Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-940755-08-7

Vom Kind zum Schulkind

Die rituelle Gestaltung der Schulanfangsphase. Eine ethnographische Studie.

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 17.03.2008

33,00 โ‚ฌ

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ISBN: 978-3-940755-08-7
Kategorien: Education

Beschreibung

Alle Kinder eines bestimmten Alters werden zu Schulkindern. Der รœbergang in eine Bildungsinstitution verรคndert nachhaltig ihr Leben. Ob die Transformation vom Kind zum Schulkind gelingt, d.h. ob es gestรคrkt und selbstbewusst daraus hervorgeht, hรคngt von verschiedenen Faktoren ab, die eine mehrperspektivische Betrachtungsweise erforderlich machen. Eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Aspekten der รœbergangssituation Schulanfang stellt die Institution Schule in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang, um daran die Auswirkungen des Schuleintritts auf die Identitรคtsentwicklung des Kindes aufzuzeigen. Die daraus resultierende Frage,wie alle Beteiligten soziale Praxis herstellen, gibt einen Einblick in den Sinn kultureller Verhaltensmuster und erklรคrt, wie aus diesen Modelle fรผr Rituale und rituelle Interaktionsformen generieren.

Im Rahmen einer ethnographischen Fallstudie in einer innerstรคdtischen Grundschule mit jahrgangsgemischten Lerngruppen wird der komplexe Angliederungsprozess untersucht. Dieser mehrdimensionale Prozess fรผhrt von einer Neukonfiguration von Raum und Zeit bis hin zur Anpassung an verรคnderte, institutionelle Kommunikations- und Interaktionsstrukturen. Im Mittelpunkt der zahlreichen empirischen Dokumentationen stehen die rituellen Praktiken und Interaktionsformen, รผber die Lehrerinnen und Schรผler gemeinsam eine schulspezifische Lernkultur konstituieren. Dabei werden Handlungsformen wie z.B. das Melden, das Zeigen und die Zeit zum Lernen ebenso wie Bewegungsรผbungen im Unterricht, Kreisgesprรคche, Helfen als rituelle Interaktionsform und nicht zuletzt die Form der rituellen Disziplinierungen mikroanalytisch betrachtet. Zudem werden die Sprache, die Entwicklung der Vorstellungskraft und mimetisches Lernens als Grundformen kulturellen Lernens herausgestellt.
Aufgrund der empirischen Ergebnisse wird schulische Sozialisation als performativer Prozess begriffen, auf den Lehrerinnen und Lehrer sehr unterschiedlich Einfluss nehmen kรถnnen.

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-940755-08-7

Format

A5

Scope

283

Year of publication

2008

Date of publication

17.03.2008

Edition

1.

Language

Deutsch

Bewertungen

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Autor*innen

Keywords

Ethnographische Studie, Jahrgangsgemischte Lerngruppen, Schulanfang

Rezensionen

Dr. Kellermann hat dabei so auรŸergewรถhnlich viele Beispiele und Beobachtungen transkribiert, dass es […] ausgesprochen interessant ist, sich die vielfรคltigen Situationen eines Kindes in seiner Schulanfangsphase zu verdeutlichen. Schon beim Lesen selbst (und damit sind die Inhalte vor der Vorstellung der Ergebnisse gemeint) stoรŸen neugierige Leserinnen und Leser von alleine auf bedeutsame Fragen und ยปSteine des AnstoรŸesยซ, die es einem Schulkind schwermachen (kรถnnen), diese neue Rollenidentitรคt kompetent zu verinnerlichen. Gleichzeitig werden aber auch Lernerfahrungen erwรคhnt, die Kindern helfen, die Schulanfangsphase als identitรคtsfรถrderliche Zeit wahrzunehmen. Dieses Buch richtet sich aus Sicht des Rezensenten in erster Linie an Lehrerinnen und Lehrer, Schulrรคte und Bildungspolitiker/innen, die diese Schulanfangsphase einerseits entwicklungsfรถrderlich oder entwicklungshinderlich fรผr Kinder (bzw. mit Kindern) gestalten bzw. fรผr Rahmenwerte verantwortlich sind, die eine identitรคtsstabilisierende Lernkultur unterstรผtzen oder von Anfang an zunichte machen.
Handbuch fรผr ErzieherInnen in Krippe, Kindergarten, Kita und

Hort, Ausgabe 57/2010

Beschreibung

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Alle Kinder eines bestimmten Alters werden zu Schulkindern. Der รœbergang in eine Bildungsinstitution verรคndert nachhaltig ihr Leben. Ob die Transformation vom Kind zum Schulkind gelingt, d.h. ob es gestรคrkt und selbstbewusst daraus hervorgeht, hรคngt von verschiedenen Faktoren ab, die eine mehrperspektivische Betrachtungsweise erforderlich machen. Eine Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Aspekten der รœbergangssituation Schulanfang stellt die Institution Schule in einen gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang, um daran die Auswirkungen des Schuleintritts auf die Identitรคtsentwicklung des Kindes aufzuzeigen. Die daraus resultierende Frage,wie alle Beteiligten soziale Praxis herstellen, gibt einen Einblick in den Sinn kultureller Verhaltensmuster und erklรคrt, wie aus diesen Modelle fรผr Rituale und rituelle Interaktionsformen generieren.

Im Rahmen einer ethnographischen Fallstudie in einer innerstรคdtischen Grundschule mit jahrgangsgemischten Lerngruppen wird der komplexe Angliederungsprozess untersucht. Dieser mehrdimensionale Prozess fรผhrt von einer Neukonfiguration von Raum und Zeit bis hin zur Anpassung an verรคnderte, institutionelle Kommunikations- und Interaktionsstrukturen. Im Mittelpunkt der zahlreichen empirischen Dokumentationen stehen die rituellen Praktiken und Interaktionsformen, รผber die Lehrerinnen und Schรผler gemeinsam eine schulspezifische Lernkultur konstituieren. Dabei werden Handlungsformen wie z.B. das Melden, das Zeigen und die Zeit zum Lernen ebenso wie Bewegungsรผbungen im Unterricht, Kreisgesprรคche, Helfen als rituelle Interaktionsform und nicht zuletzt die Form der rituellen Disziplinierungen mikroanalytisch betrachtet. Zudem werden die Sprache, die Entwicklung der Vorstellungskraft und mimetisches Lernens als Grundformen kulturellen Lernens herausgestellt.
Aufgrund der empirischen Ergebnisse wird schulische Sozialisation als performativer Prozess begriffen, auf den Lehrerinnen und Lehrer sehr unterschiedlich Einfluss nehmen kรถnnen.

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ISBN

978-3-940755-08-7

Format

A5

Scope

283

Year of publication

2008

Date of publication

17.03.2008

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1.

Language

Deutsch

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Dr. Kellermann hat dabei so auรŸergewรถhnlich viele Beispiele und Beobachtungen transkribiert, dass es […] ausgesprochen interessant ist, sich die vielfรคltigen Situationen eines Kindes in seiner Schulanfangsphase zu verdeutlichen. Schon beim Lesen selbst (und damit sind die Inhalte vor der Vorstellung der Ergebnisse gemeint) stoรŸen neugierige Leserinnen und Leser von alleine auf bedeutsame Fragen und ยปSteine des AnstoรŸesยซ, die es einem Schulkind schwermachen (kรถnnen), diese neue Rollenidentitรคt kompetent zu verinnerlichen. Gleichzeitig werden aber auch Lernerfahrungen erwรคhnt, die Kindern helfen, die Schulanfangsphase als identitรคtsfรถrderliche Zeit wahrzunehmen. Dieses Buch richtet sich aus Sicht des Rezensenten in erster Linie an Lehrerinnen und Lehrer, Schulrรคte und Bildungspolitiker/innen, die diese Schulanfangsphase einerseits entwicklungsfรถrderlich oder entwicklungshinderlich fรผr Kinder (bzw. mit Kindern) gestalten bzw. fรผr Rahmenwerte verantwortlich sind, die eine identitรคtsstabilisierende Lernkultur unterstรผtzen oder von Anfang an zunichte machen.
Handbuch fรผr ErzieherInnen in Krippe, Kindergarten, Kita und

Hort, Ausgabe 57/2010

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