Beschreibung
Wie gestalten sich Bildungsaufstiege in einem postkolonial geprägten System? Die Autorin untersucht, wie Studierende in Sambia den Weg zur tertiären Bildung meistern, welche Anpassungsleistungen dieser z.B. erfordert, welche Ausschlüsse er produziert und wie die Betroffenen damit umgehen. Im Zentrum stehen die autobiografischen Erzählungen der Interviewten, rekonstruiert durch eine postkolonial orientierte und diskurstheoretisch informierte Perspektive.
Hahmann analysiert relevante Stationen auf dem Bildungsweg von der Primar- über die Sekundarschule bis zur Universität und fragt, wo Erleidenskurven entstehen und wie Bildungsaufsteiger*innen diese verarbeiten. Gerade für finanziell stark abhängige Studierende erfordert der Aufstieg Einsatz, Anpassung, Durchhaltevermögen und Kreativität. Die autobiografischen Erzählungen werden als von der Autorin ko-konstruiert verstanden. Die Rekonstruktionen folgen einer ergebnisoffenen Perspektive, die keine klassischen Ländervergleiche anstellt. Das Buch leistet damit einen Beitrag zur erziehungswissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Bildungsungleichheit im globalen Süden und zur Weiterentwicklung postkolonialer Bildungsforschung.
Die Autorin:
Ronja Hahmann, Bergische Universität Wuppertal
Der Fachbereich:
Erziehungswissenschaft







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