Beschreibung
DaZ-Unterricht (Deutsch als Zweitsprache) für erwachsene Zugewanderte ist von Machtverhältnissen geprägt, in denen Rassismus und Gender untrennbar wirken. Die Autorin untersucht, wie Geschlecht in diesen Kontexten performativ wirksam wird, und entwickelt das Modell des „migrantisierten Geschlechts“. Ihr Buch liefert praxisnahe Impulse für einen gendersensiblen und empowernden DaZ-Unterricht.
Mit ihrem explorativem Forschungsansatz beleuchtet Laura Schmidt, wie Geschlecht im integrationsorientierten Deutschunterricht für Erwachsene mit Migrationshintergrund wirksam wird. Interviews mit Lehrpersonen und Unterrichtsbeobachtungen zeigen, dass Doing-Gender-Praktiken stets mit Zuschreibungen von Fremdheit verbunden sind.Das entwickelte Konzept des „migrantisierten Geschlechts“ beschreibt diese verknüpften Differenzlinien von natio-ethno-kultureller Zugehörigkeit, Religion, Sprache und Gender. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass gendersensibler DaZ-Unterricht nicht nur Empowerment und Teilhabe fördern, sondern auch machtkritisch und widerständig gestaltet sein muss. Damit macht das Buch eine bislang unsichtbare Dimension des Sprachunterrichts empirisch fassbar und liefert wichtige Grundlagen für fachdidaktische Überlegungen.
Die Autorin:
Laura Schmidt, Doktorandin der Universität Augsburg
Die Fachbereiche:
Erziehungswissenschaft, Gender Studies







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