Beschreibung
Warum hat das steuerliche Ehegattensplitting nach รผber 50 Jahren der Kritik und des gesellschaftlichen Wandels nach wie vor Bestand?
Die Autorin erzรคhlt die lange Geschichte gescheiterter Reformversuche und zeigt auf, welche Faktoren einen รbergang zu einer individuellen Besteuerung in Deutschland erschweren. Der politische Streit รผber das Ehegattensplitting wird aus einer transdisziplinรคren Perspektive dargestellt, die รถkonomisches Wissen, sozialwissenschaftliche und verfassungsrechtliche Zugรคnge miteinander verknรผpft.
Diskutiert werden unter anderem die รถkonomischen Wirkungen des Ehegattensplittings und die Entwicklung der verfassungsrechtlichen Argumente fรผr dessen Beibehaltung. Weiterhin werden rechtliche Alternativen und die feministische Kritik am Ehegattensplitting in den Blick genommen.
Aus dem Inhalt:
- Das Ehegattensplitting als Forschungsgegenstand in den Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften
- Ehegattensplitting und eingetragene Lebenspartnerschaft
- รkonomische Analysen der Effekte des Ehegattensplittings
- Wandel der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts in der Begrรผndung des Ehegattensplittings
- Die Einfรผhrung des Ehegattensplittings in den 1950er-Jahren
- Institutionelle Verfestigungen des Ehegattensplittings von 1960 bis 1998
- Das Scheitern des rot-grรผnen Vorhabens einer Reform des Ehegattensplittings
- Zielkonflikte der Ehegattenbesteuerung โ Zwischen Recht und Realitรคt
- Reformhindernisse heute und Potenziale fรผr Institutionenwandel
Inhaltsverzeichnis ansehen
Dokumentation mit Maria Wersig: am 10. Mรคrz um 21:00 in 3sat makro: Ehe-Bonus vor dem Aus? von Sabine Jainski und Ilona Kalmbach
Die Autorin:
Dr. phil. Maria Wersig, Juristin und Politikwissenschaftlerin, Universitรคt Hildesheim
Hier finden Sie denย Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).
Zielgruppen: ForscherInnen und BeraterInnen im Bereich Geschlechterforschung und Gleichstellungspolitik, gleichstellungs-, finanz- und familienpolitische AkteurInnen, Lehrende und Studierende der Sozialwissenschaften, Politikwissenschaft, รkonomie, Geschichte, Gender Studies
Keywords: Ehegattensplitting, Steuerrecht, Hausfrauenehe
Fachbereiche: Gender Studies, Rechtswissenschaft, Geschichte, Sozialwissenschaften
Pressestimmen
Eigentlich stehen hier keine Bรผcher, die bereits 10 Jahre (!) alt sind, aberโฆ dieses Buch ist zwar nicht neu, doch trotzdem topaktuell! [โฆ] Die Autorin geht der Frage nach, warum eine Regelung aus den 1950er Jahren, deren Einfรผhrung mit der โbesonderen Anerkennung der Aufgabe der Ehefrau als Hausfrau und Mutterโ begrรผndet wurde, heute (also 2013 UND 2023) immer noch unverรคndert gilt. [โฆ] Wer also Argumente fรผr die aktuelle Debatte braucht: voilร !
GiP (Gleichstellung in der Praxis) 4/2023
Maria Wersig hat mit ihrem Buch einen lรคngst รผberfรคlligen Beitrag zur Entmystifizierung der Argumente zur Aufrechterhaltung des Ehegattensplittings geleistet.
H-Soz-u-Kult 2/2014
Aufgrund der sehr speziellen Thematik ist das Buch anspruchsvoll und nur dem wirklich interessierten Leser zu empfehlen. Allerdings ist die Spannbreite der in Frage kommenden Personen dafรผr wiederum erstaunlich groร, vom Familienforscher รผber den Historiker, Politikwissenschaftler bis hin zum Juristen bzw. den Studierenden dieser Fรคcher, kann die Arbeit interessant sein. Ebenso fรผr รkonomen und Steuerberater. Jenseits disziplinรคrer Ordnungen ist sie fรผr diejenigen interessant, die forschend oder beratend im Kontext der Themen Geschlecht und (Un)Gleichstellung arbeiten. […] Das Buch ist hoch interessant und aufschlussreich – auch jenseits der spezifischen Fragestellung […] Jedem, der sich mit der Materie grundlegend befassen mรถchte, ist darum dieses Buch zu empfehlen!
socialnet.de, 05.03.2014
Seit seiner Einfรผhrung 1958 ist das Ehegattensplitting umstritten. Wissenschaftlich wurde die Diskussion jedoch bislang fast ausschlieรlich in der juristischen Literatur gefรผhrt. Nun liegt endlich auch ein Beitrag vor, der politik- und rechtswissenschaftliche Zugรคnge vereint. […] Wer sich fรผr die kommende Debatte rรผsten mรถchte, sollte dringend Wersigs Buch zur Hilfe nehmen. Aber auch am Zusammenspiel von Recht und Politik, an (steuerpolitischem) Regieren in der BRD oder an feministischer Rechtspolitik Interessierte werden es mit viel Gewinn lesen.
Kritische Justiz 4/2013
Ihr Buch ist ein wichtiger Beitrag zur frisch entflammten Diskussion um das Ehegattensplitting und Pflichtlektรผre fรผr die politischen Akteure […]. Denn: Nicht Paare sollen profitieren, sondern Familien mit Kindern.
Vorwaerts.de, 26.06.2013
Insgesamt hat Maria Wersig mit dieser Publikation einen lรคngst fรคlligen, umfassenden รberblick zu den Entstehungsbedingungen und Reformresistenzen des Ehegattensplittings vorgelegt, der sowohl fรผr die Politikwissenschaft und die Wirtschaftswissenschaften als auch das normative Verstรคndnis in den Rechtswissenschaften instruktiv sein dรผrfte.
Femina Politica 2/2013
Hartnรคckig hรคlt sich das Ehegattensplitting.Trotz seiner negativen Anreizwirkung auf dieErwerbstรคtigkeit von Frauen und der damitverbundenen mangelnden eigenstรคndigenAbsicherung in den sozialen Sicherungssystemenkonnte es bis heute nicht abgeschafftoder reformiert werden. Die Juristinund Politologin Maria Wersig geht in ihremneuen Buch „Der lange Schatten der Hausfrauenehe“ den Ursachen der Reformresistenzauf den Grund.
frau geht vor – DGB Bundesvorstand 2/2013
Bewertungen
Es gibt noch keine Bewertungen.