Beschreibung
Seit Jahren dreht sich die gesellschaftliche Diskussion um die Frage, wer macht denn eigentlich nun die Haus- und Familienarbeit im weitesten Sinne von Kindererziehung bis Altenbetreuung, wenn die Frauen auch alle „auf der Arbeit“ sind? Doch wer geht einkaufen, wer putzt; who cares?
„Der Markt regelt das“, lautet die zynisch anmutende Antwort. Denn „der Markt“ sind in diesem Falle zumeist Migrantinnen, hรคufig ohne Papiere und in prekรคren Verhรคltnissen. Wie genau sehen nun die sog. Transnationalen Versorgungsketten („Care Chains“) aus, mit Frauen in West- aber zunehmend auch in Osteuropa als Teil der regulรคren Erwerbs-Arbeitswelt, Migrantinnen, die sich um deren Kinder, Familien und Haushalte kรผmmern und Geld nach Hause schicken. Und mit wiederum eigenen Hilfenย — Migrantinnen oder Verwandten –, die deren Familien versorgen.
Das Buch versammelt aktuelle Beitrรคgeย — theoretische Perspektiven und empirische Forschungenย — namhafter Expertinnen zu diesen gesellschaftspolitisch brisanten Fragen. Zur Diskussion stehen Perspektiven der menschlichen Reproduktionsarbeit, der รkonomie und der Ethik angesichts der Entstehung dieser „Care Chains“ und der Herausbildung einer neuen transnationalen Geschlechterordnung. An der zentralen Problematik der sozialen Bรผrgerrechte (citizenship) werden Verschrรคnkungen und Widersprรผchlichkeiten des Ineinandergreifens von Gender- und Migrationsregimes beleuchtet. Die amerikanische Soziologin Arlie Hochschild, die mit wegweisenden Beitrรคgen das Forschungsfeld engagiert vorangetrieben hat, wird fรผr diesen Band erstmals auf dem deutschsprachigen Markt Ergebnisse ihrer neuesten Forschung zu „Surrogate Mothers“ verรถffentlichen. Der Band wendet sich gleichermaรen an WissenschaftlerInnen, Policy-Maker und eine breite รffentlichkeit.
Beitrรคge von:
Ursula Apitzsch, Margrit Brรผckner, Ute Gerhard, Arlie Hochschild, Karin Jurczyk, Juliane Karakayali, Helma Lutz, Maria Rerrich, Marianne Schmidbaur
The editors:
Prof. Dr. Ursula Apitzsch,
Goethe-Universitรคt Frankfurt, Politik und Soziologie, geschรคftsfรผhrende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums fรผr Frauen- und Geschlechterforschung
Dr. Marianne Schmidbaur,
Forschungskoordinatorin am am Cornelia Goethe Centrum fรผr Frauen- und Geschlechterforschung, Frankfurt a. M.
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).


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