Verlag Barbara Budrich

Filter by Produkt-Kategorien.
Alle / Keine

Verlag Barbara Budrich

Filter by Produkt-Kategorien.
Alle / Keine

Informationen zur Zeitschrift

NeuEMPFEHLUNG

ISSN: 1862-5002

Diskurs 2-2026 | Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung

22,00 

Bevor Sie dieses Produkt in den Warenkorb legen können, müssen Sie die aktuelle Bestellung abschließen: Zum Warenkorb

Zurück zur Zeitschrift

ISSN: 1862-5002

Inhalt

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
2-2026: Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung

Editorial
Catalina Hamacher / Anja Tervooren: Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung. Einleitung in den Themenschwerpunkt

Schwerpunktbeiträge
Katja Zehbe: (Inter-)Professionelle Kooperationsmodi in der inklusiven Kindertageseinrichtung. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Normalität und Besonderheit
Hannah Nitschmann: Anerkennungsverhältnisse unter Peers – Möglichkeiten der Selbstbezugnahme spielerisch aushandeln
Katharina Sufryd: Vulnerabilisierung des Kindes im schulischen Kontext von Inklusion
Daniela Molnar / Albrecht Rohrmann: „Die Kita kümmert sich dann um alles weitere“: Professionell-organisationale Prägung von Kindheit als Folge sozialer Hilfen im Kontext von Behinderungen
Catalina Hamacher / Anja Tervooren: ,Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder‘. Spuren eines Dispositivs im Spannungsfeld von Kindertagesbetreuung und Eingliederungshilfe

Freie Beiträge
Manfred Liebel / Philip Meade: Digitalisierte Kindheiten und globale Veränderungen in der Arbeit von Kindern
Anne Piezunka / Sophia Richter: Seelische Gewalt in pädagogischen Settings – eine theoretische Annäherung
Sandra Chistolini / Bernd Wagner: Zukunftsperspektiven mit Kindern entwickeln – ein italienisch-deutsches Forschungsprojekt zum historisch-politischen Sachlernen in schulbezogenen Sammlungen

Kurzbeitrag
Rouven Seebo: Vulnerabilität in der Kindheits- und Behinderungsforschung. Bericht zur Tagung „Exploring Vulnerability in Childhood – Between Normalization and Disablement“

 

Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebühr): diskurs.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den Diskurs-Alert anmelden.

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Jahrgang

21. Jahrgang 2026

Ausgabe

2-2026

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Umfang

144 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v21i2

Homepage

https://diskurs.budrich-journals.de

Zusatzmaterial

Inhaltsverzeichnis
Leseproben

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „Diskurs 2-2026 | Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung“

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor*innen

Schlagwörter

Anerkennung, Ausbeutung, Behinderung, Deinstitutionalisierung, Didaktik materieller Kultur, Digitalisierung, dis-/ability, Diskriminierung, Dispositiv, Dokumentenanalyse, Ethnographie, Familien mit Eltern mit Behinderungen, Folgen sozialer Hilfen, historisch-politische Sachlernprozesse, Inklusion, Juni 2026, Kategorisierungsarbeit, Kinder, Kinderarbeit, Kindertageseinrichtung, Kindheit, Kindheiten, Kindheits- und Behinderungsforschung, Kooperation, Normalisierung, Normalität, professionell-organisationale Formierung, Pädagogische Anthropologie, pädagogische Beziehungen, Recognition, schulische Inklusion, seelische Gewalt, Spiel, Subjektivierung, Tagungsbericht, team, Verletzungen, Verrechtlichung, Vulnerabilität, Zukunftsvorstellungen und Generationenvermittlung

Abstracts

(Inter-)Professionelle Kooperationsmodi in der inklusiven Kindertageseinrichtung. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Normalität und Besonderheit (Katja Zehbe)
Für die Umsetzung von Inklusion ist die Zusammenarbeit von Professionellen gleicher und verschiedener Berufsgruppen relevant. Die Analyse der aktiven Herstellung einer inklusiven Wirklichkeit in Kindertageseinrichtung durch interprofessionelle Kooperationen steht indes noch weitestgehend aus. Der Beitrag fokussiert interprofessionelle Kooperationsmodi in pädagogischen Teams von inklusiven Kindertageseinrichtungen und fragt kritisch nach in Kooperationsmodi eingelagerten Dynamiken zur Herstellung von Normalität und Besonderheit. In zwei inklusiven Kindertageseinrichtungen wurden drei leitfadengestützte Interviews mit vier pädagogischen Fachkräften und Leitungen mit Visualisierungsmethoden der Netzwerkforschung (Krempel, 2010) erhoben und mit der Qualitativen Strukturalen Analyse (QSA) (Herz et al., 2015) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen den identifizierten Modi der Kooperation mit Steuerung und der Konstruktion von Normalität und Besonderheit auf. Schlagwörter: Kindertageseinrichtung, Inklusion, Team, Normalität, Kooperation
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Anerkennungsverhältnisse unter Peers – Möglichkeiten der Selbstbezugnahme spielerisch Aushandeln (Hannah Nitschmann)
Der vorliegende Beitrag nimmt Anerkennungsverhältnisse unter Peers im inklusionsorientierten Grundschulunterricht in den Blick und geht insbesondere der Frage nach, wie Selbstverhältnisse unter Kindern in spielerischen Einsätzen ausgehandelt werden. Ausgehend von der inklusionspädagogischen Forderung nach ‚Anerkennung von Vielfalt‘ wird zunächst ein machtkritisches Verständnis von Anerkennung dargelegt und das Begehren nach Überschreitung differenter Subjektpositionen theoretisch beleuchtet. Das Spiel wird vor diesem Hintergrund als besonderer Möglichkeitsraum vorgestellt. In einer sequenziellen Interpretation videoethnografisch erhobenen Materials wird das Spielerische in Peer-Interaktionen exemplarisch analysiert. Dabei kann gezeigt werden, dass interaktiv eröffnete Spielräume einerseits situativ das Potential bieten, sich als Andere*r zu zeigen und andererseits ambivalent und brüchig erscheinen, weil ein spielerisch erzeugtes Selbst auf bestätigende Antworten angewiesen ist. Schlagwörter: Anerkennung, Inklusion, Subjektivierung, Spiel, Behinderung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Vulnerabilisierung des Kindes im schulischen Kontext von Inklusion (Katharina Sufryd)
Der Beitrag diskutiert die Vulnerabilisierung des Kindes in der schulischen Verwaltung von Inklusion im schulgesetzlichen Rahmen sonderpädagogischer Förderung (AO-SF §13(1)) auf Basis ethnographischen Datenmaterials. Es wird argumentiert, dass durch das defizitorientierte Sprechen über die Entwicklung das Kind als besonders ‚vulnerabel‘ hervorgebracht wird, wodurch die Antragsstellung individueller sonderpädagogischer Förderung legitimiert werden kann. Dieses Ergebnis wird aus machtkritischer Perspektive unter Rückgriff auf Arbeiten erziehungswissenschaftlicher Kindheitsforschung und Perspektiven der Dis/Ability Studies beleuchtet. Methodologisch erfolgt die Orientierung an die diskursanalytische Ethnographie (Rabenstein et al., 2020) verbunden mit der konstruktivistischen Grounded Theory (Charmaz, 2006). Die ordnungsweisenden subjektivierenden Effekte für das Kind werden ableismuskritisch gedeutet und mit Blick auf die institutionelle Grenzziehung innerhalb schulischer Inklusionsprozesse reflektiert. Schlagwörter: Schulische Inklusion, Vulnerabilität, Dis/Ability, Subjektivierung, Ethnographie
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

„Die Kita kümmert sich dann um alles weitere“: Professionell-organisationale Prägung von Kindheit als Folge sozialer Hilfen im Kontext von Behinderungen (Daniela Molnar, Albrecht Rohrmann)
Der Beitrag untersucht, wie Kindheit und Familie im Kontext zugeschriebener elterlicher Behinderungen durch sozialstaatliche Hilfesysteme geformt werden. Anhand der Analyse von Dokumenten aus einer Jugendamtsakte wird rekonstruiert, wie die Zuschreibung elterlicher Behinderung die Problemdefinition dominiert und die Erziehungsfähigkeit der Eltern unter ständiger Beobachtung steht. Die Analyse zeigt, dass Fachkräfte in interorganisationalen Kooperationen Hilfen gestalten, während die Familie primär als Objekt der professionell-organisationalen Bearbeitung erscheint. Mit der Aufnahme in die Kindertagesstätte wird die Problemwahrnehmung unter der Perspektive Behinderung auf das Kind ausgeweitet. Kindheit erweist sich damit professionell-organisational formiert, mit dem Risiko, Exklusion eher zu verstärken als Teilhabe zu fördern. Schlagwörter: Familien mit Eltern mit Behinderungen, Kategorisierungsarbeit, professionell organisationale Formierung, Folgen sozialer Hilfen
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

,Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder‘. Spuren eines Dispositivs im Spannungsfeld von Kindertagesbetreuung und Eingliederungshilfe (Catalina Hamacher, Anja Tervooren)
Die Deinstitutionalisierung von heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen in Deutschland und die Verrechtlichung von Inklusion in der Institution der Kindertagesbetreuung ermöglicht es jungen Kindern seit Kurzem, Leistungen der Eingliederungshilfe in allen Kindertagesstätten zu erhalten. Um die Folgen dieser Verrechtlichung zu verstehen, werden die reformierten Gesetze sowie Formulare zur Beantragung von Leistungen analysiert und Spuren eines Dispositivs ,Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder‘ herausgearbeitet. Die Rekonstruktion der rechtlichen und administrativen Ebene eröffnet also eine Perspektive auf die Vermittlung von Inklusion in die Institution der Kindertagesstätte hinein. Gezeigt wird, wie die Kategorie Behinderung als institutionelles Steuerungsinstrument fungiert, das normative Vorgaben in konkrete Organisations- und Handlungspraxen überführt. Dies führt paradoxer Weise entgegen der Programmatik von Inklusion zu einer Logik der Normalisierung, die früh im Leben implementiert wird, denn für Kinder werden Beeinträchtigungen als Abweichungen von einem altersbezogenen Normalzustand gerahmt. Schlagwörter: Kinder, Verrechtlichung, (De)Institutionalisierung, Dispositiv, Dokumentenanalyse
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Digitalisierte Kindheiten und globale Veränderungen in der Arbeit von Kindern (Manfred Liebel, Philip Meade)
Die weltweite Digitalisierung der Gesellschaften hat auch für das Leben junger Menschen weitreichende Folgen. Sie werden als Konsument:innen und Nutzer:innen digitaler Technologien immer früher in ökonomische Prozesse eingebunden und scheinbar früher ‚erwachsen‘, als es das westliche Kindheitsmodell vorsieht. Auf den Online-Plattformen, in der Welt der Videospiele und im Influencer-Marketing vermischen sich Spiel, Freizeit, Arbeit und Business auf neue Weise und werfen die Frage auf, ob neue Formen von Arbeit entstehen, die im bisherigen Diskurs über Kinderarbeit nicht bedacht wurden. Der Beitrag vermittelt einen Einblick in die vielfältigen und bisher wenig untersuchten digitalen Handlungsfelder junger Menschen und lotet die darin enthaltenen Widersprüche zwischen wirtschaftlicher Ausbeutung und sozialer Emanzipation aus. Schlagwörter: Digitalisierung, Kindheit, Kinderarbeit, Spiel, Ausbeutung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Seelische Gewalt in pädagogischen Settings – eine theoretische Annäherung (Anne Piezunka, Sophia Richter)
Seelische Gewalt von Lehrkräften gegenüber Schüler_innen in Form von Beleidigungen und Herabsetzungen scheint (inter-)nationalen Studien zufolge Teil des schulischen Alltags zu sein. Zugleich ist es häufig herausfordernd seelische Gewalt als Phänomen im konkreten Fall zu identifizieren. Dieser Herausforderung widmet sich der Beitrag, indem unterschiedliche theoretische Auseinandersetzungen dargestellt und zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. In der Adaption für den Kontext der pädagogischen Beziehungen lassen sich unterschiedliche Dimensionen identifizieren, die für die Bestimmung seelischer Gewalt relevant sind. Dabei zeigt sich, dass seelische Gewalt als relationales Phänomen zu denken ist, dass sich im Kontext von vier Dimensionen entfaltet: 1) epistemische Dimension; 2) strukturelle und kulturelle Dimension; 3) Beziehungsdimension und 4) personale Dimension. Schlagwörter: Seelische Gewalt, Diskriminierung, pädagogische Beziehungen, Verletzungen
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Zukunftsperspektiven mit Kindern entwickeln – ein italienisch-deutsches Forschungsprojekt zum historisch-politischen Sachlernen in schulbezogenen Sammlungen (Sandra Chistolini, Bernd Wagner)
Ein aktiver Umgang mit Krisen und nicht vermeidbaren Katastrophen erfordert Visionen für die Zukunft (Club of Rome, 2022). Krisenbezogene Inhalte werden in der Regel im Kontext sozialwissenschaftlicher Bildung in (Grund-) Schulen aufgegriffen. In Deutschland sind die schulischen Querschnittsaufgaben sowie Vielperspektivität im Sachunterricht wichtig (Pech, 2009). In Italien ist es aktive Bürgerschaft (Corradini & Mari, 2019). Fraglich bleibt jedoch, ob diese Unterrichtsinhalte dazu beitragen können, Krisen aktiver zu bewältigen, oder ob sie vielmehr an soziale Beruhigungsmaßnahmen anschließen, die darüber hinwegtäuschen, dass an den Ursachen wenig verändert wird. Im Beitrag werden Partnerschaften zwischen Grundschulen und Museen im Kontext von historisch-politischen Sachlernen in Institutionen entworfen, die historischen Wandel diskursiv erfahrbar machen. Im Folgenden wird ein empirischer, pädagogischer Zugang vorgestellt, wie diese Zukunftsvisionen mit Kindern im generationenübergreifenden Dialog zu Sammlungsobjekten entwickelt werden können, die als „Boundary Objects“ (Star & Griesemer, 1989) unterschiedliche Bedeutungen hervorrufen und adäquate Medien für Diskurse über Zeit und Zukunft sind. Schlagwörter: pädagogische Anthropologie, Didaktik materieller Kultur, historisch-politische Sachlernprozesse, Zukunftsvorstellungen und Generationenvermittlung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Inhalt

Inhalt

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
2-2026: Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung

Editorial
Catalina Hamacher / Anja Tervooren: Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung. Einleitung in den Themenschwerpunkt

Schwerpunktbeiträge
Katja Zehbe: (Inter-)Professionelle Kooperationsmodi in der inklusiven Kindertageseinrichtung. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Normalität und Besonderheit
Hannah Nitschmann: Anerkennungsverhältnisse unter Peers – Möglichkeiten der Selbstbezugnahme spielerisch aushandeln
Katharina Sufryd: Vulnerabilisierung des Kindes im schulischen Kontext von Inklusion
Daniela Molnar / Albrecht Rohrmann: „Die Kita kümmert sich dann um alles weitere“: Professionell-organisationale Prägung von Kindheit als Folge sozialer Hilfen im Kontext von Behinderungen
Catalina Hamacher / Anja Tervooren: ,Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder‘. Spuren eines Dispositivs im Spannungsfeld von Kindertagesbetreuung und Eingliederungshilfe

Freie Beiträge
Manfred Liebel / Philip Meade: Digitalisierte Kindheiten und globale Veränderungen in der Arbeit von Kindern
Anne Piezunka / Sophia Richter: Seelische Gewalt in pädagogischen Settings – eine theoretische Annäherung
Sandra Chistolini / Bernd Wagner: Zukunftsperspektiven mit Kindern entwickeln – ein italienisch-deutsches Forschungsprojekt zum historisch-politischen Sachlernen in schulbezogenen Sammlungen

Kurzbeitrag
Rouven Seebo: Vulnerabilität in der Kindheits- und Behinderungsforschung. Bericht zur Tagung „Exploring Vulnerability in Childhood – Between Normalization and Disablement“

 

Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebühr): diskurs.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den Diskurs-Alert anmelden.

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Jahrgang

21. Jahrgang 2026

Ausgabe

2-2026

Erscheinungsdatum

25.06.2026

Umfang

144 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v21i2

Homepage

https://diskurs.budrich-journals.de

Produktsicherheit

Zusatzmaterial

Bewertungen (0)

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „Diskurs 2-2026 | Kindheiten zwischen Normalisierung und Behinderung“

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor*innen

Schlagwörter

Abstracts

Abstracts

(Inter-)Professionelle Kooperationsmodi in der inklusiven Kindertageseinrichtung. Eine kritische Betrachtung der Konstruktion von Normalität und Besonderheit (Katja Zehbe)
Für die Umsetzung von Inklusion ist die Zusammenarbeit von Professionellen gleicher und verschiedener Berufsgruppen relevant. Die Analyse der aktiven Herstellung einer inklusiven Wirklichkeit in Kindertageseinrichtung durch interprofessionelle Kooperationen steht indes noch weitestgehend aus. Der Beitrag fokussiert interprofessionelle Kooperationsmodi in pädagogischen Teams von inklusiven Kindertageseinrichtungen und fragt kritisch nach in Kooperationsmodi eingelagerten Dynamiken zur Herstellung von Normalität und Besonderheit. In zwei inklusiven Kindertageseinrichtungen wurden drei leitfadengestützte Interviews mit vier pädagogischen Fachkräften und Leitungen mit Visualisierungsmethoden der Netzwerkforschung (Krempel, 2010) erhoben und mit der Qualitativen Strukturalen Analyse (QSA) (Herz et al., 2015) ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen einen Zusammenhang zwischen den identifizierten Modi der Kooperation mit Steuerung und der Konstruktion von Normalität und Besonderheit auf. Schlagwörter: Kindertageseinrichtung, Inklusion, Team, Normalität, Kooperation
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Anerkennungsverhältnisse unter Peers – Möglichkeiten der Selbstbezugnahme spielerisch Aushandeln (Hannah Nitschmann)
Der vorliegende Beitrag nimmt Anerkennungsverhältnisse unter Peers im inklusionsorientierten Grundschulunterricht in den Blick und geht insbesondere der Frage nach, wie Selbstverhältnisse unter Kindern in spielerischen Einsätzen ausgehandelt werden. Ausgehend von der inklusionspädagogischen Forderung nach ‚Anerkennung von Vielfalt‘ wird zunächst ein machtkritisches Verständnis von Anerkennung dargelegt und das Begehren nach Überschreitung differenter Subjektpositionen theoretisch beleuchtet. Das Spiel wird vor diesem Hintergrund als besonderer Möglichkeitsraum vorgestellt. In einer sequenziellen Interpretation videoethnografisch erhobenen Materials wird das Spielerische in Peer-Interaktionen exemplarisch analysiert. Dabei kann gezeigt werden, dass interaktiv eröffnete Spielräume einerseits situativ das Potential bieten, sich als Andere*r zu zeigen und andererseits ambivalent und brüchig erscheinen, weil ein spielerisch erzeugtes Selbst auf bestätigende Antworten angewiesen ist. Schlagwörter: Anerkennung, Inklusion, Subjektivierung, Spiel, Behinderung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Vulnerabilisierung des Kindes im schulischen Kontext von Inklusion (Katharina Sufryd)
Der Beitrag diskutiert die Vulnerabilisierung des Kindes in der schulischen Verwaltung von Inklusion im schulgesetzlichen Rahmen sonderpädagogischer Förderung (AO-SF §13(1)) auf Basis ethnographischen Datenmaterials. Es wird argumentiert, dass durch das defizitorientierte Sprechen über die Entwicklung das Kind als besonders ‚vulnerabel‘ hervorgebracht wird, wodurch die Antragsstellung individueller sonderpädagogischer Förderung legitimiert werden kann. Dieses Ergebnis wird aus machtkritischer Perspektive unter Rückgriff auf Arbeiten erziehungswissenschaftlicher Kindheitsforschung und Perspektiven der Dis/Ability Studies beleuchtet. Methodologisch erfolgt die Orientierung an die diskursanalytische Ethnographie (Rabenstein et al., 2020) verbunden mit der konstruktivistischen Grounded Theory (Charmaz, 2006). Die ordnungsweisenden subjektivierenden Effekte für das Kind werden ableismuskritisch gedeutet und mit Blick auf die institutionelle Grenzziehung innerhalb schulischer Inklusionsprozesse reflektiert. Schlagwörter: Schulische Inklusion, Vulnerabilität, Dis/Ability, Subjektivierung, Ethnographie
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

„Die Kita kümmert sich dann um alles weitere“: Professionell-organisationale Prägung von Kindheit als Folge sozialer Hilfen im Kontext von Behinderungen (Daniela Molnar, Albrecht Rohrmann)
Der Beitrag untersucht, wie Kindheit und Familie im Kontext zugeschriebener elterlicher Behinderungen durch sozialstaatliche Hilfesysteme geformt werden. Anhand der Analyse von Dokumenten aus einer Jugendamtsakte wird rekonstruiert, wie die Zuschreibung elterlicher Behinderung die Problemdefinition dominiert und die Erziehungsfähigkeit der Eltern unter ständiger Beobachtung steht. Die Analyse zeigt, dass Fachkräfte in interorganisationalen Kooperationen Hilfen gestalten, während die Familie primär als Objekt der professionell-organisationalen Bearbeitung erscheint. Mit der Aufnahme in die Kindertagesstätte wird die Problemwahrnehmung unter der Perspektive Behinderung auf das Kind ausgeweitet. Kindheit erweist sich damit professionell-organisational formiert, mit dem Risiko, Exklusion eher zu verstärken als Teilhabe zu fördern. Schlagwörter: Familien mit Eltern mit Behinderungen, Kategorisierungsarbeit, professionell organisationale Formierung, Folgen sozialer Hilfen
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

,Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder‘. Spuren eines Dispositivs im Spannungsfeld von Kindertagesbetreuung und Eingliederungshilfe (Catalina Hamacher, Anja Tervooren)
Die Deinstitutionalisierung von heilpädagogischen Kindertageseinrichtungen in Deutschland und die Verrechtlichung von Inklusion in der Institution der Kindertagesbetreuung ermöglicht es jungen Kindern seit Kurzem, Leistungen der Eingliederungshilfe in allen Kindertagesstätten zu erhalten. Um die Folgen dieser Verrechtlichung zu verstehen, werden die reformierten Gesetze sowie Formulare zur Beantragung von Leistungen analysiert und Spuren eines Dispositivs ,Kinder mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Kinder‘ herausgearbeitet. Die Rekonstruktion der rechtlichen und administrativen Ebene eröffnet also eine Perspektive auf die Vermittlung von Inklusion in die Institution der Kindertagesstätte hinein. Gezeigt wird, wie die Kategorie Behinderung als institutionelles Steuerungsinstrument fungiert, das normative Vorgaben in konkrete Organisations- und Handlungspraxen überführt. Dies führt paradoxer Weise entgegen der Programmatik von Inklusion zu einer Logik der Normalisierung, die früh im Leben implementiert wird, denn für Kinder werden Beeinträchtigungen als Abweichungen von einem altersbezogenen Normalzustand gerahmt. Schlagwörter: Kinder, Verrechtlichung, (De)Institutionalisierung, Dispositiv, Dokumentenanalyse
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Digitalisierte Kindheiten und globale Veränderungen in der Arbeit von Kindern (Manfred Liebel, Philip Meade)
Die weltweite Digitalisierung der Gesellschaften hat auch für das Leben junger Menschen weitreichende Folgen. Sie werden als Konsument:innen und Nutzer:innen digitaler Technologien immer früher in ökonomische Prozesse eingebunden und scheinbar früher ‚erwachsen‘, als es das westliche Kindheitsmodell vorsieht. Auf den Online-Plattformen, in der Welt der Videospiele und im Influencer-Marketing vermischen sich Spiel, Freizeit, Arbeit und Business auf neue Weise und werfen die Frage auf, ob neue Formen von Arbeit entstehen, die im bisherigen Diskurs über Kinderarbeit nicht bedacht wurden. Der Beitrag vermittelt einen Einblick in die vielfältigen und bisher wenig untersuchten digitalen Handlungsfelder junger Menschen und lotet die darin enthaltenen Widersprüche zwischen wirtschaftlicher Ausbeutung und sozialer Emanzipation aus. Schlagwörter: Digitalisierung, Kindheit, Kinderarbeit, Spiel, Ausbeutung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Seelische Gewalt in pädagogischen Settings – eine theoretische Annäherung (Anne Piezunka, Sophia Richter)
Seelische Gewalt von Lehrkräften gegenüber Schüler_innen in Form von Beleidigungen und Herabsetzungen scheint (inter-)nationalen Studien zufolge Teil des schulischen Alltags zu sein. Zugleich ist es häufig herausfordernd seelische Gewalt als Phänomen im konkreten Fall zu identifizieren. Dieser Herausforderung widmet sich der Beitrag, indem unterschiedliche theoretische Auseinandersetzungen dargestellt und zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. In der Adaption für den Kontext der pädagogischen Beziehungen lassen sich unterschiedliche Dimensionen identifizieren, die für die Bestimmung seelischer Gewalt relevant sind. Dabei zeigt sich, dass seelische Gewalt als relationales Phänomen zu denken ist, dass sich im Kontext von vier Dimensionen entfaltet: 1) epistemische Dimension; 2) strukturelle und kulturelle Dimension; 3) Beziehungsdimension und 4) personale Dimension. Schlagwörter: Seelische Gewalt, Diskriminierung, pädagogische Beziehungen, Verletzungen
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

Zukunftsperspektiven mit Kindern entwickeln – ein italienisch-deutsches Forschungsprojekt zum historisch-politischen Sachlernen in schulbezogenen Sammlungen (Sandra Chistolini, Bernd Wagner)
Ein aktiver Umgang mit Krisen und nicht vermeidbaren Katastrophen erfordert Visionen für die Zukunft (Club of Rome, 2022). Krisenbezogene Inhalte werden in der Regel im Kontext sozialwissenschaftlicher Bildung in (Grund-) Schulen aufgegriffen. In Deutschland sind die schulischen Querschnittsaufgaben sowie Vielperspektivität im Sachunterricht wichtig (Pech, 2009). In Italien ist es aktive Bürgerschaft (Corradini & Mari, 2019). Fraglich bleibt jedoch, ob diese Unterrichtsinhalte dazu beitragen können, Krisen aktiver zu bewältigen, oder ob sie vielmehr an soziale Beruhigungsmaßnahmen anschließen, die darüber hinwegtäuschen, dass an den Ursachen wenig verändert wird. Im Beitrag werden Partnerschaften zwischen Grundschulen und Museen im Kontext von historisch-politischen Sachlernen in Institutionen entworfen, die historischen Wandel diskursiv erfahrbar machen. Im Folgenden wird ein empirischer, pädagogischer Zugang vorgestellt, wie diese Zukunftsvisionen mit Kindern im generationenübergreifenden Dialog zu Sammlungsobjekten entwickelt werden können, die als „Boundary Objects“ (Star & Griesemer, 1989) unterschiedliche Bedeutungen hervorrufen und adäquate Medien für Diskurse über Zeit und Zukunft sind. Schlagwörter: pädagogische Anthropologie, Didaktik materieller Kultur, historisch-politische Sachlernprozesse, Zukunftsvorstellungen und Generationenvermittlung
» Einzelbeitrag kaufen (Budrich Journals)

de_DEGerman

Versandkosten

Bücher und Zeitschriften (Print-Ausgaben):
Bei Bestellung über diese Webseite:
Versand innerhalb von Deutschland kostenlos.
Internationaler Versand: 5,00 Euro.

eBooks und PDFs:
Keine Versandkosten.

Zeitschriften-Abonnements:
Es gelten die Abo-Bedingungen der Zeitschrift.