Beschreibung
Schreibmythen kรถnnen uns davon abhalten, mit dem Schreiben zu beginnen oder uns mitten im Prozess blockieren. Weil wir uns Schreiben in bestimmter Weise vorstellen und unsere Fรคhigkeiten an diesen Vorstellungen messen, glauben wir, den Anforderungen nicht zu genรผgen.
Weshalb also anfangen oder weitermachen? Der Autor zeigt, wie Schreibmythen das Schreiben stรถren kรถnnen und welche Wirkungen es haben kann, wenn wir unsere Vorstellungen รผberdenken. Der Autor zeigt, wie Schreibmythen das Schreiben stรถren kรถnnen und welche Wirkungen es haben kann, wenn wir unsere Vorstellungen รผberdenken. Das Buch fordert dazu auf, die Schreibmythen zu entlarven und die eigenen Gewohnheiten und Denkweisen zu verรคndern. Anhand von Beispielen zeigt der Autor, wie unterschiedlich Schreibende und berรผhmte Forschende vorgehen. Den einen richtigen Weg beim Schreiben gibt es nicht: Schreibende mรผssen ihren je eigenen Weg finden. Wenn sie รผber Vorstellungen und Gewohnheiten verfรผgen, die ihren Fรคhigkeiten und der Schreibsituation angemessen sind, werden sie den Schreibprozess meistern kรถnnen.
Schreibmythen:
Ich kann einfach nicht schreiben
Ich muss inspiriert sein
รbers Schreiben spricht man nicht
Ich muss zuerst alles lesen und wissen
Ich sollte wie die anderen arbeiten
Ich brauche viel Zeit am Stรผck
Mein Erstentwurf muss perfekt sein
Ich darf niemals das Wort „Ich“ verwenden
Ich muss kompliziert und umstรคndlich schreiben
Der Autor Christian Wymann im Interview.
Der Autor:
Christian Wymann promovierte in Soziologie und arbeitete mehrere Jahre als wissenschaftlicher Schreibberater. Heute ist er als selbststรคndiger Texter, Textberater und Buchcoach fรผr Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen tรคtig.
Die Zielgruppe:
Studierende aller Disziplinen, Promovierende, wissenschaftlich Schreibende
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).


Bessy –
Dieses kleine Bรผchlein ist in erster Linie ein Mutmacher fรผr Menschen, die ab und an an den (vermeintlichen) Ansprรผchen wissenschaftlichen Schreibens verzweifeln. Es ist schnell zu lesen, auf den insgesamt 118 Seiten finden sich eine Fรผlle an liebevoll recherchierten Praxisbeispielen zu bekannten Autorinnen und Autoren und ihren Schreibstilen und -schwierigkeiten. Sein Inhalt vermittelt die Botschaft โJede/r kann schreibenโ und ist in erster Linie darauf ausgelegt, Mut zu machen und ist dabei durch konkrete Beispiel auch praktikabel anwendbar.
Diese Beispiele sind eingebettet in รผbersichtliche Kapitel zu den unterschiedlichsten, allen Schreibenden bekannten, Mythen zum Thema wissenschaftlichen Schreiben. Dazu zรคhlen u.a. die Annahme, dass es dringend eine Inspiration benรถtigt, der Erstentwurf perfekt sein mรผsste oder dass รผber das Schreiben nicht gesprochen wird.
Wymann spricht diese Mythen konkret an, hebelt sie an vielen Stellen aus und es gelingt ihm anhand plakativer Beispiele deutlich zu machen, dass diese Mythen nach einer reflexiven Auseinandersetzung mit ihnen ihre Macht durchaus verlieren kรถnnen.
Dazu zรคhlen beispielsweise die Annahmen, kein Talent zum Schreiben zu besitzen, viel Zeit zu benรถtigen, sich nicht komplex und wissenschaftlich genug ausdrรผcken zu kรถnnen, oder zunรคchst alles gelesen haben zu mรผssen, bevor es konkret an den Schreibprozess gehen kann. Wymann beschreibt zunรคchst diese Mythen und macht dann deutlich, dass durch Bewusstmachung und einige sinnvolle Techniken diese Verhinderer des Schreibens recht schnell durchbrochen werden kรถnnen. Ganz besonders mรถchte ich hier seine Ausfรผhrung zur Muse (S. 29) hervor heben. Wymann macht deutlich, dass es beim Schreiben nicht darum geht, darauf zu warten, bis die Autorin oder der Autor von der Muse gekรผsst wird. Sondern er hebt im Gegenteil hervor, dass diese Arbeit vielmehr von Disziplin, Regelmรคssigkeit und einer Haltung im Sinne von โRan an den Speckโ geprรคgt ist.
Doch weist dieses Buch auch einige Schwรคchen auf. Da ist zum Einen das Layout: Die Leichtigkeit, die es durch seine Grรถรe und Dicke vermittelt, wird leider durch eng beschriebene Seiten und (fรผr meinen Geschmack) wenig รคsthetische Grafiken wieder zunichte gemacht. Hier wรคren m.E. weniger Grafiken und dafรผr ein groรzรผgigerer Zeilenabstand von Vorteil gewesen.
Inhaltlich wiederholt sich Wymann oft, vor allem รผberstrapaziert er den Begriff โMythosโ an einigen Stellen, ohne dabei genau zu definieren, was ein Mythos ist und/oder wie er selbst ihn definiert.
Insbesondere zum dem Kapitel 3.3 (ich darf niemals das Wort โIchโ verwenden) mรถchte ich erlรคutern, dass ich es ausgesprochen lobenswert und fรผr dringend notwendig erachte, sich mit dem โMythosโ der Wissenschaft auseinander zu setzen, dass Geschriebenes durch die Vermeidung des Wortes โIchโ automatisch objektiv werden wรผrde. Dass Wymann dieser Diskussion ein eigenes Kapitel widmet ist positiv hervor zu heben. Doch bleibt er m.E. in der Diskussion auf der Ebene von โErstschreibendenโ und gibt Empfehlungen zur Vermeidung des โIchโ, indem er Beispiele von Deagentivierung, Passivsaรคtzen und โEsโ und โManโ bringt. Ich hรคtte mir an dieser Stelle eine wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit der (Re-)Produktion von โWahrheitenโ und der Subjektivitรคt von Forschung und den darin Tรคtigen gewรผnscht. Dennoch wird auch an diesem Kapitel zweierlei deutlich:
Es ist ein hervorragendes und praktikables Buch fรผr Menschen, die wissenschaftlich schreiben und dabei Schwierigkeiten und Unsicherheiten haben. Konkrete Beispiele und praktische รbungen sind hervorragend und รผbersichtlich beschrieben und kรถnnen direkt genutzt werden. Das Buch ist in kurzer Zeit durch gelesen und hinterlรคsst ein positives und mutmachendes Gefรผhl.
Fรผr Fortgeschrittene allerdings, die bereits einen gewissen Reflexionsprozess hinter sich haben, ist es m.E. an einigen Stellen zu oberflรคchlich und inhaltlich nicht dicht genug. Doch unabhรคngig von diesen leichten Schwรคchen empfehle ich dieses Buch unbedingt, es fasst auf komprimierte Art und Weise eben jene Schreibmythen auf und ich habe mich in fast jeder seiner Beschreibungen wieder gefunden. An dieser Stelle vielen Dank auch an Wymann fรผr diese liebevolle Recherchearbeit und der gelungegen Zusammenstellung an Beispielen bekannter Autorinnen und Autoren und deren Schreibverhalten.
F. Seeck –
Ich habe dieses 118 Seiten dicke Buch relativ schnell durchgelesen. Christian Wymann rรคumt mit wirkmรคchtigen Mythen zu den Schreibenden, zum Schreibprozess und zum Text auf, wie z.B. „Ich muss zuerst alles lesen und wissen“. Das Buch hat mir auf jeden Fall geholfen Angst vor dem Schreiben meiner Dissertation zu verlieren und ich habe mich in vielen Mythen und deren Hintergrรผnden wiedergefunden. Besonders gefallen mir die vielen Reflektionsfragen und Tipps
Cimcime –
Das Buch โSchreibmythen entzaubern โ Ungehindert schreiben in der Wissenschaftโ von Christian Whymann eignet sich besonders fรผr langjรคhrige Student*innen, die seit Jahren sรคmtliche Hausarbeiten vermeiden, aufschieben oder immer wieder auf neue mit Schreibblockaden kรคmpfen. Wie man vermutlich merkt, spreche ich aus Erfahrung. Der Autor hilft dabei, Denkweisen und Gewohnheiten sich zunรคchst bewusst zu machen und ggf. zu verรคndern. Dieses gelingt ihm durch sehr gute und Fachbereichsรผbergreifende Beispiele. Die Kapitel behandeln drei groรe Themenfelder, gegliedert in a drei Unterkategorien. Diese bauen nicht aufeinander auf, so dass nach Interesse oder โProblemlageโ gezielt gelesene werden kann. Dieses Buch ist absolut empfehlenswert und motiviert, die eigenen Schreibmythen zu enschlรผsseln.