Beschreibung
Wie lรคsst sich die hohe Kinderlosigkeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erklรคren? Wer bekommt Kinder und wer keine? Hierzu stellt das Buch โKarrierefaktor Kindโ reprรคsentative Ergebnisse fรผr die Universitรคten und Fachhochschulen vor.
Zentrale Analysekategorien sind die relativ prekรคre Beschรคftigung und der Lebenszusammenhang als Einheit von wissenschaftlicher Arbeit und persรถnlichen Beziehungen. Den Kinderwunsch in seiner Realisierung auf ein hรถheres Lebensalter zu verschieben bzw. auf Kinder zu verzichten, sind Reaktionen der Wissenschaftler/innen, mit der Prekarisierung und Subjektivierung ihrer wissenschaftlichen Arbeit umzugehen. Insgesamt zeigt sich eine generative Diskriminierung junger Eltern im Hochschulsystem. Offensichtlich wird, dass die Integration von Frauen in die Wissenschaft weiterreichende Folgen hat auf die Paarbildung und die Vorstellung von der wissenschaftlichen Persรถnlichkeit. Dieser Zusammenhang zwischen den Beschรคftigungsbedingungen und dem generativen Verhalten der wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen und Professor/innen wird auf reprรคsentativer Datenbasis altersund geschlechterdifferenziert dargestellt.
Die diagnostizierten Verรคnderungen stellen die Wissenschaftskultur in Deutschland vor tiefergehende Herausforderungen, auf die das Hochschulsystem mit strukturellen Reformen reagieren sollte. Das Buch zeigt hierzu Rahmenbedingungen fรผr eine elternzugewandte Wissenschaftskultur auf.
Aus dem Inhalt:
- Eltern in der Wissenschaft und der Wunsch nach einem erfรผllten Leben
- Der wissenschaftliche Lebenszusammenhang und (k)ein Platz fรผr Kinder
- Datenlage oder die Schwierigkeiten, Kinderlosigkeit prรคzise zu erfassen
- Unsichere Beschรคftigungsverhรคltnisse und Risiken einer Wissenschaftskarriere
- โKinder soll man erst kriegen, wenn es passt.โ โ Soziale Unsicherheit und Kontextabhรคngigkeit der generativen Entscheidungen
- Zum sozialen Portrait der Wissenschaftler/innen als Eltern โ Alter, Status und Kinderzahl
- Relative Prekarisierung und Subjektivierung der wissenschaftlichen Arbeit โ eine abschlieรende Deutung
Inhaltsverzeichnis im Detail ansehen
Die Autorinnen:
Prof. Dr. Sigrid Metz-Gรถckel,
Kirsten Heusgen, M.A.,
Dipl.-Pรคd Christina Mรถller,
Dr. Ramona Schรผrmann,
Dipl.-Ing. Petra Selent,
Alle: Zentrum fรผr Hochschulbildung (ZHB) der TU-Dortmund.
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).
Zielgruppen: Lehrende und Studierende an Universitรคten und Fachhochschulen, Hochschulplaner, Gleichstellungsbeauftragte an Hochschulen
Keywords: Kinderlosigkeit und Elternschaft von WissenschaftlerInnen, Generative Diskriminierung, relative Prekarisierung der Beschรคftigung an Universitรคten und Fachhochschulen
Fachbereiche: Sozialwissenschaften, Geschlechterforschung Erziehungswissenschaft


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