Verlag Barbara Budrich

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ISSN: 2939-9416

KsR 1-2026 | Themenschwerpunkt „Lars Clausen“

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ISSN: 2939-9416

Inhalt

Kieler sozialwissenschaftliche Revue. Internationales Tönnies-Forum
1-2026: Themenschwerpunkt „Lars Clausen“

Themenschwerpunkt „Lars Clausen“
Jan Philipp Reemtsma: „Etwas mehr Nomos ins Leben bringen“. Lars Clausens Staunen über Schlangen
Lara Pellner / Alexander Wierzock: Annäherungen an den jungen Lars Clausen: Soziologie zwischen Ruhrrevier und Copperbelt
Elke M. Geenen: Lars Clausen – Begründer der Katastrophensoziologie in Deutschland
Sebastian Klauke: Lars Clausen und die Wikipedia
Karl-Siegbert Rehberg: Erinnerungen an Lars Clausen. Lars Clausen, ein intellektueller Virtuose auch als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Aufsätze
Stephan Moebius: Karl Mannheims Krisendiagnosen der Weimarer Republik. Mit einem Exkurs zum frühen Heidegger und Mannheims „Kehre“ vom Neukantianismus zu Dilthey
Jens Herold: Ferdinand Tönnies und Gustav Schmoller. Zur Karriere der Soziologie in Deutschland

Miszelle
Arno Bammé / Thomas Steensen: „Nordfriesland im Roman“. Ein soziographisch-literatursoziologisch-mentalhistorisches Projekt nach 18 Jahren beendet

Rezension
Dieter Haselbach: Varouxakis, Georgios: The West. The History of an Idea. Princeton & Oxford: Princeton University Press, 2025

 

Einzelbeitrag-Download (Open Access): ksr.budrich-journals.de
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Zusätzliche Informationen

Publisher

ISSN

2939-9416

eISSN

2939-9424

Volume

4. Jahrgang 2026

Edition

1-2026

Date of publication

17.06.2026

Scope

136 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/ksr.v4i1

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

https://ksr.budrich-journals.de

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Autor*innen

Keywords

Britische Sozialanthropologie, Deutsche Gesellschaft für Soziologie, Entwicklungssoziologie, Ferdinand Tönnies, Gustav Schmoller, Heidegger-Dilthey-Rezeption, Industriesoziologie, Juni 2026, Karl Mannheim, Krisendiagnosen, Lars Clausen, Schlange, Sozialwissenschaftliche Afrikanistik, Soziologiegeschichte, Staunen, Weimarer Republik, Wikipedia, Wissenssoziologie, €pa

Abstracts

„Etwas mehr Nomos ins Leben bringen“. Lars Clausens Staunen über Schlangen (Jan Philipp Reemtsma)
Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts schrieb Lars Clausen einen Aufsatz über das soziale Phänomen des Schlangestehens und zusätzlich über das – erstaunliche – Phänomen des spontanen Sich-Bildens von Riesen-Schlangen. Der Vortrag zeichnet Clausens Gedankengänge, die bald ins Grundsätzliche soziologischer Reflexion gehen, nach und schließt eigene Überlegungen über das Staunen als Voraussetzung soziologischen Räsonierens an. Schlagworte: Lars Clausen, Staunen, Schlange
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Annäherungen an den jungen Lars Clausen: Soziologie zwischen Ruhrrevier und Copperbelt (Lara Pellner & Alexander Wierzock)
Der Aufsatz untersucht, auf welche Weise sich die wissenschaftliche Autorität des Soziologen Lars Clausens innerhalb der bundesdeutschen sozialwissenschaftlichen Afrikanistik der 1960er Jahre herausbildete. Analysiert werden seine institutionelle Einbindung in die Sozialforschungsstelle Dortmund, seine industriesoziologischen Feldforschungen im sambischen Copperbelt, die 1963/64 zu einer Anbindung an das Rhodes-Livingstone Institute in Lusaka führten, sowie seine fachlichen und personellen Beziehungen zur Manchester School. Der Beitrag rekonstruiert, wie Clausen durch die Verschränkung empirischer Forschung in Zentral- und Ostafrika, transnationale Netzwerkbildung und (Selbst-)Zuordnungen zur britischen Sozialanthropologie wissenschaftliche Reputation erlangte, die sich 1970 sowohl in seiner Berufung auf eine soziologische Professur an der Universität Kiel als auch in seiner Wahl zum Präsidenten der Deutschen Afrika-Gesellschaft manifestierte. Stichworte: Sozialwissenschaftliche Afrikanistik, Britische Sozialanthropologie, Industriesoziologie, Entwicklungssoziologie, Soziologiegeschichte
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Lars Clausen – Begründer der Katastrophensoziologie in Deutschland (Elke M. Geenen)
Zunächst wird Lars Clausens Weg in die Katastrophensoziologie und die von ihm geleistete Pionierarbeit beleuchtet. Danach wird näher auf den Kern seiner katastrophensoziologischen Theorie eingegangen. Es folgen Überlegungen zu Anwendungsmöglichkeiten der Theorie. Ich schließe mit der Würdigung seiner wissenschaftlichen Expertise einerseits und dem Aufzeigen der Entwicklungen in Kiel am Ende seiner wissenschaftlichen Laufbahn andererseits.
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Lars Clausen und die Wikipedia (Sebastian Klauke)
Lars Clausen war in der deutschsprachigen Wikipedia als Autor aktiv. Der Artikel versucht, diesen Aspekt des Schaffens von Clausen auszuleuchten. Schlagwörter/Keywords: Lars Clausen, Wikipedia, €pa
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Erinnerungen an Lars Clausen. Lars Clausen, ein intellektueller Virtuose auch als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (Karl-Siegbert Rehberg)
In diesem Zeitzeugenessay wird – neben biografischen Aspekten und persönlichen Erinnerungen – vor allem Clausens Wirken als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und Wissensorganisator sowie seine Rolle als Hochschullehrer beleuchtet.
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Karl Mannheims Krisendiagnosen der Weimarer Republik. Mit einem Exkurs zum frühen Heidegger und Mannheims „Kehre“ vom Neukantianismus zu Dilthey (Stephan Moebius)
Der Beitrag rekonstruiert Karl Mannheims Krisendiagnosen der Weimarer Republik im chronologischen Verlauf und zeigt, wie sich seine kultursoziologischen und wissenssoziologischen Arbeiten jeweils an konkreten Krisenerfahrungen entfalten. Analytisch werden drei miteinander verflochtene Diagnosekomplexe herausgearbeitet: Kulturkrise, epistemische Krise und politisch-soziale Krise. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis einer theoretischen „Kehre“ um 1920: Ein Exkurs plausibilisiert, dass Mannheims Besuch von Lehrveranstaltungen bei dem frühen Heidegger in Freiburg seine Abwendung vom Neukantianismus bewirkte und die Rezeption Diltheys (Weltanschauungsanalyse, Betonung des Erlebnis- und Lebenszusammenhangs) entscheidend vermittelte. Vor diesem Hintergrund werden Mannheims Programm soziologisch-genetischer Sinndeutung, seine dokumentarische Methode sowie sein Synthese- bzw. später Multipolaritätsdenken als Antworten auf die Krisen der Epoche interpretiert; abschließend skizziert der Beitrag Verschiebungen im englischen Exil. Schlagworte: Karl Mannheim – Weimarer Republik – Wissenssoziologie – Krisendiagnosen – Heidegger-Dilthey-Rezeption
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Ferdinand Tönnies und Gustav Schmoller. Zur Karriere der Soziologie in Deutschland. (Jens Herold)
Der Eutiner Soziologe Ferdinand Tönnies (1855–1936) und der Berliner Nationalökonom Gustav Schmoller (1838–1917) repräsentieren zwei Pole der deutschen Sozialwissenschaft im Kaiserreich. Der eine kreierte eine hochgradig selbstreferentielle Theorie, die er später als „reine Soziologie“ identifizierte, blieb aber fast dauerhaft am Rand des Universitätssystems. Der andere prägte die universitäre Lehre und Forschung als erfolgreicher Hochschulpolitiker und Kopf der „historischen Schule der Nationalökonomie“, trat jedoch nie mit einem großangelegten Theorieangebot hervor, sondern achtete als Empiriker auf Operationalisierbarkeit seiner Begriffe und blieb eher skeptisch gegenüber abstrakten Theorieangeboten wie denen von Tönnies. Trotzdem lassen sich beide nicht als reine Antipoden identifizieren. Die Schnittstellen zwischen Schmollers und Tönnies’ Wissenschaftsauffassung sowie Schmollers Beiträge zur finanziellen Förderung des erfolglosen Privatdozenten und Privatgelehrten werden im Folgenden untersucht. Beobachten lassen sich Ansätze einer modernen, arbeitsteiligen Wissenschaftsförderung. Dieser wird im Ausblick eine andere Art der Sozialisierung junger Forscher und Forscherinnen gegenübergestellt, die herkömmlich in intellektuellen „Schulen“ verortet wird. Auch hier bildet Tönnies, der immer auf der Suche nach einer eigenen Schule war, in der er Jünger um sich versammeln konnte, für uns den Kontrast zum professionellen Wissenschaftsorganisator Schmoller.
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Kieler sozialwissenschaftliche Revue. Internationales Tönnies-Forum
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Jan Philipp Reemtsma: „Etwas mehr Nomos ins Leben bringen“. Lars Clausens Staunen über Schlangen
Lara Pellner / Alexander Wierzock: Annäherungen an den jungen Lars Clausen: Soziologie zwischen Ruhrrevier und Copperbelt
Elke M. Geenen: Lars Clausen – Begründer der Katastrophensoziologie in Deutschland
Sebastian Klauke: Lars Clausen und die Wikipedia
Karl-Siegbert Rehberg: Erinnerungen an Lars Clausen. Lars Clausen, ein intellektueller Virtuose auch als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Aufsätze
Stephan Moebius: Karl Mannheims Krisendiagnosen der Weimarer Republik. Mit einem Exkurs zum frühen Heidegger und Mannheims „Kehre“ vom Neukantianismus zu Dilthey
Jens Herold: Ferdinand Tönnies und Gustav Schmoller. Zur Karriere der Soziologie in Deutschland

Miszelle
Arno Bammé / Thomas Steensen: „Nordfriesland im Roman“. Ein soziographisch-literatursoziologisch-mentalhistorisches Projekt nach 18 Jahren beendet

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Publisher

ISSN

2939-9416

eISSN

2939-9424

Volume

4. Jahrgang 2026

Edition

1-2026

Date of publication

17.06.2026

Scope

136 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/ksr.v4i1

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de

Homepage

https://ksr.budrich-journals.de

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Mitte der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts schrieb Lars Clausen einen Aufsatz über das soziale Phänomen des Schlangestehens und zusätzlich über das – erstaunliche – Phänomen des spontanen Sich-Bildens von Riesen-Schlangen. Der Vortrag zeichnet Clausens Gedankengänge, die bald ins Grundsätzliche soziologischer Reflexion gehen, nach und schließt eigene Überlegungen über das Staunen als Voraussetzung soziologischen Räsonierens an. Schlagworte: Lars Clausen, Staunen, Schlange
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Der Aufsatz untersucht, auf welche Weise sich die wissenschaftliche Autorität des Soziologen Lars Clausens innerhalb der bundesdeutschen sozialwissenschaftlichen Afrikanistik der 1960er Jahre herausbildete. Analysiert werden seine institutionelle Einbindung in die Sozialforschungsstelle Dortmund, seine industriesoziologischen Feldforschungen im sambischen Copperbelt, die 1963/64 zu einer Anbindung an das Rhodes-Livingstone Institute in Lusaka führten, sowie seine fachlichen und personellen Beziehungen zur Manchester School. Der Beitrag rekonstruiert, wie Clausen durch die Verschränkung empirischer Forschung in Zentral- und Ostafrika, transnationale Netzwerkbildung und (Selbst-)Zuordnungen zur britischen Sozialanthropologie wissenschaftliche Reputation erlangte, die sich 1970 sowohl in seiner Berufung auf eine soziologische Professur an der Universität Kiel als auch in seiner Wahl zum Präsidenten der Deutschen Afrika-Gesellschaft manifestierte. Stichworte: Sozialwissenschaftliche Afrikanistik, Britische Sozialanthropologie, Industriesoziologie, Entwicklungssoziologie, Soziologiegeschichte
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Lars Clausen – Begründer der Katastrophensoziologie in Deutschland (Elke M. Geenen)
Zunächst wird Lars Clausens Weg in die Katastrophensoziologie und die von ihm geleistete Pionierarbeit beleuchtet. Danach wird näher auf den Kern seiner katastrophensoziologischen Theorie eingegangen. Es folgen Überlegungen zu Anwendungsmöglichkeiten der Theorie. Ich schließe mit der Würdigung seiner wissenschaftlichen Expertise einerseits und dem Aufzeigen der Entwicklungen in Kiel am Ende seiner wissenschaftlichen Laufbahn andererseits.
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Lars Clausen war in der deutschsprachigen Wikipedia als Autor aktiv. Der Artikel versucht, diesen Aspekt des Schaffens von Clausen auszuleuchten. Schlagwörter/Keywords: Lars Clausen, Wikipedia, €pa
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Erinnerungen an Lars Clausen. Lars Clausen, ein intellektueller Virtuose auch als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (Karl-Siegbert Rehberg)
In diesem Zeitzeugenessay wird – neben biografischen Aspekten und persönlichen Erinnerungen – vor allem Clausens Wirken als Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Soziologie und Wissensorganisator sowie seine Rolle als Hochschullehrer beleuchtet.
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Karl Mannheims Krisendiagnosen der Weimarer Republik. Mit einem Exkurs zum frühen Heidegger und Mannheims „Kehre“ vom Neukantianismus zu Dilthey (Stephan Moebius)
Der Beitrag rekonstruiert Karl Mannheims Krisendiagnosen der Weimarer Republik im chronologischen Verlauf und zeigt, wie sich seine kultursoziologischen und wissenssoziologischen Arbeiten jeweils an konkreten Krisenerfahrungen entfalten. Analytisch werden drei miteinander verflochtene Diagnosekomplexe herausgearbeitet: Kulturkrise, epistemische Krise und politisch-soziale Krise. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Nachweis einer theoretischen „Kehre“ um 1920: Ein Exkurs plausibilisiert, dass Mannheims Besuch von Lehrveranstaltungen bei dem frühen Heidegger in Freiburg seine Abwendung vom Neukantianismus bewirkte und die Rezeption Diltheys (Weltanschauungsanalyse, Betonung des Erlebnis- und Lebenszusammenhangs) entscheidend vermittelte. Vor diesem Hintergrund werden Mannheims Programm soziologisch-genetischer Sinndeutung, seine dokumentarische Methode sowie sein Synthese- bzw. später Multipolaritätsdenken als Antworten auf die Krisen der Epoche interpretiert; abschließend skizziert der Beitrag Verschiebungen im englischen Exil. Schlagworte: Karl Mannheim – Weimarer Republik – Wissenssoziologie – Krisendiagnosen – Heidegger-Dilthey-Rezeption
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Ferdinand Tönnies und Gustav Schmoller. Zur Karriere der Soziologie in Deutschland. (Jens Herold)
Der Eutiner Soziologe Ferdinand Tönnies (1855–1936) und der Berliner Nationalökonom Gustav Schmoller (1838–1917) repräsentieren zwei Pole der deutschen Sozialwissenschaft im Kaiserreich. Der eine kreierte eine hochgradig selbstreferentielle Theorie, die er später als „reine Soziologie“ identifizierte, blieb aber fast dauerhaft am Rand des Universitätssystems. Der andere prägte die universitäre Lehre und Forschung als erfolgreicher Hochschulpolitiker und Kopf der „historischen Schule der Nationalökonomie“, trat jedoch nie mit einem großangelegten Theorieangebot hervor, sondern achtete als Empiriker auf Operationalisierbarkeit seiner Begriffe und blieb eher skeptisch gegenüber abstrakten Theorieangeboten wie denen von Tönnies. Trotzdem lassen sich beide nicht als reine Antipoden identifizieren. Die Schnittstellen zwischen Schmollers und Tönnies’ Wissenschaftsauffassung sowie Schmollers Beiträge zur finanziellen Förderung des erfolglosen Privatdozenten und Privatgelehrten werden im Folgenden untersucht. Beobachten lassen sich Ansätze einer modernen, arbeitsteiligen Wissenschaftsförderung. Dieser wird im Ausblick eine andere Art der Sozialisierung junger Forscher und Forscherinnen gegenübergestellt, die herkömmlich in intellektuellen „Schulen“ verortet wird. Auch hier bildet Tönnies, der immer auf der Suche nach einer eigenen Schule war, in der er Jünger um sich versammeln konnte, für uns den Kontrast zum professionellen Wissenschaftsorganisator Schmoller.
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