Beschreibung
„Was braucht es für eine lebendige Demokratie? Ortwin Renn zeigt eindrucksvoll, dass repräsentative Demokratie allein nicht ausreicht, sondern durch aktive Bürgerbeteiligung ergänzt werden muss. Sein Buch macht deutlich: Entscheidend sind intelligente Verknüpfungen unterschiedlicher Beteiligungsformaten und eine enge Verzahnung mit den politischen Entscheidungsprozessen.“
Prof. Dr. Brigitte Geißel, Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt, Leiterin der Forschungsstelle Demokratische Innovationen
Weitere Stimmen zum Buch finden Sie unter dem Reiter Pressestimmen.
Autoritäre und extrem rechte Strömungen nehmen weltweit zu, das Vertrauen in demokratische Institutionen sinkt. Hinzu kommen vielfältige geopolitische Krisen, die sich gegenseitig verstärken und die Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft verdunkeln. Einfache Lösungswege sind nicht in Sicht und schmerzliche Zielkonflikte müssen ausgehalten werden.
Wie kann Demokratie in dieser Situation gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Dieses Buch zeigt Wege auf, wie deliberative Prozesse – also die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die politische Willensbildung – die Demokratie beleben, politische Entscheidungen verbessern und die vielfältigen Krisen unserer Zeit konstruktiv adressieren können. Ortwin Renn leistet mit dieser Publikation einen theoretisch fundierten und praktisch überzeugenden Beitrag zur Diskussion über die Zukunft der Demokratie.
In einer Zeit wachsender politischer Spannungen und geopolitischer Krisen sind neue Formen der demokratischen Beteiligung gefragt. Das Buch gibt zunächst einen theoretischen Überblick über deliberative Politikgestaltung und entwickelt daraus einen praxisorientierten Anforderungskatalog: Wie können zivilgesellschaftliche Akteure sinnvoll in Entscheidungsprozesse eingebunden werden? Wie lassen sich Wissen, Interessen, Werte und Präferenzen auf allen politischen Ebenen – kommunal, national, europäisch und global – systematisch integrieren?Auf dieser Grundlage folgt ein Praxisbericht über Erfahrungen mit partizipativen Formaten, gestützt durch empirische Studien. Schwerpunkt sind Verfahren, die Expertisen, Bürgerinteressen und normative Bewertungen miteinander verknüpfen und in gemeinsam getragene Lösungsvorschläge überführen. Abgeschlossen wird der Band durch konkrete Anleitungen für die Organisation, Moderation und Teilnahme an deliberativen Prozessen sowie Vorschläge zur institutionellen Verankerung dieser politischen Innovation. Ein abschließender Ausblick skizziert, wie deliberative Elemente die Demokratie nachhaltig stärken und zu einer inklusiven, zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen können.
Der Autor:
Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn, ehemaliger wiss. Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und wiss. Direktor der Dialogik gGmbH
Subjects:
Politik, Soziologie
Pressestimmen
Stimmen zum Buch:
„Dass unsere Demokratie strauchelt, beschreiben aktuell viele Autorinnen und Autoren. Ortwin Renn hört jedoch nicht bei der Diagnose auf: Er macht wissenschaftlich fundierte und zugleich praxisnahe Vorschläge, wie eine Therapie aussehen könnte. Diese Therapie kennt unterschiedliche Formate und Methoden – und ein essentielles Grundprinzip: Beteiligung! Die bestechende Logik dahinter: Wer Demokratie stärken will, muss mehr Menschen mehr Demokratie erleben lassen.“
Jörg Sommer, Direktor des Berlin Instituts für Partizipation und Vorsitzender des Fachverbandes Bürgerbeteiligung
„Ortwin Renns scharfe Analysen und vor allem seine konkreten Vorschläge zur Neugestaltung der Demokratie kommen zur rechten Zeit. Sie atmen den Geist mutiger Hoffnung, sind aber zugleich pragmatisch und realistisch. Ihre Umsetzung würde zu einer breiten Wiederbelebung des Systemvertrauens in demokratische Entscheidungen führen. Und das wäre wunderbar.“
Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel, TU Berlin (Lehrstuhl Arbeit, Technik und Partizipation) und wissenschaftliche Leitung von nexus – Institut für Kooperationsmanagement u. interdisziplinäre Forschung
„Ortwin Renn bietet mit dem Konzept einer partizipativen Demokratie einen sehr überzeugenden Ausweg aus der tiefen Krise, in der sich die westlichen Demokratien gegenwärtig befinden. Dieses Konzept besticht durch eine sehr gelungene Verknüpfung von gesellschaftstheoretischer Fundierung, Verankerung in der Demokratietheorie und erfahrungsbasierter Umsetzung in unterschiedliche Modelle der Bürgerbeteiligung als konsultative Vorbereitung der regulären Entscheidungsprozesse der repräsentativen Demokratie.“
Richard Münch, Emeritus of Excellence, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, und Seniorprofessor für Gesellschaftstheorie und komparative Makrosoziologie, Zeppelin Universität, Friedrichshafen
„Dieses Buch ist eine fundierte Diagnose der aktuellen Gefahren für unsere Demokratie und zugleich dringend benötigter Handlungskompass für ihre praktische Weiterentwicklung. Anhand von Gesellschaftstheorie, Demokratiekonzepten und Beteiligungsmodellen leitet Ortwin Renn sehr anschaulich die Notwendigkeit ab, in unserer Gesellschaft Interessen, Normen, Präferenzen, Werte und Evidenz (wieder) in den Austausch zu bringen, um zu bestmöglichen Entscheidungen zu kommen. Ortwin Renn teilt mit dem Buch sein äußerst reiches Erfahrungswissen. Das ist im mannigfaltigen Feld der Beteiligungspraxis die vielleicht wichtigste Quelle für Lernen und Innovation. Denn selbst alle Evaluationen und wissenschaftlichen Begleitungen zusammen genommen können die persönlich erfahrenen, kritischen Momente von Beteiligungsprozessen in ihrer Komplexität kaum erfassen und Schlussfolgerungen abzuleiten. Bleibt zu wünschen, dass sich nicht nur Beteiligungsexpert:innen an seinem Handlungskompass orientieren, sondern auch die Politik seine Vorschläge für eine wirkungsvolle Verschränkung von partizipativer und parlamentarisch-repräsentativer Demokratie zu Herzen nimmt.“
Dr. Angela Jain, Programm Demokratie und Zusammenhalt, Bertelsmann Stiftung
„Dieses hervorragende Buch expliziert und verteidigt eine deliberative und partizipatorische Sicht auf die Demokratie, die vielfach in Bedrängnis geraten ist. Es geht von der Prämisse aus, dass Demokratie mehr ist als wählen und beschreibt einen klugen, „multi-funktionalen“ Ansatz, der davon ausgeht, dass nur ein intelligentes Zusammenspiel verschiedener Modelle – repräsentativ, deliberativ und partizipatorisch – die Demokratie vitalisieren kann. Das Plädoyer für eine besser kodifizierte deliberative Bürgerbeteiligung, welche das repräsentative System entscheidend unterstützt (aber nicht ersetzt), ist nicht nur realistisch, sondern auch hoffnungsvoll in aktuellen Krisenzeiten der Demokratie.“
Prof. Dr. Andre Bächtiger, Universität Stuttgart
„Ortwin Renn hat aus soziologisch funktionalistischer Sicht ein umfassendes, engagiertes und zugleich wissenschaftlich-detailliertes Plädoyer für Bürgerräte und Runde Tische vorgelegt. Für diese beiden Partizipations-Modelle geradezu ein Nachlagewerk. Dem Buch ist eine möglichst breite und kontroverse Diskussion zu wünschen.“
Prof. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, Vorsitzende der SPD Grundwertekommission und Präsidentin der Berlin Governance Platform
„Prof. Ortwin Renn nimmt Leserinnen und Leser mit auf eine fundierte und zugleich nachdenkliche Reise hin zu einer bürgernahen Zukunft. Es gelingt ihm in beeindruckender Weise, unterschiedliche Denkschulen miteinander zu verbinden, den Zustand unserer Demokratie aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, einen normativen Rahmen zu spannen und – was mich als Praktikerin besonders freut – konkrete Impulse für Politik und Gesellschaft zu formulieren. Sein Werk ist analytisch präzise, zugleich zugänglich geschrieben und getragen von einer tiefen Überzeugung von der Gestaltungskraft unserer Demokratie. Dieses Buch verdient kritische und reflektierte Leserinnen und Leser, die seine Erkenntnisse aufnehmen, weiterdenken und in die Zukunft tragen. Menschen, die Verantwortung übernehmen, im Großen wie im Kleinen, und bereit sind, daraus Konsequenzen für ihr eigenes Handeln und Wirken zu ziehen.“
Barbara Bosch, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung des Landes Baden-Württemberg
„Ortwin Renn untersucht die Gefährdungen unserer Demokratie und erläutert sein Verständnis von Demokratie und Beteiligung. Auf dieser Grundlage gibt er einen breit gefächerten Einblick in die Praxis der Bürgerbeteiligung und in das Erfahrungswissen, das er in drei Jahrzehnten als Moderator und Gestalter von Beteiligungsprozessen sammeln konnte. Ein anspruchsvoller Text, den ich unbedingt empfehlen kann für alle, die sich vertieft mit Bürgerbeteiligung und Bürgerräten beschäftigen möchten.“
Hanns-Jörg Sippel, Sozialwissenschaftler, ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Mitarbeit
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