Verlag Barbara Budrich

Sort by categories
select all / select none

Verlag Barbara Budrich

Sort by categories
select all / select none

Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-2537-3

Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit

Zur Bedeutung von Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverstรคndnissen fรผr Eltern mit Lernschwierigkeiten

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 09.08.2021

0,00 โ‚ฌ - 42,00 โ‚ฌ

Bevor Sie dieses Produkt in den Warenkorb legen kรถnnen, mรผssen Sie die aktuelle Bestellung abschlieรŸen: Zum Warenkorb

Open Access Download open access img

ISBN: 978-3-8474-2537-3

Beschreibung

Open Access: Der Titel Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit (DOI: 10.3224/84742537) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution 4.0 International (CC BY 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Dieses Buch befasst sich mit Elternschaft von Mรผttern und Vรคtern mit sogenannten Lernschwierigkeiten, die hรคufig mit Vorurteilen gegenรผber ihren Fรคhigkeiten in der Elternrolle konfrontiert werden. Die Autorin orientiert sich an der Gesellschaftskritik der Disability Studies und verfolgt einen emanzipatorisch-partizipativen Zugang. Als besonders relevant nach Analyse von gesellschaftlichen Diskussionen in Newsgroups, Interviews mit Fachkrรคften der Sozialen Arbeit und Interviews mit Eltern mit Lernschwierigkeiten zeigen sich mehrdimensionale Benachteiligungen und die jeweils (nicht) existenten Rahmenbedingungen fรผr die Wahrnehmung der Elternrolle.

Menschen mit Lernschwierigkeiten sind Personen, denen eine (โ€šgeistigeโ€˜) Behinderung zugeschrieben wird und die aufgrund von gesellschaftlichen Barrieren Behinderungen erfahren. Behinderung als Abweichung von Normalitรคtsvorstellungen wird durch verschiedene Diskurse erzeugt und ist auf den ersten Blick nicht mit den dominierenden Entwรผrfen von Mutter- und Vaterschaft sowie familialer Leistungs- und Funktionsfรคhigkeit vereinbar. Viele Eltern mit Lernschwierigkeiten sind aufgrund von Unfรคhigkeitszuschreibungen von Interventionen der Kinder- und Jugendhilfe betroffen.
Eine Hermeneutik des Verstehens bildet den metatheoretischen Bezugspunkt fรผr die methodologische Annรคherung an drei spezifische Forschungsinteressen. Basierend auf diskurstheoretischen รœberlegungen der hermeneutischen Wissenssoziologie wurden Erwartungen und Normen in Bezug auf Elternschaft und Behinderung in Newsgroups analysiert. Interviews mit Fachkrรคften in der Sozialen Arbeit wurden durchgefรผhrt und mit einer Referenzgruppe partizipativ analysiert. Mรผtter und Vรคter mit Lernschwierigkeiten wurden interviewt und die Interviews hermeneutisch-phรคnomenologisch analysiert. Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverstรคndnisse wurden schlieรŸlich in einer theoretischen Diskussion zusammengefรผhrt.
Die Ergebnisse verweisen auf das Streben von Eltern mit Lernschwierigkeiten nach der Erfรผllung geschlechtsspezifischer Fรคhigkeitsorientierungen, das in Wechselwirkung mit ihrer facettenreichen Diskreditierung in der Elternrolle und der Verinnerlichung von Defizitzuschreibungen steht. Fรผr die Wahrnehmung ihrer Mutter- beziehungsweise Vaterschaft unter behindernden Bedingungen sind sowohl die Beobachtung und Kontrolle durch Fachkrรคfte als auch deren Unterstรผtzung relevant. Die Mรถglichkeiten der elterlichen Subjektbildung sind demnach von sozialen, kulturellen und รถkonomischen Rahmenbedingungen, unter anderem von den jeweils (nicht) existenten systemischen Strukturen, abhรคngig.

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

Die Autorin:
Dr.in phil. Rahel More, Universitรคtsassistentin am Institut fรผr Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Arbeitsbereich Sozialpรคdagogik und Inklusionsforschung, Alpen-Adria-Universitรคt Klagenfurt, ร–sterreich

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

Die Zielgruppe:
Forschende und Lehrende der Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit

Zusรคtzliche Informationen

ISBN

978-3-8474-2537-3

eISBN

978-3-8474-1723-1

Format

14,8 x 21 cm

Scope

361

Year of publication

2021

Date of publication

09.08.2021

Edition

1.

Language

Deutsch

Publisher

Series

Volume

7

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung fรผr „Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit“

Your email address will not be published. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Autor*innen

Keywords

(geistige) Behinderung, Behinderung, Eltern mit Behinderung, Familie, Fremdzuschreibungen, Lernschwierigkeiten, Mutter, partizipative Forschung, Vรคter

Pressestimmen

Die vorliegende Publikation zeichnet sich durch einen ressourcen- und menschenrechtsorientierten Blick auf Mรผtter und Vรคter mit Lernschwierigkeiten aus, zeigt ungleiche Machtverhรคltnisse auf und fordert zu Recht Partizipation sowie Selbstbestimmung ein. Besonders hervorzuheben und zu wรผrdigen ist das forschungsmethodische partizipative Vorgehen, das nicht nur innovativ ist, sondern neue Perspektiven erรถffnet.

ร–sterreichisches Jahrbuch fรผr Soziale Arbeitย  1/2022

Ein Werk, das die Landschaft der sozialpรคdagogisch orientierten Forschungsarbeiten bereichert und wichtige Impulse fรผr eine Inklusive Gesellschaft setzt.

sozialpรคdagogische impulse 3/2021

Die Sozialpรคdagogin Rahel More untersuchte die Situation von Mรผttern und Vรคtern mit Lernschwierigkeiten. Ihre Unterstรผtzungsangebote seien hรถchst mangelhaft, so ihr Fazit.

Cornelia Grobner, Die Presse, 19.09.2021

In ihrer Studie analysierte More Erwartungen und Normen in Bezug auf Elternschaft und Behinderung anhand von Diskussionen im Internet. Und sie fรผhrte Interviews mit Fachkrรคften in der Sozialen Arbeit. Nicht zuletzt lieรŸ sie Betroffene zu Wort kommen: Mรผtter und Vรคter mit Lernschwierigkeiten.

Schrรถdingers Katze, Der รถsterreichische Wissenschaftsblog, 11.10.2021

 

Die Arbeit enthรคlt Aussagen zur Bedeutung von Selbst- und Fremdwahrnehmungen, Zuschreibungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten, die stรคndig mit Unzulรคnglichkeiten und einem negativen Selbstbild zu kรคmpfen haben. Fรผr Promovenden ist die Arbeit sicher wertvoll zu lesen, weil sie insgesamt den Werkstoffkofferย  der Wissenschaft beherrscht und Fachtermini gut begrรผndet dargestellt werden.

Gisela Thiele, socialnet, 27.02.2023

Beschreibung

Beschreibung

Open Access: Der Titel Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit (DOI: 10.3224/84742537) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution 4.0 International (CC BY 4.0): https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Dieses Buch befasst sich mit Elternschaft von Mรผttern und Vรคtern mit sogenannten Lernschwierigkeiten, die hรคufig mit Vorurteilen gegenรผber ihren Fรคhigkeiten in der Elternrolle konfrontiert werden. Die Autorin orientiert sich an der Gesellschaftskritik der Disability Studies und verfolgt einen emanzipatorisch-partizipativen Zugang. Als besonders relevant nach Analyse von gesellschaftlichen Diskussionen in Newsgroups, Interviews mit Fachkrรคften der Sozialen Arbeit und Interviews mit Eltern mit Lernschwierigkeiten zeigen sich mehrdimensionale Benachteiligungen und die jeweils (nicht) existenten Rahmenbedingungen fรผr die Wahrnehmung der Elternrolle.

Menschen mit Lernschwierigkeiten sind Personen, denen eine (โ€šgeistigeโ€˜) Behinderung zugeschrieben wird und die aufgrund von gesellschaftlichen Barrieren Behinderungen erfahren. Behinderung als Abweichung von Normalitรคtsvorstellungen wird durch verschiedene Diskurse erzeugt und ist auf den ersten Blick nicht mit den dominierenden Entwรผrfen von Mutter- und Vaterschaft sowie familialer Leistungs- und Funktionsfรคhigkeit vereinbar. Viele Eltern mit Lernschwierigkeiten sind aufgrund von Unfรคhigkeitszuschreibungen von Interventionen der Kinder- und Jugendhilfe betroffen.
Eine Hermeneutik des Verstehens bildet den metatheoretischen Bezugspunkt fรผr die methodologische Annรคherung an drei spezifische Forschungsinteressen. Basierend auf diskurstheoretischen รœberlegungen der hermeneutischen Wissenssoziologie wurden Erwartungen und Normen in Bezug auf Elternschaft und Behinderung in Newsgroups analysiert. Interviews mit Fachkrรคften in der Sozialen Arbeit wurden durchgefรผhrt und mit einer Referenzgruppe partizipativ analysiert. Mรผtter und Vรคter mit Lernschwierigkeiten wurden interviewt und die Interviews hermeneutisch-phรคnomenologisch analysiert. Zuschreibungen, Fremdwahrnehmungen und Selbstverstรคndnisse wurden schlieรŸlich in einer theoretischen Diskussion zusammengefรผhrt.
Die Ergebnisse verweisen auf das Streben von Eltern mit Lernschwierigkeiten nach der Erfรผllung geschlechtsspezifischer Fรคhigkeitsorientierungen, das in Wechselwirkung mit ihrer facettenreichen Diskreditierung in der Elternrolle und der Verinnerlichung von Defizitzuschreibungen steht. Fรผr die Wahrnehmung ihrer Mutter- beziehungsweise Vaterschaft unter behindernden Bedingungen sind sowohl die Beobachtung und Kontrolle durch Fachkrรคfte als auch deren Unterstรผtzung relevant. Die Mรถglichkeiten der elterlichen Subjektbildung sind demnach von sozialen, kulturellen und รถkonomischen Rahmenbedingungen, unter anderem von den jeweils (nicht) existenten systemischen Strukturen, abhรคngig.

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

Die Autorin:
Dr.in phil. Rahel More, Universitรคtsassistentin am Institut fรผr Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung, Arbeitsbereich Sozialpรคdagogik und Inklusionsforschung, Alpen-Adria-Universitรคt Klagenfurt, ร–sterreich

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

Die Zielgruppe:
Forschende und Lehrende der Erziehungswissenschaft und Sozialen Arbeit

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

ISBN

978-3-8474-2537-3

eISBN

978-3-8474-1723-1

Format

14,8 x 21 cm

Scope

361

Year of publication

2021

Date of publication

09.08.2021

Edition

1.

Language

Deutsch

Publisher

Series

Volume

7

Produktsicherheit

Bewertungen (0)

Bewertungen

Es gibt noch keine Bewertungen.

Schreibe die erste Bewertung fรผr „Disability, Elternschaft und Soziale Arbeit“

Your email address will not be published. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Authors

Autor*innen

Tags

Pressestimmen

Pressestimmen

Die vorliegende Publikation zeichnet sich durch einen ressourcen- und menschenrechtsorientierten Blick auf Mรผtter und Vรคter mit Lernschwierigkeiten aus, zeigt ungleiche Machtverhรคltnisse auf und fordert zu Recht Partizipation sowie Selbstbestimmung ein. Besonders hervorzuheben und zu wรผrdigen ist das forschungsmethodische partizipative Vorgehen, das nicht nur innovativ ist, sondern neue Perspektiven erรถffnet.

ร–sterreichisches Jahrbuch fรผr Soziale Arbeitย  1/2022

Ein Werk, das die Landschaft der sozialpรคdagogisch orientierten Forschungsarbeiten bereichert und wichtige Impulse fรผr eine Inklusive Gesellschaft setzt.

sozialpรคdagogische impulse 3/2021

Die Sozialpรคdagogin Rahel More untersuchte die Situation von Mรผttern und Vรคtern mit Lernschwierigkeiten. Ihre Unterstรผtzungsangebote seien hรถchst mangelhaft, so ihr Fazit.

Cornelia Grobner, Die Presse, 19.09.2021

In ihrer Studie analysierte More Erwartungen und Normen in Bezug auf Elternschaft und Behinderung anhand von Diskussionen im Internet. Und sie fรผhrte Interviews mit Fachkrรคften in der Sozialen Arbeit. Nicht zuletzt lieรŸ sie Betroffene zu Wort kommen: Mรผtter und Vรคter mit Lernschwierigkeiten.

Schrรถdingers Katze, Der รถsterreichische Wissenschaftsblog, 11.10.2021

 

Die Arbeit enthรคlt Aussagen zur Bedeutung von Selbst- und Fremdwahrnehmungen, Zuschreibungen von Menschen mit Lernschwierigkeiten, die stรคndig mit Unzulรคnglichkeiten und einem negativen Selbstbild zu kรคmpfen haben. Fรผr Promovenden ist die Arbeit sicher wertvoll zu lesen, weil sie insgesamt den Werkstoffkofferย  der Wissenschaft beherrscht und Fachtermini gut begrรผndet dargestellt werden.

Gisela Thiele, socialnet, 27.02.2023

en_USEnglish

Shipping costs

Books and journals print editions:
When ordering via this website:
Free shipping within Germany.
International shipping: 5,00 Euro.

eBooks and PDFs:
No shipping costs.

Journal subscriptions:
The subscription conditions of the magazine apply.