Beschreibung
Die jรผngeren Reformen der Arbeitsvermittlung und Arbeitsverwaltung im SGB III Bereich stehen im Zentrum dieser institutionalistisch konzipierten Policy-Analyse. Die Strategien und Praxis der Arbeitsvermittlung gleichen sich im Zuge der zentralistischen โHartz-Reformenโ immer stรคrker aneinander an. Die Angleichungsprozesse verringern die Vielfalt der Vermittlungsmodelle der lokalen Arbeitsagenturen und damit das kreative Potential der Organisation Bundesagentur fรผr Arbeit.
Das Theorem des institutionellen Isomorphismus wird genutzt, um die Uniformisierungstendenzen zu erklรคren; die innovative Methode der Fuzzy-Set-Idealtypen-Analyse wird verwendet, um die Angleichung der Implementationsmodelle empirisch nachzuweisen.
Mit der zunehmenden Vereinheitlichung der Agenturmodelle und durch andere Einseitigkeiten der eingeschlagenen Reformstrategie wird die Verbreitung paradoxer Reformeffekte begรผnstigt. Die Reform der Bundesagentur fรผr Arbeit ist mit organisationsinternen Steuerungsparadoxien, Paradoxien der operativen Arbeitsvermittlung und Legitimationsparadoxien konfrontiert. Bei dieser Reform handelt es sich nicht um eine vermeintlich politisch neutrale Verwaltungsmodernisierung, vielmehr vollzieht sich ein institutioneller Governancewandel, mit dem die normativen Grundlagen und die Praxis der รถffentlichen Arbeitsvermittlung bedeutsam verรคndert werden.
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