Beschreibung
Anerkennung ist gesundheitsrelevant – besonders für trans und nichtbinäre Menschen. Auf Basis biografischer Erzählungen werden drei verschränkte Gesundheitsdimensionen rekonstruiert: intersubjektive und intrasubjektive Anerkennung sowie Agency. Boenig plädiert für ein relationales und multidimensionales Gesundheitsverständnis, das Selbstbestimmung vor dem Hintergrund (cis-)normativer Anforderungen ins Zentrum stellt.
Gesundheit von trans und nichtbinären Menschen wird häufig auf Ungleichheit und Versorgungsdefizite reduziert, ohne das Konzept der Gesundheit selbst zu befragen. In der Rekonstruktion neun biografischer Erzählungen zeigt sich jedoch, dass Gesundheit ein Be- und Verarbeitungsprozess lebensgeschichtlicher Erfahrungen ist. Dabei wird sichtbar, wie existenziell das Erleben von Zugehörigkeit und Anerkennung ist, wie Selbstanerkennung stetig (wieder-)hergestellt werden muss und wie Menschen ihr Leben trotz normativer Anforderungen selbstermächtigend gestalten.
Autor:in:
Mael Boenig, Universität Kassel
Der Fachbereich:
Gender Studies







Bewertungen
Es gibt noch keine Bewertungen.