Beschreibung
Open Access: Der Titelย Algorithmen und Autonomie (DOI: 10.3224/84742520) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution 4.0 International (CC BY 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Wir leben in einer Welt der algorithmischen Sortierung und Entscheidungsfindung. Mathematische Modelle kuratieren unsere sozialen Beziehungen, beeinflussen unsere Wahlen und entscheiden sogar darรผber, ob wir ins Gefรคngnis gehen sollten oder nicht. Aber wie viel wissen wir wirklich รผber Code, algorithmische Strukturen und deren Wirkweisen? Der Band wendet sich den Fragen der Autonomie im digitalen Zeitalter aus einer interdisziplinรคren Perspektive zu, indem er Beitrรคge aus Philosophie, Erziehungs- und Kulturwissenschaft mit der Informatik verbindet.
Die zunehmende Durchdringung des lebensweltlichen Alltags mit digitalen Kommunikationstechnologien und damit verbunden die integrale Verankerung vernetzter Architekturen in der Gesellschaft stellen einen zentralen Diskussionspunkt um die Entwicklung des Netzes und die daran gebundene Digitalisierung dar. Sie definieren damit den Begriff der digitalen Welt, in der wir leben und die Alltag wie Wissenschaft vor neue Herausforderungen stellt โ insofern die Digitalisierung direkt auf das Selbstverstรคndnis des Menschen zielt. Insbesondere die Autonomie, im Sinne einer aufgeklรคrten Selbstgesetzgebung und Selbstbestimmung, sieht sich durch die Verquickung der Lebenswelt mit intelligenten Maschinen infragegestellt. So ist es gerade die Algorithmisierung, welche erhรถhter Wachsamkeit bedarf, insofern sie in ihrer Verselbststรคndigung dem Menschen Entscheidungsgrundlagen entzieht und โ aller Erleichterungen im Alltag zum Trotz โ rationale, selbstbestimmte Entscheidungen erschwert. Hier erรถffnet sich die Frage nach der Grenze zwischen Selbst- und Fremdbestimmung: Wo wird aus Selbstbestimmung digitale Fremdbestimmung โ bestimmen der Mensch noch รผber die Daten oder beginnen die Daten รผber ihn zu bestimmen? Der Band soll dieser Entwicklung Rechnung tragen und einen interdisziplinรคren Diskurs รผber die impliziten Strukturen der Algorithmen in ihrer Bedeutung fรผr die menschliche Autonomie anstoรen. Die Interdisziplinaritรคt soll deutlich machen, dass sich die Problematik der Algorithmizitรคt nicht erschรถpfend aus der Perspektive der Informatik erfassen lรคsst, sondern Zugรคnge aus Philosophie, Erziehungswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie notwendig sind, um diesem Phรคnomen gerecht zu werden.
Inhaltsverzeichnis + Leseprobe
Die Herausgeber*innen:
Jun.-Prof. Dr. Dan Verstรคndig, Otto-von-Guericke-Univeritรคt Magdeburg
Dr. Christina Kast, Otto-von-Guericke-Univeritรคt Magdeburg
Janne Stricker, Otto-von-Guericke-Univeritรคt Magdeburg
Prof. Dr. Andreas Nรผrnberger, Otto-von-Guericke-Univeritรคt Magdeburg
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).
Die Zielgruppe:
Forschende und Lehrende der Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften







Bewertungen
Es gibt noch keine Bewertungen.