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ISSN: 2367-3044

ZeHf 2-2020 | Freie Beiträge

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ISSN: 2367-3044

Content

ZeHf – Zeitschrift für empirische Hochschulforschung
2-2020: Freie Beiträge

Stefanie Brenning / Elke Wolf: MINT-Projekte für Schülerinnen an Hochschulen. Analyse des Wirkungsmechanismus und Meta-Evaluation der empirischen Evidenz (im Open Access verfügbar)
Johannes Schult: Test- und notenbasierte Erfolgsprognose im wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudium: Befunde aus dem Nationalen Bildungspanel
Max Knaut / Matthias Ziegler: Akzeptanz und Nutzung psychologischer Verfahren zur Auswahl von Promovierenden
Katharina Thies / Robert Kordts-Freudinger: Wie gehen Hochschullehrende mit ihren Emotionen in der Lehre um? Eine Experience-sampling-Befragung zum situativen Emotionsausdruck von Freude, Angst und Ärger

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Publisher

ISSN

2367-3044

eISSN

2367-3052

Volume

4. Jahrgang 2020

Edition

2

Date of publication

15.04.2021

Scope

80

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zehf.v4i2

Homepage

https://zehf.budrich-journals.de

Reviews

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Autor*innen

Stefanie Brenning
Johannes Schult
Matthias Ziegler
Katharina Thies
Robert Kordts-Freudinger

Schlagwörter

Akzeptanz von Auswahlverfahren, Emotionen, Emotionsausdruck, Emotionsregulation, Experience- Sampling Methode, Geschlecht, Gleichstellung, Hochschule, Hochschullehre, Meta-Evaluation, MINT-Projekte, Programmevaluation, Promovierende, Studienerfolg, Studierfähigkeitstest, Wirtschaftswissenschaften, Wissenschaftsorganisationen

Abstracts

MINT-Projekte für Schülerinnen an Hochschulen. Analyse des Wirkungsmechanismus und Meta-Evaluation der empirischen Evidenz (Stefanie Brenning, Elke Wolf)
An deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften existieren zahlreiche Angebote, um Schülerinnen für Studiengänge und Berufe im MINT-Bereich zu begeistern. Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über deren Wirksamkeit fehlen jedoch weitgehend. Ausgehend vom aktuellen Forschungsstand entwickeln wir eine mehrstufige Wirkungslogik dieser Maßnahmen und analysieren anschließend die Methodik der uns vorliegenden 13 Evaluationen mithilfe einer Meta-Evaluation. Die Befunde zeigen, dass diese Evaluationen von MINT-Projekten nur sehr eingeschränkt der Erfolgsmessung dienen, da sich die schriftlichen Fragebögen größtenteils auf kurzfristige Erfolgsindikatoren beschränken und die Untersuchungsdesigns nicht den Ansprüchen einer Kausalanalyse genügen. Schlüsselwörter: Wirkungslogik, MINT-Projekte, Meta-Evaluation, Programmevaluation, Gleichstellung, Hochschule
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Test- und notenbasierte Erfolgsprognose im wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudium: Befunde aus dem Nationalen Bildungspanel (Johannes Schult)
Fachspezifische Studierfähigkeitstests haben sich auch im deutschsprachigen Raum als valide Prädiktoren des Bachelorstudienerfolgs und somit als hilfreiche standardisierte Auswahlinstrumente erwiesen. Anhand der Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) wurde untersucht, ob sich ein vergleichbares Muster auch für das konsekutive Masterstudium zeigt. Die Analysestichprobe umfasste 118 Studierende der Wirtschaftswissenschaften, die zum Ende ihres Bachelorstudiums einen fachspezifischen Kompetenztest bearbeiteten und ein Masterstudium aufnahmen. Der Test zeigte eine niedrige Validität (r = –.23) bezüglich der Masternoten. Es zeigte sich dabei keine inkrementelle Validität über die Bachelornote hinaus. Bei gleichem Testscore waren Frauen im Schnitt um 0.17 Notenpunkte besser als Männer. Die Ergebnisse sprechen gegen den Einsatz des wissenslastigen Fähigkeitstests zur Studierendenauswahl im Master. Gelingensfaktoren für eine erfolgreiche Studierendenauswahl werden im Kontext von Prädiktorenkombinationen diskutiert. Schlüsselwörter: Studierfähigkeitstest, Validität, Wirtschaftswissenschaften, Studienerfolg, Geschlecht, differenzielle Prognose
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Akzeptanz und Nutzung psychologischer Verfahren zur Auswahl von Promovierenden (Max Knaut, Matthias Ziegler)
Die Auswahl von Promovierenden ist für Wissenschaftsorganisationen von hoher Relevanz. Dennoch existieren bisher kaum Studien zu diesen Prozessen. Die Arbeit adressiert diese Lücke, indem sie Akzeptanzurteile für Auswahlverfahren bei N = 170 potenziell Bewerbenden erfragte. Frei geführte Auswahlgespräche, berufliche Erfahrungen, Arbeitsproben und strukturierte Auswahlgespräche erhielten die höchsten Akzeptanzwerte. Persönlichkeitseigenschaften der Befragten und vorher erbrachte Leistungen in den Verfahren hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Akzeptanzurteile. Welche Verfahren eingesetzt werden, hatte Einfluss auf eine mögliche Bewerbungsabsicht. Zusätzlich wurde bei N = 164 Promovierenden erhoben, wie diese tatsächlich ausgewählt wurden. Promotionsstellen wurden am häufigsten durch frei geführte Auswahlgespräche und persönliche Kontakte besetzt. Es werden Implikationen für die Gestaltung von Auswahlverfahren von Promovierenden mit Blick auf Akzeptanz, Validität und Fairness diskutiert. Schlüsselwörter: Akzeptanz von Auswahlverfahren, Promovierende, Wissenschaftsorganisationen, Validität, Fairness
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Wie gehen Hochschullehrende mit ihren Emotionen in der Lehre um? Eine Experience-sampling-Befragung zum situativen Emotionsausdruck von Freude, Angst und Ärger (Katharina Thies, Robert Kordts-Freudinger)
Hochschullehrende sind in der Lehre mit Situationen konfrontiert, die in ihnen Emotionen auslösen und damit verbunden eine Regulation der Emotionen fordern können. Für diese wenden Hochschullehrende häufig reaktionsorientierte Emotionsregulationsstrategien an, die u.a. auf den Emotionsausdruck abzielen. Unbekannt ist, ob und wie häufig Hochschullehrende spezifische Emotionen in Lehrsitzungen ausdrücken und welche Zusammenhänge zwischen dem Emotionserleben und dem Emotionsausdruck bestehen. Der vorliegenden Beitrag untersucht den Emotionsausdruck von Freude, Angst und Ärger bei N = 80 Hochschullehrenden durch eine mehrmalige Experience-sampling-Erhebung im Anschluss an N = 802 Lehrsitzungen. Die Befunde deuten darauf hin, dass Hochschullehrende Freude überwiegend authentisch ausdrücken, während sie Angst und Ärger tendenziell in der Lehrveranstaltung nicht ausdrücken. Für die spezifischen Emotionen ergeben sich unterschiedliche intra- und interindividuelle Zusammenhänge (d.h. innerhalb und zwischen den Hochschullehrenden). So neigt etwa eine Hochschullehrperson bei einem starken Angsterleben in einer Lehrsitzung dazu, den Emotionsausdruck zu unterdrücken; eine Tendenz, die sich bei Hochschullehrenden mit einem allgemein starken Angsterleben nicht fand. Die Ergebnisse sprechen für eine differenzierte Analyse von intra- und interindividuellen Zusammenhängen emotionsbezogener Vorgänge in Lehrsituationen. Schlüsselwörter: Hochschullehre, Emotionen, Emotionsausdruck, Emotionsregulation, Experience- Sampling Methode
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ZeHf – Zeitschrift für empirische Hochschulforschung
2-2020: Freie Beiträge

Stefanie Brenning / Elke Wolf: MINT-Projekte für Schülerinnen an Hochschulen. Analyse des Wirkungsmechanismus und Meta-Evaluation der empirischen Evidenz (im Open Access verfügbar)
Johannes Schult: Test- und notenbasierte Erfolgsprognose im wirtschaftswissenschaftlichen Masterstudium: Befunde aus dem Nationalen Bildungspanel
Max Knaut / Matthias Ziegler: Akzeptanz und Nutzung psychologischer Verfahren zur Auswahl von Promovierenden
Katharina Thies / Robert Kordts-Freudinger: Wie gehen Hochschullehrende mit ihren Emotionen in der Lehre um? Eine Experience-sampling-Befragung zum situativen Emotionsausdruck von Freude, Angst und Ärger

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2367-3052

Volume

4. Jahrgang 2020

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2

Date of publication

15.04.2021

Scope

80

Language

Deutsch

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17 x 24 cm

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Stefanie Brenning
Johannes Schult
Matthias Ziegler
Katharina Thies
Robert Kordts-Freudinger

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MINT-Projekte für Schülerinnen an Hochschulen. Analyse des Wirkungsmechanismus und Meta-Evaluation der empirischen Evidenz (Stefanie Brenning, Elke Wolf)
An deutschen Hochschulen für angewandte Wissenschaften existieren zahlreiche Angebote, um Schülerinnen für Studiengänge und Berufe im MINT-Bereich zu begeistern. Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über deren Wirksamkeit fehlen jedoch weitgehend. Ausgehend vom aktuellen Forschungsstand entwickeln wir eine mehrstufige Wirkungslogik dieser Maßnahmen und analysieren anschließend die Methodik der uns vorliegenden 13 Evaluationen mithilfe einer Meta-Evaluation. Die Befunde zeigen, dass diese Evaluationen von MINT-Projekten nur sehr eingeschränkt der Erfolgsmessung dienen, da sich die schriftlichen Fragebögen größtenteils auf kurzfristige Erfolgsindikatoren beschränken und die Untersuchungsdesigns nicht den Ansprüchen einer Kausalanalyse genügen. Schlüsselwörter: Wirkungslogik, MINT-Projekte, Meta-Evaluation, Programmevaluation, Gleichstellung, Hochschule
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Fachspezifische Studierfähigkeitstests haben sich auch im deutschsprachigen Raum als valide Prädiktoren des Bachelorstudienerfolgs und somit als hilfreiche standardisierte Auswahlinstrumente erwiesen. Anhand der Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) wurde untersucht, ob sich ein vergleichbares Muster auch für das konsekutive Masterstudium zeigt. Die Analysestichprobe umfasste 118 Studierende der Wirtschaftswissenschaften, die zum Ende ihres Bachelorstudiums einen fachspezifischen Kompetenztest bearbeiteten und ein Masterstudium aufnahmen. Der Test zeigte eine niedrige Validität (r = –.23) bezüglich der Masternoten. Es zeigte sich dabei keine inkrementelle Validität über die Bachelornote hinaus. Bei gleichem Testscore waren Frauen im Schnitt um 0.17 Notenpunkte besser als Männer. Die Ergebnisse sprechen gegen den Einsatz des wissenslastigen Fähigkeitstests zur Studierendenauswahl im Master. Gelingensfaktoren für eine erfolgreiche Studierendenauswahl werden im Kontext von Prädiktorenkombinationen diskutiert. Schlüsselwörter: Studierfähigkeitstest, Validität, Wirtschaftswissenschaften, Studienerfolg, Geschlecht, differenzielle Prognose
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Die Auswahl von Promovierenden ist für Wissenschaftsorganisationen von hoher Relevanz. Dennoch existieren bisher kaum Studien zu diesen Prozessen. Die Arbeit adressiert diese Lücke, indem sie Akzeptanzurteile für Auswahlverfahren bei N = 170 potenziell Bewerbenden erfragte. Frei geführte Auswahlgespräche, berufliche Erfahrungen, Arbeitsproben und strukturierte Auswahlgespräche erhielten die höchsten Akzeptanzwerte. Persönlichkeitseigenschaften der Befragten und vorher erbrachte Leistungen in den Verfahren hatten keinen signifikanten Einfluss auf die Akzeptanzurteile. Welche Verfahren eingesetzt werden, hatte Einfluss auf eine mögliche Bewerbungsabsicht. Zusätzlich wurde bei N = 164 Promovierenden erhoben, wie diese tatsächlich ausgewählt wurden. Promotionsstellen wurden am häufigsten durch frei geführte Auswahlgespräche und persönliche Kontakte besetzt. Es werden Implikationen für die Gestaltung von Auswahlverfahren von Promovierenden mit Blick auf Akzeptanz, Validität und Fairness diskutiert. Schlüsselwörter: Akzeptanz von Auswahlverfahren, Promovierende, Wissenschaftsorganisationen, Validität, Fairness
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Wie gehen Hochschullehrende mit ihren Emotionen in der Lehre um? Eine Experience-sampling-Befragung zum situativen Emotionsausdruck von Freude, Angst und Ärger (Katharina Thies, Robert Kordts-Freudinger)
Hochschullehrende sind in der Lehre mit Situationen konfrontiert, die in ihnen Emotionen auslösen und damit verbunden eine Regulation der Emotionen fordern können. Für diese wenden Hochschullehrende häufig reaktionsorientierte Emotionsregulationsstrategien an, die u.a. auf den Emotionsausdruck abzielen. Unbekannt ist, ob und wie häufig Hochschullehrende spezifische Emotionen in Lehrsitzungen ausdrücken und welche Zusammenhänge zwischen dem Emotionserleben und dem Emotionsausdruck bestehen. Der vorliegenden Beitrag untersucht den Emotionsausdruck von Freude, Angst und Ärger bei N = 80 Hochschullehrenden durch eine mehrmalige Experience-sampling-Erhebung im Anschluss an N = 802 Lehrsitzungen. Die Befunde deuten darauf hin, dass Hochschullehrende Freude überwiegend authentisch ausdrücken, während sie Angst und Ärger tendenziell in der Lehrveranstaltung nicht ausdrücken. Für die spezifischen Emotionen ergeben sich unterschiedliche intra- und interindividuelle Zusammenhänge (d.h. innerhalb und zwischen den Hochschullehrenden). So neigt etwa eine Hochschullehrperson bei einem starken Angsterleben in einer Lehrsitzung dazu, den Emotionsausdruck zu unterdrücken; eine Tendenz, die sich bei Hochschullehrenden mit einem allgemein starken Angsterleben nicht fand. Die Ergebnisse sprechen für eine differenzierte Analyse von intra- und interindividuellen Zusammenhängen emotionsbezogener Vorgänge in Lehrsituationen. Schlüsselwörter: Hochschullehre, Emotionen, Emotionsausdruck, Emotionsregulation, Experience- Sampling Methode
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