren und so ihr Handlungsspektrum im Spannungsfeld von Wirtschaftlichkeit, ökologischer und sozialer Verantwortung sowie Mitbestimmung zu erweitern.
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Potenziale von Bildung für nachhaltige Entwicklung für eine inklusive politische Bildung für Schüler:innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen (Katharina Schmidt und Yannik Achenbach)
Die Schule soll politische und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen, doch Schüler:innen mit Lern- und Entwicklungsstörungen werden oftmals von politischen Bildungsprozessen ausgeschlossen und trauen sich seltener zu, partizipativen Aktivitäten nachzugehen. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Potenzialen von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für eine inklusive politische Bildung in der Schule, um gleichberechtigt bei allen Lernenden individuelle Selbstwirksamkeitserlebnisse sowie politische Partizipationsprozesse als Grundlage für gesellschaftliche Transformationsprozesse anzuregen. Dazu werden Schnittstellen zwischen politischer Bildung, BNE und Inklusion aufgezeigt sowie Umsetzungsmöglichkeiten und didaktische Ansätze für die (Unterrichts-)Praxis diskutiert.
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Zwischen Seminarraum, Politik und Zivilgesellschaft: Service Learning als Erfahrungsraum politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung (Michael Böcher und Juliana Hilf)
Der Beitrag skizziert, wie BNE als Bestandteil politischer Bildung verstanden werden kann und welche Erfordernisse an hochschulische Lehrformate damit einhergehen. Zunächst wird aufgezeigt, wie hochschulische BNE aussehen kann, wenn man das Politische an nachhaltiger Entwicklung ernst nimmt. Anschließend wird anhand durchgeführter Service Learning-Seminare demonstriert, wie dieses BNE-Verständnis innerhalb konkreter Lehrprojekte Anwendung findet. Mit Hilfe des von uns entwickelten RIUSL-Modells können dabei Gelingensbedingungen kontinuierlich gesteuert werden.
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Regionale Lernendenvorstellungen und Transformation: Forschendes Lernen zur Mobilitätswende (Katharina Hiller)
Im Beitrag werden empirische Ergebnisse zu Vorstellungen von Jugendlichen zur Mobilitätswende in einer automobilindustriell geprägten Region vorgestellt. Vor diesem Hintergrund wird argumentiert, dass sozio-geographische Kontexte als Bestandteil fachspezifischer Heterogenität zu berücksichtigen sind und dass adaptiver sozialwissenschaftlicher Unterricht diese regional verankerten Vorstellungsvariationen systematisch aufgreifen muss. Didaktisch wird ein forschend angelegtes Unterrichtskonzept vorgestellt, in dem Jugendliche als Sozialforscher*innen agieren, Interviews mit Change Agents durchführen, Interessenkonstellationen analysieren und ihre Ergebnisse in öffentlich wirksamen Formaten kommunizieren. Der Beitrag zeigt, wie forschendes Lernen regionale Transformationsprozesse als veränderbare politische Wirklichkeit erfahrbar machen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als kritischreflexiven, wissenschaftsorientierten Lernprozess im Anthropozän profiliert werden kann.
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„Mit den Augen eines Avatars“ – Telepräsenzroboter als Brücke zur aktiven Teilhabe in Schule und Unterricht (Daniel te Vrugt und Karin Meendermann)
Der Beitrag diskutiert Telepräsenzroboter wie den „Avatar“ als Ansatz zur Förderung von Teilhabe bei krankheitsbedingter Schulabwesenheit. Ausgehend von einer Erprobung mit Lehramtsstudierenden der Universität Münster werden sowohl die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen als auch pädagogische und soziale Aspekte in den Blick genommen.
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Diskursive Didaktik zur Stärkung politischer Urteils- und Handlungsfähigkeit in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (Juliana Förster)
Dieser Beitrag geht von einem Verständnis politischer Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, das gesellschaftliche Aushandlungsprozesse als Instrumente von Transformationsprozessen begreift. Auf der Grundlage demokratietheoretischer und kommunikationstheoretischer Annahmen werden Prinzipien und Methoden einer diskursiven Didaktik entwickelt, mit denen argumentative Aushandlungsprozesse gesellschaftlicher Problemstellungen ins Zentrum des Unterrichts gerückt werden, um politische Urteils- und Handlungskompetenzen von Schülerinnen und Schülern im Kontext nachhaltiger Entwicklung zu stärken. Der Beitrag schließt mit einem Phasenmodell diskursiven Unterrichts und begleitenden Lehr-Lernmaterialien.
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Künstliche Intelligenz und Nachhaltigkeit als Gegenstand partizipativer Bildungsprozesse: Ein Praxisbeispiel (Nele Mai)
Wenn Künstliche Intelligenz (KI) einerseits als potenzieller Treiber nachhaltiger Entwicklung gilt, zugleich jedoch neue ökologische Belastungen, soziale Risiken und politische Spannungsfelder erzeugt, ergibt sich folgende normative Kernfragen: In welchen Bereichen ist der Einsatz von KI gesellschaftlich wünschenswert – und wo erfordert er aus Nachhaltigkeits- und Demokratieperspektive klare Grenzen? Der vorliegende Beitrag stellt ein praxisbewährtes Workshopkonzept vor, das sich mit diesen Fragenbeschäftigt.
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Nachhaltige Ernährung im Politikunterricht fokussieren – Handlungsorientierte Unterrichtsmodule zur Förderung der Selbstwirksamkeit und politischer Gestaltungskompetenz (Jonas Schmidt und Katharina Röll-Berge)
Am Beispiel nachhaltiger Ernährung wird deutlich, dass die existenziellen Herausforderungen unserer Zeit allgegenwärtig sind. Wie können Schülerinnen lernen, auf die vielschichtigen aktuellen ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Probleme zu reagieren – kritisch, informiert, lösungsorientiert und nach demokratischen Maßstäben handelnd? Die politische Bildung ist aufgefordert, am Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) anzuknüpfen und eine politische BNE zu entwickeln, denn es sind vor allem politische Entscheidungsprozesse, die eine demokratische Aushandlung der globalen Herausforderungen ermöglichen können. Wie kann eine solche politische BNE mit dem Schwerpunkt Ernährung umgesetzt werden?
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Supply chain of a bar of chocolate: (un)fair?! – Free trade and ist impact on local workers. Ein Mystery für den bilingualen Wirtschaft-Politik-Unterricht in Klasse / Stufe 8 (Viviane Frank und Andreas Schalück)
Das Modul ist geplant für den bilingualen Unterricht in Klasse 8. Das im Rahmen des Mysterys als Lernmethode eingesetzte Material soll die Lernenden für die Auswirkungen dieser Liberalisierung des Welthandels auf die lokalen Verdienstmöglichkeiten sensibilisieren. Die Schüler*innen erkennen die Globalzusammenhänge zwischen Arbeiter*innen auf Kakaoplantagen in Afrika und ihrer Konsumentscheidung beim Kauf einer Tafel Schokolade. Dabei sollen sie die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette und die Verteilung des Erlöses auf die beteiligten Akteure nachvollziehen, um zu erkennen, dass die Menschen in den Anbauregionen am wenigsten partizipieren.
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Politische Nachhaltigkeitsbildung in der Grundschule: das Planspiel „Tesla baut in Grünheide“ (Gesine Bade)
Im Beitrag wird am Beispiel eines Planspiels zur Ansiedlung der Tesla-Gigafactory in Grünheide eine Möglichkeit aufgezeigt, politische Nachhaltigkeitsbildung im Sachunterricht der Grundschule umzusetzen. Die fachdidaktische Perspektive liegt auf einer politisch ausgerichteten Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), die über individuelle Handlungsperspektiven hinausgeht und insbesondere gesellschaftliche Strukturen in den Blick nimmt. Im Planspiel sollen Macht- und Entscheidungsverhältnisse in sozial-ökologischen Konflikten für Lernende analysierbar und reflektierbar gemacht werden sowie ihre politische Urteilsbildung und Partizipationsfähigkeit gefördert werden.
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Der Beitrag entwickelt ein literaturbasiertes Praxisbeispiel, das politische Dimensionen digitaler Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung sichtbar macht. Studien zeigen, dass digitale Plattformen durch algorithmische Preisgestaltung, personalisierte Werbung und sogenannte Dark Patterns zunehmend ökonomisches Verhalten strukturieren und damit auch beeinflussen. Diese Mechanismen erzeugen ökologische Stressoren (z. B. durch steigenden Konsum) und reproduzieren zugleich digitale Machtasymmetrien zugunsten der Anbieter, die demokratische Teilhabe einschränken und beschneiden. Auf Basis theoretischer Ansätze zu algorithmischer Governance, kritischer Verbraucherbildung und politischer Ökonomie nachhaltiger Digitalisierung wird ein Unterrichtsmodul skizziert, das Lernende befähigt, digitale Praktiken kontrovers zu diskutieren und ihre politischen Implikationen zu reflektieren. Das Beispiel zeigt, wie Politische Bildung für nachhaltige Entwicklung genutzt werden kann, um digitale Transformation, ökonomische Mündigkeit und Demokratiebildung in der beruflichen Praxis zu verbinden.
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