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Informationen zur Zeitschrift

ISSN: 2196-2138

ZQF 1-2022 | ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik

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ISSN: 2196-2138

Inhalt

ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung
1-2022: ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik
hrsg. von: Juliane Engel, Thorsten Fuchs, Christine Demmer & Christine Wiezorek

Schwerpunkt
Juliane Engel / Thorsten Fuchs / Christine Demmer / Christine Wiezorek: Editorial: ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik
Detlef Garz / Wiebke Lohfeld: Objektive Hermeneutik – Ein Versuch, sich zu sich selbst zu verhalten
Merle Hummrich: Die Objektive Hermeneutik zwischen zu wenig und zu viel Text
Burkhard Schäffer: Möglichkeiten und Grenzen der Optimierung von Verfahren Tiefer Interpretation durch Softwareunterstützung
Aglaja Przyborski: Epistemische Aspekte der Medienverbundenheit des Wissens
Christine Demmer / Juliane Engel: Educational research in (post-)digital spaces
Steffen Großkopf: Diskursanalyse in der Sozial- und Erziehungswissenschaft – eine ambivalente Erfolgsgeschichte
Antje Langer: Diskursanalytische Forschung als Wissenschaftspraxis – ein Kommentar und viele Fragen

Freier Teil
Franziska Heinze / Kornelia Sammet / Ellen Schroeter: „Sie hat im Chat geschrieben, sie hört uns nicht“. Methodische und methodologische Überlegungen zu Videokonferenz-basierten Gruppendiskussionen
Matthias Herrle: Transsituative Kontingenzbearbeitung. Zur sozialen Herstellung von Führungsstilen im Unterricht

Rezensionen
Maike Lambrecht: Sabine Flick/Alexander Herold (Hrsg.): Zur Kritik der partizipativen Forschung. Forschungspraxis im Spiegel der Kritischen Theorie
Franziska Heinze: Susanne Mäder: Methoden als situierte Praxis. Die Gruppendiskussion in der Programmevaluation
Franziska Endreß: Maria Schreiber: Digitale Bildpraktiken. Handlungsdimensionen visueller vernetzter Kommunikation

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Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

2196-2138

eISSN

2196-2146

Jahrgang

23. Jahrgang 2022

Ausgabe

1

Erscheinungsdatum

30.08.2022

Umfang

140

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zqf.v23i1

Homepage

https://zqf.budrich-journals.de

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Autor*innen

Schlagwörter

Algorithmen, Bildanalyse, Biografieanalyse, biographical research, classroom management, deep learning, digital research, Diskurs, Diskursanalyse, Diskursforschung, dokumentarische Methode, education, Erkenntnistheorie, ethnography, Forschungsleistung, Foucault, Führungsstile, Interaktion, Interpretation technischer Dispositve, Kritik, Künstliche Intelligenz (KI), Lehrbücher, Machtanalytik, Medialität, Methodologie, Mikroethnografie, natural language prozessing, objektive Hermeneutik, Online-Erhebung, Praxeologie, QDA-Programme, qualitativ-rekonstruktive (Bildungs)Forschung, qualitative Bildungsforschung, qualitative Sozialforschung, Raumbezüge, Selbstkritik von Forscher*innen, Transnationalisierung, Unterrichtsinteraktion, Verfahrenslogiken, Videoanalyse, Videokonferenz-basierte Gruppendiskussion, Wissensproduktion, Zeitlichkeit

Abstracts

Objektive Hermeneutik – Ein Versuch, sich zu sich selbst zu verhalten (Detlef Garz & Wiebke Lohfeld)
Dieser Artikel, der sich auf die Objektive Hermeneutik fokussiert, leistet einen Beitrag zur selbstkritischen Betrachtung qualitativ-rekonstruktiver (Bildungs-)Forschung. Er thematisiert die Frage, wie sich Protagonist*innen eines Forschungsprogramms zu ihrem Forschungsgegenstand verhalten. Nach einer kurzen Darstellung zentraler Aussagen der Objektiven Hermeneutik wird deren Leistungsfähigkeit anhand von zwei sehr unterschiedlichen Forschungsgegenständen geprüft: zum einen biografische, also sich über lange Zeit erstreckende Daten, zum anderen Fotos, also Dokumente ‚geronnener‘ Zeit. In beiden Fällen kann die Objektive Hermeneutik wichtige Beiträge zu ‚guter‘ Forschung leisten. Schlagwörter: Objektive Hermeneutik, Forschungsleistung, Selbstkritik von Forscher*innen, qualitativ-rekonstruktive (Bildungs)Forschung
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Die Objektive Hermeneutik zwischen zu wenig und zu viel Text (Merle Hummrich)
Der Beitrag stellt einen Kommentar zu dem im vorliegenden Heft erschienenen Beitrag von Garz und Lohfeld dar. Die Objektive Hermeneutik steht in beiden Beiträgen im Zentrum der Betrachtung und wird auf ihre Ermöglichungsstruktur und ihre Grenzen hin befragt. Dem Vorgehen von Garz und Lohfeld folgend, entwickelt der Beitrag eine Perspektive auf zentrale Fragen an das methodisch kontrollierte Vorgehen sowie seine Praxis und setzt sich mit den Grenzfällen der Bild- und Textanalyse auseinander. Abschließend werden sehr knapp zwei übergreifende Diskussionspunkte benannt, die für die künftige Entwicklung der Objektiven Hermeneutik relevant scheinen: die Auseinandersetzung mit poststrukturalistischen Verfahren und die Frage nach einer Weiterentwicklung unter Bedingungen der Transnationalisierung. Schlagwörter: Objektive Hermeneutik, Bildanalyse, Biografieanalyse, Lehrbücher, Transnationalisierung
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Möglichkeiten und Grenzen der Optimierung von Verfahren Tiefer Interpretation durch Softwareunterstützung (Burkhard Schäffer)
In dem Beitrag werden Parallelen aufgezeigt zwischen Verfahren des sog. Deep Learnings im Kontext von künstlicher Intelligenz (KI) und gängigen Ablaufschemata im Bereich qualitativ-rekonstruktiver Verfahren empirischer Sozialforschung: Methodologien wie die Dokumentarische Methode, die Objektive Hermeneutik, die Grounded Theory oder das Narrationsstrukturelle Verfahren haben alle mehr oder weniger nicht methodisierbare Bereiche, auf die mit Begriffen wie Abduktion oder Intuition eingegangen wird. Die Parallele zur KI wird in den sog. Hidden layers gesehen, also den verborgenen Schichten algorithmischer Berechnung bei sprachverarbeitenden Systemen, die von Informatiker*innen ebenfalls nicht oder nur unter unverhältnismäßig großem Aufwand rekonstruiert werden können. Vor diesem Hintergrund werden die angesprochenen qualitativ-rekonstruktiven Methodologien als Verfahren Tiefer Interpretation rekonstruiert und abschließend ein Forschungsprojekt vorgestellt, welches eruiert, inwiefern eine QDA1-Software für das Interpretieren mit der Dokumentarischen Methode (DokuMet QDA2) durch KI unterstützt werden kann. Schlagwörter: Künstliche Intelligenz (KI), Algorithmen, Natural Language Prozessing, Dokumentarische Methode, Verfahrenslogiken, Deep Learning, QDA Programme
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Epistemische Aspekte der Medienverbundenheit des Wissens (Aglaja Przyborski)
Im Beitrag von Burkhard Schäffer werden „Möglichkeiten und Grenzen“ der Einbindung aktueller Medientechniken in den Forschungsprozess beleuchtet, besonders allerdings die Erweiterung einer die Dokumentarische Interpretation unterstützenden Software durch Künstliche Intelligenz (KI). In den Mittelpunkt stellt er Analogien zwischen sogenannten „Deep Learning“ Architekturen der KI und „Tiefer Interpretation“, mit der er die heuristischen Verfahrenslogiken rekonstruktiver Verfahren (Przyborski/Wohlrab-Sahr 2021) bezeichnet. Beide Formen der Transformation von Daten sind, wie Schäffer uns vor Augen führt, Operationen, die sich dem Prinzip nach explizieren lassen, aber nicht (mehr) in der konkreten zeitlichen Abfolge von Einzelschritten. Sie lassen sich daher seines Erachtens nach nicht methodisieren. Zudem beklagt er das rasche Verschwinden der Auseinandersetzung mit der epistemischen Bedeutung von Medientechnologien, nachdem sie Eingang in Forschungsroutinen gefunden haben. Beide Argumentationslinien werden kritisch diskutiert, um dabei zu zeigen, wie unterschiedliche Medientechnologien, die nicht nur konstitutiv für den Wissenschaftsbetrieb, sondern auch für den Alltag der sogenannten westlichen Gesellschaften insgesamt sind, systematisch in einen intersubjektiv überprüfbaren Forschungsprozess eingebunden werden können. Dabei spielen epistemische Überlegungen eine zentrale Rolle. Schlagwörter: Dokumentarische Methode, Qualitative Sozialforschung, Interpretation technischer Dispositve, Medialität, Erkenntnistheorie, Praxeologie
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Educational research in (post‐)digital spaces (Christine Demmer & Juliane Engel)
Based on approaches of digital ethnography and using the work of Sofia da Silva as an example, we pose reflections on future shifts and innovations in the context of qualitative educational and biographical research: What methodological questions arise when current educational science objects are viewed from a (post-)digital perspective? We assume, among other things, that due to the interweaving of analogue and digital worlds new forms of biographization emerge, which require a theory-generating exploration of hybrid modes of experience as well as of the embedded interrelation of, for example, ‘body’, ‘education’, and ‘biography’. This could be achieved, for example, by a stronger mediation of ethnographic and biographical research approaches, or through an investigation of the connection between digital everyday practices, digitally mediated prefigurations and biographizations. Keywords: education, digital research, ethnography, biographical research
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Diskursanalyse in der Sozial‐ und Erziehungswissenschaft – eine ambivalente Erfolgsgeschichte (Steffen Großkopf)
,Die‘ Diskursanalyse hat sich in den letzten 20 Jahren fest in der Erziehungs- respektive den Sozialwissenschaften, insbesondere im Kontext der qualitativen Sozialforschung etabliert. Die von Beginn an diskutierten Interpretationen des vor allem auf Arbeiten Michel Foucaults rekurrierenden Verfahrens finden sich bis heute und bewegen sich weiterhin zwischen Methodisierungsambitionen und einer ablehnenden Haltung gegenüber diesen. Einerseits zeichnet sich im Sinne einer Entwicklung eine massive Rezeption und Kombination verschiedenster sozialwissenschaftlicher Methoden (und Theorien) ab, andererseits ist die Situation von hochgradiger Kontinuität der Positionen geprägt. Der inzwischen genutzte Begriff der Diskursforschung ist Ausdruck dieser Heterogenisierung. Methodologisch zeigt sich ein Konsens weiterhin primär im Dissens, der jedoch erfolgreich ,gemanagt‘ wird. Schlagwörter: Diskursanalyse, Diskursforschung, Diskurs, Foucault, Methodologie, Kritik
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Diskursanalytische Forschung als Wissenschaftspraxis – ein Kommentar und viele Fragen (Antje Langer)
Ausgehend von der Frage, woran sich Weiterentwicklungen sozialwissenschaftlicher Diskursanalyse ablesen lassen, plädiert der Beitrag dafür, den Fokus bei einer solchen Bewertung nicht zu eng auf das Für und Wider methodischer Standardisierungen zu setzen. Zum einen gilt es, die Trans- und Interdisziplinarität sowie Internationalität der Diskursforschung stärker zu berücksichtigen, von der gerade auch erziehungswisssenschaftliche Studien beeinflusst sind bzw. profitieren. Zum anderen gilt es, die komplexe Wissenschaftspraxis und die Bedingungen der Wissensproduktion noch stärker in den Blick zu nehmen als bisher. Schlagwörter: Diskursforschung, Diskursanalyse, Methodologie, Machtanalytik, Wissensproduktion
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„Sie hat im Chat geschrieben, sie hört uns nicht“. Methodische und methodologische Überlegungen zu Videokonferenz‐basierten Gruppendiskussionen (Franziska Heinze, Kornelia Sammet & Ellen Schroeter)
Der Beitrag reflektiert methodische und methodologische Implikationen der Durchführung von Gruppendiskussionen mittels VoIP-Videokonferenzanwendungen. Anhand empirischer Beispiele werden Analogien zu Gruppendiskussionen in real-physischer Kopräsenz nachgezeichnet sowie die Besonderheiten des virtuellen Settings herausgearbeitet. Hierbei konzentrieren wir uns auf veränderte multimodale Interaktionsformen und Redeübernahmen sowie auf multiple Handlungsebenen, Raumbezüge und Zeitlichkeiten. Daran anknüpfend werden methodische Herausforderungen und Konsequenzen für die Auswertung entsprechender Erhebungen reflektiert. Der Beitrag endet mit einem Ausblick auf offene methodologische Fragen und Erfordernisse. Schlagwörter: Videokonferenz-basierte Gruppendiskussion, Online-Erhebung, Interaktion, Raumbezüge, Zeitlichkeit
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Transsituative Kontingenzbearbeitung: Zur sozialen Herstellung von Führungsstilen im Unterricht (Matthias Herrle)
Das Konstrukt Führungsstil beschreibt die Art und Weise, wie Lehrkräfte im Unterricht über eine Vielzahl an Situationen hinweg auf das Interagieren von Schüler*innen einwirken, um ein lehr-lernbezogenes Interaktionsgeschehen im Klassenzimmer zu verstetigen. In psychologischen Studien wird dieses Konstrukt als Prädiktor für den Lernerfolg von Schüler*innen beforscht. Darüber, wie Führungsstile durch die Realisierung von Interaktionspraktiken hergestellt werden, ist allerdings wenig bekannt. Der vorliegende Beitrag greift dieses Desiderat auf, indem Grundlinien eines Forschungsansatzes skizziert werden, der es ermöglicht, Stile interaktiven Führungshandelns als soziale Praxis im Umgang mit situativen Anforderungen der Interaktionssteuerung zu rekonstruieren. Vor dem Hintergrund einer kommunikationstheoretischen Beschreibung pädagogischen Handelns als Kontingenzbearbeitung werden gesprächsanalytische Vorschläge zur Analyse von Stilen interaktiven Führungshandelns adaptiert und für die mikroethnografische Untersuchung videographierter Unterrichtsinteraktionen aufgeschlossen. Anhand der Kontrastierung zweier Fallbeispiele wird gezeigt, wie mit einem solchen Ansatz neue Einsichten in die mikrologische Konstitution von Führungsstilen generiert und empirische Befunde zu situationsübergreifenden Selektionspräferenzen gewonnen werden können, die das Handeln von Lehrkräften in Auseinandersetzung mit alltäglichen Herausforderungen der Klassenführung kennzeichnen. Schlagwörter: Classroom Management, Führungsstile, Mikroethnografie, Unterrichtsinteraktion, Videoanalyse
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Inhalt

Inhalt

ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung
1-2022: ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik
hrsg. von: Juliane Engel, Thorsten Fuchs, Christine Demmer & Christine Wiezorek

Schwerpunkt
Juliane Engel / Thorsten Fuchs / Christine Demmer / Christine Wiezorek: Editorial: ‚Höher, schneller, weiter‘ – und doch nicht besser? Entwicklungen qualitativer Bildungsforschung in der Selbstkritik
Detlef Garz / Wiebke Lohfeld: Objektive Hermeneutik – Ein Versuch, sich zu sich selbst zu verhalten
Merle Hummrich: Die Objektive Hermeneutik zwischen zu wenig und zu viel Text
Burkhard Schäffer: Möglichkeiten und Grenzen der Optimierung von Verfahren Tiefer Interpretation durch Softwareunterstützung
Aglaja Przyborski: Epistemische Aspekte der Medienverbundenheit des Wissens
Christine Demmer / Juliane Engel: Educational research in (post-)digital spaces
Steffen Großkopf: Diskursanalyse in der Sozial- und Erziehungswissenschaft – eine ambivalente Erfolgsgeschichte
Antje Langer: Diskursanalytische Forschung als Wissenschaftspraxis – ein Kommentar und viele Fragen

Freier Teil
Franziska Heinze / Kornelia Sammet / Ellen Schroeter: „Sie hat im Chat geschrieben, sie hört uns nicht“. Methodische und methodologische Überlegungen zu Videokonferenz-basierten Gruppendiskussionen
Matthias Herrle: Transsituative Kontingenzbearbeitung. Zur sozialen Herstellung von Führungsstilen im Unterricht

Rezensionen
Maike Lambrecht: Sabine Flick/Alexander Herold (Hrsg.): Zur Kritik der partizipativen Forschung. Forschungspraxis im Spiegel der Kritischen Theorie
Franziska Heinze: Susanne Mäder: Methoden als situierte Praxis. Die Gruppendiskussion in der Programmevaluation
Franziska Endreß: Maria Schreiber: Digitale Bildpraktiken. Handlungsdimensionen visueller vernetzter Kommunikation

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ISSN

2196-2138

eISSN

2196-2146

Jahrgang

23. Jahrgang 2022

Ausgabe

1

Erscheinungsdatum

30.08.2022

Umfang

140

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zqf.v23i1

Homepage

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Autor*innen

Schlagwörter

Pressestimmen

Abstracts

Abstracts

Objektive Hermeneutik – Ein Versuch, sich zu sich selbst zu verhalten (Detlef Garz & Wiebke Lohfeld)
Dieser Artikel, der sich auf die Objektive Hermeneutik fokussiert, leistet einen Beitrag zur selbstkritischen Betrachtung qualitativ-rekonstruktiver (Bildungs-)Forschung. Er thematisiert die Frage, wie sich Protagonist*innen eines Forschungsprogramms zu ihrem Forschungsgegenstand verhalten. Nach einer kurzen Darstellung zentraler Aussagen der Objektiven Hermeneutik wird deren Leistungsfähigkeit anhand von zwei sehr unterschiedlichen Forschungsgegenständen geprüft: zum einen biografische, also sich über lange Zeit erstreckende Daten, zum anderen Fotos, also Dokumente ‚geronnener‘ Zeit. In beiden Fällen kann die Objektive Hermeneutik wichtige Beiträge zu ‚guter‘ Forschung leisten. Schlagwörter: Objektive Hermeneutik, Forschungsleistung, Selbstkritik von Forscher*innen, qualitativ-rekonstruktive (Bildungs)Forschung
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Der Beitrag stellt einen Kommentar zu dem im vorliegenden Heft erschienenen Beitrag von Garz und Lohfeld dar. Die Objektive Hermeneutik steht in beiden Beiträgen im Zentrum der Betrachtung und wird auf ihre Ermöglichungsstruktur und ihre Grenzen hin befragt. Dem Vorgehen von Garz und Lohfeld folgend, entwickelt der Beitrag eine Perspektive auf zentrale Fragen an das methodisch kontrollierte Vorgehen sowie seine Praxis und setzt sich mit den Grenzfällen der Bild- und Textanalyse auseinander. Abschließend werden sehr knapp zwei übergreifende Diskussionspunkte benannt, die für die künftige Entwicklung der Objektiven Hermeneutik relevant scheinen: die Auseinandersetzung mit poststrukturalistischen Verfahren und die Frage nach einer Weiterentwicklung unter Bedingungen der Transnationalisierung. Schlagwörter: Objektive Hermeneutik, Bildanalyse, Biografieanalyse, Lehrbücher, Transnationalisierung
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Möglichkeiten und Grenzen der Optimierung von Verfahren Tiefer Interpretation durch Softwareunterstützung (Burkhard Schäffer)
In dem Beitrag werden Parallelen aufgezeigt zwischen Verfahren des sog. Deep Learnings im Kontext von künstlicher Intelligenz (KI) und gängigen Ablaufschemata im Bereich qualitativ-rekonstruktiver Verfahren empirischer Sozialforschung: Methodologien wie die Dokumentarische Methode, die Objektive Hermeneutik, die Grounded Theory oder das Narrationsstrukturelle Verfahren haben alle mehr oder weniger nicht methodisierbare Bereiche, auf die mit Begriffen wie Abduktion oder Intuition eingegangen wird. Die Parallele zur KI wird in den sog. Hidden layers gesehen, also den verborgenen Schichten algorithmischer Berechnung bei sprachverarbeitenden Systemen, die von Informatiker*innen ebenfalls nicht oder nur unter unverhältnismäßig großem Aufwand rekonstruiert werden können. Vor diesem Hintergrund werden die angesprochenen qualitativ-rekonstruktiven Methodologien als Verfahren Tiefer Interpretation rekonstruiert und abschließend ein Forschungsprojekt vorgestellt, welches eruiert, inwiefern eine QDA1-Software für das Interpretieren mit der Dokumentarischen Methode (DokuMet QDA2) durch KI unterstützt werden kann. Schlagwörter: Künstliche Intelligenz (KI), Algorithmen, Natural Language Prozessing, Dokumentarische Methode, Verfahrenslogiken, Deep Learning, QDA Programme
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Im Beitrag von Burkhard Schäffer werden „Möglichkeiten und Grenzen“ der Einbindung aktueller Medientechniken in den Forschungsprozess beleuchtet, besonders allerdings die Erweiterung einer die Dokumentarische Interpretation unterstützenden Software durch Künstliche Intelligenz (KI). In den Mittelpunkt stellt er Analogien zwischen sogenannten „Deep Learning“ Architekturen der KI und „Tiefer Interpretation“, mit der er die heuristischen Verfahrenslogiken rekonstruktiver Verfahren (Przyborski/Wohlrab-Sahr 2021) bezeichnet. Beide Formen der Transformation von Daten sind, wie Schäffer uns vor Augen führt, Operationen, die sich dem Prinzip nach explizieren lassen, aber nicht (mehr) in der konkreten zeitlichen Abfolge von Einzelschritten. Sie lassen sich daher seines Erachtens nach nicht methodisieren. Zudem beklagt er das rasche Verschwinden der Auseinandersetzung mit der epistemischen Bedeutung von Medientechnologien, nachdem sie Eingang in Forschungsroutinen gefunden haben. Beide Argumentationslinien werden kritisch diskutiert, um dabei zu zeigen, wie unterschiedliche Medientechnologien, die nicht nur konstitutiv für den Wissenschaftsbetrieb, sondern auch für den Alltag der sogenannten westlichen Gesellschaften insgesamt sind, systematisch in einen intersubjektiv überprüfbaren Forschungsprozess eingebunden werden können. Dabei spielen epistemische Überlegungen eine zentrale Rolle. Schlagwörter: Dokumentarische Methode, Qualitative Sozialforschung, Interpretation technischer Dispositve, Medialität, Erkenntnistheorie, Praxeologie
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Based on approaches of digital ethnography and using the work of Sofia da Silva as an example, we pose reflections on future shifts and innovations in the context of qualitative educational and biographical research: What methodological questions arise when current educational science objects are viewed from a (post-)digital perspective? We assume, among other things, that due to the interweaving of analogue and digital worlds new forms of biographization emerge, which require a theory-generating exploration of hybrid modes of experience as well as of the embedded interrelation of, for example, ‘body’, ‘education’, and ‘biography’. This could be achieved, for example, by a stronger mediation of ethnographic and biographical research approaches, or through an investigation of the connection between digital everyday practices, digitally mediated prefigurations and biographizations. Keywords: education, digital research, ethnography, biographical research
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,Die‘ Diskursanalyse hat sich in den letzten 20 Jahren fest in der Erziehungs- respektive den Sozialwissenschaften, insbesondere im Kontext der qualitativen Sozialforschung etabliert. Die von Beginn an diskutierten Interpretationen des vor allem auf Arbeiten Michel Foucaults rekurrierenden Verfahrens finden sich bis heute und bewegen sich weiterhin zwischen Methodisierungsambitionen und einer ablehnenden Haltung gegenüber diesen. Einerseits zeichnet sich im Sinne einer Entwicklung eine massive Rezeption und Kombination verschiedenster sozialwissenschaftlicher Methoden (und Theorien) ab, andererseits ist die Situation von hochgradiger Kontinuität der Positionen geprägt. Der inzwischen genutzte Begriff der Diskursforschung ist Ausdruck dieser Heterogenisierung. Methodologisch zeigt sich ein Konsens weiterhin primär im Dissens, der jedoch erfolgreich ,gemanagt‘ wird. Schlagwörter: Diskursanalyse, Diskursforschung, Diskurs, Foucault, Methodologie, Kritik
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Ausgehend von der Frage, woran sich Weiterentwicklungen sozialwissenschaftlicher Diskursanalyse ablesen lassen, plädiert der Beitrag dafür, den Fokus bei einer solchen Bewertung nicht zu eng auf das Für und Wider methodischer Standardisierungen zu setzen. Zum einen gilt es, die Trans- und Interdisziplinarität sowie Internationalität der Diskursforschung stärker zu berücksichtigen, von der gerade auch erziehungswisssenschaftliche Studien beeinflusst sind bzw. profitieren. Zum anderen gilt es, die komplexe Wissenschaftspraxis und die Bedingungen der Wissensproduktion noch stärker in den Blick zu nehmen als bisher. Schlagwörter: Diskursforschung, Diskursanalyse, Methodologie, Machtanalytik, Wissensproduktion
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Das Konstrukt Führungsstil beschreibt die Art und Weise, wie Lehrkräfte im Unterricht über eine Vielzahl an Situationen hinweg auf das Interagieren von Schüler*innen einwirken, um ein lehr-lernbezogenes Interaktionsgeschehen im Klassenzimmer zu verstetigen. In psychologischen Studien wird dieses Konstrukt als Prädiktor für den Lernerfolg von Schüler*innen beforscht. Darüber, wie Führungsstile durch die Realisierung von Interaktionspraktiken hergestellt werden, ist allerdings wenig bekannt. Der vorliegende Beitrag greift dieses Desiderat auf, indem Grundlinien eines Forschungsansatzes skizziert werden, der es ermöglicht, Stile interaktiven Führungshandelns als soziale Praxis im Umgang mit situativen Anforderungen der Interaktionssteuerung zu rekonstruieren. Vor dem Hintergrund einer kommunikationstheoretischen Beschreibung pädagogischen Handelns als Kontingenzbearbeitung werden gesprächsanalytische Vorschläge zur Analyse von Stilen interaktiven Führungshandelns adaptiert und für die mikroethnografische Untersuchung videographierter Unterrichtsinteraktionen aufgeschlossen. Anhand der Kontrastierung zweier Fallbeispiele wird gezeigt, wie mit einem solchen Ansatz neue Einsichten in die mikrologische Konstitution von Führungsstilen generiert und empirische Befunde zu situationsübergreifenden Selektionspräferenzen gewonnen werden können, die das Handeln von Lehrkräften in Auseinandersetzung mit alltäglichen Herausforderungen der Klassenführung kennzeichnen. Schlagwörter: Classroom Management, Führungsstile, Mikroethnografie, Unterrichtsinteraktion, Videoanalyse
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