Beschreibung
Wie lassen sich Bildungsprozesse verstehen, wenn Körper und Leib konsequent mitgedacht werden? Der Band bündelt empirische Beiträge der qualitativen Bildungs- und Biographieforschung, die körperleibliche Affizierungen, Inszenierungen, Normierungen und Bewegungen in den Blick nehmen. Die Autor*innen zeigen damit den transversalen Stellenwert der Körper-Leib-Thematik für erziehungswissenschaftliche Forschung auf.
Der Band reagiert auf ein Systematisierungsdefizit: Dem vielbeschworenen „body turn“ in der Erziehungswissenschaft steht eine Vielzahl empirischer Arbeiten gegenüber, in denen Begriffe wie Verkörperung und Einverleibung uneinheitlich verwendet werden. Das Buch ordnet diese unterschiedlichen Forschungslinien entlang ausgewählter Aufmerksamkeitsfokussierungen und zeigt, in welchen Feldern bildungsbiographische Bedeutungen körperleiblicher Prozesse thematisiert und differenziert relationiert werden. Die Beiträge verdeutlichen, welches theoriebildende Potenzial in der Verknüpfung von Körper und Leib für das Verstehen der kulturhistorischen Verfasstheit und Entwicklung von Bildungsprozessen liegt.
Die Autor:innen:
Prof. Dr. Jeanette Böhme, Professorin für Erziehungswissenschaft, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Duisburg-Essen
Dr. Tim Böder, Associated Lecturer, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt a.M.
Sabrina Matuschek, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Erziehungswissenschaft, Universität Duisburg-Essen
Der Fachbereich:
Erziehungswissenschaft







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