Beschreibung
Die Autorin untersucht Erinnerungen von Frauen, die nicht nur aufgrund ihrer Staatsbรผrgerschaft, sondern vor allem aufgrund ihres Wohnorts von der einheimischen und etablierten Gesellschaft ausgegrenzt waren. Frauen europรคischer und auรereuropรคischer Herkunftslรคnder und verschiedener Geschichtsgenerationen erzรคhlen, wie sie das Leben im Viertel โKleinitalienโ, einem Einwandererviertel in Luxemburg, erfuhren und erfahren.
Wรคhrend sich die Geschichtsforschung bislang vor allem fรผr die mรคnnlichen Erfahrungen und Erinnerungskulturen im Sรผden Luxemburgs und fรผr die Lebensschicksale der Bergwerk- und Eisenhรผttenarbeiter interessiert hat, untersucht die Autorin die Lebenswelten der Frauen, die, abgelegen vom Ortskern, in einem nahe den Gruben und dem Stahlwerk gelegenen Viertel, lebten und leben. Neben den Frauen italienischer Herkunft, die โKleinitalienโ oftmals mit ihren Familien verlieรen sobald sie einen sozialen Aufstieg erfahren hatten, wurden fรผr die Studie auch portugiesische Migrantinnen interviewt, die seit den 1970er Jahren vermehrt nach Luxemburg gezogen sind. Daneben wurden Erinnerungsgesprรคche mit Frauen aus frรผheren portugiesischen Kolonien und aus dem ehemaligen Jugoslawien gefรผhrt. Auch wurden die Lebenswelten einheimischer Frauen thematisiert, die aufgrund ihres Zusammenlebens mit den Migranten zu Fremden im eigenen Lande wurden.
Die Autorin:
Sophie Schram,
Historikerin und Journalistin, hat in Luxemburg, Nancy und Trier studiert und 2013 in Trier in Geschichte promoviert
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).
Zielgruppen: ForscherInnen und Lehrende im Bereich Migrationsforschung aus Geschichtswissenschaft, Soziologie und Geschlechterforschung


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