Beschreibung
Wie sind Medien und Bildung verwoben? Anna-Maria Nothelfer entwickelt einen Ansatz der kritisch-gestalterischen Medienbildung, der Medien gesellschaftstheoretisch und ästhetisch erschließt. Sie bietet damit einen Gegenvorschlag zu Konzepten digitaler Bildung, die auf datengetriebene Steuerungslogiken setzen. Denn diese werden weder den Medien noch dem Bildungsbegriff gerecht. Wie lässt sich digitale Medienbildung also neu denken?
Seit 2016 prägt die Digitalisierung des Bildungssystems die Debatte: Politische Strategien betonen das Individualisierungspotenzial digitaler Medien. Die ständige Messung von Lernständen und deren datenbasierte Auswertung sollen automatisiertes Feedback ermöglichen und Lernen optimieren. Doch diese Steuerungslogik impliziert ein kybernetisches Lernverständnis und verkennt die Potenziale digitaler Medien jenseits der bloßen Verdatung.
Daher verbindet der Ansatz bildungs- und medientheoretische Perspektiven. Medienbildung wird hier als Förderung von Bewusstsein verstanden – für die gesellschaftlichen Kontexte, in denen Medien wirken, und für ihre ästhetischen Qualitäten. Zwei Dimensionen stehen im Mittelpunkt: die kritische und die gestalterische Erforschung von Medialität.
Die Autorin:
Anna-Maria Nothelfer, Promotion an der Bergischen Universität Wuppertal
Der Fachbereich:
Erziehungswissenschaft







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