Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-0619-8

Geschlecht in gesellschaftlichen Transformationsprozessen

Erscheinungsdatum : 17.06.2015

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ISBN: 978-3-8474-0619-8

Beschreibung

Teil der Reihe: Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft fรผr Erziehungswissenschaft (DGfE). Klicken Sie hier um zu den restlichen Bรคnden der Reihe zu kommen.

Aktuelle รถkonomische, politische und gesellschaftliche Transformationsprozesse beeinflussen substanziell die Geschlechterverhรคltnisse. Die derzeitigen Entwicklungstrends verweisen dabei auf eine neoliberale Neuordnung von ร–konomie, Staat, Familie und Privatsphรคre. Die Beitrรคge dieses Sammelbandes untersuchen diese Entwicklungstrends aus unterschiedlichen disziplinรคren Perspektiven. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, ob bzw. wie die Transformationsprozesse von Geschlechterverhรคltnissen zu einer Neubestimmung pรคdagogischer Handlungsfelder, Bildungsinstitutionen und erziehungswissenschaftlicher Leitbegriffe wie z.B. Bildung, Erziehung, Sozialisation und Care fรผhrt.

 

Im Rahmen der aktuellen รถkonomischen, politischen und kulturellen Transformationen westlicher Gesellschaft kommt in der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung zwei Faktoren zentrale Bedeutung zu. Zum einen sind Bildung und Erziehung sowohl Motor des gesellschaftlichen Transformationsprozesses als auch ein wichtiges Feld der Einflussnahme. Dies zeigt sich im neoliberalen Umbau von Higher Education, in der Formalisierung von Bildungszielen, in der Entwicklung von Fรถrdermodellen in der frรผhen Kindheit oder im Bereich Care. Zum anderen rรผckt das Geschlechterverhรคltnis auf neue Weise in das Zentrum der Diskussion, denn geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen oder an der bรผrgerlichen Kleinfamilie orientierte Lebensmodelle gelten zunehmend als Hemmnis fรผr eine spezifische Form gesellschaftlichen Fortschritts. Feministische Ansprรผche wie Selbstbestimmung werden im Neoliberalismus zudem gewendet in Flexibilitรคt, Mobilitรคt und individuelle Selbstverantwortung. Bildungs- und Geschlechterfragen werden dabei zu zentralen Elementen in einer Humankapitaldebatte, die Geschlecht nicht als Strukturkategorie gesellschaftlicher Ordnung denkt, sondern als Ressource begreift.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage zu diskutieren, welche komplexen Wechselbeziehungen sich zwischen den aktuellen Transformationsprozessen von Geschlecht und etwaigen Neubestimmungen erziehungswissenschaftlicher Leitbegriffe (z.B. Erziehung, Bildung, Sozialisation) pรคdagogischer Handlungsfelder und Bildungsinstitutionen ausmachen lassen. Zentral ist die Annahme, dass รผber Bildung und Geschlecht auch Kerninstitutionen unserer Gesellschaft formiert werden, wobei sich gegenwรคrtig kein einheitliches Bild zeigt: Formen der gesellschaftlichen ร–ffnung gehen mit neuen SchlieรŸungen einher und fรผhren zu einer Recodierung von traditionellen Kernkonzepten in beiden Feldern.

 

Inhaltsverzeichnis ansehen

 

The editors:

Prof. Dr. Katharina Walgenbach, Gastprofessorin an der Humboldt Universitรคt zu Berlin (Zentrum fรผr transdisziplinรคre Geschlechterstudien/ Institut fรผr Erziehungswissenschaft, Abt. Allgemeine Erziehungswissenschaft)

Dr. phil. habil. Anna Stach, Privatdozentin an der Philipps-Universitรคt Marburg mit den Schwerpunkten Geschlechter- und Medienforschung und Beratung

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Zielgruppen: Frauen- und GeschlechterforscherInnen, Erziehungs-, Politik- und SozialwissenschaftlerInnen

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-0619-8

eISBN

978-3-8474-0275-6

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Format

A5

Scope

225

Year of publication

2015

Date of publication

17.06.2015

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

4

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Autor*innen

Keywords

Ethik, Geschlechterverhรคltnis, Gesetzesgrundlagen, Gleichstellung, Menschenrechtskonformitรคt, Sektionstagung DGfE 2022

Rezensionen

Der Sammelband liefert damit spannende Einsichten und gibt vielschichtige sowie kritische Impulse fรผr die erziehungswissenschaftlichen Leitbegriffe Bildung, Erยญziehung, Sozialisation und Care.

Gender 1/2016

Das Buch ist zudem jedem Leser zu empfehlen, der die Freisetzung der Frau aus tradierten Rollen nicht allein als individuellen Akt der Emanzipation sondern als Bedingung und zugleich Ergebnis der gesellschaftlichen Umbrรผche begreifen mรถchte.

S.O. im Rahmen von Read and Feed, 10.12.2015

Durch das breite Spektrum des Sammelbandes ist das Buch fรผr Studierende und Promovierende empfohlen, die einen ersten Einstieg resp. eine groben รœberblick รผber Geschlecht in verschiedenen Disziplinen anstreben. Die ausfรผhrlichen Literaturlisten nach jedem Beitrag bieten die Mรถglichkeiten einer Vertiefung der jeweiligen Thematik.

Wilhelm Weske im Rahmen von Read and Feed, 08.12.2015

Die Lektรผre dieses Buches hat mir in Bezug auf meine Masterarbeit im Fachbereich Europรคischer Ethnologie/ Gender Studies sehr geholfen. Ich finde besonders gut, dass es in leichter Sprache geschrieben ist und Begriffe wie care, Neoliberalismus und queer fรผr mich nachvollziehbar erklรคrt/ einfรผhrt. Ich wรผrde das Buch auf jeden Fall anderen Studierenden/ Promovierenden empfehlen, als auch Menschen auรŸerhalb der Universitรคt, die sich mit der Verknรผpfung von gesellschaftlichen/ รถkonomischen etc. Transformationsprozessen und Geschlechterverhรคltnissen beschรคftigen wollen.

Francis Seeck im Rahmen von Read and Feed, 31.10.2015

โ€ฆbreite Palette von Beitrรคgen aus den verschiedenen Disziplinen der Sozialwissenschaftenโ€ฆ Wer sich fรผr eine breite wissenschaftliche Diskussion zur Frage der Bedeutung von Geschlecht in Transformationsprozessen interessiert, dem werden die Beitrรคge sicher wertvolle Erkenntnisse liefern. Wer sich hier durcharbeitet, gewinnt Sensibilitรคt fรผr verdeckte Formen von Diskriminierung und vordergrรผndigen Versprechungen.

Socialnet.de, 31.07.2015

Es ist ein Buch mit intelligenten Analysen und Vorausblicken, das den Leser_innen zu vielen neuen Einsichten und neuem Verstรคndnis fรผr die stattfindenden Transformationsprozesse verhilft.

aep 3/2015

 

 

 

 

 

Beschreibung

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Teil der Reihe: Schriftenreihe der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft fรผr Erziehungswissenschaft (DGfE). Klicken Sie hier um zu den restlichen Bรคnden der Reihe zu kommen.

Aktuelle รถkonomische, politische und gesellschaftliche Transformationsprozesse beeinflussen substanziell die Geschlechterverhรคltnisse. Die derzeitigen Entwicklungstrends verweisen dabei auf eine neoliberale Neuordnung von ร–konomie, Staat, Familie und Privatsphรคre. Die Beitrรคge dieses Sammelbandes untersuchen diese Entwicklungstrends aus unterschiedlichen disziplinรคren Perspektiven. Insbesondere wird der Frage nachgegangen, ob bzw. wie die Transformationsprozesse von Geschlechterverhรคltnissen zu einer Neubestimmung pรคdagogischer Handlungsfelder, Bildungsinstitutionen und erziehungswissenschaftlicher Leitbegriffe wie z.B. Bildung, Erziehung, Sozialisation und Care fรผhrt.

 

Im Rahmen der aktuellen รถkonomischen, politischen und kulturellen Transformationen westlicher Gesellschaft kommt in der erziehungswissenschaftlichen Geschlechterforschung zwei Faktoren zentrale Bedeutung zu. Zum einen sind Bildung und Erziehung sowohl Motor des gesellschaftlichen Transformationsprozesses als auch ein wichtiges Feld der Einflussnahme. Dies zeigt sich im neoliberalen Umbau von Higher Education, in der Formalisierung von Bildungszielen, in der Entwicklung von Fรถrdermodellen in der frรผhen Kindheit oder im Bereich Care. Zum anderen rรผckt das Geschlechterverhรคltnis auf neue Weise in das Zentrum der Diskussion, denn geschlechtsspezifische Arbeitsteilungen oder an der bรผrgerlichen Kleinfamilie orientierte Lebensmodelle gelten zunehmend als Hemmnis fรผr eine spezifische Form gesellschaftlichen Fortschritts. Feministische Ansprรผche wie Selbstbestimmung werden im Neoliberalismus zudem gewendet in Flexibilitรคt, Mobilitรคt und individuelle Selbstverantwortung. Bildungs- und Geschlechterfragen werden dabei zu zentralen Elementen in einer Humankapitaldebatte, die Geschlecht nicht als Strukturkategorie gesellschaftlicher Ordnung denkt, sondern als Ressource begreift.

Vor diesem Hintergrund ist die Frage zu diskutieren, welche komplexen Wechselbeziehungen sich zwischen den aktuellen Transformationsprozessen von Geschlecht und etwaigen Neubestimmungen erziehungswissenschaftlicher Leitbegriffe (z.B. Erziehung, Bildung, Sozialisation) pรคdagogischer Handlungsfelder und Bildungsinstitutionen ausmachen lassen. Zentral ist die Annahme, dass รผber Bildung und Geschlecht auch Kerninstitutionen unserer Gesellschaft formiert werden, wobei sich gegenwรคrtig kein einheitliches Bild zeigt: Formen der gesellschaftlichen ร–ffnung gehen mit neuen SchlieรŸungen einher und fรผhren zu einer Recodierung von traditionellen Kernkonzepten in beiden Feldern.

 

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The editors:

Prof. Dr. Katharina Walgenbach, Gastprofessorin an der Humboldt Universitรคt zu Berlin (Zentrum fรผr transdisziplinรคre Geschlechterstudien/ Institut fรผr Erziehungswissenschaft, Abt. Allgemeine Erziehungswissenschaft)

Dr. phil. habil. Anna Stach, Privatdozentin an der Philipps-Universitรคt Marburg mit den Schwerpunkten Geschlechter- und Medienforschung und Beratung

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Zielgruppen: Frauen- und GeschlechterforscherInnen, Erziehungs-, Politik- und SozialwissenschaftlerInnen

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-0619-8

eISBN

978-3-8474-0275-6

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Format

A5

Scope

225

Year of publication

2015

Date of publication

17.06.2015

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

4

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Der Sammelband liefert damit spannende Einsichten und gibt vielschichtige sowie kritische Impulse fรผr die erziehungswissenschaftlichen Leitbegriffe Bildung, Erยญziehung, Sozialisation und Care.

Gender 1/2016

Das Buch ist zudem jedem Leser zu empfehlen, der die Freisetzung der Frau aus tradierten Rollen nicht allein als individuellen Akt der Emanzipation sondern als Bedingung und zugleich Ergebnis der gesellschaftlichen Umbrรผche begreifen mรถchte.

S.O. im Rahmen von Read and Feed, 10.12.2015

Durch das breite Spektrum des Sammelbandes ist das Buch fรผr Studierende und Promovierende empfohlen, die einen ersten Einstieg resp. eine groben รœberblick รผber Geschlecht in verschiedenen Disziplinen anstreben. Die ausfรผhrlichen Literaturlisten nach jedem Beitrag bieten die Mรถglichkeiten einer Vertiefung der jeweiligen Thematik.

Wilhelm Weske im Rahmen von Read and Feed, 08.12.2015

Die Lektรผre dieses Buches hat mir in Bezug auf meine Masterarbeit im Fachbereich Europรคischer Ethnologie/ Gender Studies sehr geholfen. Ich finde besonders gut, dass es in leichter Sprache geschrieben ist und Begriffe wie care, Neoliberalismus und queer fรผr mich nachvollziehbar erklรคrt/ einfรผhrt. Ich wรผrde das Buch auf jeden Fall anderen Studierenden/ Promovierenden empfehlen, als auch Menschen auรŸerhalb der Universitรคt, die sich mit der Verknรผpfung von gesellschaftlichen/ รถkonomischen etc. Transformationsprozessen und Geschlechterverhรคltnissen beschรคftigen wollen.

Francis Seeck im Rahmen von Read and Feed, 31.10.2015

โ€ฆbreite Palette von Beitrรคgen aus den verschiedenen Disziplinen der Sozialwissenschaftenโ€ฆ Wer sich fรผr eine breite wissenschaftliche Diskussion zur Frage der Bedeutung von Geschlecht in Transformationsprozessen interessiert, dem werden die Beitrรคge sicher wertvolle Erkenntnisse liefern. Wer sich hier durcharbeitet, gewinnt Sensibilitรคt fรผr verdeckte Formen von Diskriminierung und vordergrรผndigen Versprechungen.

Socialnet.de, 31.07.2015

Es ist ein Buch mit intelligenten Analysen und Vorausblicken, das den Leser_innen zu vielen neuen Einsichten und neuem Verstรคndnis fรผr die stattfindenden Transformationsprozesse verhilft.

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