Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-2462-8

Sterben neurobiologisch betrachtet

Letzte Lebensphasen unter Leistungs- und Heroismusdruck

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 14.12.2020

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ISBN: 978-3-8474-2462-8

Beschreibung

Das Sterbethema โ€“ Publikationen hierzu sind vornehmlich in der Philosophie, der Theologie und der Psychologie angesiedelt. รœberwiegend folgen sie einer Neigung zum mitleidenden Hineinfรผhlen in die Lage von Sterbenden. Statt dieser wissenschaftlichen Tradition phรคnomenologisch-hermeneutischen Verstehens zu folgen, wird in diesem Buch ein neurobiologisch inspirierter empirisch-analytischer Zugriff gewรคhlt: Der Autor verlagert das Interesse vom Hineinfรผhlen in Sterbende auf die Nachlebenden und plรคdiert fรผr einen palliativen Umgang mit Sterbenden. In einem Exkurs wird der Umgang mit dem Sterben in der Corona-Krise behandelt.

In dem Buch wird erkennbar, was dem traditionellen Ansatz des phรคnomenologisch-hermeneutischen Verstehens entgeht: Die Nachlebenden befinden sich unter dem Druck eines leistungsgesellschaftlich gefรคrbten Sterbediskurses, der sich empirisch erschlieรŸen lรคsst. Er wird ihnen als Lernstoff aufgedrรคngt. รœber dafรผr zustรคndige Areale des Gehirns, ihren Lernapparat, lernen die Nachlebenden in einem (weitgehend hinter ihrem Rรผcken ablaufenden Lernprozess), dass im Sterben Stรคrke (zugespitzt: Heroismus) verlangt wird. Der lebenslang gelernte Sterbeheroismus รผberformt das Bedรผrfnis der Sterbenden nach mitleidender Zuwendung in hohem MaรŸe. Im Falle sich lรคnger hinziehender Sterbesituationen fรผhrt das dazu, dass mitleidendes Verstehen und speziell der darauf basierende phรคnomenologisch-hermeneutische Zugriff ins Leere gehen. In der Konsequenz dieser innovativen Anwendung neurobiologischer Erkenntnisse auf das Sterbethema muss den Sterbenden Schwรคche zugestanden werden. Dazu bedarf es eines Sterbediskurses, in dem die heroisierende Komponente zurรผckgedrรคngt wird, um so einen palliativen Umgang mit Sterbenden zu ermรถglichen.

Inhaltsverzeichnis Leseprobe

Autor:
Dr. habil. Klaus Gรผnther, Universitรคt Bonn

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Target group:
Forschende der Sozialwissenschaften, Sozialen Arbeit und Psychologie; Praxis der Palliativtherapie

Zusรคtzliche Informationen

ISBN

978-3-8474-2462-8

eISBN

978-3-8474-1604-3

Format

A5

Scope

211

Year of publication

2020

Date of publication

14.12.2020

Edition

1.

Language

Deutsch

Bewertungen

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Autor*innen

Keywords

Bioethik, Hermeneutik, Neurobiologie, Palliativmedizin, Phรคnomenologie, Sterben, Sterben lernen, Tod

Pressestimmen/Rezensionen

Besprechung erschienen im Bonner Stadtanzeiger am 28/29 August 2021

Beschreibung

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Das Sterbethema โ€“ Publikationen hierzu sind vornehmlich in der Philosophie, der Theologie und der Psychologie angesiedelt. รœberwiegend folgen sie einer Neigung zum mitleidenden Hineinfรผhlen in die Lage von Sterbenden. Statt dieser wissenschaftlichen Tradition phรคnomenologisch-hermeneutischen Verstehens zu folgen, wird in diesem Buch ein neurobiologisch inspirierter empirisch-analytischer Zugriff gewรคhlt: Der Autor verlagert das Interesse vom Hineinfรผhlen in Sterbende auf die Nachlebenden und plรคdiert fรผr einen palliativen Umgang mit Sterbenden. In einem Exkurs wird der Umgang mit dem Sterben in der Corona-Krise behandelt.

In dem Buch wird erkennbar, was dem traditionellen Ansatz des phรคnomenologisch-hermeneutischen Verstehens entgeht: Die Nachlebenden befinden sich unter dem Druck eines leistungsgesellschaftlich gefรคrbten Sterbediskurses, der sich empirisch erschlieรŸen lรคsst. Er wird ihnen als Lernstoff aufgedrรคngt. รœber dafรผr zustรคndige Areale des Gehirns, ihren Lernapparat, lernen die Nachlebenden in einem (weitgehend hinter ihrem Rรผcken ablaufenden Lernprozess), dass im Sterben Stรคrke (zugespitzt: Heroismus) verlangt wird. Der lebenslang gelernte Sterbeheroismus รผberformt das Bedรผrfnis der Sterbenden nach mitleidender Zuwendung in hohem MaรŸe. Im Falle sich lรคnger hinziehender Sterbesituationen fรผhrt das dazu, dass mitleidendes Verstehen und speziell der darauf basierende phรคnomenologisch-hermeneutische Zugriff ins Leere gehen. In der Konsequenz dieser innovativen Anwendung neurobiologischer Erkenntnisse auf das Sterbethema muss den Sterbenden Schwรคche zugestanden werden. Dazu bedarf es eines Sterbediskurses, in dem die heroisierende Komponente zurรผckgedrรคngt wird, um so einen palliativen Umgang mit Sterbenden zu ermรถglichen.

Inhaltsverzeichnis Leseprobe

Autor:
Dr. habil. Klaus Gรผnther, Universitรคt Bonn

 

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Forschende der Sozialwissenschaften, Sozialen Arbeit und Psychologie; Praxis der Palliativtherapie

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978-3-8474-2462-8

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978-3-8474-1604-3

Format

A5

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211

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