Beschreibung
Frankreich und Deutschland sind die wichtigsten Partner in Europa. Ohne sie gibt es keine wirklichen Fortschritte in der Europäischen Union. Aber immer wieder kommt es zwischen beiden Ländern zu Konflikten. Sind sie zu verschieden, um wirklich ein deutsch-französischer Motor zu sein? Das Buch beschreibt die vielfältigen, oft wenig bekannten Facetten der bilateralen Beziehungen. Es erklärt Potenziale, Grenzen und Probleme einer spannungsreichen, aber konstruktiven Partnerschaft. Die Neuauflage zeigt die Auswirkungen der jüngsten Umbrüche und geopolitischen Krisen auf die deutsch-französische Zusammenarbeit: von der Covid-Pandemie über den Ukraine-Krieg und Trumps europafeindlichen Kurs bis zu den Regierungskrisen in Frankreich und Deutschland.
Europa ist der eigentliche Horizont der bilateralen Kooperation. Das zeigt sich besonders in der Wirtschafts- und Währungspolitik. Das Buch zeigt auf, wie unterschiedliche Interessen und Positionen den Alltag der bilateralen Beziehungen und der EU bestimmen. Die wertvolle Leistung beider Länder ist es, durch harte gemeinsame Arbeit tragfähige europäische Kompromisse zu erarbeiten. Aber dies gelingt immer seltener. Ein weiterer Schwerpunkt behandelt die wechselseitigen kulturellen Einflüsse und die zahlreichen gesellschaftlichen Beziehungen. Städte-, Schul- oder Vereinspartnerschaften, Austauschprogramme für junge Menschen, integrierte Studiengänge: Der Beitrag dieser zivilgesellschaftlichen Partnerschaften und Netzwerke ist wenig bekannt und oft unterschätzt worden. Dabei sind sie längst zu einem prägenden, weltweit einmaligen Fundament der deutsch-französischen Beziehungen geworden.So entsteht das Bild einer lebendigen, kooperativen, aber auch spannungsvollen Beziehung.
Henrik Uterwedde beleuchtet die zentrale Rolle beider Länder für die europäische Integration, geht den Erfolgen, aber auch den Schwierigkeiten und Grenzen der bilateralen Kooperation nach. Damit bietet er dem Leser solides Grundlagenwissen, aber auch problemorientierte Zusammenhänge und erklärt das schwierige Zusammenspiel von Frankreich, Deutschland und Europa.
Der Autor:
Prof. Dr. Henrik Uterwedde, zuvor stellvertretender Direktor am Deutsch-Französischen Institut (dfi); bis 2013 Universitäten Stuttgart und Osnabrück, assoziierter Wissenschaftler am dfi, Ludwigsburg
Der Fachbereich:
Political Science







Bewertungen
Es gibt noch keine Bewertungen.