Beschreibung
Welche Rolle spielt das Geschlecht beim Thema Frieden? Was steckt hinter dem Klischee von der โfriedfertigenโ Frau? Welche Legitimation hatte und hat eine reine Frauenfriedensbewegung? Die Autorinnen beleuchten den Frieden aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive und bieten einen facettenreichen Einblick sowohl in die Geschichte der Frauenfriedensbewegung wie auch die politische Praxis der Frauenfriedensarbeit heute.
An zwei historischen Fallstudien wird herausgearbeitet, wie unterschiedlich Pazifistinnen auf die besondere Herausforderung des Ersten Weltkriegs reagierten. So wandelte sich die deutsch-italienische Jรผdin Paolina Schiff von der Pazifistin zur Interventionistin, wรคhrend die Katholikin Klara Marie Fassbinder, die den Krieg zunรคchst unterstรผtzte, auf der Grundlage ihres Glaubens zur glรผhenden Pazifistin wurde. Eine Untersuchung der Vergabe des Friedensnobelpreises an Frauen zeigt, wie sich der Friedensbegriff gewandelt hat und wie wenig die Friedensarbeit von Frauen nach wie vor wahrgenommen wir . Werkstattberichte zur Sicherung der Quellen zu Pazifismus und Geschlecht im Kasseler Frauenarchiv und zu einer geplanten Edition von Briefen Clara Zetkins geben einen Einblick in das Forschungsmaterial. Schlieรlich stellen Aktivistinnen vom Frauensicherheitsrat Deutschland, dem Frauennetzwerk fรผr Frieden und von Terre des Femmes ihre Arbeit vor.
The editors:
Dr. Franziska Dunkel, Kuratorin im Haus der Geschichte Baden-Wรผrttemberg, Stuttgart
Corinna Schneider, M. A., Historikerin, Heidelberg
Hrsgg. im Auftrag von Frauen & Geschichte Baden-Wรผrttemberg e.V.
HIer finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).
Zielgruppen: Lehrende und Studierende der Geschichte, Gender Studies; Politische Bildung


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