Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-86649-324-7

Nationalstaatliche Koordination der europapolitischen Willensbildung

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Erscheinungsdatum : 16.06.2010

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ISBN: 978-3-86649-324-7

Beschreibung

Hรคufig wird die Bundesregierung fรผr ihr ineffizientes Koordinationsverfahren kritisiert. Doch trifft dies zu? Der Autor hinterfragt die รผblichen Herangehensweisen und vergleicht die europapolitischen Koordinationsverfahren jeweils mit den allgemeinen Verfahren in den Regierungen. Die รผberraschend geringen Unterschiede zwischen den Verfahren in einer Regierung erlauben eine fundierte Bewertung der Leistungsfรคhigkeit der Koordinationsverfahren und vor allem eine kritische Neubetrachtung der Verfahren.

Die europapolitischen Koordinationsverfahren sind das zentrale Instrument der Regierungen, um europรคische Politik zu formulieren. Sie ermรถglichen die Partizipation an der europรคischen Rechtssetzung und tragen entscheidend zur input-Legitimation der Europรคischen Union bei.ย  Vor allem das deutsche Verfahren gilt jedoch in Teilen als ineffizient, sogar als ineffektiv.ย  Doch bei genauerer Betrachtung erweist sich diese Kritik als fragwรผrdig. Vergleichende Untersuchungen sind rar, methodisch problematisch und vernachlรคssigen den nationalstaatlichen Kontext. Die so erzielten Ergebnisse sind wenig aussagekrรคftig; Handlungsvorschlรคge praxisfern oder nicht erfolgversprechend.
Ausgangspunkte des Vergleichs sind die nationalstaatlichen Regierungen und deren allgemeine Koordinationsverfahren. Die europapolitischen Verfahren sind als Sonderfรคlle der „normalen“ Verfahren zu betrachten und durch die notwendigen Anpassungen an die europรคischen Rahmenbedingungen geprรคgt. Dadurch sind im Ergebnis Anzeichen fรผr strukturelle Defizite bzw. die mangelnde Anpassung an europรคische Rahmenbedingungen festzustellen. Es lรคsst sich aber nicht nachweisen, dass diese Defizite zu systematisch schlechteren Ergebnissen fรผhren. Vielmehr gilt, dass die europapolitischen Koordinationsverfahren bereits so weit wie mรถglich an den europรคischen Kontext angepasst sind. Verbesserungen ihrer Leistungsfรคhigkeit sind nur mรถglich, wenn das allgemeine Koordinationsverfahren geรคndert wird – ein unwahrscheinlicher Vorgang.

 

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-86649-324-7

eISBN

978-3-86649-705-4

Format

A5

Scope

391

Year of publication

2010

Date of publication

16.06.2010

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

3

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Autor*innen

Keywords

Europapolitik, Koordination, Vergleichende Regierungslehre

Rezensionen

Die Vorwรผrfe, Deutschland spreche nicht mit einer Stimme, bitte stรคndig um Aufschub bei Abstimmungen und koordiniere die Europapolitik so mangelhaft, dass es der Bundesrepublik selten gelinge, die deutschen Interessen in der Europรคischen Union durchzusetzen, nimmt Krax zum Anlass, sich eingehend den europapolitischen Koordinationsverfahren zu widmen. Um deren Effektivitรคt zu ermitteln, entwickelt er ein Analyseraster und รผberprรผft dieses am Beispiel der EU-Umweltpolitik und der im Werden begriffenen europรคischen Innenpolitik im Falle Deutschlands, Frankreichs und GroรŸbritanniens. […] Krax wurde fรผr diese Arbeit mit dem alle zwei Jahre ausgeschriebenen Dissertationspreis „promotion“ des Verlages Barbara Budrich ausgezeichnet.

Pw-portal.de, 08.12.2010

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Hรคufig wird die Bundesregierung fรผr ihr ineffizientes Koordinationsverfahren kritisiert. Doch trifft dies zu? Der Autor hinterfragt die รผblichen Herangehensweisen und vergleicht die europapolitischen Koordinationsverfahren jeweils mit den allgemeinen Verfahren in den Regierungen. Die รผberraschend geringen Unterschiede zwischen den Verfahren in einer Regierung erlauben eine fundierte Bewertung der Leistungsfรคhigkeit der Koordinationsverfahren und vor allem eine kritische Neubetrachtung der Verfahren.

Die europapolitischen Koordinationsverfahren sind das zentrale Instrument der Regierungen, um europรคische Politik zu formulieren. Sie ermรถglichen die Partizipation an der europรคischen Rechtssetzung und tragen entscheidend zur input-Legitimation der Europรคischen Union bei.ย  Vor allem das deutsche Verfahren gilt jedoch in Teilen als ineffizient, sogar als ineffektiv.ย  Doch bei genauerer Betrachtung erweist sich diese Kritik als fragwรผrdig. Vergleichende Untersuchungen sind rar, methodisch problematisch und vernachlรคssigen den nationalstaatlichen Kontext. Die so erzielten Ergebnisse sind wenig aussagekrรคftig; Handlungsvorschlรคge praxisfern oder nicht erfolgversprechend.
Ausgangspunkte des Vergleichs sind die nationalstaatlichen Regierungen und deren allgemeine Koordinationsverfahren. Die europapolitischen Verfahren sind als Sonderfรคlle der „normalen“ Verfahren zu betrachten und durch die notwendigen Anpassungen an die europรคischen Rahmenbedingungen geprรคgt. Dadurch sind im Ergebnis Anzeichen fรผr strukturelle Defizite bzw. die mangelnde Anpassung an europรคische Rahmenbedingungen festzustellen. Es lรคsst sich aber nicht nachweisen, dass diese Defizite zu systematisch schlechteren Ergebnissen fรผhren. Vielmehr gilt, dass die europapolitischen Koordinationsverfahren bereits so weit wie mรถglich an den europรคischen Kontext angepasst sind. Verbesserungen ihrer Leistungsfรคhigkeit sind nur mรถglich, wenn das allgemeine Koordinationsverfahren geรคndert wird – ein unwahrscheinlicher Vorgang.

 

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ISBN

978-3-86649-324-7

eISBN

978-3-86649-705-4

Format

A5

Scope

391

Year of publication

2010

Date of publication

16.06.2010

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

3

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Die Vorwรผrfe, Deutschland spreche nicht mit einer Stimme, bitte stรคndig um Aufschub bei Abstimmungen und koordiniere die Europapolitik so mangelhaft, dass es der Bundesrepublik selten gelinge, die deutschen Interessen in der Europรคischen Union durchzusetzen, nimmt Krax zum Anlass, sich eingehend den europapolitischen Koordinationsverfahren zu widmen. Um deren Effektivitรคt zu ermitteln, entwickelt er ein Analyseraster und รผberprรผft dieses am Beispiel der EU-Umweltpolitik und der im Werden begriffenen europรคischen Innenpolitik im Falle Deutschlands, Frankreichs und GroรŸbritanniens. […] Krax wurde fรผr diese Arbeit mit dem alle zwei Jahre ausgeschriebenen Dissertationspreis „promotion“ des Verlages Barbara Budrich ausgezeichnet.

Pw-portal.de, 08.12.2010

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