Verlag Barbara Budrich

Filter by Produkt-Kategorien.
Alle / Keine

Verlag Barbara Budrich

Filter by Produkt-Kategorien.
Alle / Keine

Informationen zur Zeitschrift

NeuEMPFEHLUNG

ISSN: 1868-7245

GENDER 2-2026 | Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung

0,00  - 26,00 

Bevor Sie dieses Produkt in den Warenkorb legen können, müssen Sie die aktuelle Bestellung abschließen: Zum Warenkorb

Open Access Download open access img
Zurück zur Zeitschrift

ISSN: 1868-7245

Inhalt

GENDER – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
2-2026: Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung

Vorwort
Ingrid Jungwirth / Barbara Grüning / Catharina Peeck-Ho / Anna Amelina: Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung

Schwerpunkt
Esto Mader / Lea Luttenberger / Mirjam Fischer: Wer forscht in Deutschland? Methodologische und methodische Überlegungen zur intersektionalen, quantitativen Erhebung von Diversität unter Forschenden
Charlotte Pezeril / Yagos Koliopanos: Der Kampf gegen Ungleichheiten: HIV, Alter, Gender und die Mechanismen von Intrasektionalität
Nathalie Gasser: Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien
Randi Becker: Intersektionale Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus? Chancen und Fallstricke intersektionaler Ansätze in der NS-Frauenforschung
Nabila Sayah / Minna-Kristiina Ruokonen-Engler / Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Programmatiken der Verhinderung herausfordern – Restaurative intersektionale Antidiskriminierungspolitik in der Gremienarbeit an der Hochschule. Corpo-affektiv-räumliche Überlegungen

Offener Teil/Analysen und Debatten
Christopher Fritzsche: Queere Lebensweisen als Feindbild antifeministischer und neurechter Kulturkämpfe – eine diskursanalytische Untersuchung am Beispiel der neurechten Sezession
Smillo Ebeling: Fortpflanzungssystemkritik: Über die Vielfalt des Sexualverhaltens von Zootieren
Lisa Koopmann: Selektive Pränataldiagnostik – zwischen reproduktiver Selbstbestimmung, Reproduktiver Gerechtigkeit und Inklusion
Monique Ritter / Bernadette Rohlf: „Weil man dann quasi nur noch die Quotenfrau ist“ – (De-)Thematisierungen des ‚Frau-Seins‘ in MINT

Rezensionen
Markus Bachofner: Sharon Crasnow/Kristen Intemann, 2024: Feminist Epistemology and Philosophy of Science
Diana Baumgarten: Sylka Scholz, 2025: Männlichkeitsforschung
Miriam Kienesberger: Tanja Mölders/Janina Dannenberg/Theresa Herdlitschka/Martina Hülz/Katharina Kapitza (Hrsg.), 2025: Gender – Macht – Energiewende. Potentiale der Geschlechterforschung im Kontext raumbezogener Transformation
Sophia Schorr: Katharina Hajek/Ina Kerner/Iwona Kocjan/Nicola Mühlhäußer, 2025: Gender Studies zur Einführung

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access): gender.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den GENDER-Alert anmelden.

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1868-7245

eISSN

2196-4467

Jahrgang

18. Jahrgang 2026

Ausgabe

2-2026

Erscheinungsdatum

17.06.2026

Umfang

164 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/gender.v18i2

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

https://gender.budrich-journals.de

Zusatzmaterial

Inhaltsverzeichnis

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „GENDER 2-2026 | Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung“

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor*innen

Schlagwörter

(De-)Thematisierungen, Ableismus, Ageing, agency, Antifeminismus, Antisemitismus, Bildungsbiografien, Critical discourse analysis, Differenzkategorie „Muslimin“, Diversität, Ethnografie, Fortpflanzung, Frauen, Heteronormativitätskritik, HIV/AIDS, Human Animal Studies, Inklusion, intersectionality, intersektionale Geschlechterforschung, Intersektionalität, Juni 2026, Lesbenfeindschaft, marginalisierte Forschende, Meritokratie, MINT, Mixed-Methods-Designs, Neue Rechte, Nichtinvasive Pränataldiagnostik, NS-Frauenforschung, partizipative Forschung, queer theory, Queerfeindlichkeit, Quote, Reproduktive Gerechtigkeit, reproduktive Selbstbestimmung, Selektion, solidarity, Stigma, Thinking with Animals, Transfeindlichkeit, Ungleichheiten, Vereinzelung, Verfolgung im Nationalsozialismus, Zootiere

Abstracts

Wer forscht in Deutschland? Methodologische und methodische Überlegungen zur intersektionalen, quantitativen Erhebung von Diversität unter Forschenden (Esto Mader, Lea Luttenberger, Mirjam Fischer)
Der Beitrag gibt eine Übersicht zur aktuellen Datenlage zu Diversität unter Forschenden in Deutschland und untersucht, wie die Datenlage durch intersektionale, partizipative methodologische Ansätze verbessert werden kann. Ziel ist es, Diskriminierung in der Wissenschaft sowohl auf individueller als auch auf struktureller Ebene sichtbar zu machen. Methodisch wird anhand eines Anwendungsbeispiels ein Mixed-Methods-Ansatz vorgeschlagen, der partizipative Instrumentenentwicklung einschließt und so eine lebensweltnahe quantitative Erhebung ermöglicht. Die Analyse der vorhandenen Daten zeigt, dass der Frauenanteil mit steigender Hierarchiestufe abnimmt und Diversität insgesamt gering ist, jedoch bisher kaum systematische Daten zu Diversität deutschlandweit erhältlich sind. Zugleich mangelt es an intersektionalen Daten, die Mehrfachdiskriminierungen erfassen könnten. Der Beitrag schlägt vor, durch den entwickelten Fragebogen künftig deutschlandweite partizipative, differenziertere Erhebungen zu ermöglichen und Kategorien administrativer Daten partizipativ weiterzuentwickeln. Schlüsselwörter: Diversität, Intersektionalität, Mixed-Methods-Design, Marginalisierte Forschende, Partizipative Forschung
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Challenging Inequalities: HIV, age, gender, and the dynamics of intrasectionality (Charlotte Pezeril, Yagos Koliopanos)
This article advances the concept of intrasectionality to deepen intersectional analysis by examining how hierarchies and exclusions operate within, as well as between, marginalized groups. Drawing on qualitative and quantitative research conducted in Belgium among people living with HIV (PLHIV), it explores how serostatus reorganizes inequalities of gender, race, class, and age, producing new configurations of privilege and vulnerability. The analysis highlights the dual dynamics of visibility and erasure shaping HIV politics, where solidarity coexists with internal tensions. Focusing on ageing, the paper shows how serophobia and ageism intersect to generate both stigma and resilience, and how “age activism” reclaims later life as a site of agency and care. Intrasectionality thus offers a critical lens to rethink recognition, solidarity, and justice within minority communities. Keywords: intersectionality, stigma, solidarity, ageing, HIV/AIDS
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien (Nathalie Gasser)
Der Beitrag analysiert ein Fallbeispiel aus einer ethnografischen Untersuchung zu Bildungswegen junger, religiös orientierter Musliminnen in der Deutschschweiz, um exemplarisch die theoretische Verknüpfung von Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien aufzuzeigen. Diese Perspektive erlaubt es, strukturelle Begrenzungen von Bildungswegen ebenso wie subjektive Aneignungsprozesse sichtbar zu machen und reduktionistische Lesarten, die Akteur*innen auf Viktimisierung festschreiben, zu vermeiden. Aus intersektionaler Sicht wird analysiert, wie Differenzverhältnisse – insbesondere Religion, Gender, soziale Klasse und Migrantisierung – Bildungsbiografien prägen. Zugleich verdeutlicht eine Agency-orientierte Lesart, dass Handlungsmacht nicht zwingend als Widerstand, sondern als situatives Navigieren in vorstrukturierten Möglichkeitsräumen verstanden werden kann, das durch kleine Verschiebungen neue Bildungspfade eröffnen kann. Das Fallbeispiel dient damit als theoriegeleitete Fallanalyse, welche die analytische Produktivität dieser Verschränkung verdeutlichen soll. Schlüsselwörter: Differenzkategorie „Muslimin“, Bildungsbiografien, Agency, Intersektionalität, Ethnografie
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Intersektionale Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus? Chancen und Fallstricke intersektionaler Ansätze in der NS-Frauenforschung (Randi Becker)
Der Beitrag untersucht Chancen und Grenzen intersektionaler Ansätze in der NS-Frauenforschung. Angelehnt an die „Intersektionalität von Ideologien“ (Karin Stögner) wird gezeigt, wie NS-Ideologien intersektional sein können, womit die zugehörige Verfolgungspraxis jedoch nicht zwangsläufig intersektional sein muss. Dies wird an Fallanalysen einzelner Biografien dargestellt. In der Diskussion wird betont, dass intersektionale Perspektiven ein wichtiges Instrument sind, um komplexe Diskriminierungserfahrungen im Nationalsozialismus zu erfassen, zugleich aber begriffliche Präzision erfordern: Eine zu weite Anwendung des Begriffs kann die spezifischen Mechanismen der NS-Verfolgung verwischen. Schlüsselwörter: Intersektionalität, NS-Frauenforschung, Antisemitismus, Lesbenfeindschaft, Verfolgung im Nationalsozialismus
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Programmatiken der Verhinderung herausfordern – Restaurative intersektionale Antidiskriminierungspolitik in der Gremienarbeit an der Hochschule. Corpo-affektiv-räumliche Überlegungen (Nabila Sayah, Minna-Kristiina Ruokonen-Engler, Encarnación Gutiérrez Rodríguez)
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den alltäglichen Erfahrungen von intersektional positionierten Studierenden und Dozierenden. Er betrachtet die räumlich-affektiven Dynamiken bei der Durchsetzung von intersektionalen Antidiskriminierungspolitiken in Hochschulgremien und die Notwendigkeit einer Transformation der institutionellen Kultur an der Hochschule. Im Fokus stehen die Schwierigkeiten dieser Akteur*innen, die, statt einer institutionellen Unterstützungskultur zu begegnen, eher eine Programmatik der Verhinderung erfahren. Die fehlende Anerkennung dieser Akteur*innen als vollwertige kompetente Mitglieder der Institution unterminiert ihre konzeptuelle und organisatorische Arbeit. Daher müssen Antidiskriminierungspolitiken auf der Ebene der restaurativen intersektionalen Gerechtigkeit, der Menschenrechte und der gemeinschaftlichen Beziehungsbildung ansetzen. Schlüsselwörter: Restaurative intersektionale Antidiskriminierungspolitik, Gremienarbeit, Migrantisierte/ Rassifizierte Körper, Affektive Räume, Machtdynamiken, Alltagsgewalt
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Queere Lebensweisen als Feindbild antifeministischer und neurechter Kulturkämpfe – eine diskursanalytische Untersuchung am Beispiel der neurechten Sezession (Christopher Fritzsche)
Antifeministische und queerfeindliche Debatten zielen nicht nur auf die Abwehr laufender Reformvorhaben. Als Teil eines umfassenderen neurechten Kulturkampfes streben sie auch die grundsätzliche Delegitimierung emanzipatorischer Lebensweisen an und versuchen, gesamtgesellschaftliche Diskurse in ihrem Sinne zu beeinflussen. Der vorliegende Beitrag analysiert mit der Methode der Critical Discourse Analysis nach Caterina (2018) aktuelle queer- und transfeindliche Anfeindungen in der neurechten Zeitschrift Sezession und dem dazugehörigen Blog. Dabei wird zum einen das Zusammenwirken einzelner Argumentationsbausteine nachgezeichnet und zum anderen deren Verknüpfung mit weiterführenden neurechten Positionen aufgezeigt. Der Beitrag plädiert dafür, sich mit den Bestandteilen antifeministischer und queerfeindlicher Argumentationen vertraut zu machen, um strategischen Einflussnahmen der antifeministischen Neuen Rechten besser begegnen zu können. Schlüsselwörter: Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Antifeminismus, Neue Rechte, Critical Discourse Analysis
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Fortpflanzungssystemkritik: Über die Vielfalt des Sexualverhaltens von Zootieren (Smillo Ebeling)
In einer heteronormativitätskritischen Betrachtung arbeitet dieser Beitrag anhand eines Streifzugs durch einen Zoo heterosexuelles Verhalten als Bestandteil von komplexen Fortpflanzungssystemen in der Zoologie heraus. Durch diese Neuverortung verliert heterosexuelles Verhalten seinen normativen Einzelstatus, während sich diverse Sexualverhaltensweisen in einem Verhältnis äquivalenter Bestandteile von Fortpflanzungssystemen wiederfinden und die Verengungen der etablierten heteronormativen Darstellungen in der Zoologie deutlich werden. Im Sinne feministischer und queerer Ansätze können dadurch Vielfalt und Offenheit für alle denkbaren Kombinationen von Sexualverhaltensweisen zur Grundlage von Sexualverhalten und Fortpflanzung werden. Im Kontext des „Thinking with Animals“ entzieht die Argumentation des Beitrags heteronormativen Positionen Tiere als in der Natur verortete Argumentationsgrundlage und weist den interpretativen und situierten Charakter zoologischen Wissens aus. Der Beitrag schlägt ferner vor, diverse Sexualverhaltensweisen und Beziehungsformen in der Zoologie aus einer feministischen und queeren Perspektive weiterführend zu untersuchen. Schlüsselwörter: Heteronormativitätskritik, Thinking with Animals, Zootiere, Fortpflanzung, Queer Theory, Human Animal Studies
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Selektive Pränataldiagnostik – zwischen reproduktiver Selbstbestimmung, Reproduktiver Gerechtigkeit und Inklusion (Lisa Koopmann)
Der Beitrag reflektiert und diskutiert sozialethische und gesellschaftliche Auswirkungen selektiver Pränataldiagnostik (PND) kritisch, um den Blick von der dominierenden individualistischen Perspektive um machtkritische und gesellschaftspolitische, insbesondere feministische und behindertenpolitische Dimensionen zu erweitern. Die Einführung neuer nichtinvasiver Pränataltests (NIPT) verdeutlichte das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf reproduktive Selbstbestimmung und dem Existenzrecht von Menschen mit Behinderungen (Tolmein 2012). Vor dem Hintergrund medizinisch-technischer Entwicklungen zeigt sich eine Ausdifferenzierung des Selbstbestimmungsdiskurses in zwei Richtungen – einer (neo)liberal geprägten Interpretation im Sinne eines Anspruchsrechts (Beier/Wiesemann 2013) stehen zunehmende elterliche Präventionspflichten gegenüber (Baldus 2020). Exkludierenden konzeptuellen Tendenzen soll abschließend im Rahmen des Konzeptes der Reproduktiven Gerechtigkeit begegnet werden. Schlüsselwörter: Nichtinvasive Pränataldiagnostik, Reproduktive Selbstbestimmung, Reproduktive Gerechtigkeit, Inklusion, Selektion, Ableismus
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

„Weil man dann quasi nur noch die Quotenfrau ist“ – (De-)Thematisierungen des ‚Frau-Seins‘ in MINT (Monique Ritter, Bernadette Rohlf)
Dieser Beitrag untersucht das Erleben von Wissenschaftlerinnen als Studierende oder Mitarbeitende in MINT-Studiengängen an sächsischen Universitäten und Hochschulen, insbesondere in Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Basierend auf 17 problemzentrierten Interviews analysieren wir die widersprüchliche (De-)Thematisierung des ‚Frau-Seins‘ in männlich dominierten Disziplinen. Die Befragten berichten von Herabsetzungserfahrungen, Anerkennungskämpfen und dem Wunsch nach mehr Kolleginnen. Dennoch stehen viele Quotenregelungen kritisch gegenüber – nicht aus Ablehnung der Gleichstellungsarbeit, sondern aus der Sorge, dass Quoten die meritokratische, als geschlechtslos verstandene Norm infrage stellen und ihre im männlich dominierten Umfeld hart erkämpfte Anerkennung schmälern. Nach einer statistischen Einführung skizziert der Beitrag den historischen Ausschluss von Frauen im Hochschulkontext sowie die Entwicklung von Quotenregelungen. Anschließend folgt eine empirische Analyse der widersprüchlichen Thematisierung weiblicher Alleinstellung in MINT. Abschließend werden Ansätze zur besseren Akzeptanz und Verankerung von Frauenfördermaßnahmen diskutiert – idealerweise unsichtbar wirkend, machtkritisch reflektiert und von allen Geschlechtern getragen. Schlüsselwörter: Frauen, MINT, Quote, (De-)Thematisierungen, Vereinzelung, Meritokratie
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Inhalt

Inhalt

GENDER – Zeitschrift für Geschlecht, Kultur und Gesellschaft
2-2026: Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung

Vorwort
Ingrid Jungwirth / Barbara Grüning / Catharina Peeck-Ho / Anna Amelina: Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung

Schwerpunkt
Esto Mader / Lea Luttenberger / Mirjam Fischer: Wer forscht in Deutschland? Methodologische und methodische Überlegungen zur intersektionalen, quantitativen Erhebung von Diversität unter Forschenden
Charlotte Pezeril / Yagos Koliopanos: Der Kampf gegen Ungleichheiten: HIV, Alter, Gender und die Mechanismen von Intrasektionalität
Nathalie Gasser: Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien
Randi Becker: Intersektionale Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus? Chancen und Fallstricke intersektionaler Ansätze in der NS-Frauenforschung
Nabila Sayah / Minna-Kristiina Ruokonen-Engler / Encarnación Gutiérrez Rodríguez: Programmatiken der Verhinderung herausfordern – Restaurative intersektionale Antidiskriminierungspolitik in der Gremienarbeit an der Hochschule. Corpo-affektiv-räumliche Überlegungen

Offener Teil/Analysen und Debatten
Christopher Fritzsche: Queere Lebensweisen als Feindbild antifeministischer und neurechter Kulturkämpfe – eine diskursanalytische Untersuchung am Beispiel der neurechten Sezession
Smillo Ebeling: Fortpflanzungssystemkritik: Über die Vielfalt des Sexualverhaltens von Zootieren
Lisa Koopmann: Selektive Pränataldiagnostik – zwischen reproduktiver Selbstbestimmung, Reproduktiver Gerechtigkeit und Inklusion
Monique Ritter / Bernadette Rohlf: „Weil man dann quasi nur noch die Quotenfrau ist“ – (De-)Thematisierungen des ‚Frau-Seins‘ in MINT

Rezensionen
Markus Bachofner: Sharon Crasnow/Kristen Intemann, 2024: Feminist Epistemology and Philosophy of Science
Diana Baumgarten: Sylka Scholz, 2025: Männlichkeitsforschung
Miriam Kienesberger: Tanja Mölders/Janina Dannenberg/Theresa Herdlitschka/Martina Hülz/Katharina Kapitza (Hrsg.), 2025: Gender – Macht – Energiewende. Potentiale der Geschlechterforschung im Kontext raumbezogener Transformation
Sophia Schorr: Katharina Hajek/Ina Kerner/Iwona Kocjan/Nicola Mühlhäußer, 2025: Gender Studies zur Einführung

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access): gender.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den GENDER-Alert anmelden.

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1868-7245

eISSN

2196-4467

Jahrgang

18. Jahrgang 2026

Ausgabe

2-2026

Erscheinungsdatum

17.06.2026

Umfang

164 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/gender.v18i2

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

https://gender.budrich-journals.de

Produktsicherheit

Zusatzmaterial

Zusatzmaterial

Inhaltsverzeichnis

Bewertungen (0)

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung für „GENDER 2-2026 | Ungleichheiten neu denken: theoretische und methodologische Fragen intersektionaler Geschlechterforschung“

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Autor*innen

Schlagwörter

Abstracts

Abstracts

Wer forscht in Deutschland? Methodologische und methodische Überlegungen zur intersektionalen, quantitativen Erhebung von Diversität unter Forschenden (Esto Mader, Lea Luttenberger, Mirjam Fischer)
Der Beitrag gibt eine Übersicht zur aktuellen Datenlage zu Diversität unter Forschenden in Deutschland und untersucht, wie die Datenlage durch intersektionale, partizipative methodologische Ansätze verbessert werden kann. Ziel ist es, Diskriminierung in der Wissenschaft sowohl auf individueller als auch auf struktureller Ebene sichtbar zu machen. Methodisch wird anhand eines Anwendungsbeispiels ein Mixed-Methods-Ansatz vorgeschlagen, der partizipative Instrumentenentwicklung einschließt und so eine lebensweltnahe quantitative Erhebung ermöglicht. Die Analyse der vorhandenen Daten zeigt, dass der Frauenanteil mit steigender Hierarchiestufe abnimmt und Diversität insgesamt gering ist, jedoch bisher kaum systematische Daten zu Diversität deutschlandweit erhältlich sind. Zugleich mangelt es an intersektionalen Daten, die Mehrfachdiskriminierungen erfassen könnten. Der Beitrag schlägt vor, durch den entwickelten Fragebogen künftig deutschlandweite partizipative, differenziertere Erhebungen zu ermöglichen und Kategorien administrativer Daten partizipativ weiterzuentwickeln. Schlüsselwörter: Diversität, Intersektionalität, Mixed-Methods-Design, Marginalisierte Forschende, Partizipative Forschung
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Challenging Inequalities: HIV, age, gender, and the dynamics of intrasectionality (Charlotte Pezeril, Yagos Koliopanos)
This article advances the concept of intrasectionality to deepen intersectional analysis by examining how hierarchies and exclusions operate within, as well as between, marginalized groups. Drawing on qualitative and quantitative research conducted in Belgium among people living with HIV (PLHIV), it explores how serostatus reorganizes inequalities of gender, race, class, and age, producing new configurations of privilege and vulnerability. The analysis highlights the dual dynamics of visibility and erasure shaping HIV politics, where solidarity coexists with internal tensions. Focusing on ageing, the paper shows how serophobia and ageism intersect to generate both stigma and resilience, and how “age activism” reclaims later life as a site of agency and care. Intrasectionality thus offers a critical lens to rethink recognition, solidarity, and justice within minority communities. Keywords: intersectionality, stigma, solidarity, ageing, HIV/AIDS
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien (Nathalie Gasser)
Der Beitrag analysiert ein Fallbeispiel aus einer ethnografischen Untersuchung zu Bildungswegen junger, religiös orientierter Musliminnen in der Deutschschweiz, um exemplarisch die theoretische Verknüpfung von Religion, Intersektionalität und Agency in Bildungsbiografien aufzuzeigen. Diese Perspektive erlaubt es, strukturelle Begrenzungen von Bildungswegen ebenso wie subjektive Aneignungsprozesse sichtbar zu machen und reduktionistische Lesarten, die Akteur*innen auf Viktimisierung festschreiben, zu vermeiden. Aus intersektionaler Sicht wird analysiert, wie Differenzverhältnisse – insbesondere Religion, Gender, soziale Klasse und Migrantisierung – Bildungsbiografien prägen. Zugleich verdeutlicht eine Agency-orientierte Lesart, dass Handlungsmacht nicht zwingend als Widerstand, sondern als situatives Navigieren in vorstrukturierten Möglichkeitsräumen verstanden werden kann, das durch kleine Verschiebungen neue Bildungspfade eröffnen kann. Das Fallbeispiel dient damit als theoriegeleitete Fallanalyse, welche die analytische Produktivität dieser Verschränkung verdeutlichen soll. Schlüsselwörter: Differenzkategorie „Muslimin“, Bildungsbiografien, Agency, Intersektionalität, Ethnografie
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Intersektionale Verfolgung von Frauen im Nationalsozialismus? Chancen und Fallstricke intersektionaler Ansätze in der NS-Frauenforschung (Randi Becker)
Der Beitrag untersucht Chancen und Grenzen intersektionaler Ansätze in der NS-Frauenforschung. Angelehnt an die „Intersektionalität von Ideologien“ (Karin Stögner) wird gezeigt, wie NS-Ideologien intersektional sein können, womit die zugehörige Verfolgungspraxis jedoch nicht zwangsläufig intersektional sein muss. Dies wird an Fallanalysen einzelner Biografien dargestellt. In der Diskussion wird betont, dass intersektionale Perspektiven ein wichtiges Instrument sind, um komplexe Diskriminierungserfahrungen im Nationalsozialismus zu erfassen, zugleich aber begriffliche Präzision erfordern: Eine zu weite Anwendung des Begriffs kann die spezifischen Mechanismen der NS-Verfolgung verwischen. Schlüsselwörter: Intersektionalität, NS-Frauenforschung, Antisemitismus, Lesbenfeindschaft, Verfolgung im Nationalsozialismus
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Programmatiken der Verhinderung herausfordern – Restaurative intersektionale Antidiskriminierungspolitik in der Gremienarbeit an der Hochschule. Corpo-affektiv-räumliche Überlegungen (Nabila Sayah, Minna-Kristiina Ruokonen-Engler, Encarnación Gutiérrez Rodríguez)
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den alltäglichen Erfahrungen von intersektional positionierten Studierenden und Dozierenden. Er betrachtet die räumlich-affektiven Dynamiken bei der Durchsetzung von intersektionalen Antidiskriminierungspolitiken in Hochschulgremien und die Notwendigkeit einer Transformation der institutionellen Kultur an der Hochschule. Im Fokus stehen die Schwierigkeiten dieser Akteur*innen, die, statt einer institutionellen Unterstützungskultur zu begegnen, eher eine Programmatik der Verhinderung erfahren. Die fehlende Anerkennung dieser Akteur*innen als vollwertige kompetente Mitglieder der Institution unterminiert ihre konzeptuelle und organisatorische Arbeit. Daher müssen Antidiskriminierungspolitiken auf der Ebene der restaurativen intersektionalen Gerechtigkeit, der Menschenrechte und der gemeinschaftlichen Beziehungsbildung ansetzen. Schlüsselwörter: Restaurative intersektionale Antidiskriminierungspolitik, Gremienarbeit, Migrantisierte/ Rassifizierte Körper, Affektive Räume, Machtdynamiken, Alltagsgewalt
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Queere Lebensweisen als Feindbild antifeministischer und neurechter Kulturkämpfe – eine diskursanalytische Untersuchung am Beispiel der neurechten Sezession (Christopher Fritzsche)
Antifeministische und queerfeindliche Debatten zielen nicht nur auf die Abwehr laufender Reformvorhaben. Als Teil eines umfassenderen neurechten Kulturkampfes streben sie auch die grundsätzliche Delegitimierung emanzipatorischer Lebensweisen an und versuchen, gesamtgesellschaftliche Diskurse in ihrem Sinne zu beeinflussen. Der vorliegende Beitrag analysiert mit der Methode der Critical Discourse Analysis nach Caterina (2018) aktuelle queer- und transfeindliche Anfeindungen in der neurechten Zeitschrift Sezession und dem dazugehörigen Blog. Dabei wird zum einen das Zusammenwirken einzelner Argumentationsbausteine nachgezeichnet und zum anderen deren Verknüpfung mit weiterführenden neurechten Positionen aufgezeigt. Der Beitrag plädiert dafür, sich mit den Bestandteilen antifeministischer und queerfeindlicher Argumentationen vertraut zu machen, um strategischen Einflussnahmen der antifeministischen Neuen Rechten besser begegnen zu können. Schlüsselwörter: Queerfeindlichkeit, Transfeindlichkeit, Antifeminismus, Neue Rechte, Critical Discourse Analysis
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Fortpflanzungssystemkritik: Über die Vielfalt des Sexualverhaltens von Zootieren (Smillo Ebeling)
In einer heteronormativitätskritischen Betrachtung arbeitet dieser Beitrag anhand eines Streifzugs durch einen Zoo heterosexuelles Verhalten als Bestandteil von komplexen Fortpflanzungssystemen in der Zoologie heraus. Durch diese Neuverortung verliert heterosexuelles Verhalten seinen normativen Einzelstatus, während sich diverse Sexualverhaltensweisen in einem Verhältnis äquivalenter Bestandteile von Fortpflanzungssystemen wiederfinden und die Verengungen der etablierten heteronormativen Darstellungen in der Zoologie deutlich werden. Im Sinne feministischer und queerer Ansätze können dadurch Vielfalt und Offenheit für alle denkbaren Kombinationen von Sexualverhaltensweisen zur Grundlage von Sexualverhalten und Fortpflanzung werden. Im Kontext des „Thinking with Animals“ entzieht die Argumentation des Beitrags heteronormativen Positionen Tiere als in der Natur verortete Argumentationsgrundlage und weist den interpretativen und situierten Charakter zoologischen Wissens aus. Der Beitrag schlägt ferner vor, diverse Sexualverhaltensweisen und Beziehungsformen in der Zoologie aus einer feministischen und queeren Perspektive weiterführend zu untersuchen. Schlüsselwörter: Heteronormativitätskritik, Thinking with Animals, Zootiere, Fortpflanzung, Queer Theory, Human Animal Studies
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Selektive Pränataldiagnostik – zwischen reproduktiver Selbstbestimmung, Reproduktiver Gerechtigkeit und Inklusion (Lisa Koopmann)
Der Beitrag reflektiert und diskutiert sozialethische und gesellschaftliche Auswirkungen selektiver Pränataldiagnostik (PND) kritisch, um den Blick von der dominierenden individualistischen Perspektive um machtkritische und gesellschaftspolitische, insbesondere feministische und behindertenpolitische Dimensionen zu erweitern. Die Einführung neuer nichtinvasiver Pränataltests (NIPT) verdeutlichte das Spannungsverhältnis zwischen dem Recht auf reproduktive Selbstbestimmung und dem Existenzrecht von Menschen mit Behinderungen (Tolmein 2012). Vor dem Hintergrund medizinisch-technischer Entwicklungen zeigt sich eine Ausdifferenzierung des Selbstbestimmungsdiskurses in zwei Richtungen – einer (neo)liberal geprägten Interpretation im Sinne eines Anspruchsrechts (Beier/Wiesemann 2013) stehen zunehmende elterliche Präventionspflichten gegenüber (Baldus 2020). Exkludierenden konzeptuellen Tendenzen soll abschließend im Rahmen des Konzeptes der Reproduktiven Gerechtigkeit begegnet werden. Schlüsselwörter: Nichtinvasive Pränataldiagnostik, Reproduktive Selbstbestimmung, Reproduktive Gerechtigkeit, Inklusion, Selektion, Ableismus
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

„Weil man dann quasi nur noch die Quotenfrau ist“ – (De-)Thematisierungen des ‚Frau-Seins‘ in MINT (Monique Ritter, Bernadette Rohlf)
Dieser Beitrag untersucht das Erleben von Wissenschaftlerinnen als Studierende oder Mitarbeitende in MINT-Studiengängen an sächsischen Universitäten und Hochschulen, insbesondere in Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik. Basierend auf 17 problemzentrierten Interviews analysieren wir die widersprüchliche (De-)Thematisierung des ‚Frau-Seins‘ in männlich dominierten Disziplinen. Die Befragten berichten von Herabsetzungserfahrungen, Anerkennungskämpfen und dem Wunsch nach mehr Kolleginnen. Dennoch stehen viele Quotenregelungen kritisch gegenüber – nicht aus Ablehnung der Gleichstellungsarbeit, sondern aus der Sorge, dass Quoten die meritokratische, als geschlechtslos verstandene Norm infrage stellen und ihre im männlich dominierten Umfeld hart erkämpfte Anerkennung schmälern. Nach einer statistischen Einführung skizziert der Beitrag den historischen Ausschluss von Frauen im Hochschulkontext sowie die Entwicklung von Quotenregelungen. Anschließend folgt eine empirische Analyse der widersprüchlichen Thematisierung weiblicher Alleinstellung in MINT. Abschließend werden Ansätze zur besseren Akzeptanz und Verankerung von Frauenfördermaßnahmen diskutiert – idealerweise unsichtbar wirkend, machtkritisch reflektiert und von allen Geschlechtern getragen. Schlüsselwörter: Frauen, MINT, Quote, (De-)Thematisierungen, Vereinzelung, Meritokratie
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

de_DEGerman

Versandkosten

Bücher und Zeitschriften (Print-Ausgaben):
Bei Bestellung über diese Webseite:
Versand innerhalb von Deutschland kostenlos.
Internationaler Versand: 5,00 Euro.

eBooks und PDFs:
Keine Versandkosten.

Zeitschriften-Abonnements:
Es gelten die Abo-Bedingungen der Zeitschrift.