Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-0083-7

Die Ethik rechtserhaltender Gewalt

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 15.05.2013

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ISBN: 978-3-8474-0083-7
Kategorien: Politics

Beschreibung

Wie kann es Soldatinnen und Soldaten gelingen, sich in ihrem Beruf ethisch zu orientieren? Darf man ohne eigenen unmittelbaren Handlungsdruck Menschen tรถten, um Menschen zu retten? Wie lebt jemand damit, dass er entweder Schรคden angerichtet oder sie nicht verhindert hat, obwohl er es gekonnt hรคtte?

 

An der renommierten amerikanischen Militรคrakademie West Point wird gelehrt: Wenn ein Krieg gerecht ist, dann ist auch das Tรถten in diesem Krieg gerecht und sollte keine Schuldgefรผhle auslรถsen. Dafรผr dass der Krieg gerecht ist, haben nicht die Soldaten, sondern die politischen Fรผhrer zu sorgen und die Gesellschaft, die sie beauftragt oder gewรคhren lรคsst. Sollte der Soldat feststellen, dass die Verantwortlichen einen ungerechten Krieg anzetteln, sollte er den Gehorsam verweigern. Dem Soldaten bleibt also eine Gewissensentscheidung. Hartwig von Schubert vertritt in diesem Band eine erheblich differenziertere Lรถsung: Einen gerechten Krieg gibt es nicht, denn jeder Krieg ist eine Bankrotterklรคrung menschlicher Kommunikation. Der Krieg als Mittel zwischenstaatlicher Konfliktregulierung ist im Vรถlkerrecht geรคchtet. Erlaubt sind dort als die zwei einzigen Ausnahmen vom Gewaltverbot nur die Selbstverteidigung und die GewaltmaรŸnahme in Systemen kollektiver Sicherheit, รผber die nur die autorisierten Verantwortlichen eines Staates oder einer Staatengemeinschaft entscheiden dรผrfen. Und selbst dann hat nur der staatlich autorisierte โ€žKombattant“ das Kampffรผhrungsrecht und ist hierbei zur Wahrung der VerhรคltnismรครŸigkeit verpflichtet, er darf straffrei tรถten und darf gegebenenfalls nicht-exzessive Kollateralschรคden in Kauf nehmen. Aber die Straffreiheit dieser Tรถtungshandlung bedeutet nicht Schuldlosigkeit, also bedarf der Soldat der Vergebung.

 

Inhaltsverzeichnis ansehen

 

Der Autor:

Dr. Hartwig von Schubert, Evangelischer Militรคrdekan an der Fรผhrungsakademie der Bundeswehr Hamburg

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Zielgruppen: PolitikwissenschafterInnen, Angehรถrige und KritikerInnen der Bundeswehr

Keywords: Neuausrichtung der Bundeswehr, Friedensethik, Auslandseinsรคtze

Fachbereiche: Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-0083-7

eISBN

978-3-8474-0345-6

Format

A5

Scope

80

Year of publication

2013

Date of publication

15.05.2013

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

48

Bewertungen

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Autor*innen

Hartwig von Schubert

Keywords

Auslandseinsรคtze, Friedensethik, Neuausrichtung der Bundeswehr, Sicherheitspolitik

Umstritten bleibt zwischen den Befรผrwortern der Friedensdenkschrift und den pazifistisch orientierten Gruppen die Frage, ob innerhalb eines des Leitbildes vom gerechten Frieden Platz ist fรผr eine Ethik rechtserhaltender Gewalt und welchen Prinzipien diese Ethik unter MaรŸgabe ihrer gewaltbegrenzenden Funktion folgt.

Zur Sache BW 24/2013

 

Beschreibung

Beschreibung

Wie kann es Soldatinnen und Soldaten gelingen, sich in ihrem Beruf ethisch zu orientieren? Darf man ohne eigenen unmittelbaren Handlungsdruck Menschen tรถten, um Menschen zu retten? Wie lebt jemand damit, dass er entweder Schรคden angerichtet oder sie nicht verhindert hat, obwohl er es gekonnt hรคtte?

 

An der renommierten amerikanischen Militรคrakademie West Point wird gelehrt: Wenn ein Krieg gerecht ist, dann ist auch das Tรถten in diesem Krieg gerecht und sollte keine Schuldgefรผhle auslรถsen. Dafรผr dass der Krieg gerecht ist, haben nicht die Soldaten, sondern die politischen Fรผhrer zu sorgen und die Gesellschaft, die sie beauftragt oder gewรคhren lรคsst. Sollte der Soldat feststellen, dass die Verantwortlichen einen ungerechten Krieg anzetteln, sollte er den Gehorsam verweigern. Dem Soldaten bleibt also eine Gewissensentscheidung. Hartwig von Schubert vertritt in diesem Band eine erheblich differenziertere Lรถsung: Einen gerechten Krieg gibt es nicht, denn jeder Krieg ist eine Bankrotterklรคrung menschlicher Kommunikation. Der Krieg als Mittel zwischenstaatlicher Konfliktregulierung ist im Vรถlkerrecht geรคchtet. Erlaubt sind dort als die zwei einzigen Ausnahmen vom Gewaltverbot nur die Selbstverteidigung und die GewaltmaรŸnahme in Systemen kollektiver Sicherheit, รผber die nur die autorisierten Verantwortlichen eines Staates oder einer Staatengemeinschaft entscheiden dรผrfen. Und selbst dann hat nur der staatlich autorisierte โ€žKombattant“ das Kampffรผhrungsrecht und ist hierbei zur Wahrung der VerhรคltnismรครŸigkeit verpflichtet, er darf straffrei tรถten und darf gegebenenfalls nicht-exzessive Kollateralschรคden in Kauf nehmen. Aber die Straffreiheit dieser Tรถtungshandlung bedeutet nicht Schuldlosigkeit, also bedarf der Soldat der Vergebung.

 

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Der Autor:

Dr. Hartwig von Schubert, Evangelischer Militรคrdekan an der Fรผhrungsakademie der Bundeswehr Hamburg

 

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Zielgruppen: PolitikwissenschafterInnen, Angehรถrige und KritikerInnen der Bundeswehr

Keywords: Neuausrichtung der Bundeswehr, Friedensethik, Auslandseinsรคtze

Fachbereiche: Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-0083-7

eISBN

978-3-8474-0345-6

Format

A5

Scope

80

Year of publication

2013

Date of publication

15.05.2013

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

48

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Hartwig von Schubert

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Pressestimmen

Umstritten bleibt zwischen den Befรผrwortern der Friedensdenkschrift und den pazifistisch orientierten Gruppen die Frage, ob innerhalb eines des Leitbildes vom gerechten Frieden Platz ist fรผr eine Ethik rechtserhaltender Gewalt und welchen Prinzipien diese Ethik unter MaรŸgabe ihrer gewaltbegrenzenden Funktion folgt.

Zur Sache BW 24/2013

 

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