Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-0669-3

Mehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit

Erkundungen einer didaktischen Perspektive

(2 Kundenbewertungen)
Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 14.12.2015

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ISBN: 978-3-8474-0669-3
Kategorien: Education

Beschreibung

Die Schule in den amtlich deutschsprachigen Staaten ist von dem Spannungsverhรคltnis der konzeptionellen Einsprachigkeit im Deutschen und der faktischen Mehrsprachigkeit der SchรผlerInnen gekennzeichnet, die sich immer weiter ausdifferenziert. Die Monolingualitรคt der schulischen Konzepte ist allerdings nicht ungebrochen: In den vergangenen Jahren wurden verschiedene didaktische Konzepte zum Umgang mit der gelebten Mehrsprachigkeit entwickelt. Vorschlรคge fรผr die ร–ffnung des Unterrichts fรผr Mehrsprachigkeit verfolgen u.a. das selbsterklรคrte Ziel, ein Stรผck weit sprachbezogene Gerechtigkeit fรผr Kinder und Jugendliche herzustellen, deren Sprachen in der nationalstaatlichen Schule bis auf spezielle Projekte wie bilinguale Klassen keinen Raum finden. Allerdings gibt es bislang zwischen den fachdidaktischen und allgemeinpรคdagogischen Diskursen sowie weiteren theoretischen Diskursen รผber Bildungsgerechtigkeit kaum Berรผhrungspunkte.

Welcher Zusammenhang kann zwischen der Berรผcksichtigung von Mehrsprachigkeit im Rahmen des monolingualen Bildungssystems und Vorstellungen von Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden? Dieser Frage gehen die AutorInnen mit besonderer Berรผcksichtigung der migrationsbedingten Mehrsprachigkeit nach und leisten einen Beitrag zur Systematisierung und theoretischen Fundierung des einschlรคgigen fachdidaktischen Diskurses.

Inhaltsverzeichnis ansehen

The editors:

Prof. Dr. Anke Wegner,
Universitรคt Trier, Professorin fรผr Didaktik der deutschen Sprache

Univ.-Prof. Dr. Inci Dirim,
Universtitรคt Wien Professorin fรผr Deutsch als Zweitsprache

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).

 

Zielgruppen: ErziehungswissenschaftlerInnen, SprachdidaktikerInnen, Deutsch als Zweitsprache-ExpertInnen, Studierende und LehrerInnen

 

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-0669-3

eISBN

978-3-8474-0814-7

Format

A5

Scope

322

Date of publication

14.12.2015

Language

Deutsch

Series

Volume

1

2 Bewertungen fรผr Mehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit

  1. B. Lรผbke

    Der Sammelband โ€žMehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit. Erkundungen einer didaktischen Perspektiveโ€œ widmet sich der durch den PISA-Schock befeuerten Diskussion um Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Die verschiedenen Autoren des von Anke Wegner und Inci Dirim herausgegebenen Bandes entwerfen aus unterschiedlichen Perspektiven einen produktiven Umgang mit Mehrsprachigkeit als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit, Im einfรผhrenden Teil wird Bildungsgerechtigkeit als eine normative Kategorie bestimmt und differenziert ausbuchstabiert. Es folgen exemplarische Betrachtungen beispielsweise aus dem Bereich des Lesens oder Dolmetschens sowie dem Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Schule. Wer Rezepte zum Umgang mit Mehrsprachigkeit sucht, sucht in diesem Band vergebens. Was er bietet ist eine differenzierte und reflektierte (hervorheben mรถchte ich hier den Beitrag von Dragan Miladinoviฤ‡ zur rassismuskritischen Analyse des Begriffs Zweitsprache) Sammlung an รœberlegungen und Ansรคtzen zur Bildungsgerechtigkeit unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit.

  2. H. Leinberger

    Der Sammelband โ€žMehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeitโ€œ von Wegner und Dirim ist ein wahrer Fundus an gut durchdachten Perspektiven, Herangehensweisen und praktischen รœberlegungen. Neben den Ansรคtzen der Verteilungsgerechtigkeit, der Teilhabergerechtigkeit und der Anerkennungsgerechtigkeit, deren Grenzen und Chancen aufgezeigt werden, enthรคlt der Sammelband Artikel, die sich mit einer konkreten didaktisch-methodischen Herangehensweise, wie beispielsweise dem mehrsprachigen Vorlesen, auseinandersetzen. Insgesamt stammen die Artikel aus dem deutschsprachigen Raum – je nachdem muss der Leser die Gegebenheiten beispielsweise von ร–sterreich auf Deutschland รผbertragen. Insgesamt sollte dem Leser nach Abschluss der Lektรผre der unglaubliche Sprachreichtum unserer Gesellschaft als wirklicher Reichtum bewusst und ebenso pfleglich als solcher behandelt werden. Dass Schรผler benachteiligt sind, weil ihre Zweitsprache nicht Englisch oder Franzรถsisch, sondern Tรผrkisch oder Arabisch ist, sollte der Vergangenheit angehรถren. Krumm bezeichnet dies in seinem Artikel als โ€žKapitalvernichtungโ€œ – soweit wรผrde ich nicht gehen, da mir dieser Begriff zu sehr den (auch tatsรคchlich gegebenen) รถkonomischen Wert der Mehrsprachigkeit in den Mittelpunkt stellt und das Subjekt an sich in den Hintergrund stellt, der aber dennoch scharf aufzeigt, dass Mehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit noch immer ein Spannungsfeld darstellen und nicht als Synergien genutzt werden.
    Das Buch ist ein Muss fรผr alle, die sich vertieft mit der Materie auseinandersetzen mรถchten – nicht fรผr solche, die nach schnellen Lรถsungen in ihrem eigenen Unterricht suchen.

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Autor*innen

Keywords

Bildungssytem, Deutsch als Zweitsprache, Schule, Sprachdidaktik, Language

Rezensionen/Pressestimmen

In der theoretischen Auseinandersetzung liefert der Sammelband dafรผr wichtige Impulse fรผr das Weiterdenken.

EWR 4/2016

Ergebnis offene Herausforderungen, die konzeptionell diskutiert, aber auch an Beispielen aus der Praxis konkret werden.

Pร„DAGOGIK 7/8/2016

 

Ein Buch, das man zur Hand nehmen sollte, wenn man sich mittels allgemeiner Kurzinformationen und Projektberichten รผber das Thema informieren will

socialnet.de, 23.05.2016

Beschreibung

Beschreibung

Die Schule in den amtlich deutschsprachigen Staaten ist von dem Spannungsverhรคltnis der konzeptionellen Einsprachigkeit im Deutschen und der faktischen Mehrsprachigkeit der SchรผlerInnen gekennzeichnet, die sich immer weiter ausdifferenziert. Die Monolingualitรคt der schulischen Konzepte ist allerdings nicht ungebrochen: In den vergangenen Jahren wurden verschiedene didaktische Konzepte zum Umgang mit der gelebten Mehrsprachigkeit entwickelt. Vorschlรคge fรผr die ร–ffnung des Unterrichts fรผr Mehrsprachigkeit verfolgen u.a. das selbsterklรคrte Ziel, ein Stรผck weit sprachbezogene Gerechtigkeit fรผr Kinder und Jugendliche herzustellen, deren Sprachen in der nationalstaatlichen Schule bis auf spezielle Projekte wie bilinguale Klassen keinen Raum finden. Allerdings gibt es bislang zwischen den fachdidaktischen und allgemeinpรคdagogischen Diskursen sowie weiteren theoretischen Diskursen รผber Bildungsgerechtigkeit kaum Berรผhrungspunkte.

Welcher Zusammenhang kann zwischen der Berรผcksichtigung von Mehrsprachigkeit im Rahmen des monolingualen Bildungssystems und Vorstellungen von Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden? Dieser Frage gehen die AutorInnen mit besonderer Berรผcksichtigung der migrationsbedingten Mehrsprachigkeit nach und leisten einen Beitrag zur Systematisierung und theoretischen Fundierung des einschlรคgigen fachdidaktischen Diskurses.

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The editors:

Prof. Dr. Anke Wegner,
Universitรคt Trier, Professorin fรผr Didaktik der deutschen Sprache

Univ.-Prof. Dr. Inci Dirim,
Universtitรคt Wien Professorin fรผr Deutsch als Zweitsprache

 

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Zielgruppen: ErziehungswissenschaftlerInnen, SprachdidaktikerInnen, Deutsch als Zweitsprache-ExpertInnen, Studierende und LehrerInnen

 

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-0669-3

eISBN

978-3-8474-0814-7

Format

A5

Scope

322

Date of publication

14.12.2015

Language

Deutsch

Series

Volume

1

Produktsicherheit

Bewertungen (2)

2 Bewertungen fรผr Mehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit

  1. B. Lรผbke

    Der Sammelband โ€žMehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit. Erkundungen einer didaktischen Perspektiveโ€œ widmet sich der durch den PISA-Schock befeuerten Diskussion um Bildungsgerechtigkeit in Deutschland. Die verschiedenen Autoren des von Anke Wegner und Inci Dirim herausgegebenen Bandes entwerfen aus unterschiedlichen Perspektiven einen produktiven Umgang mit Mehrsprachigkeit als Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit, Im einfรผhrenden Teil wird Bildungsgerechtigkeit als eine normative Kategorie bestimmt und differenziert ausbuchstabiert. Es folgen exemplarische Betrachtungen beispielsweise aus dem Bereich des Lesens oder Dolmetschens sowie dem Umgang mit Mehrsprachigkeit in der Schule. Wer Rezepte zum Umgang mit Mehrsprachigkeit sucht, sucht in diesem Band vergebens. Was er bietet ist eine differenzierte und reflektierte (hervorheben mรถchte ich hier den Beitrag von Dragan Miladinoviฤ‡ zur rassismuskritischen Analyse des Begriffs Zweitsprache) Sammlung an รœberlegungen und Ansรคtzen zur Bildungsgerechtigkeit unter der Bedingung der Mehrsprachigkeit.

  2. H. Leinberger

    Der Sammelband โ€žMehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeitโ€œ von Wegner und Dirim ist ein wahrer Fundus an gut durchdachten Perspektiven, Herangehensweisen und praktischen รœberlegungen. Neben den Ansรคtzen der Verteilungsgerechtigkeit, der Teilhabergerechtigkeit und der Anerkennungsgerechtigkeit, deren Grenzen und Chancen aufgezeigt werden, enthรคlt der Sammelband Artikel, die sich mit einer konkreten didaktisch-methodischen Herangehensweise, wie beispielsweise dem mehrsprachigen Vorlesen, auseinandersetzen. Insgesamt stammen die Artikel aus dem deutschsprachigen Raum – je nachdem muss der Leser die Gegebenheiten beispielsweise von ร–sterreich auf Deutschland รผbertragen. Insgesamt sollte dem Leser nach Abschluss der Lektรผre der unglaubliche Sprachreichtum unserer Gesellschaft als wirklicher Reichtum bewusst und ebenso pfleglich als solcher behandelt werden. Dass Schรผler benachteiligt sind, weil ihre Zweitsprache nicht Englisch oder Franzรถsisch, sondern Tรผrkisch oder Arabisch ist, sollte der Vergangenheit angehรถren. Krumm bezeichnet dies in seinem Artikel als โ€žKapitalvernichtungโ€œ – soweit wรผrde ich nicht gehen, da mir dieser Begriff zu sehr den (auch tatsรคchlich gegebenen) รถkonomischen Wert der Mehrsprachigkeit in den Mittelpunkt stellt und das Subjekt an sich in den Hintergrund stellt, der aber dennoch scharf aufzeigt, dass Mehrsprachigkeit und Bildungsgerechtigkeit noch immer ein Spannungsfeld darstellen und nicht als Synergien genutzt werden.
    Das Buch ist ein Muss fรผr alle, die sich vertieft mit der Materie auseinandersetzen mรถchten – nicht fรผr solche, die nach schnellen Lรถsungen in ihrem eigenen Unterricht suchen.

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Rezensionen/Pressestimmen

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In der theoretischen Auseinandersetzung liefert der Sammelband dafรผr wichtige Impulse fรผr das Weiterdenken.

EWR 4/2016

Ergebnis offene Herausforderungen, die konzeptionell diskutiert, aber auch an Beispielen aus der Praxis konkret werden.

Pร„DAGOGIK 7/8/2016

 

Ein Buch, das man zur Hand nehmen sollte, wenn man sich mittels allgemeiner Kurzinformationen und Projektberichten รผber das Thema informieren will

socialnet.de, 23.05.2016

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