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Soziologiemagazin 1+2-2025 | (Un-)Sichtbarkeiten. Gesellschaftliche und fachliche Dynamiken zwischen Ein- und Ausschlüssen

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ISSN: 2198-980X

Inhalt

Soziologiemagazin
1+2-2025: (Un-)Sichtbarkeiten. Gesellschaftliche und fachliche Dynamiken zwischen Ein- und Ausschlüssen

Editorial
Cathrin Mund / Michelle Giez / Sara Hueber: (Un-)Sichtbarkeiten. Gesellschaftliche und fachliche Dynamiken zwischen Ein- und Ausschlüssen

Schwerpunkt
Marielena Groos / Floreal Raul Keller: Sichtbarkeiten schaffen. Bodymapping als Methode migrationsbezogener Diversitätssensibilisierung in Chemnitz
Vianne Uhl: Residential Schools als Orte der (Un-)Sichtbarkeit. Ein Essay zu den Residential Schools in Kanada als Unsichtbarkeitspraktik und Teil des Prison Industrial Complex

Interview
Mehr Transparenz! Redaktionsarbeit in einem umkämpften Wissenschaftsfeld. Ein Gespräch mit den Redaktionen des Soziologiemagazins und der Debatte

Freier Teil
Klara Brachmann: „This is not a discussion on climate change”. Klimawandel-Falschaussagen in US-amerikanischen Politik-Podcasts aus systemtheoretischer Perspektive
Josias Bruderer / Yannic Huy / Murhaf Almalek / Andrew Topham: Raus aus der Krise, rein ins Repair Café. Exploration einer Gestaltung von Transformationspotenzialen
Paul Lachmann: Antidemokratische Einstellungen, Einsamkeit und Schulbildung. Erste Ergebnisse der Pilotstudie „Was geht?“ – Lebensgefühle junger Menschen des Innovationsprojekts gemEINSAM gegen RECHTS

Rezension
Nils Haacke: Die Sakralisierung der Identität – Eine Soziologie der Identitätspolitik
Konstantin Schiewer: Dschihadisten – Junge Männer in einer totalen Subkultur

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access): soziologiemagazin.budrich-journals.de
Sie können sich hier für den SozMag-Alert anmelden.

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

2198-980X

eISSN

2198-9826

Jahrgang

18. Jahrgang 2025

Ausgabe

1+2-2025

Erscheinungsdatum

22.06.2026

Umfang

158 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

14,8 x 21 cm

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

https://sozmag.budrich-journals.de

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Inhaltsverzeichnis

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Autor*innen

Schlagwörter

alternative Fakten, antidemokratische Einstellungen, berufsbildende Schulen, Bodymapping, Care-Arbeit, Corona-Pandemie, dekoloniale Studien, Diversitätssensibilisierung, Einsamkeit, Gender, Geschlecht, Juni 2026, Kanada Residential Schools, Klimawandel, kommunikative Realitätsdekonstruktion, ländlicher Raum, Nachhaltigkeit, Pilotstudie, Podcasts, politische Bildung, Projektseminar, Pädagogik, Reparieren, Sichtbarkeit, Technik, Un/Sichtbarkeit, Unsichtbarkeit

Abstracts

Sichtbarkeiten schaffen. Bodymapping als Methode migrationsbezogener Diversitätssensibilisierung in Chemnitz (Marielena Groos & Floreal Raul Keller)
Hochschullehre im Kontext migrationspädagogischer Fragestellungen erfordert diversitätssensibilisierende Lehr- und Lernformate, die über die theoretische und textbasierte Auseinandersetzung mit Diversität hinausgehen. Besonders an universitären Standorten, an denen migrantisches Leben unsichtbar scheint, wie in der sächsischen Großstadt Chemnitz, entstehen daraus didaktische Herausforderungen. Der Beitrag dokumentiert und analysiert das Projektseminar BOND – Bodymapping für Diversität, das im Wintersemester 2024/25 an der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt wurde. Ziel war es, Diversitätssensibilisierung bei Studierenden der Pädagogik anzustoßen und migrantisches Leben der Stadt sichtbar(er) zu machen. Durch den Einsatz der kreativen Bodymapping-Methode konnten theoretische Konzepte der Interkulturellen Pädagogik mit erfahrungsbasiertem Lernen verknüpft werden. Auf Basis studentischer Lernreflexionen und leitfadengestützte Interviews zeigt der Beitrag, wie Begegnungen, Selbstreflexion und emotionale Prozesse zur Entwicklung diversitätssensibler Haltungen beitrugen. Schlagwörter: Bodymapping; Diversitätssensibilisierung; Unsichtbarkeit; Sichtbarkeit; Projektseminar; Pädagogik
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Residential Schools als Orte der (Un-)Sichtbarkeit. Ein Essay zu den Residential Schools in Kanada als Unsichtbarkeitspraktik und Teil des Prison Industrial Complex (Vianne Uhl)
Das Essay geht der Frage nach, inwiefern Residential Schools in Kanada Teil des Prison Industrial Complex sind und welche Rolle sie in der Praxis der Unsichtbarmachung von indigenen Personen einnahmen. Die (Un-)Sichtbarkeit indigener Menschen kann in Kanada in vielfältigen Strukturen aufgezeigt werden. Besonders deutlich wird sie jedoch in der Kriminalisierung als koloniale Unsichtbarkeitspraxis in Residential Schools. Diese und weitere zugrundeliegenden Praktiken wirken im Siedlerkolonialismus bis heute fort und führen zu überproportional hohen Inhaftierungsraten indigener Menschen. Dies zeigt, dass Kriminalisierung nicht nur das Fundament, sondern zugleich das Ergebnis von Praktiken der (Un-)Sichtbarkeit ist. Angela Davis‘ Konzept des Prison Industrial Complex nimmt diese Praktiken und Strukturen in den Blick. Gemeinsam mit Cárdenas Tomažič’s (Un-)Sichtbarkeitkeitstheorie sowie Foucaults und Goffmans totalen Institutionen bilden sie die theoretische Grundlage dieses Essays. Ergänzt wird die Analyse durch einen Erfahrungsbericht, um Hochschulpraktiken und den dekolonialen Diskurs zu kontrastieren. Ziel ist es, zu den Sichtbarkeitskämpfe indigener Gesellschaften beizutragen und den Zusammenhang zwischen Kriminalisierung, (Un-)Sichtbarkeit und kolonialer Kontinuität zu beleuchten. Schlagwörter: Kanada Residential Schools; (Un-)Sichtbarkeit; Dekoloniale Studien
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

„This is not a discussion on climate change“. Klimawandel-Falschaussagen in US-amerikanischen Politik-Podcasts aus systemtheoretischer Perspektive (Klara Brachmann)
„Post-truth“, „Fake News“, „alternative Fakten“ – Schlagworte wie diese sind aus aktuellen Diskursen um öffentliche Meinungsbildung, insbesondere im Zusammenhang mit Krisen wie der Corona-Pandemie oder der Klimakrise, kaum wegzudenken. Der Artikel wendet sich dem Medium Podcast zu und versucht dort verbreitete Falschaussagen, die auf den Klimawandel Bezug nehmen, zu charakterisieren. Damit wird ein an Popularität gewinnendes Medium betrachtet, dessen Rolle für die Verbreitung von Falschaussagen bisher wenig analysiert wurde. Theoretisch ist der Beitrag insbesondere an Kumkars (2022) Ansatz der kommunikativ-funktionalen Realitätsdekonstruktion orientiert. Methodisch wird von Mayrings (2010) strukturierender Inhaltsanalyse ausgehend ein Kategoriesystem unter Rückgriff auf Faktenchecks hergeleitet. Der Artikel liefert nicht nur das zentrale Ergebnis, dass klimawandelbezogene Falschaussagen in US-amerikanischen Politik-Podcasts vor allem als simple Widersprüche formuliert werden, sondern stellt in seinen konkreten Analyseentscheidungen ebenso einen mediensoziologischen Beitrag zur qualitativen Untersuchung des Mediums Podcast dar. Schlagwörter: Alternative Fakten; Klimawandel; kommunikative Realitätsdekonstruktion; Podcasts
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Raus aus der Krise, rein ins Repair Café. Exploration einer Gestaltung von Transformationspotenzialen (Josias Bruderer, Yannic Huy, Murhaf Almalek & Andrew Topham)
Dieser Artikel stellt basierend auf einer explorativen qualitativen Untersuchung eine Lesart von Repair Cafés als Orte der Auseinandersetzung mit Prekaritäten, ökologischen Krisen und sozialer Isolation dar. Die Rekonzeptualisierung von Geschlechterrollenbildern und Wertbezügen durch Care-Arbeit und die Ausbildung nicht-skalierbarer symbiotischer Orte des Nicht-Kapitalismus sind daraus entwickelte zentrale Ideen. Repair Cafés erhalten materielle Güter (z. B. Haushaltsgeräte), stärken soziale Beziehungen und fördern neue Werte wie Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und Wissensaustausch, was Potenziale für eine nachhaltigere und solidarischere Gesellschaft birgt. Schlagwörter: Geschlecht; Gender; Reparieren; Care-Arbeit; Nachhaltigkeit; Technik
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Antidemokratische Einstellungen, Einsamkeit und Schulbildung. Erste Ergebnisse der Pilotstudie „Was geht?“ – Lebensgefühle junger Menschen des Innovationsprojekts gemEINSAM gegen RECHTS (Paul Lachmann)
Einsamkeit ist eine Erfahrung, die Betroffene nicht nur gesundheitlich größeren Risiken aussetzt, sondern auch demokratische Werte und das gesellschaftliche Miteinander vor große Herausforderungen stellt. Während der Corona-Pandemie konnte sowohl ein massiver Anstieg an Einsamkeitserfahrungen als auch antidemokratischer – und vor allem (extrem) rechter – Einstellungen festgestellt werden. Aktuelle Studien haben beides in ein Verhältnis zueinander gesetzt und erste repräsentative Erkenntnisse für den deutschen Kontext geliefert. Dabei werden immer wieder auch Aussagen zu unterschiedlichen Ausprägungen nach besuchter Schulform getroffen. Auffällig ist, dass Schüler*innen oder Absolvent*innen berufsbildender Schulen kaum vertreten sind. Der vorliegende Artikel gibt, anhand einer eigens durchgeführten Pilotstudie „Was geht?“ –Lebensgefühle junger Menschen, mit Schüler*innen berufsbildender Schulen, wichtige Hinweise, die für das Schließen der Forschungslücke zu beachten sind. Auf die Ausgangsfrage nach dem Verhältnis von Bildung, antidemokratischen Einstellungen und Einsamkeit gibt er erste Einschätzungen. Schüler*innen berufsbildender Schulen vertreten im nicht-repräsentativen Sample verstärkt traditionell-konservative Werte, zeigen sich populistischer, positionieren sich deutlich rechter und weisen eindeutig eine extrem rechte Parteipräferenz auf. Einsamkeit befördert diese Tendenzen deutlich. Schlagwörter: Einsamkeit; Antidemokratische Einstellungen; Politische Bildung; Berufsbildende Schulen; Ländlicher Raum; Corona-Pandemie; Pilotstudie
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Inhalt

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Soziologiemagazin
1+2-2025: (Un-)Sichtbarkeiten. Gesellschaftliche und fachliche Dynamiken zwischen Ein- und Ausschlüssen

Editorial
Cathrin Mund / Michelle Giez / Sara Hueber: (Un-)Sichtbarkeiten. Gesellschaftliche und fachliche Dynamiken zwischen Ein- und Ausschlüssen

Schwerpunkt
Marielena Groos / Floreal Raul Keller: Sichtbarkeiten schaffen. Bodymapping als Methode migrationsbezogener Diversitätssensibilisierung in Chemnitz
Vianne Uhl: Residential Schools als Orte der (Un-)Sichtbarkeit. Ein Essay zu den Residential Schools in Kanada als Unsichtbarkeitspraktik und Teil des Prison Industrial Complex

Interview
Mehr Transparenz! Redaktionsarbeit in einem umkämpften Wissenschaftsfeld. Ein Gespräch mit den Redaktionen des Soziologiemagazins und der Debatte

Freier Teil
Klara Brachmann: „This is not a discussion on climate change”. Klimawandel-Falschaussagen in US-amerikanischen Politik-Podcasts aus systemtheoretischer Perspektive
Josias Bruderer / Yannic Huy / Murhaf Almalek / Andrew Topham: Raus aus der Krise, rein ins Repair Café. Exploration einer Gestaltung von Transformationspotenzialen
Paul Lachmann: Antidemokratische Einstellungen, Einsamkeit und Schulbildung. Erste Ergebnisse der Pilotstudie „Was geht?“ – Lebensgefühle junger Menschen des Innovationsprojekts gemEINSAM gegen RECHTS

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Nils Haacke: Die Sakralisierung der Identität – Eine Soziologie der Identitätspolitik
Konstantin Schiewer: Dschihadisten – Junge Männer in einer totalen Subkultur

 

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Bibliografie

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ISSN

2198-980X

eISSN

2198-9826

Jahrgang

18. Jahrgang 2025

Ausgabe

1+2-2025

Erscheinungsdatum

22.06.2026

Umfang

158 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

14,8 x 21 cm

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

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https://sozmag.budrich-journals.de

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Schlagwörter

Abstracts

Abstracts

Sichtbarkeiten schaffen. Bodymapping als Methode migrationsbezogener Diversitätssensibilisierung in Chemnitz (Marielena Groos & Floreal Raul Keller)
Hochschullehre im Kontext migrationspädagogischer Fragestellungen erfordert diversitätssensibilisierende Lehr- und Lernformate, die über die theoretische und textbasierte Auseinandersetzung mit Diversität hinausgehen. Besonders an universitären Standorten, an denen migrantisches Leben unsichtbar scheint, wie in der sächsischen Großstadt Chemnitz, entstehen daraus didaktische Herausforderungen. Der Beitrag dokumentiert und analysiert das Projektseminar BOND – Bodymapping für Diversität, das im Wintersemester 2024/25 an der Technischen Universität Chemnitz durchgeführt wurde. Ziel war es, Diversitätssensibilisierung bei Studierenden der Pädagogik anzustoßen und migrantisches Leben der Stadt sichtbar(er) zu machen. Durch den Einsatz der kreativen Bodymapping-Methode konnten theoretische Konzepte der Interkulturellen Pädagogik mit erfahrungsbasiertem Lernen verknüpft werden. Auf Basis studentischer Lernreflexionen und leitfadengestützte Interviews zeigt der Beitrag, wie Begegnungen, Selbstreflexion und emotionale Prozesse zur Entwicklung diversitätssensibler Haltungen beitrugen. Schlagwörter: Bodymapping; Diversitätssensibilisierung; Unsichtbarkeit; Sichtbarkeit; Projektseminar; Pädagogik
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Residential Schools als Orte der (Un-)Sichtbarkeit. Ein Essay zu den Residential Schools in Kanada als Unsichtbarkeitspraktik und Teil des Prison Industrial Complex (Vianne Uhl)
Das Essay geht der Frage nach, inwiefern Residential Schools in Kanada Teil des Prison Industrial Complex sind und welche Rolle sie in der Praxis der Unsichtbarmachung von indigenen Personen einnahmen. Die (Un-)Sichtbarkeit indigener Menschen kann in Kanada in vielfältigen Strukturen aufgezeigt werden. Besonders deutlich wird sie jedoch in der Kriminalisierung als koloniale Unsichtbarkeitspraxis in Residential Schools. Diese und weitere zugrundeliegenden Praktiken wirken im Siedlerkolonialismus bis heute fort und führen zu überproportional hohen Inhaftierungsraten indigener Menschen. Dies zeigt, dass Kriminalisierung nicht nur das Fundament, sondern zugleich das Ergebnis von Praktiken der (Un-)Sichtbarkeit ist. Angela Davis‘ Konzept des Prison Industrial Complex nimmt diese Praktiken und Strukturen in den Blick. Gemeinsam mit Cárdenas Tomažič’s (Un-)Sichtbarkeitkeitstheorie sowie Foucaults und Goffmans totalen Institutionen bilden sie die theoretische Grundlage dieses Essays. Ergänzt wird die Analyse durch einen Erfahrungsbericht, um Hochschulpraktiken und den dekolonialen Diskurs zu kontrastieren. Ziel ist es, zu den Sichtbarkeitskämpfe indigener Gesellschaften beizutragen und den Zusammenhang zwischen Kriminalisierung, (Un-)Sichtbarkeit und kolonialer Kontinuität zu beleuchten. Schlagwörter: Kanada Residential Schools; (Un-)Sichtbarkeit; Dekoloniale Studien
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„This is not a discussion on climate change“. Klimawandel-Falschaussagen in US-amerikanischen Politik-Podcasts aus systemtheoretischer Perspektive (Klara Brachmann)
„Post-truth“, „Fake News“, „alternative Fakten“ – Schlagworte wie diese sind aus aktuellen Diskursen um öffentliche Meinungsbildung, insbesondere im Zusammenhang mit Krisen wie der Corona-Pandemie oder der Klimakrise, kaum wegzudenken. Der Artikel wendet sich dem Medium Podcast zu und versucht dort verbreitete Falschaussagen, die auf den Klimawandel Bezug nehmen, zu charakterisieren. Damit wird ein an Popularität gewinnendes Medium betrachtet, dessen Rolle für die Verbreitung von Falschaussagen bisher wenig analysiert wurde. Theoretisch ist der Beitrag insbesondere an Kumkars (2022) Ansatz der kommunikativ-funktionalen Realitätsdekonstruktion orientiert. Methodisch wird von Mayrings (2010) strukturierender Inhaltsanalyse ausgehend ein Kategoriesystem unter Rückgriff auf Faktenchecks hergeleitet. Der Artikel liefert nicht nur das zentrale Ergebnis, dass klimawandelbezogene Falschaussagen in US-amerikanischen Politik-Podcasts vor allem als simple Widersprüche formuliert werden, sondern stellt in seinen konkreten Analyseentscheidungen ebenso einen mediensoziologischen Beitrag zur qualitativen Untersuchung des Mediums Podcast dar. Schlagwörter: Alternative Fakten; Klimawandel; kommunikative Realitätsdekonstruktion; Podcasts
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Raus aus der Krise, rein ins Repair Café. Exploration einer Gestaltung von Transformationspotenzialen (Josias Bruderer, Yannic Huy, Murhaf Almalek & Andrew Topham)
Dieser Artikel stellt basierend auf einer explorativen qualitativen Untersuchung eine Lesart von Repair Cafés als Orte der Auseinandersetzung mit Prekaritäten, ökologischen Krisen und sozialer Isolation dar. Die Rekonzeptualisierung von Geschlechterrollenbildern und Wertbezügen durch Care-Arbeit und die Ausbildung nicht-skalierbarer symbiotischer Orte des Nicht-Kapitalismus sind daraus entwickelte zentrale Ideen. Repair Cafés erhalten materielle Güter (z. B. Haushaltsgeräte), stärken soziale Beziehungen und fördern neue Werte wie Nachhaltigkeit, Gemeinschaftssinn und Wissensaustausch, was Potenziale für eine nachhaltigere und solidarischere Gesellschaft birgt. Schlagwörter: Geschlecht; Gender; Reparieren; Care-Arbeit; Nachhaltigkeit; Technik
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Antidemokratische Einstellungen, Einsamkeit und Schulbildung. Erste Ergebnisse der Pilotstudie „Was geht?“ – Lebensgefühle junger Menschen des Innovationsprojekts gemEINSAM gegen RECHTS (Paul Lachmann)
Einsamkeit ist eine Erfahrung, die Betroffene nicht nur gesundheitlich größeren Risiken aussetzt, sondern auch demokratische Werte und das gesellschaftliche Miteinander vor große Herausforderungen stellt. Während der Corona-Pandemie konnte sowohl ein massiver Anstieg an Einsamkeitserfahrungen als auch antidemokratischer – und vor allem (extrem) rechter – Einstellungen festgestellt werden. Aktuelle Studien haben beides in ein Verhältnis zueinander gesetzt und erste repräsentative Erkenntnisse für den deutschen Kontext geliefert. Dabei werden immer wieder auch Aussagen zu unterschiedlichen Ausprägungen nach besuchter Schulform getroffen. Auffällig ist, dass Schüler*innen oder Absolvent*innen berufsbildender Schulen kaum vertreten sind. Der vorliegende Artikel gibt, anhand einer eigens durchgeführten Pilotstudie „Was geht?“ –Lebensgefühle junger Menschen, mit Schüler*innen berufsbildender Schulen, wichtige Hinweise, die für das Schließen der Forschungslücke zu beachten sind. Auf die Ausgangsfrage nach dem Verhältnis von Bildung, antidemokratischen Einstellungen und Einsamkeit gibt er erste Einschätzungen. Schüler*innen berufsbildender Schulen vertreten im nicht-repräsentativen Sample verstärkt traditionell-konservative Werte, zeigen sich populistischer, positionieren sich deutlich rechter und weisen eindeutig eine extrem rechte Parteipräferenz auf. Einsamkeit befördert diese Tendenzen deutlich. Schlagwörter: Einsamkeit; Antidemokratische Einstellungen; Politische Bildung; Berufsbildende Schulen; Ländlicher Raum; Corona-Pandemie; Pilotstudie
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