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ISSN: 1862-5002

Diskurs 1-2018 | Strafe und Disziplinierung

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ISSN: 1862-5002

Inhalt

Diskurs 1-2018 | Strafe und Disziplinierung

Bettina Brockmeyer / Susanne Lettow / Ulrike Manz / Sabine Schäfer: Vorwort

Schwerpunkt/Essays
Mareike Böth: „Why all the fuss about practice theory?“ Zum Verhältnis von Geschlechter- und Praxistheorie aus Sicht einer Historikerin
Karen Nolte: „Leiden mit Geduld“ – Schmerz und Geschlecht im 19. Jahrhundert. Praxistheoretische Rekonstruktionen
Malaika Rödel: What matters? – Natur, Technologie und Geschlecht im Diskurs der Präimplantationsdiagnostik
Olaf Stieglitz: The American Crawl – Praktiken von Geschlecht und Moderne in US-amerikanischen Schwimmbecken, 1900–1940
Nicole Kirchhoff / Benjamin Zander: „Aussehen ist nicht wichtig!“ – Zum Verhältnis von Körperbildern und Körperpraktiken bei der Herstellung von Geschlecht durch männliche und weibliche Jugendliche

Offener Teil/Essays: Open Part
Anne-Laure Garcia / Ina Dietzsch: Stillen als wissenschaftlicher Gegenstand. Epistemologische Überlegungen zur Untersuchung einer „natürlich sozialen Tatsache“ am Beispiel des medizinischen Diskurses
Eva Maria Hinterhuber / Simon Möller: Im toten Winkel – Genderdiskurs und Verkehrsmitteldesign
Silvia Förtsch / Ute Schmid: Frauen in der Informatik: Können sie mehr als sie denken? Eine Analyse geschlechtsspezifischer Erfolgserwartungen unter Informatikstudierenden
Brigitte Liebig / Martina Peitz: Zeit-Nischen oder Familienzeit? Väter und der Umgang mit den Widersprüchen flexibler Arbeitsformen

Rezensionen/Book Reviews
Heike Mauer: Sabine Hark/Paula-Irene Villa, 2017: Unterscheiden und Herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Bielefeld: transcript Verlag.
Anna Beckmann: Véronique Sina, 2016: Comic – Film – Gender. Zur (Re-)Medialisierung von Geschlecht im Comicfilm. Bielefeld: transcript Verlag.
Sylka Scholz: Stefan Horlacher/Bettina Jansen/Wieland Schwanebeck (Hrsg.), 2016: Männlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: J. B. Metzler.
Cita Wetterich: Isabelle Ihring, 2015: Weibliche Genitalbeschneidung im Kontext von Migration. Opladen, Berlin, Toronto: Budrich UniPress.

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Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebühr): diskurs.budrich-journals.de
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Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Jahrgang

13. Jahrgang 2018

Ausgabe

1

Erscheinungsdatum

Mar-18

Umfang

124

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v13i1

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Homepage

http://diskurs.budrich-journals.de/

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"Living apart together", Autonomie, Betrafung, Bildung, Elterliche strafe, Erziehung, Ethik, Gemeinsame handlung, Heimerziehung, Indoktrination, Inklusion, Jugendforschung, Kinder, Kinderrechte, Kindertageseinrichtungen, Koerperliche integritaet, Koerperliche strafen, Koerperstrafe, Kontroversitaetsgebot, Lebenslaufforschung, Partizipation, Partnerschaft, Pädagogische Beziehungen, Restaurative gerechtigkeit, Sequenzdatenanalyse, Strafzwecktheorien, Verzeihen

„Zwei und zwei macht vier.“ Über Indoktrination und Erziehung (Johannes Drerup)
Die philosophische Debatte über Kriterien für das Vorliegen von Indoktrination bezieht sich auf das Problem, wie der Umgang mit Doktrinen (d.h. Lehren, die epistemische und normative Vorgaben machen für die Auseinandersetzung mit der Welt und mit sich selbst) zu konzipieren und zu rechtfertigen ist. Es geht um empirische und normative Fragen der Vermittlung, des Erwerbs, der Nutzung und der Rechtfertigung von Doktrinen in Form von Systemen von Praktiken, heimlichen oder offenen Lehrplänen, institutionalisierten Lehrordnungen und -ämtern und die in ihnen entwickelten Vorstellungen über Individuen oder Gruppen und deren Entwicklung. Ausgehend von der Diskussion methodologischer Problemvorgaben, einer angemessenen Analyse des Begriffs der Indoktrination und seines Oppositionsbegriffs (Erziehung) sowie von Schwierigkeiten, die mit den wichtigsten klassischen konzeptuellen und normativen Abgrenzungsversuchen einhergehen, wird in diesem Beitrag eine revidierte Indoktrinationskonzeption entwickelt und auf den Prüfstand gestellt. Schlagwörter: Indoktrination, Erziehung, Autonomie, Kontroversitätsgebot
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Strafe als gemeinsame Handlung von Eltern und Kind. Ein Vorschlag zur Konzeptionalisierung und Rechtfertigung elterlicher Strafakte (Henning Hahn)
Das erste Ziel meiner Argumentation besteht darin zu verdeutlichen, dass sich Fragen der Strafbefugnis, des Strafzwecks und des Strafmaßes elterlicher Strafpraxis nicht einfach als ein Anwendungsbereich klassischer Strafzwecktheorien erklären lassen. Der Strafzweck ist hier ein anderer, die sanktionierten Normen reichen tiefer in das persönliche Verhalten hinein und vor allem ist die Beziehung zwischen Bestrafendem und Bestraftem eine genuin andere als die zwischen staatlichen Organen und mündigen Bürgern. In einem zweiten Schritt werde ich meinen positiven Vorschlag erläutern, elterliche Strafe stattdessen als eine gemeinsame Handlung zu beschreiben und zu rechtfertigen. Dieser Vorschlag setzt an der jüngsten Theoriebildung zu kollektiver Intentionalität an. Interpersonale bzw. elterliche Strafe ist demnach keine Handlung, die ein Subjekt an einem Objekt vornimmt; eine gelungene Strafhandlung ließe sich viel besser, so meine Kernthese, als eine gemeinsame Handlung beschreiben, in der Kind und Erwachsener in beidseitiger intentionaler Übereinstimmung zum Strafakt beitragen. Ausblickend werde ich zeigen, dass diese Sichtweise ein starkes Argument gegen körperliche Strafen impliziert. Schlagwörter: elterliche Strafe, Strafzwecktheorien, gemeinsame Handlung, restaurative Gerechtigkeit, körperliche Strafen
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Körperstrafen als moralisches Übel (Gottfried Schweiger, Gunter Graf)
In diesem Beitrag wollen wir aus einer ethischen Perspektive dafür argumentieren, dass es moralisch verwerflich ist, Kinder mit Körperstrafen jeglicher Form zu züchtigen, was ein starker Grund dafür ist, sie in allen Staaten auch rechtlich zu verbieten. Unsere ethische Argumentation fußt also nicht schon selbst auf rechtlichen Vorgaben oder Traditionen in bestimmten Staaten wie Deutschland oder Österreich, die die Körperstrafe verboten haben, sondern ist eine Argumentationsebene tiefer angesiedelt und kann in diesem Sinne auch eine außerlegistische Begründung für legistische Verbote abgeben. Wir werden vier Argumente vorbringen, die unsere Konklusion untermauern. Drei dieser Argumente beziehen sich spezifisch auf moralische Ansprüche von Kindern, ein Argument bezieht sich auf gesellschaftliche Folgen der Körperstrafe (hier geht es also vor allem um unerwünschte Nebeneffekte). Körperstrafen verletzen die moralischen Ansprüche von Kindern auf (a) die Unversehrtheit ihrer körperlichen Integrität, (b) auf Wohlergehen und Wohlentwickeln und (c) darauf, nicht erniedrigt zu werden. Körperstrafen schaffen (d) ein Klima der Gewalt in einer Gesellschaft, welches für alle Gesellschaftsmitglieder – Kinder wie Erwachsene – moralisch schlecht ist. Schlagwörter: Körperstrafe, Kinder, Ethik, körperliche Integrität
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No Excuses – Über das Verhältnis von Strafen und verzeihenden Care-Beziehungen in der Heimerziehung (Zoë Clark)
Die Tatsache, dass körperliche Züchtigung in Folge der Heimrevolte und schließlich mit dem Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, in den Einrichtungen der Heimerziehung nicht mehr vorgesehen ist, bedeutet nicht, dass es keinen strafenden Zugriff mehr auf die AdressatInnen der Kinder- und Jugendhilfe gäbe. Auch erscheint das Strafen in der gegenwärtigen Heimerziehung nicht als Ultima Ratio, sondern als alltägliches Erziehungsmittel in zahlreichen Einrichtungen. Dieser Artikel nimmt entlang qualitativer Interviews mit Fachkräften aus dem Jugendamt und einem Jugendlichen aus einer Wohngruppe eine ethische Reflexion dieser Strafpraktiken vor. Den tendenziell standardisierten Formen des Strafens wird vor allem im Anschluss an Hannah Arendt das Verzeihen als eine alternative Entlastung von der Tat gegenübergestellt. Schlagwörter: Heimerziehung – Strafen – Verzeihen – Partizipation
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„Living Apart Together“ in der Jugend ‒ nur eine Vorstufe zur Kohabitation? (Isabella Hoppmann, Okka Zimmermann)
Living-Apart-Together-Beziehungen (LATs, Paarbeziehungen ohne gemeinsamen Haushalt) sind aus verschiedenen Gründen ein zentrales Element der Jugendphase geworden. Die Forschung zu LATs im Jugendalter befindet sich im Schnittfeld unterschiedlicher Forschungsgebiete, deren jeweiligen Forschungsergebnisse in diesem Beitrag zunächst zusammengefasst werden, woraus verschiedene zu erwartende LAT-Typen abgeleitet werden können. Anschließend werden in einer Sequenzdatenanalyse mit Daten der 1. Welle des Pairfams für Lebensläufe von 14 und 25 Jahren Typen von Partnerschaftsverläufen identifiziert. Das führt teilweise zur Bestätigung, aber auch zur Modifikation und Ergänzung der aus dem Forschungsstand abgeleiteten Annahmen zu LATs von Jugendlichen. Zentral ist, dass die LAT häufig als Vorstufe zu einer Kohabitation auftritt, in dieser Form aber von unterschiedlicher Bedeutung sein kann. Zudem scheint die LAT, anders als bisher oft angenommen, auch schon in der Jugend als dauerhafte, bevorzugte Beziehungsform gewählt zu werden. Schlagwörter: Living Apart Together (LAT), Partnerschaft, Jugendforschung, Lebenslaufforschung, Sequenzdatenanalyse
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Bildung und Beteiligung oder doch Teilhabe? Chancen und Grenzen der Beteiligung von Kindern in Kindertageseinrichtungen (Claudia Equit)
In aktuellen Konzeptionen zu frühkindlicher Bildung werden die Aspekte Selbstbestimmung und selbsttätige Aneignung als wesentliche Voraussetzungen für die Ermöglichung von Bildungsprozessen diskutiert. Konsens besteht in Fachdiskursen darin, dass Beteiligung förderlich und sinnvoll für institutionalisierte frühkindliche Bildung ist. Im Beitrag werden zwei wesentliche Diskurslinien in Bezug auf Beteiligung und frühkindliche Bildung in institutioneller Betreuung dargelegt. Dies sind erstens aktuelle Fachdiskussionen und theoretische Ansätze zu frühkindlichen Bildungsprozessen und zweitens Fachbeiträge und Konzeptionen zu Kinderrechten. Beide Diskurslinien sind relevant für Ansätze des Demokratielernens und der politischen Bildung, die exemplarisch am Beispiel der demokratischen Partizipation in Kindertageseinrichtungen skizziert werden. Im Anschluss entfaltet der Beitrag eine kritische Perspektive, denn neben fachlichen Argumenten für eine Beteiligung von Kindern in sie betreffende Angelegenheiten finden auf der anderen Seite Instrumentalisierungen Eingang in Diskurse. Die kritische Auseinandersetzung dient dem Ziel, den Beteiligungsbegriff im Bereich frühkindlicher institutioneller Bildung und Betreuung zu differenzieren und um die Perspektive der Teilhabe zu ergänzen. Schlagwörter: Partizipation, Inklusion, Kindertageseinrichtungen, Kinderrechte, Bildung
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Diskurs 1-2018 | Strafe und Disziplinierung

Bettina Brockmeyer / Susanne Lettow / Ulrike Manz / Sabine Schäfer: Vorwort

Schwerpunkt/Essays
Mareike Böth: „Why all the fuss about practice theory?“ Zum Verhältnis von Geschlechter- und Praxistheorie aus Sicht einer Historikerin
Karen Nolte: „Leiden mit Geduld“ – Schmerz und Geschlecht im 19. Jahrhundert. Praxistheoretische Rekonstruktionen
Malaika Rödel: What matters? – Natur, Technologie und Geschlecht im Diskurs der Präimplantationsdiagnostik
Olaf Stieglitz: The American Crawl – Praktiken von Geschlecht und Moderne in US-amerikanischen Schwimmbecken, 1900–1940
Nicole Kirchhoff / Benjamin Zander: „Aussehen ist nicht wichtig!“ – Zum Verhältnis von Körperbildern und Körperpraktiken bei der Herstellung von Geschlecht durch männliche und weibliche Jugendliche

Offener Teil/Essays: Open Part
Anne-Laure Garcia / Ina Dietzsch: Stillen als wissenschaftlicher Gegenstand. Epistemologische Überlegungen zur Untersuchung einer „natürlich sozialen Tatsache“ am Beispiel des medizinischen Diskurses
Eva Maria Hinterhuber / Simon Möller: Im toten Winkel – Genderdiskurs und Verkehrsmitteldesign
Silvia Förtsch / Ute Schmid: Frauen in der Informatik: Können sie mehr als sie denken? Eine Analyse geschlechtsspezifischer Erfolgserwartungen unter Informatikstudierenden
Brigitte Liebig / Martina Peitz: Zeit-Nischen oder Familienzeit? Väter und der Umgang mit den Widersprüchen flexibler Arbeitsformen

Rezensionen/Book Reviews
Heike Mauer: Sabine Hark/Paula-Irene Villa, 2017: Unterscheiden und Herrschen. Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart. Bielefeld: transcript Verlag.
Anna Beckmann: Véronique Sina, 2016: Comic – Film – Gender. Zur (Re-)Medialisierung von Geschlecht im Comicfilm. Bielefeld: transcript Verlag.
Sylka Scholz: Stefan Horlacher/Bettina Jansen/Wieland Schwanebeck (Hrsg.), 2016: Männlichkeit. Ein interdisziplinäres Handbuch. Stuttgart: J. B. Metzler.
Cita Wetterich: Isabelle Ihring, 2015: Weibliche Genitalbeschneidung im Kontext von Migration. Opladen, Berlin, Toronto: Budrich UniPress.

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Bibliografie

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ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Jahrgang

13. Jahrgang 2018

Ausgabe

1

Erscheinungsdatum

Mar-18

Umfang

124

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v13i1

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

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Abstracts

„Zwei und zwei macht vier.“ Über Indoktrination und Erziehung (Johannes Drerup)
Die philosophische Debatte über Kriterien für das Vorliegen von Indoktrination bezieht sich auf das Problem, wie der Umgang mit Doktrinen (d.h. Lehren, die epistemische und normative Vorgaben machen für die Auseinandersetzung mit der Welt und mit sich selbst) zu konzipieren und zu rechtfertigen ist. Es geht um empirische und normative Fragen der Vermittlung, des Erwerbs, der Nutzung und der Rechtfertigung von Doktrinen in Form von Systemen von Praktiken, heimlichen oder offenen Lehrplänen, institutionalisierten Lehrordnungen und -ämtern und die in ihnen entwickelten Vorstellungen über Individuen oder Gruppen und deren Entwicklung. Ausgehend von der Diskussion methodologischer Problemvorgaben, einer angemessenen Analyse des Begriffs der Indoktrination und seines Oppositionsbegriffs (Erziehung) sowie von Schwierigkeiten, die mit den wichtigsten klassischen konzeptuellen und normativen Abgrenzungsversuchen einhergehen, wird in diesem Beitrag eine revidierte Indoktrinationskonzeption entwickelt und auf den Prüfstand gestellt. Schlagwörter: Indoktrination, Erziehung, Autonomie, Kontroversitätsgebot
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Strafe als gemeinsame Handlung von Eltern und Kind. Ein Vorschlag zur Konzeptionalisierung und Rechtfertigung elterlicher Strafakte (Henning Hahn)
Das erste Ziel meiner Argumentation besteht darin zu verdeutlichen, dass sich Fragen der Strafbefugnis, des Strafzwecks und des Strafmaßes elterlicher Strafpraxis nicht einfach als ein Anwendungsbereich klassischer Strafzwecktheorien erklären lassen. Der Strafzweck ist hier ein anderer, die sanktionierten Normen reichen tiefer in das persönliche Verhalten hinein und vor allem ist die Beziehung zwischen Bestrafendem und Bestraftem eine genuin andere als die zwischen staatlichen Organen und mündigen Bürgern. In einem zweiten Schritt werde ich meinen positiven Vorschlag erläutern, elterliche Strafe stattdessen als eine gemeinsame Handlung zu beschreiben und zu rechtfertigen. Dieser Vorschlag setzt an der jüngsten Theoriebildung zu kollektiver Intentionalität an. Interpersonale bzw. elterliche Strafe ist demnach keine Handlung, die ein Subjekt an einem Objekt vornimmt; eine gelungene Strafhandlung ließe sich viel besser, so meine Kernthese, als eine gemeinsame Handlung beschreiben, in der Kind und Erwachsener in beidseitiger intentionaler Übereinstimmung zum Strafakt beitragen. Ausblickend werde ich zeigen, dass diese Sichtweise ein starkes Argument gegen körperliche Strafen impliziert. Schlagwörter: elterliche Strafe, Strafzwecktheorien, gemeinsame Handlung, restaurative Gerechtigkeit, körperliche Strafen
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Körperstrafen als moralisches Übel (Gottfried Schweiger, Gunter Graf)
In diesem Beitrag wollen wir aus einer ethischen Perspektive dafür argumentieren, dass es moralisch verwerflich ist, Kinder mit Körperstrafen jeglicher Form zu züchtigen, was ein starker Grund dafür ist, sie in allen Staaten auch rechtlich zu verbieten. Unsere ethische Argumentation fußt also nicht schon selbst auf rechtlichen Vorgaben oder Traditionen in bestimmten Staaten wie Deutschland oder Österreich, die die Körperstrafe verboten haben, sondern ist eine Argumentationsebene tiefer angesiedelt und kann in diesem Sinne auch eine außerlegistische Begründung für legistische Verbote abgeben. Wir werden vier Argumente vorbringen, die unsere Konklusion untermauern. Drei dieser Argumente beziehen sich spezifisch auf moralische Ansprüche von Kindern, ein Argument bezieht sich auf gesellschaftliche Folgen der Körperstrafe (hier geht es also vor allem um unerwünschte Nebeneffekte). Körperstrafen verletzen die moralischen Ansprüche von Kindern auf (a) die Unversehrtheit ihrer körperlichen Integrität, (b) auf Wohlergehen und Wohlentwickeln und (c) darauf, nicht erniedrigt zu werden. Körperstrafen schaffen (d) ein Klima der Gewalt in einer Gesellschaft, welches für alle Gesellschaftsmitglieder – Kinder wie Erwachsene – moralisch schlecht ist. Schlagwörter: Körperstrafe, Kinder, Ethik, körperliche Integrität
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No Excuses – Über das Verhältnis von Strafen und verzeihenden Care-Beziehungen in der Heimerziehung (Zoë Clark)
Die Tatsache, dass körperliche Züchtigung in Folge der Heimrevolte und schließlich mit dem Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, in den Einrichtungen der Heimerziehung nicht mehr vorgesehen ist, bedeutet nicht, dass es keinen strafenden Zugriff mehr auf die AdressatInnen der Kinder- und Jugendhilfe gäbe. Auch erscheint das Strafen in der gegenwärtigen Heimerziehung nicht als Ultima Ratio, sondern als alltägliches Erziehungsmittel in zahlreichen Einrichtungen. Dieser Artikel nimmt entlang qualitativer Interviews mit Fachkräften aus dem Jugendamt und einem Jugendlichen aus einer Wohngruppe eine ethische Reflexion dieser Strafpraktiken vor. Den tendenziell standardisierten Formen des Strafens wird vor allem im Anschluss an Hannah Arendt das Verzeihen als eine alternative Entlastung von der Tat gegenübergestellt. Schlagwörter: Heimerziehung – Strafen – Verzeihen – Partizipation
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„Living Apart Together“ in der Jugend ‒ nur eine Vorstufe zur Kohabitation? (Isabella Hoppmann, Okka Zimmermann)
Living-Apart-Together-Beziehungen (LATs, Paarbeziehungen ohne gemeinsamen Haushalt) sind aus verschiedenen Gründen ein zentrales Element der Jugendphase geworden. Die Forschung zu LATs im Jugendalter befindet sich im Schnittfeld unterschiedlicher Forschungsgebiete, deren jeweiligen Forschungsergebnisse in diesem Beitrag zunächst zusammengefasst werden, woraus verschiedene zu erwartende LAT-Typen abgeleitet werden können. Anschließend werden in einer Sequenzdatenanalyse mit Daten der 1. Welle des Pairfams für Lebensläufe von 14 und 25 Jahren Typen von Partnerschaftsverläufen identifiziert. Das führt teilweise zur Bestätigung, aber auch zur Modifikation und Ergänzung der aus dem Forschungsstand abgeleiteten Annahmen zu LATs von Jugendlichen. Zentral ist, dass die LAT häufig als Vorstufe zu einer Kohabitation auftritt, in dieser Form aber von unterschiedlicher Bedeutung sein kann. Zudem scheint die LAT, anders als bisher oft angenommen, auch schon in der Jugend als dauerhafte, bevorzugte Beziehungsform gewählt zu werden. Schlagwörter: Living Apart Together (LAT), Partnerschaft, Jugendforschung, Lebenslaufforschung, Sequenzdatenanalyse
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Bildung und Beteiligung oder doch Teilhabe? Chancen und Grenzen der Beteiligung von Kindern in Kindertageseinrichtungen (Claudia Equit)
In aktuellen Konzeptionen zu frühkindlicher Bildung werden die Aspekte Selbstbestimmung und selbsttätige Aneignung als wesentliche Voraussetzungen für die Ermöglichung von Bildungsprozessen diskutiert. Konsens besteht in Fachdiskursen darin, dass Beteiligung förderlich und sinnvoll für institutionalisierte frühkindliche Bildung ist. Im Beitrag werden zwei wesentliche Diskurslinien in Bezug auf Beteiligung und frühkindliche Bildung in institutioneller Betreuung dargelegt. Dies sind erstens aktuelle Fachdiskussionen und theoretische Ansätze zu frühkindlichen Bildungsprozessen und zweitens Fachbeiträge und Konzeptionen zu Kinderrechten. Beide Diskurslinien sind relevant für Ansätze des Demokratielernens und der politischen Bildung, die exemplarisch am Beispiel der demokratischen Partizipation in Kindertageseinrichtungen skizziert werden. Im Anschluss entfaltet der Beitrag eine kritische Perspektive, denn neben fachlichen Argumenten für eine Beteiligung von Kindern in sie betreffende Angelegenheiten finden auf der anderen Seite Instrumentalisierungen Eingang in Diskurse. Die kritische Auseinandersetzung dient dem Ziel, den Beteiligungsbegriff im Bereich frühkindlicher institutioneller Bildung und Betreuung zu differenzieren und um die Perspektive der Teilhabe zu ergänzen. Schlagwörter: Partizipation, Inklusion, Kindertageseinrichtungen, Kinderrechte, Bildung
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