Beschreibung
Open Access: Der Titelย Riskante Leben? | Jahrbuch FGFE 8/2012 (DOI: 10.3224/86649468) ist kostenlos im Open Access (PDF) herunterladbar oder kostenpflichtig als Print-Ausgabe erhรคltlich. Der Titel steht unter der Creative Commons Lizenz Attribution Non Commercial No Derivatives 3.0 (CC BY-NC-ND 3.0 DE): https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de/
Individualisierungsprozesse und die Umverteilung sozialer Risiken lassen auch die tradierten Geschlechterverhรคltnisse nicht unberรผhrt. Welche Verรคnderungen sich fรผr Geschlechtsidentitรคten, Geschlechterbeziehungen und geschlechtstypische Positionierungen in der Gesellschaft ergeben (kรถnnen), untersuchen die Beitrรคge im vorliegenden Band.
ย Nach dem von Ulrich Beck geprรคgten Schlagwort von der โRisikogesellschaftโ wirken die von modernen westlichen Gesellschaften produzierten Risiken individualisierend und fรผhren typischerweise dazu, dass die entstehenden Gefรคhrdungslagen von den einzelnen Individuen selbst getragen und bewรคltigt werden mรผssen. Das wachsende Gefรผhl, dass die Ungleichheit erzeugenden Umstรคnde zwar in die eigene Verantwortung fallen, sich aber dem individuellen Zugriff entziehen und von der einzelnen Person nicht mehr beeinflussbar sind, nivelliert jedoch tendenziell sowohl das Bewusstsein mรถglicher Ungerechtigkeit gesellschaftlicher Umstรคnde wie auch von individuellen und gesellschaftlichen Verantwortlichkeiten. Spezifisch fรผr die Reflexive Moderne ist gerade, dass โVerursacherโ ungรผnstiger Lebensumstรคnde nicht mehr erkennbar sind, die Strukturen der Verteilung dieser ungรผnstigen Umstรคnde auf die Individuen verdeckt und tendenziell undurchschaubar werden. Damit wird auch die Geschlechterordnung, der โGeschlechtervertragโ, schwerer durchschaubar.
Eine geschlechterbezogene Betrachtung muss deshalb danach fragen, welche Wirkungen diese Prozesse auf die Ausgestaltung der Geschlechterbeziehungen haben, nach den je unterschiedlichen Wirkungen auf die Lebensumstรคnde von Frauen und Mรคnnern und danach, wer was erhรคlt und nicht erhรคlt, wer welche Rechte und Verpflichtungen รผbertragen bekommt, wer woran gemessen, wem was abverlangt, wer woran gehindert wird und welche Konsequenzen das hat โ fรผr die Einzelnen, ihre jeweilige geschlechtstypische Positionierung, fรผr die Positionierung von Geschlechtergruppen und fรผr die Gesellschaft insgesamt.
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Die HerausgeberInnen:
Prof. Dr. Vera Moser
Institut fรผr Rehabilitationswissenschaften, Humboldt-Universitรคt zu Berlin,
Prof. Dr. Barbara Rendtorff
Institut fรผr Erziehungswissenschaften, Universitรคt Paderborn.
Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (pdf- Infoblatt).
Zielgruppen: WissenschaftlerInnen und Studierende aus den Bereichen Erziehungswissenschaften und Gender Studies
Reihe: Jahrbuch erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung
Einzelbeitrรคge zum Download (teils Open Access / teils kostenpflichtig): jahrbuchfgfe.budrich-journals.de







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