Beschreibung
Die Autorin reflektiert Bedeutungen der Digitalisierung aus gesellschaftskritischer Perspektive. In der Analyse dieses epochalen Wandels stellt sie philosophisch-theoretische und kรผnstlerische Ansรคtze der Reflexion gleichberechtigt nebeneinander und lotet Kunst und Wissenschaft als parallele Erkenntnisverfahren in ihren je eigenen Qualitรคten aus.
Zunรคchst nimmt die Relektรผre des Computerwissenschaftlers und Gesellschaftskritikers Joseph Weizenbaum eine zentrale Position ein. Diese wird in zwei gedanklichen Experimenten einmal zur Performativitรคtstheorie der Philosophin Judith Butler und weiter zu dem Agentiellen Realismus der theoretischen Physikerin Karan Barad in Bezug gesetzt. Mit diesen auf Handlungsprozesse fokussierten und einen Subjekt-Objektdualismus รผberschreitenden Positionen wird die von Joseph Weizenbaum herausgearbeitete Gesellschaft strukturierende Macht instrumenteller Vernunft und deren Wirkmรคchtigkeit in der Entwicklung und Anwendung technologischer Artefakte neu gelesen. Die Autorin, selbst Kรผnstlerin und Wissenschaftlerin, stellt eigene Werkbeispiele vor, die als Beitrรคge zum gesellschaftskritischen Diskurs zur Digitalisierung einzuordnen sind. Charakteristisch ist hier eine Fundierung im gestalterischen Experiment. Darin sind – als nicht vordiskursiv anzusehende – Materialitรคt, Anschauung und Reflexion miteinander verwoben. In den ausgewรคhlten Kunstwerken treten gesellschaftliche Selbst- und Weltbilder aus dem Kontext der Digitalisierung in Erscheinung. Sie stellen somit kรผnstlerische Reflexionsmรถglichkeiten zur Thematik dar.
Die Autorin legt gesellschaftskritische Reflexionen zur Digitalisierung aus der Wissenschaft und der Kunst dar. Sie setzt diese als parallele Erkenntnisverfahren voraus und lotet die je eigenen Charakteristika aus, indem sie Analogien und Differenzen herausarbeitet.
Inhaltsverzeichnis + Leseprobe
Die Autorin:
Dr. Gertrud Schrader, Lehrkraft fรผr besondere Aufgaben, Institut fรผr Gestaltungspraxis und Kunstwissenschaft/Leibniz Universitรคt Hannover
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).
Die Zielgruppe:
Forschende der Kunst- und Medienwissenschaft







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