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Informationen zur Zeitschrift

ISSN: 2367-3060

ZDfm 1+2-2023 | Sagst du mir wer ich bin? Praxen der Selbst- und Fremd-Identitätisierung und ihre Folgen

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ISSN: 2367-3060

Inhalt

ZDfm – Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management
1+2-2023: Sagst du mir, wer ich bin? – Praxen der Selbst- und Fremd-Identitätisierung und ihre Folgen

Schwerpunktthema: Sagst du mir, wer ich bin? – Praxen der Selbst- und Fremd-Identitätisierung und ihre Folgen
Andrea D. Bührmann / Laura Dobusch / Thomas Köllen / Erol Yıldız / Ilona Ebbers / Brigitte Halbfas / Daniela Rastetter / Barbara Sieben: Editorial zum Schwerpunktthema

Wissenschaftliche Langbeiträge
Sarah A. Adjei Otuo: „Ich kann mich resignierend zurückziehen oder was tun“ – Die Bedeutung von Selbstorganisationen für Schwarze Identitätsverhandlungen im deutschen Kontext
Jasmin Donlic: Rap-Texte als Mittel und Ausdruck einer postmigrantischen Selbstkonstitution
Anna Kirchner: Spürender Leib und objektivierter Körper in geschlechtlichen Identifizierungen bei zugerichteten inter* Personen
Diana Lohwasser: Die Inszenierung der Vergangenheit. „Kollektive Un-/Schuld“: Wie Erinnerungspraxen zu wirklichkeitsstrukturierenden Identifizierungspraxen werden
Deniz Oğuzhan: Das Ende des Migrationshintergrundes? Zur Kritik einer Ordnungsvorstellung
Annette Vanagas: Der queerfeministische Ruf nach freier geschlechtlicher Selbstbestimmung und dessen cisfeministische Opposition. Wieviel Selbstbestimmung lässt der mediale Diskurs um das deutsche Selbstbestimmungsgesetz zu?

Forschungsskizzen
Magdalena Buddeberg / Vanessa Henke: Je schneller, desto besser. Identitätisierung von Kindern als leistungsschwache Schüler*innen über das Differenzkriterium Geschwindigkeit
Katharina Crepaz / Katrin Roller: „Ich bin Viele“ – (trans-)migrantische Identität als Kritik am Nationalstaat
Katharina Musil / Barbara Müller-Christensen: Ich sag dir, wer ich (nicht) bin! – Syntaktische Analyse zum differenzierten Identifizieren von identitätsbasierenden Spannungsfeldern am Beispiel von Interviews mit weiblichen Führungskräften
Leon Rosa Reichle / Janine Dieckmann / Axel Salheiser:  Zwischen trägen Organisationen und fehlender Verantwortungsübernahme – Innerbehördliche Auseinandersetzungen mit Rassismus

Positionen
Jürgen Budde / Ilona Ebbers: Identifizierende geschlechtliche Adressierungen in pädagogischer Praxis – Zwischen Differenzkonstruktionen, Handlungsnotwendigkeit und Postfeminismus
Till Kadritzke: Im Lichte der Anderen: Potenziale und Fallstricke einer multidirektionalen Identitätspolitik
Paul Nicolas Möller: Warum das Selbstbestimmungsgesetz nur ein erster Schritt sein darf
Julian Sielenkämper: Identitätisierung und De-Identitätisierung – Vom Primat der Differenz und dem (Ab)Schaffen der Identitäten

Praxisbeitrag
Teo Schlögl: Trans* Identitäten jenseits von Essentialisierung? Praxiserfahrungen aus der Peer-Beratung von trans* und nicht-binären Personen

Offener Themenbereich
Andrea D. Bührmann / Laura Dobusch / Thomas Köllen / Erol Yıldız / Ilona Ebbers / Brigitte Halbfas / Daniela Rastetter / Barbara Sieben: Editorial zum offenen Themenbereich

Wissenschaftliche Langbeiträge
Monika Hübscher / Nicolle Pfaff / Fatma Bilgi / Henriette Fischer: „Es ist wichtig, dass man daraus lernt“ – Der Holocaust, Antisemitismus und Judentum im Sprechen junger Menschen über ihre Bildungserfahrungen
Jana Roth / Irma Rybnikova / Jessica Stemann: Arbeitsmarktintegration von (Spät-)Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland

Positionen
Katja Dill / Aysel Yollu-Tok: Virtualisierung von Vorstellungsgesprächen: Zu den Chancen und Hürden im digitalen Kachelformat
Iris Nowak / Wiebke Frieß / Wolfgang Menz / Daniela Rastetter / Florian Schramm: Crowdwork für eine diverse Crowd als gute Arbeit gestalten?

Aktuelles
Elena Futter-Buck / Pia Garske / Daniela Heitzmann / Silke Meinhardt: Podcast-Miniserie „Die gerechte Hochschule. Visionen einer guten und diversen Wissenschaft“
Doris Konkart / Rebecca Stehling / Katja Ebert / Angela Kornau / Barbara Sieben: Veranstaltungsreihe „Diversität leben – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“:
Rückblick und Ausblick
Ilona Ebbers / Brigitte Halbfas: Call for Papers für das Heft 2/2024 der ZDfm: Entrepreneurial Diversity: Zur Gründungsförderung, -beratung und -qualifizierung
Gülay Çağlar / Sabina García Peter / Jana Gerlach / Heike Pantelmann: Call for Papers für das Heft 1/2025 der ZDfm: Diversity und Rassismus im Hochschulkontext – glänzende Fassaden und gebrochene Versprechen

Inhaltsverzeichnis herunterladen
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Einzelbeitrag-Download (Open Access/Gebühr): zdfm.budrich-journals.de
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Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

2367-3060

eISSN

2367-3079

Jahrgang

8. Jahrgang 2023

Ausgabe

1+2-2023

Erscheinungsdatum

25.10.2023

Umfang

196 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zdfm.v8i1-2

Homepage

https://zdfm.budrich-journals.de

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Autor*innen

Andrea D. Bührmann
Sarah A. Adjei Otuo
Magdalena Buddeberg
Barbara Müller-Christensen
Paul Nicolas Möller
Julian Sielenkämper

Schlagwörter

Analyse, Antisemitismus, Arbeitsmarktintegration, Aussiedler, Aussiedlerinnen, Bildungsarbeit, Biographieanalyse, Black German Studies, Cisfeminismus, Erinnerungspraxen, Ermächtigungsprozesse, Ethnisierung, Fremd-Identitätisierung, fremdassoziiert, Geschlecht, Gojnormativität, Holocaust, Identifizierung, Identifizierungspraxen, Identitätspolitik, Intergeschlechtlichkeit, Klassifikation, kollektive Schuld, kollektive Un-/Schuld, kollektive Unschuld, kolonialistisch, kulturelle Identität, Leibkörper, Mehrheitsgesellschaft, Migration, Migrationshintergrund, nicht-weißen, Partizipation, Performativität, Postmigration, Postmuslimische Generation, postrukturalistische Interviewforschung, Praxis, Queerfeminismus, Rassismus, Schule, Selbst-Identifikationen, Selbst-Identitätisierung, Selbstbestimmungsgesetz, Selbstorganisationen, soziale Praxis, Spätaussiedler, Spätaussiedlerinnen, Statistik, Widerstand

Abstracts

„Ich kann mich resignierend zurückziehen oder was tun“ – Die Bedeutung von Selbstorganisationen für Schwarze Identitätsverhandlungen im deutschen Kontext Selbstorganisationen für Schwarze Identitätsverhandlungen im deutschen Kontext (Sarah A. Adjei Otuo)
Die qualitative Studie untersucht die Bedeutung von Selbstorganisationen für Schwarze Identitäts-und Zugehörigkeitsdiskurse in Deutschland. In Folge tradierter rassistisch-kolonialistischer Denk- und Handlungsmuster wird die Zugehörigkeit von nicht-weißen, als ,fremd‘assoziierten Personen innerhalb der weißen Mehrheitsgesellschaft oftmals in Frage gestellt oder gar abgesprochen. Die Betroffenen müssen sich stetig zu den Prozessen der Verfremdung und Exklusion verhalten und mit diesen umgehen. Die Kollektivierung marginalisierter Personengruppen kann als eine Antwort auf die Verfremdungs- und Exklusionserfahrungen verstanden werden und gleichzeitig als die Möglichkeit Prozesse der Selbst-Identitätisierung in Gang zu setzen.
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Rap-Texte als Mittel und Ausdruck einer postmigrantischen Selbstkonstitution (Jasmin Donlic)
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Prozesse des Aushandelns, der Teilhabe und der gesellschaftlichen Positionierung sichtbar werden, wenn Jugendliche biografische Erfahrungen in Rap-Texten bearbeiten. In den selbstverfassten Rap-Texten und in den mit Rapper_innen geführten semistrukturierten Interviews zeigt sich, wie die jugendlichen sich mit Religion, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Alltag auseinandersetzen, welche Strategien sie entwickeln und wie sie sich in der Gesellschaft positionieren.
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Spürender Leib und objektivierter Körper in geschlechtlichen Identifizierungen bei zugerichteten inter* Personen (Anna Kirchner)
Die Fremd-Identifizierung einer Person als inter* im Zuge einer klinischen Diagnostik ist (u.a.) als Ermöglichung von medizinischen Zurichtungshandlungen zu verstehen. Der Versuch in diesen Zurichtungen die inter* Körper zu binärgeschlechtlichen zu machen, scheitert jedoch nicht nur an sichtbaren, körperlichen Spuren der Versehrung (Narben), vielmehr besitzt das Gewebe einen nicht zurichtenbaren Eigen_Sinn, sodass sich auch nach der Zurichtung nicht binärgeschlechtlich lesbare Leibinseln bilden (können). Das lebliche Spüren bleibt in diesem Fall den Zurichtungen gegenüber widerständig und besitzt ein emanzipatorisches Potenzial.
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Die Inszenierung der Vergangenheit. „Kollektive Un-/Schuld“: Wie Erinnerungspraxen zu wirklichkeitsstrukturierenden Identifizierungspraxen werden (Diana Lohwasser)
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit verschiedenen Erinnerungs- und Identifizierungspraxen im Kontext der sogenannten kollektiven Un-/Schuld, die Erinnerung an den Holocaust inszeniert und tradiert und ein Narrativ darstellt, das die Gesellschaft strukturiert, beeinflusst und Antisemitismus begünstigt. Es wird das Narrativ der kollektiven Un-/schuld anhand von verschiedenen Inszenierungsformen von Gedächtnistheater (Bodemann 1996) und Gojnormativität (Coffey/Laumann 2021) untersucht, dargestellt, analysiert und diskutiert.
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Das Ende des Migrationshintergrundes? Zur Kritik einer Ordnungsvorstellung (Deniz Oğuzhan)
Die Kategorie des Migrationshintergrundes wurde in den Sozialwissenschaften bereits vielseitig kritisiert. Die Kritiken setzen dabei an unterschiedlichen Verwendungsweisen und Ebenen des Migrationshintergrundes an. Ich systematisiere die existierende Literatur entlang zweier Trennlinien: zwischen Kategorien der Praxis und Analyse sowie zwischen Selbst- und Fremd-Identitätisierungen. Als Praxiskategorie ist der Migrationshintergrund zu einer stigmatisierenden, negativen Klassifikation geworden und entwickelt zudem kein emanzipatorisches Potenzial für die Klassifizierten. Als Analysekategorie ist der Begriff aufgrund seiner Undifferenziertheit ungeeignet, um die Datenlage von Migrationsstatistiken zu verbessern oder rassistische Diskriminierung angemessen zu erfassen. Zuletzt erörtere ich drei Aspekte für alternative Kategorisierungen: Sie sollten (1) auf Selbst-Identifikationen beruhen, (2) höchstens eine Folgegeneration erfassen und (3) sollte die Bezeichnung der Kategorie keinen Bezug auf die Vergangenheit haben.
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Der queerfeministische Ruf nach freier geschlechtlicher Selbstbestimmung und dessen cisfeministische Opposition. Wieviel Selbstbestimmung lässt der mediale Diskurs um das deutsche Selbstbestimmungsgesetz zu? (Annette Vanagas)
In Deutschland soll im Jahr 2023 final über ein Selbstbestimmungsgesetz entschieden werden, welches das Transsexuellengesetz ersetzen und künftig eine erleichterte Personenstandsänderung ermöglichen soll. Während die parlamentarische Politik seit 2020 über den Inhalt eines solchen Gesetzes diskutiert, entbrannte erst 2022 ein Mediendiskurs über das Selbstbestimmungsgesetz, der Fachdiskurs hingegen blieb weitestgehend aus. Die mediale Öffentlichkeit diskutiert seither vorwiegend auf Ebene der Identitätspolitik, wie Geschlecht definiert wird und wer Zugang zu einer Geschlechtskategorie erhalten sollte. Mittels der Konstruktion von Angstnarrativen und einer gezielten Desinformation bemühen sich cisfeministische Akteure um eine Beibehaltung eines exklusiven geschlechterbinären Deutungssystem, während queerfeministische Bestrebungen um eine geschlechtliche Selbstbestimmung und ein inklusives geschlechterplurales Deutungssystem aus dem öffentlichen Diskurs verdrängt werden.
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„Es ist wichtig, dass man daraus lernt“ – Der Holocaust, Antisemitismus und Judentum im Sprechen junger Menschen über ihre Bildungserfahrungen Antisemitismus und Bildungsarbeit (Monika Hübscher, Nicolle Pfaff, Fatma Bilgi, Henriette Fischer)
Der Beitrag stellt erste Befunde aus dem Forschungsprojekt „Antisemitismus und Jugend“ vor. Narrative Interviews mit jungen Menschen wurden diskurs- und biographieanalytisch ausgewertet, um Positionierungen junger Menschen zu Antisemitismus und Erfahrungen mit antisemitismuskritischer Bildungsarbeit zu beschreiben. Der vorliegende Beitrag fragt, welche Räume der Auseinandersetzung mit Antisemitismus die Jugendlichen beschreiben. Neben der expliziten Ablehnung von Antisemitismus zeigen die Analysen, dass sich junge Menschen auf Jüdinnen*Juden vor allem als Opfer des Holocaust beziehen und Holocaust-relativierende Äußerungen in den Interviews treffen. In ihrem Sprechen wird antisemitismusrelevantes Wissen reproduziert. Vor diesem Hintergrund zieht der Beitrag Schlussfolgerungen für eine antisemitismuskritische Bildungsarbeit.
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Arbeitsmarktintegration von (Spät-)Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland Arbeitsmarktintegration von Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion (Jana Roth, Irma Rybnikova, Jessica Stemann)
(Spät-)Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion bilden eine beträchtliche Gruppe von Personen mit sogenanntem Migrationshintergrund in Deutschland. In der Forschung zur Arbeitsmarktintegration von Migrant_innen sind sie jedoch stark unterrepräsentiert. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist daher eine explorative Untersuchung zur Arbeitsmarktintegration von (Spät-)Aussiedler_innen in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass die Interviewten ihre gesellschaftliche und arbeitsmarktbezogene Integration retrospektiv als hoch einschätzen. Jedoch werden auch erhebliche Probleme deutlich, wie eine nicht qualifikationsadäquate Beschäftigung, vereinzelte Ungleichbehandlung sowie soziale Separation.
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Inhalt

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ZDfm – Zeitschrift für Diversitätsforschung und -management
1+2-2023: Sagst du mir, wer ich bin? – Praxen der Selbst- und Fremd-Identitätisierung und ihre Folgen

Schwerpunktthema: Sagst du mir, wer ich bin? – Praxen der Selbst- und Fremd-Identitätisierung und ihre Folgen
Andrea D. Bührmann / Laura Dobusch / Thomas Köllen / Erol Yıldız / Ilona Ebbers / Brigitte Halbfas / Daniela Rastetter / Barbara Sieben: Editorial zum Schwerpunktthema

Wissenschaftliche Langbeiträge
Sarah A. Adjei Otuo: „Ich kann mich resignierend zurückziehen oder was tun“ – Die Bedeutung von Selbstorganisationen für Schwarze Identitätsverhandlungen im deutschen Kontext
Jasmin Donlic: Rap-Texte als Mittel und Ausdruck einer postmigrantischen Selbstkonstitution
Anna Kirchner: Spürender Leib und objektivierter Körper in geschlechtlichen Identifizierungen bei zugerichteten inter* Personen
Diana Lohwasser: Die Inszenierung der Vergangenheit. „Kollektive Un-/Schuld“: Wie Erinnerungspraxen zu wirklichkeitsstrukturierenden Identifizierungspraxen werden
Deniz Oğuzhan: Das Ende des Migrationshintergrundes? Zur Kritik einer Ordnungsvorstellung
Annette Vanagas: Der queerfeministische Ruf nach freier geschlechtlicher Selbstbestimmung und dessen cisfeministische Opposition. Wieviel Selbstbestimmung lässt der mediale Diskurs um das deutsche Selbstbestimmungsgesetz zu?

Forschungsskizzen
Magdalena Buddeberg / Vanessa Henke: Je schneller, desto besser. Identitätisierung von Kindern als leistungsschwache Schüler*innen über das Differenzkriterium Geschwindigkeit
Katharina Crepaz / Katrin Roller: „Ich bin Viele“ – (trans-)migrantische Identität als Kritik am Nationalstaat
Katharina Musil / Barbara Müller-Christensen: Ich sag dir, wer ich (nicht) bin! – Syntaktische Analyse zum differenzierten Identifizieren von identitätsbasierenden Spannungsfeldern am Beispiel von Interviews mit weiblichen Führungskräften
Leon Rosa Reichle / Janine Dieckmann / Axel Salheiser:  Zwischen trägen Organisationen und fehlender Verantwortungsübernahme – Innerbehördliche Auseinandersetzungen mit Rassismus

Positionen
Jürgen Budde / Ilona Ebbers: Identifizierende geschlechtliche Adressierungen in pädagogischer Praxis – Zwischen Differenzkonstruktionen, Handlungsnotwendigkeit und Postfeminismus
Till Kadritzke: Im Lichte der Anderen: Potenziale und Fallstricke einer multidirektionalen Identitätspolitik
Paul Nicolas Möller: Warum das Selbstbestimmungsgesetz nur ein erster Schritt sein darf
Julian Sielenkämper: Identitätisierung und De-Identitätisierung – Vom Primat der Differenz und dem (Ab)Schaffen der Identitäten

Praxisbeitrag
Teo Schlögl: Trans* Identitäten jenseits von Essentialisierung? Praxiserfahrungen aus der Peer-Beratung von trans* und nicht-binären Personen

Offener Themenbereich
Andrea D. Bührmann / Laura Dobusch / Thomas Köllen / Erol Yıldız / Ilona Ebbers / Brigitte Halbfas / Daniela Rastetter / Barbara Sieben: Editorial zum offenen Themenbereich

Wissenschaftliche Langbeiträge
Monika Hübscher / Nicolle Pfaff / Fatma Bilgi / Henriette Fischer: „Es ist wichtig, dass man daraus lernt“ – Der Holocaust, Antisemitismus und Judentum im Sprechen junger Menschen über ihre Bildungserfahrungen
Jana Roth / Irma Rybnikova / Jessica Stemann: Arbeitsmarktintegration von (Spät-)Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland

Positionen
Katja Dill / Aysel Yollu-Tok: Virtualisierung von Vorstellungsgesprächen: Zu den Chancen und Hürden im digitalen Kachelformat
Iris Nowak / Wiebke Frieß / Wolfgang Menz / Daniela Rastetter / Florian Schramm: Crowdwork für eine diverse Crowd als gute Arbeit gestalten?

Aktuelles
Elena Futter-Buck / Pia Garske / Daniela Heitzmann / Silke Meinhardt: Podcast-Miniserie „Die gerechte Hochschule. Visionen einer guten und diversen Wissenschaft“
Doris Konkart / Rebecca Stehling / Katja Ebert / Angela Kornau / Barbara Sieben: Veranstaltungsreihe „Diversität leben – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit“:
Rückblick und Ausblick
Ilona Ebbers / Brigitte Halbfas: Call for Papers für das Heft 2/2024 der ZDfm: Entrepreneurial Diversity: Zur Gründungsförderung, -beratung und -qualifizierung
Gülay Çağlar / Sabina García Peter / Jana Gerlach / Heike Pantelmann: Call for Papers für das Heft 1/2025 der ZDfm: Diversity und Rassismus im Hochschulkontext – glänzende Fassaden und gebrochene Versprechen

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Bibliografie

Zusätzliche Information

Verlag

ISSN

2367-3060

eISSN

2367-3079

Jahrgang

8. Jahrgang 2023

Ausgabe

1+2-2023

Erscheinungsdatum

25.10.2023

Umfang

196 Seiten

Sprache

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/zdfm.v8i1-2

Homepage

https://zdfm.budrich-journals.de

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Andrea D. Bührmann
Sarah A. Adjei Otuo
Magdalena Buddeberg
Barbara Müller-Christensen
Paul Nicolas Möller
Julian Sielenkämper

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Pressestimmen

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„Ich kann mich resignierend zurückziehen oder was tun“ – Die Bedeutung von Selbstorganisationen für Schwarze Identitätsverhandlungen im deutschen Kontext Selbstorganisationen für Schwarze Identitätsverhandlungen im deutschen Kontext (Sarah A. Adjei Otuo)
Die qualitative Studie untersucht die Bedeutung von Selbstorganisationen für Schwarze Identitäts-und Zugehörigkeitsdiskurse in Deutschland. In Folge tradierter rassistisch-kolonialistischer Denk- und Handlungsmuster wird die Zugehörigkeit von nicht-weißen, als ,fremd‘assoziierten Personen innerhalb der weißen Mehrheitsgesellschaft oftmals in Frage gestellt oder gar abgesprochen. Die Betroffenen müssen sich stetig zu den Prozessen der Verfremdung und Exklusion verhalten und mit diesen umgehen. Die Kollektivierung marginalisierter Personengruppen kann als eine Antwort auf die Verfremdungs- und Exklusionserfahrungen verstanden werden und gleichzeitig als die Möglichkeit Prozesse der Selbst-Identitätisierung in Gang zu setzen.
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Rap-Texte als Mittel und Ausdruck einer postmigrantischen Selbstkonstitution (Jasmin Donlic)
Der Beitrag geht der Frage nach, welche Prozesse des Aushandelns, der Teilhabe und der gesellschaftlichen Positionierung sichtbar werden, wenn Jugendliche biografische Erfahrungen in Rap-Texten bearbeiten. In den selbstverfassten Rap-Texten und in den mit Rapper_innen geführten semistrukturierten Interviews zeigt sich, wie die jugendlichen sich mit Religion, Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Alltag auseinandersetzen, welche Strategien sie entwickeln und wie sie sich in der Gesellschaft positionieren.
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Spürender Leib und objektivierter Körper in geschlechtlichen Identifizierungen bei zugerichteten inter* Personen (Anna Kirchner)
Die Fremd-Identifizierung einer Person als inter* im Zuge einer klinischen Diagnostik ist (u.a.) als Ermöglichung von medizinischen Zurichtungshandlungen zu verstehen. Der Versuch in diesen Zurichtungen die inter* Körper zu binärgeschlechtlichen zu machen, scheitert jedoch nicht nur an sichtbaren, körperlichen Spuren der Versehrung (Narben), vielmehr besitzt das Gewebe einen nicht zurichtenbaren Eigen_Sinn, sodass sich auch nach der Zurichtung nicht binärgeschlechtlich lesbare Leibinseln bilden (können). Das lebliche Spüren bleibt in diesem Fall den Zurichtungen gegenüber widerständig und besitzt ein emanzipatorisches Potenzial.
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Die Inszenierung der Vergangenheit. „Kollektive Un-/Schuld“: Wie Erinnerungspraxen zu wirklichkeitsstrukturierenden Identifizierungspraxen werden (Diana Lohwasser)
Dieser Beitrag beschäftigt sich mit verschiedenen Erinnerungs- und Identifizierungspraxen im Kontext der sogenannten kollektiven Un-/Schuld, die Erinnerung an den Holocaust inszeniert und tradiert und ein Narrativ darstellt, das die Gesellschaft strukturiert, beeinflusst und Antisemitismus begünstigt. Es wird das Narrativ der kollektiven Un-/schuld anhand von verschiedenen Inszenierungsformen von Gedächtnistheater (Bodemann 1996) und Gojnormativität (Coffey/Laumann 2021) untersucht, dargestellt, analysiert und diskutiert.
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Das Ende des Migrationshintergrundes? Zur Kritik einer Ordnungsvorstellung (Deniz Oğuzhan)
Die Kategorie des Migrationshintergrundes wurde in den Sozialwissenschaften bereits vielseitig kritisiert. Die Kritiken setzen dabei an unterschiedlichen Verwendungsweisen und Ebenen des Migrationshintergrundes an. Ich systematisiere die existierende Literatur entlang zweier Trennlinien: zwischen Kategorien der Praxis und Analyse sowie zwischen Selbst- und Fremd-Identitätisierungen. Als Praxiskategorie ist der Migrationshintergrund zu einer stigmatisierenden, negativen Klassifikation geworden und entwickelt zudem kein emanzipatorisches Potenzial für die Klassifizierten. Als Analysekategorie ist der Begriff aufgrund seiner Undifferenziertheit ungeeignet, um die Datenlage von Migrationsstatistiken zu verbessern oder rassistische Diskriminierung angemessen zu erfassen. Zuletzt erörtere ich drei Aspekte für alternative Kategorisierungen: Sie sollten (1) auf Selbst-Identifikationen beruhen, (2) höchstens eine Folgegeneration erfassen und (3) sollte die Bezeichnung der Kategorie keinen Bezug auf die Vergangenheit haben.
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Der queerfeministische Ruf nach freier geschlechtlicher Selbstbestimmung und dessen cisfeministische Opposition. Wieviel Selbstbestimmung lässt der mediale Diskurs um das deutsche Selbstbestimmungsgesetz zu? (Annette Vanagas)
In Deutschland soll im Jahr 2023 final über ein Selbstbestimmungsgesetz entschieden werden, welches das Transsexuellengesetz ersetzen und künftig eine erleichterte Personenstandsänderung ermöglichen soll. Während die parlamentarische Politik seit 2020 über den Inhalt eines solchen Gesetzes diskutiert, entbrannte erst 2022 ein Mediendiskurs über das Selbstbestimmungsgesetz, der Fachdiskurs hingegen blieb weitestgehend aus. Die mediale Öffentlichkeit diskutiert seither vorwiegend auf Ebene der Identitätspolitik, wie Geschlecht definiert wird und wer Zugang zu einer Geschlechtskategorie erhalten sollte. Mittels der Konstruktion von Angstnarrativen und einer gezielten Desinformation bemühen sich cisfeministische Akteure um eine Beibehaltung eines exklusiven geschlechterbinären Deutungssystem, während queerfeministische Bestrebungen um eine geschlechtliche Selbstbestimmung und ein inklusives geschlechterplurales Deutungssystem aus dem öffentlichen Diskurs verdrängt werden.
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„Es ist wichtig, dass man daraus lernt“ – Der Holocaust, Antisemitismus und Judentum im Sprechen junger Menschen über ihre Bildungserfahrungen Antisemitismus und Bildungsarbeit (Monika Hübscher, Nicolle Pfaff, Fatma Bilgi, Henriette Fischer)
Der Beitrag stellt erste Befunde aus dem Forschungsprojekt „Antisemitismus und Jugend“ vor. Narrative Interviews mit jungen Menschen wurden diskurs- und biographieanalytisch ausgewertet, um Positionierungen junger Menschen zu Antisemitismus und Erfahrungen mit antisemitismuskritischer Bildungsarbeit zu beschreiben. Der vorliegende Beitrag fragt, welche Räume der Auseinandersetzung mit Antisemitismus die Jugendlichen beschreiben. Neben der expliziten Ablehnung von Antisemitismus zeigen die Analysen, dass sich junge Menschen auf Jüdinnen*Juden vor allem als Opfer des Holocaust beziehen und Holocaust-relativierende Äußerungen in den Interviews treffen. In ihrem Sprechen wird antisemitismusrelevantes Wissen reproduziert. Vor diesem Hintergrund zieht der Beitrag Schlussfolgerungen für eine antisemitismuskritische Bildungsarbeit.
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Arbeitsmarktintegration von (Spät-)Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland Arbeitsmarktintegration von Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion (Jana Roth, Irma Rybnikova, Jessica Stemann)
(Spät-)Aussiedler_innen aus der ehemaligen Sowjetunion bilden eine beträchtliche Gruppe von Personen mit sogenanntem Migrationshintergrund in Deutschland. In der Forschung zur Arbeitsmarktintegration von Migrant_innen sind sie jedoch stark unterrepräsentiert. Das Ziel der vorliegenden Arbeit ist daher eine explorative Untersuchung zur Arbeitsmarktintegration von (Spät-)Aussiedler_innen in Deutschland. Die Ergebnisse zeigen, dass die Interviewten ihre gesellschaftliche und arbeitsmarktbezogene Integration retrospektiv als hoch einschätzen. Jedoch werden auch erhebliche Probleme deutlich, wie eine nicht qualifikationsadäquate Beschäftigung, vereinzelte Ungleichbehandlung sowie soziale Separation.
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