Beschreibung
Open Access: Der Titelย Leute machen Kleider: Ein Arbeitskampf indonesischer Textilarbeiterinnen zwischen Selbstorganisation und gewerkschaftlicher Organisierung (DOI: 10.3224/96665063) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution 4.0 International (CC BY 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Im Rahmen dieser empirischen Studie wird ein mehrjรคhriger Arbeitskonflikt indonesischer Textilarbeiterinnen im Norden Jakartas analysiert. Von der Blockade der Fabrik รผber die Aneignung dieser bis hin zur
selbstverwalteten Produktion werden die unterschiedlichen Vorgehensweisen der beteiligten Akteur*innen herausgearbeitet. Diskutiert wird dies entlang eines feministischen Arbeitskampfbegriffs, der am Fall theoretisch herausgearbeitet wird.
In den Auseinandersetzungen und Aushandlungen darum zeigt sich, welche Widersprรผche und Brรผche in der Perspektive auf den Arbeitskampf zwischen den gewerkschaftlichen Vorstellungen und den Vorstellungen der Arbeiterinnen im Rahmen ihrer Selbstorganisation hervortreten. Wie sich die unterschiedlichen Strategien und Vorstellungen gegenseitig bedingen, befruchten oder gar widersprechen, ist demnach wichtiger Bestandteil der Analyse und trรคgt zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage bei: โWie denken, verhandeln und gestalten die indonesischen Textilarbeiterinnen den Arbeitskampf vor dem Hintergrund ihrer geschlechtsspezifischen sozialen Rollen als Frauen und damit verbundenen Arbeits- und Lebensrealitรคten?โ
Um dies jedoch entlang der Geschlechterverhรคltnisse zu verstehen, verschiedene Facetten darin zu erkennen und letztlich deuten zu kรถnnen, bedarf es eines feministisch erweiterten Arbeitskampfbegriffs, da der verkรผrzte androzentrische Begriff von Arbeitskampf in erster Linie als Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit konzipiert ist. Damit werden andere gesellschaftliche Ungleichheitslagen und Herrschaftsverhรคltnisse oft auรer Acht gelassen und die verschiedenen Arbeits- und Lebensrealitรคten von Frauen, trans*- oder nicht-binรคren Personen finden darin kaum Beachtung. In der Diskussion um einen feministischen Arbeitskampfbegriff wird dieser in seine Wortbestandteile โArbeitโ und โKampfโ geteilt. Diese werden dann aus einer feministischen Perspektive diskutiert, bevor der Begriff Arbeitskampf in der Zusammenfรผhrung dann konzeptionell neu gefasst wird.
Inhaltsverzeichnis + Leseprobe
Die Autorin:
Anja Engelhorn, M.A., Promotion an der Johann Wolfgang von Goethe-Universitรคt Frankfurt
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Die Zielgruppe:
Forschende der Gender Studies, Politikwissenschaft und Soziologie







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