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ISBN: 978-3-96665-115-8

Soziale Grenzziehungen im Kontext von Flucht und Weiblichkeit

Eine ethnographische Studie zu Selbst- und Fremdzuschreibungen

Autor*innen/Herausgeber*innen:

Erscheinungsdatum : 13.04.2026

0,00  - 64,90 

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ISBN: 978-3-96665-115-8

Beschreibung

Wie beeinflusst eine Fluchtbiographie das Sozialleben junger Frauen? Wie werden sie von anderen und sich selbst wahrgenommen? Auf Basis einer ethnographischen Feldforschung arbeitet Beatrice Odierna die sozialen Grenzziehungen heraus, denen junge Frauen auch Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland gegenüberstehen.

Viele jungen Frauen mit Fluchtbiographie werden auch Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland noch als ‚geflüchtet‘ adressiert und müssen sich in ihrem Alltag mit verschiedenen Formen der VerAnderung auseinandersetzen. Die Autorin baut ihre Ethnographie auf Arbeiten aus der ethnologischen Migrations- und Genderforschung sowie der empirischen Subjektivierungsforschung auf. Im Fokus der Untersuchung steht wie in alltäglichen Begegnungen der jungen Frauen mit anderen Akteur*innen soziale Grenzen durch Zuschreibungen und soziale ‚Behandlung‘ gezogen werden und wie die jungen Frauen damit umgehen. Dabei stellt die Autorin drei Bereiche des alltäglichen Erlebens der jungen Frauen heraus. Erstens ihre Einbindung in das Asylsystem und die daraus resultierende rechtliche Benachteiligung sowie die isolierte Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Zweitens ihre Bezeichnung als ‚geflüchtet‘ und die damit verbundene, geschlechtsbezogene Bewertung als ‚anders‘ in alltäglichen sozialen Interaktionen. Und drittens ihre Konstruktion als ‚neue‘ Zielgruppe der Sozialen Arbeit, die oftmals den ersten Anlaufpunkt für Menschen nach der Flucht bietet. Anhand ethnographischer Beispiele aus ihrer Feldforschung im Großraum München (2020-22) arbeitet die Autorin heraus, welchen Anrufungen und Zuschreibungen die jungen Frauen gegenüberstehen und welche Strategien sie im Umgang damit entwickeln. Dabei wird deutlich, dass sich weder die jungen Frauen noch ihre Gegenüber – beispielsweise Sozialarbeiter*innen – den allgegenwärtigen Darstellungen ‚der geflüchteten Frau’ entziehen können.

Die Autorin:
Beatrice Odierna, Studiengangskoordination, Institut für Ethnologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Fachbereiche:
Soziale Arbeit, Gender Studies, Soziologie

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-96665-115-8

eISBN

978-3-96665-880-5

Format

14,8 x 21,0 cm

Umfang

242

Erscheinungsjahr

2026

Erscheinungsdatum

13.04.2026

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

Zusatzmaterial

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

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Autor*innen

Schlagwörter

April 2026, Ethnologie, Frühjahr 2026, Geflüchtete Frauen, Integration, Kulturwissenschaft, Migration, Soziale Arbeit, Sozialwissenschaft, Subjektivierung, Veränderung, •Geschlechterforschung

Beschreibung

Beschreibung

Wie beeinflusst eine Fluchtbiographie das Sozialleben junger Frauen? Wie werden sie von anderen und sich selbst wahrgenommen? Auf Basis einer ethnographischen Feldforschung arbeitet Beatrice Odierna die sozialen Grenzziehungen heraus, denen junge Frauen auch Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland gegenüberstehen.

Viele jungen Frauen mit Fluchtbiographie werden auch Jahre nach ihrer Ankunft in Deutschland noch als ‚geflüchtet‘ adressiert und müssen sich in ihrem Alltag mit verschiedenen Formen der VerAnderung auseinandersetzen. Die Autorin baut ihre Ethnographie auf Arbeiten aus der ethnologischen Migrations- und Genderforschung sowie der empirischen Subjektivierungsforschung auf. Im Fokus der Untersuchung steht wie in alltäglichen Begegnungen der jungen Frauen mit anderen Akteur*innen soziale Grenzen durch Zuschreibungen und soziale ‚Behandlung‘ gezogen werden und wie die jungen Frauen damit umgehen. Dabei stellt die Autorin drei Bereiche des alltäglichen Erlebens der jungen Frauen heraus. Erstens ihre Einbindung in das Asylsystem und die daraus resultierende rechtliche Benachteiligung sowie die isolierte Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Zweitens ihre Bezeichnung als ‚geflüchtet‘ und die damit verbundene, geschlechtsbezogene Bewertung als ‚anders‘ in alltäglichen sozialen Interaktionen. Und drittens ihre Konstruktion als ‚neue‘ Zielgruppe der Sozialen Arbeit, die oftmals den ersten Anlaufpunkt für Menschen nach der Flucht bietet. Anhand ethnographischer Beispiele aus ihrer Feldforschung im Großraum München (2020-22) arbeitet die Autorin heraus, welchen Anrufungen und Zuschreibungen die jungen Frauen gegenüberstehen und welche Strategien sie im Umgang damit entwickeln. Dabei wird deutlich, dass sich weder die jungen Frauen noch ihre Gegenüber – beispielsweise Sozialarbeiter*innen – den allgegenwärtigen Darstellungen ‚der geflüchteten Frau’ entziehen können.

Die Autorin:
Beatrice Odierna, Studiengangskoordination, Institut für Ethnologie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Die Fachbereiche:
Soziale Arbeit, Gender Studies, Soziologie

Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISBN

978-3-96665-115-8

eISBN

978-3-96665-880-5

Format

14,8 x 21,0 cm

Umfang

242

Erscheinungsjahr

2026

Erscheinungsdatum

13.04.2026

Auflage

1.

Sprache

Deutsch

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