Beschreibung
Wo liegen Freiräume in der Erwachsenen- und Weiterbildung? Wie werden diese Freiräume individuell, institutionell oder gesellschaftlich ausgestaltet? Wodurch werden sie eingeschränkt? Der Band beschäftigt sich mit „Spielräumen“ in einem doppelten Sinn: allgemein mit Gestaltungsmöglichkeiten in Feldern pädagogischer Praxis, in ihrer Geschichte, ihrer Theorie und kritischen Reflexion sowie speziell in Bezug auf das Spiel bzw. Spielen im Kontext von Lernen und Bildung im Erwachsenenalter.
Zum einen richtet sich der Blick auf Gestaltungs-, Erprobungs- und Handlungsräume in verschiedenen Feldern der Erwachsenen- und Weiterbildung. Diese lassen sich auf unterschiedlichen Ebenen beobachten: in individuellen Möglichkeiten zur Selbstgestaltung von Lern- und Bildungswegen, im professionellen Handeln von Lehrenden und Beratenden, in organisationalen Strukturen von Einrichtungen sowie in gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Das Feld der Erwachsenen- und Weiterbildung erscheint dabei als ein umkämpfter Raum, dessen Regeln und Autonomien immer wieder neu ausgehandelt werden müssen. Spielräume entstehen, werden verteidigt, erweitert oder eingeschränkt – und dies gleichermaßen auf Mikro-, Meso- und Makroebene. Zum anderen widmet sich der Band dem Spiel im engeren Sinn. In den letzten Jahren hat das Interesse an spielerischen Formen des Lernens deutlich zugenommen: Planspiele, Gamification, Serious Games oder spielbasierte Lernarrangements sind in unterschiedlichen Bereichen der Erwachsenen- und Weiterbildung präsent. Gleichzeitig haben verschiedenste Spielformate eine zunehmende Bedeutung im Alltag Erwachsener erlangt. Diese Entwicklungen werfen grundlegende Fragen auf: Welche Potenziale eröffnet das Spiel(en) für Lern- und Bildungsprozesse? Inwiefern wird das Spiel(en) instrumentalisiert, wenn es gezielt für Bildungszwecke eingesetzt wird? Verändert sich umgekehrt auch das Verständnis von Lernen, wenn es zunehmend mit Unterhaltung und Spiel verbunden wird? Der Band dokumentiert Beiträge zur Jahrestagung der DGfE-Sektion ‚Erwachsenenbildung‘, die 2025 zu dieser Themenstellung in Koblenz stattfand. Sie beleuchten Spielräume des Lernens und der Profession, institutionelle und gesellschaftliche Rahmenbedingungen sowie historische und aktuelle Formen des Spiel(en)s in Bildungszusammenhängen.
Die Herausgeber:innen:
Prof. Dr. Jörg Dinkelaker, Professor für Erwachsenenbildung/Weiterbildung, Pädagogische Hochschule Freiburg,
Prof. Dr. Nicole Hoffmann, Professorin für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Weiterbildung und Genderforschung, Institut für Pädagogik, Universität Koblenz,
Dr. Hannah Rosenberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Institut für Pädagogik, Universität Koblenz,
Dr. Karin Rott, wissenschaftliche Mitarbeiterin, Ludwig-Maximilians-Universität München, Prof.
Dr. Maria Stimm, Professorin für Erwachsenen- und Weiterbildung, Universität Graz
Der Fachbereich:
Educational Science







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