Beschreibung
Open Access: Der Titelย Datenreport Erziehungswissenschaft 2020 (DOI: 10.3224/84742419) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution-ShareAlike 4.0 International (CC BY-SA 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/
Der Datenreport ist eine regelmรครig alle vier Jahre von der Deutschen Gesellschaft fรผr Erziehungswissenschaft (DGfE) in Auftrag gegebene Darstellung der strukturellen Entwicklung der Erziehungswissenschaft. Ziel der Publikation ist die Information der Fachรถffentlichkeit, der Bildungs- und Hochschulpolitik sowie der รffentlichkeit รผber die Entwicklung und den erreichten Entwicklungsstand der Erziehungswissenschaft als einem der grรถรten Fรคcher an deutschen Hochschulen. Besonderes Augenmerk liegt auf den Indikatoren zu Studiengรคngen, Studierenden, Studienabschlรผssen, Personal, Forschungsleistungen und Nachwuchsfรถrderung.
Der Datenreport bietet Grundinformationen darรผber, wie die Erziehungswissenschaft sich unter dem Einfluss dieser Verรคnderungen entwickelt, und dient der Identifikation fachpolitischer ebenso wie hochschul- und bildungspolitischer Handlungsbedarfe. Relevante Informationen im Datenreport โ etwa zu den Studierenden, Studienabschlรผssen und den wissenschaftlichen Karrieren โ werden nach Geschlechtern differenziert dargestellt. Die DGfE kommt damit ihrem eigenen Anspruch nach, Gendergerechtigkeit zu unterstรผtzen. Der Datenreport ist von herausgehobener Bedeutung fรผr die aktuellen Diskussionen um die Sicherung von Ausbildungskapazitรคten fรผr professionelle pรคdagogische Berufe und um wissenschaftliche Karrieren.
Seit 20 Jahren und damit lรคnger als vergleichbare Fachgesellschaften beobachtet die DGfE durch den Datenreport die disziplinรคre Entwicklung der Erziehungswissenschaft anhand von Strukturdaten. Der aktuelle, sechste Datenreport informiert darรผber, wie sich Studienangebote im Hauptfach und im Lehramt verรคndern, welchen Zuspruch die Disziplin von den Studierenden erfรคhrt, welche Abschlรผsse vorgehalten und erreicht werden, inwiefern die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt reรผssieren, wie sich Qualifikations- und Stellenangebote sowie Personalstrukturen in der Disziplin entwickeln. Die neueste Ausgabe betont dabei die Trendanalyse รผber einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten und wirft Fragen nach kรผnftigen Entwicklungsbedarfen und Perspektiven fรผr die Disziplin auf.
Die Erziehungswissenschaft ist eine wissenschaftliche Disziplin, die umfangreiche Ausbildungsleistungen fรผr pรคdagogische Berufe erbringt und im Sinne der Professionalisierung dieser Berufe anwendungsorientiert forscht. Neben dem Beitrag zur Ausbildung von Professionen, die ausschlieรlich die Erziehungswissenschaft als Referenzdisziplin haben, wie bspw. die Sozialpรคdagogik und die frรผhkindliche Bildung, ist das Fach zentrale Bezugsdisziplin fรผr alle Lehramtsstudiengรคnge. Diese Leistungen zeichnen sich in der strukturellen Differenzierung der Erziehungswissenschaft und in ihrer umfangreichen Reprรคsentanz an deutschen Universitรคten ab. Zugleich verleihen sie der strukturellen Entwicklung in der Erziehungswissenschaft in zweifacher Hinsicht Relevanz als Gegenstand eines regelmรครigen Berichts. Erstens hat die Erziehungswissenschaft mit รผber 1.000 Professuren, ca. 3.500 wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen und รผber 700 Stellen fรผr Lehrkrรคfte fรผr besondere Aufgaben (Stand 2014 nach Datenreport 2016; S. 137) als einzelnes Fach ein erhebliches Gewicht in an den Hochschulen; รผber das Fach wird ein umfangreicher Arbeitsmarkt im Wissenschaftssystem definiert. Zweitens ist die Leistungsfรคhigkeit der Erziehungswissenschaft ausschlaggebend fรผr die Gewinnung und Ausbildung professionellen Personals im Bildungssystem. Beides ist Gegenstand der Berichterstattung im Datenreport.
Der Datenreport ist erstmalig im Jahr 2000 erschienen. Mit dem in Vorbereitung befindlichen Datenreport 2020 wird eine kontinuierliche Berichtslegung zur Struktur der Erziehungswissenschaft รผber einen Zeitraum von 20 Jahren vorliegen. Die Struktur des Datenreports ist bewรคhrt; durch die langjรคhrige Kooperation mit Erziehungswissenschaftlerinnen und Erziehungswissenschaftlern, die zum Datenreport beitragen, sowie mit renommierten Instituten wie dem Deutschen Institut fรผr internationale pรคdagogische Forschung (DIPF) und dem Deutschen Zentrum fรผr Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) ist eine hohe Verlรคsslichkeit in der Ausarbeitung gewรคhrleistet. Der Datenreport kann in seiner Kontinuitรคt und Differenziertheit Alleinstellung als Berichtssystem eines wissenschaftlichen Faches in der Gruppe der Geistes- und Sozialwissenschaften beanspruchen.
Die HerausgeberInnen:
Prof. Dr. Hermann Josef Abs, Professor fรผr Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpรคdagogik, Universitรคt Duisburg-Essen
Prof. Dr. Harm Kuper, Professor Weiterbildung und Bildungsmanagement Freie Universitรคt Berlin, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft fรผr Erziehungswissenschaft
Dr. Renate Martini, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DIPF Leibniz-Institut fรผr Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt
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