Verlag Barbara Budrich

Sort by categories
select all / select none

Verlag Barbara Budrich

Sort by categories
select all / select none

Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8252-5830-6

Diskurs und Macht

Einfรผhrung in die herrschaftskritische Erzรคhltheorie

(2 Kundenbewertungen)
Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 16.05.2022

25,99 โ‚ฌ - 26,90 โ‚ฌ

Bevor Sie dieses Produkt in den Warenkorb legen kรถnnen, mรผssen Sie die aktuelle Bestellung abschlieรŸen: Zum Warenkorb

ISBN: 978-3-8252-5830-6
Kategorien: Society, Methods, Utb

Beschreibung

Das Buch bietet eine Einfรผhrung in die Diskursforschung und eine Anwendung des Diskursbegriffes auf unterschiedliche Machtproblematiken. Der erste, theoretische Teil des Buches vermittelt eine kritische รœbersicht รผber die wichtigsten Diskurstheorien: Foucault, Bourdieu, Fairclough und Greimas‘ Strukturale Semiotik. Im zweiten Teil wird die Textsoziologie als Weiterentwicklung der Strukturalen Semiotik nach Greimas auf psychiatrische, juristische, politische und wissenschaftliche Diskurse als Formen der Machtausรผbung angewandt. Im letzten Kapitel werden diskursive Machtansprรผche im Zusammenhang mit bekannten wissenschaftlichen Debatten, wie dem โ€žPositivismusstreitโ€œ oder der Habermas-Luhmann-Debatte, beschrieben.

In diesem Buch geht um die Machtfrage โ€žWer erzรคhlt wen?โ€œ, die sich auf die folgenden Bereiche bezieht: Psychiatrie (im Zusammenhang mit Goffman), Gerichtsverfahren (im Zusammenhang mit Artur Londons Ich gestehe), Wahlkampfreden (Obama, Trump, Biden) und Wissenschaft (Positivismusstreit, Habermas-Luhmann-Debatte).
Das Buch vermittelt eine kritische รœbersicht รผber die wichtigsten Diskurstheorien, auf der die vom Autor ausgearbeitete Textsoziologie teilweise grรผndet. Dabei handelt es sich um eine zugleich soziologische und semiotische Analyse, in der die sozialen, semantischen und narrativen Verfahren von Diskursen untersucht werden und in der gezeigt wird, wie ein Diskurs mit Hilfe von Relevanzkriterien, Selektionen und Erzรคhlverfahren versucht, den anderen Diskurs zu umfassen, zu dominieren.
Im Mittelpunkt steht dort die Frage, wie das Machtstreben in den Sozialwissenschaften die Verstรคndigung behindert und wie es mรถglichst weit zurรผckgedrรคngt werden kรถnnte, damit eine genuine Verstรคndigung zustande kommt.

Der Autor:
Peter V. Zima, em. Professor fรผr Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Alpen-Adria Universitรคt Klagenfurt, ร–sterreich

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).

Die Zielgruppe:
Forschende, Lehrende und Studierende der Soziologie und Sozialwissenschaften

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8252-5830-6

eISBN

978-3-8385-5830-1

Format

utb S

Scope

314

Year of publication

2022

Date of publication

16.05.2022

Edition

1.

Language

Deutsch

2 Bewertungen fรผr Diskurs und Macht

  1. Soian Grap

    Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da der Schwerpunkt meines Soziologiestudiums auf Diskurstheorie und damit verbundenen Themen und Fragen lag. Jedoch musste ich feststellen, dass ich falsche Erwartungen an das Buch hatte und im Endeffekt enttรคuscht wurde.

    Zimas Anliegen fรผr sein Buch ist es, verschiedene Diskursbegriffe vorzustellen, um schlieรŸlich einen zu erlรคutern, der sich dazu eignet, Macht zu untersuchen. Das eigene Machtverstรคndnis fรผr dieses Vorhaben definiert Zima aber nicht, bevor er die Arbeit Michel Foucaults kritisiert. Sein Diskursbegriff sei โ€žsehr rudimentรคrโ€œ, also kaum vorhanden โ€“ aus meiner Sicht eine Frechheit, das so zu behaupten. (Bei der Foucault-Lektรผre kommt man kaum um diesen Begriff und seine Komplexitรคt herum.) Zimas Kritik an Foucault scheint darin begrรผndet, dass Foucault in seinen Arbeiten keine kurze, prรคgnante und positiv formulierte Definition von Diskurs liefert, die ohne eine Verschrรคnkung mit anderen Konzepten (u.a. Macht) funktioniert.
    Mir stellt sich hier die Frage, weshalb Zima in einem Einfรผhrungswerk auf Theorien und Autoren eingeht, die offensichtlich nicht zu seinem Verstรคndnis der zentralen Begriffe (Diskurs und Macht) passen. Zumal die Darlegungen dieser Theorien durch Zima m.E. schwer verstรคndlich, da sehr oberflรคchlich, sind und seine Kritik daran auch nicht nachvollziehbar, da unzureichend ausgefรผhrt, ist.

  2. Markus Ohmann

    Der Autor gibt in seinem Buch โ€žDiskurs und Machtโ€œ einen รœberblick รผber verschiedene theoretische Perspektiven. Dabei werden neben Klassikern wie Foucault und Bourdieu auch weniger bekannte Theorien benannt und erlรคutert. Damit bietet dieses Buch einen guten รœberblick รผber verschiedene Theorien im Bereich von Diskurs und Macht. Gleichzeitig werden die theoretischen Perspektiven, welche multiperspektivisch sind, im zweiten Teil des Buchs anhand von Praxisbeispielen erlรคutert. Insbesondere der Praxisbezug im zweiten Teil ist hervorzuheben, da die Theorien hier durch die Praxis unterstรผtzt werden und somit das Verstรคndnis fรถrdern. Insgesamt stellt dieses Buch einen modernen Klassiker dar. Es dient insbesondere als รœberblick, weniger als detaillierte Erlรคuterung aller Theorien. Wer jedoch eine konkrete Definition von Diskurs sucht, wird dieses Buch wenig mรถgen.

Fรผge deine Bewertung hinzu

Your email address will not be published. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Autor*innen

Keywords

Anwendung des Diskursbegriffes, Bourdieu, Diskurs als Instrument der Machtausรผbung, Diskursbegriff, Einfรผhrung in die Diskursforschung, Fairclough, Formen der Machtausรผbung, Foucault, Gerichtsverfahren, gesellschaftliche Diskurse, Greima, Habermas-Luhmann-Debatte, Machtfrage, Machtproblematik, Positivismusstreit, Psychiatrie, strukturale Semiotik, Textsoziologie, Wahlkampfreden, wichtigste Diskurstheorien, Wissenschaft

Pressestimmen

Wie fruchtbar Zimas theoretisches Konzept in der praktischen Diskursanalyse sein kann, erweist sich in den ausfรผhrlichen Essays zu Pirandello, Goffman, Camus, Artur London und dann auch ganz aktuell zu Obama, Trump und Biden. Dabei bilden Musils >Ironie< und Bachtins >Dialogizitรคt< sozusagen gedankliche Brรผcken zwischen Theorie und engagierter Machtkritik โ€“ mit dem letzten Konzept, das der Verfasser nicht zuletzt auch fรผr eine Machtkritik wissenschaftlicher Diskurse weiterentwickelt hat, endet dieses Buch, das den in der kRR diskutierten Konzepten รผberall produktiv entgegenkommt.

โ€žKulturrevolutionโ€œ, Nr. 83, November 2022

Beschreibung

Beschreibung

Das Buch bietet eine Einfรผhrung in die Diskursforschung und eine Anwendung des Diskursbegriffes auf unterschiedliche Machtproblematiken. Der erste, theoretische Teil des Buches vermittelt eine kritische รœbersicht รผber die wichtigsten Diskurstheorien: Foucault, Bourdieu, Fairclough und Greimas‘ Strukturale Semiotik. Im zweiten Teil wird die Textsoziologie als Weiterentwicklung der Strukturalen Semiotik nach Greimas auf psychiatrische, juristische, politische und wissenschaftliche Diskurse als Formen der Machtausรผbung angewandt. Im letzten Kapitel werden diskursive Machtansprรผche im Zusammenhang mit bekannten wissenschaftlichen Debatten, wie dem โ€žPositivismusstreitโ€œ oder der Habermas-Luhmann-Debatte, beschrieben.

In diesem Buch geht um die Machtfrage โ€žWer erzรคhlt wen?โ€œ, die sich auf die folgenden Bereiche bezieht: Psychiatrie (im Zusammenhang mit Goffman), Gerichtsverfahren (im Zusammenhang mit Artur Londons Ich gestehe), Wahlkampfreden (Obama, Trump, Biden) und Wissenschaft (Positivismusstreit, Habermas-Luhmann-Debatte).
Das Buch vermittelt eine kritische รœbersicht รผber die wichtigsten Diskurstheorien, auf der die vom Autor ausgearbeitete Textsoziologie teilweise grรผndet. Dabei handelt es sich um eine zugleich soziologische und semiotische Analyse, in der die sozialen, semantischen und narrativen Verfahren von Diskursen untersucht werden und in der gezeigt wird, wie ein Diskurs mit Hilfe von Relevanzkriterien, Selektionen und Erzรคhlverfahren versucht, den anderen Diskurs zu umfassen, zu dominieren.
Im Mittelpunkt steht dort die Frage, wie das Machtstreben in den Sozialwissenschaften die Verstรคndigung behindert und wie es mรถglichst weit zurรผckgedrรคngt werden kรถnnte, damit eine genuine Verstรคndigung zustande kommt.

Der Autor:
Peter V. Zima, em. Professor fรผr Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Alpen-Adria Universitรคt Klagenfurt, ร–sterreich

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).

Die Zielgruppe:
Forschende, Lehrende und Studierende der Soziologie und Sozialwissenschaften

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8252-5830-6

eISBN

978-3-8385-5830-1

Format

utb S

Scope

314

Year of publication

2022

Date of publication

16.05.2022

Edition

1.

Language

Deutsch

Produktsicherheit

Bewertungen (2)

2 Bewertungen fรผr Diskurs und Macht

  1. Soian Grap

    Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, da der Schwerpunkt meines Soziologiestudiums auf Diskurstheorie und damit verbundenen Themen und Fragen lag. Jedoch musste ich feststellen, dass ich falsche Erwartungen an das Buch hatte und im Endeffekt enttรคuscht wurde.

    Zimas Anliegen fรผr sein Buch ist es, verschiedene Diskursbegriffe vorzustellen, um schlieรŸlich einen zu erlรคutern, der sich dazu eignet, Macht zu untersuchen. Das eigene Machtverstรคndnis fรผr dieses Vorhaben definiert Zima aber nicht, bevor er die Arbeit Michel Foucaults kritisiert. Sein Diskursbegriff sei โ€žsehr rudimentรคrโ€œ, also kaum vorhanden โ€“ aus meiner Sicht eine Frechheit, das so zu behaupten. (Bei der Foucault-Lektรผre kommt man kaum um diesen Begriff und seine Komplexitรคt herum.) Zimas Kritik an Foucault scheint darin begrรผndet, dass Foucault in seinen Arbeiten keine kurze, prรคgnante und positiv formulierte Definition von Diskurs liefert, die ohne eine Verschrรคnkung mit anderen Konzepten (u.a. Macht) funktioniert.
    Mir stellt sich hier die Frage, weshalb Zima in einem Einfรผhrungswerk auf Theorien und Autoren eingeht, die offensichtlich nicht zu seinem Verstรคndnis der zentralen Begriffe (Diskurs und Macht) passen. Zumal die Darlegungen dieser Theorien durch Zima m.E. schwer verstรคndlich, da sehr oberflรคchlich, sind und seine Kritik daran auch nicht nachvollziehbar, da unzureichend ausgefรผhrt, ist.

  2. Markus Ohmann

    Der Autor gibt in seinem Buch โ€žDiskurs und Machtโ€œ einen รœberblick รผber verschiedene theoretische Perspektiven. Dabei werden neben Klassikern wie Foucault und Bourdieu auch weniger bekannte Theorien benannt und erlรคutert. Damit bietet dieses Buch einen guten รœberblick รผber verschiedene Theorien im Bereich von Diskurs und Macht. Gleichzeitig werden die theoretischen Perspektiven, welche multiperspektivisch sind, im zweiten Teil des Buchs anhand von Praxisbeispielen erlรคutert. Insbesondere der Praxisbezug im zweiten Teil ist hervorzuheben, da die Theorien hier durch die Praxis unterstรผtzt werden und somit das Verstรคndnis fรถrdern. Insgesamt stellt dieses Buch einen modernen Klassiker dar. Es dient insbesondere als รœberblick, weniger als detaillierte Erlรคuterung aller Theorien. Wer jedoch eine konkrete Definition von Diskurs sucht, wird dieses Buch wenig mรถgen.

Fรผge deine Bewertung hinzu

Your email address will not be published. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Authors

Autor*innen

Tags

Pressestimmen

Pressestimmen

Wie fruchtbar Zimas theoretisches Konzept in der praktischen Diskursanalyse sein kann, erweist sich in den ausfรผhrlichen Essays zu Pirandello, Goffman, Camus, Artur London und dann auch ganz aktuell zu Obama, Trump und Biden. Dabei bilden Musils >Ironie< und Bachtins >Dialogizitรคt< sozusagen gedankliche Brรผcken zwischen Theorie und engagierter Machtkritik โ€“ mit dem letzten Konzept, das der Verfasser nicht zuletzt auch fรผr eine Machtkritik wissenschaftlicher Diskurse weiterentwickelt hat, endet dieses Buch, das den in der kRR diskutierten Konzepten รผberall produktiv entgegenkommt.

โ€žKulturrevolutionโ€œ, Nr. 83, November 2022

en_USEnglish

Shipping costs

Books and journals print editions:
When ordering via this website:
Free shipping within Germany.
International shipping: 5,00 Euro.

eBooks and PDFs:
No shipping costs.

Journal subscriptions:
The subscription conditions of the magazine apply.