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ISSN: 1862-5002

Diskurs 4-2018 | Qualität in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

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ISSN: 1862-5002

Content

Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
4-2018: Qualität in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Andrea G. Eckhardt / Johanna Mierendorff: Editorial

Schwerpunktbeiträge
Noemi Eberlein / Regine Schelle: Aspekte kindlichen Wohlbefindens als Indikator für pädagogische Qualität? Eine Dokumentenanalyse von Qualitätsmessinstrumenten für den frühpädagogischen Bereich
Jens Kratzmann / Steffi Sachse: Entwicklung von Dispositionen pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen durch eine In-House-Weiterbildung
Gabriel Schoyerer / Julia Wiesinger: Praktiken der Erzeugung von Qualität. Ein analytisch-deskriptiver Blick auf Qualität in der Fachberatung für Kindertagespflege
Sabrina Schmidt: Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 in der Heimerziehung. Diskussion und Analyse aus neo-institutionalistischer Perspektive
Joachim Merchel: Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe: Zwischen Selbstverständlichkeit im Anspruch und Zurückhaltung in der Praxis

Freie Beiträge
Thilo Schmidt / Wilfried Smidt / Katharina Kluczniok / Magdalena Riedmeier: Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen – Eine vergleichende Betrachtung standardisierter gruppen- und zielkindbezogener Erhebungsverfahren

Kurzbeiträge
Judith Durand / Andrea. G. Eckhardt: Das Theorie-Praxis-Verhältnis. Überlegungen zu Transferprozessen aus Makro- und Mikroperspektive
Yvonne Anders: Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Die Rolle von Evaluationsstudien
Franziska Egert / Julia Quehenberger / Verena Dederer / Claudia Wirts: Kindliche Initiative als Qualitätsindikator bei sprachlichen Bildungsaktivitäten. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung
Dagmar Hoffmann: Kontinuität und Wandel der Mediennutzung Jugendlicher – Impressionen zu 20 Jahren JIM-Studie

Rezensionen
Anna Fangmeyer / Johanna Mierendorff: Martina Winkler (2017): Kindheitsgeschichte. Eine Einführung
Katharina C. Erhard: Anna Maria Ifland (2017): Kindheitspolitik in Deutschland und Norwegen: Konstruktionen von Kindheit und Betreuung im Vergleich

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Einzelbeitrags-Download (Open Access/Gebühr): diskurs.budrich-journals.de
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Additional information

Publisher

ISSN

1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

13. Jahrgang 2018

Edition

4

Date of publication

05.12.2018

Scope

127 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v13i4

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

Homepage

https://diskurs.budrich-journals.de/

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Autor*innen

Andrea G. Eckhardt
Johanna Mierendorff
Noemi Eberlein
Regine Schelle
Jens Kratzmann
Steffi Sachse
Gabriel Schoyerer
Julia Wiesinger
Sabrina Schmidt
Joachim Merchel
Thilo Schmidt
Wilfried Smidt
Katharina Kluczniok
Magdalena Riedmeier
Judith Durand
Yvonne Anders
Franziska Egert
Julia Quehenberger
Verena Dederer
Claudia Wirts
Dagmar Hoffmann
Anna Fangmeyer
Katharina C. Erhard

Schlagwörter

DIN EN ISO 9001, Explorative Studie, Fachberatung, Frühpädagogik, Heimerziehung, InCLASS, Interaktionsprozesse, Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflege, Kindliches Wohlbefinden, Mehrsprachigkeit, Neo-Institutionalismus, Organisation, Praxistheorie, Professionalität in der Kinder und Jugendhilfe, Pädagogische Qualität, Qualität, Qualität als Leistung der Organisation, Qualitätsentwicklung, Qualitätsmanagement, Qualitätsmessinstrumente, Reflexive Verfahren der Qualitätsentwicklung, Standardisierte Erhebungsinstrumente, Verfahrensstandardisierung, Weiterbildung, Übersetzung

Abstracts

Aspekte kindlichen Wohlbefindens als Indikator für pädagogische Qualität? Eine Dokumentenanalyse von Qualitätsmessinstrumenten für den frühpädagogischen Bereich (Noemi Eberlein, Regine Schelle)
Das Wohl des Kindes wird im Artikel 3 der in Deutschland ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention als Leitlinie für alle Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich benannt. Darüber hinaus ist Wohlbefinden Voraussetzung für kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse. Das Sichern und Fördern kindlichen Wohlbefindens ist demnach Kernelement pädagogischer Arbeit und sollte konsequenterweise auch als wichtiger Indikator pädagogischer Qualität betrachtet werden. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer Dokumentenanalyse von vier Qualitätsmessinstrumenten und legt dar, welche Bedeutung kindliches Wohlbefinden für die Operationalisierung pädagogischer Qualität hat. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die zugrundeliegenden Qualitätsverständnisse der Instrumente sowie auf einen möglichen Weiterentwicklungsbedarf diskutiert. Schlagwörter: Frühpädagogik, pädagogische Qualität, Qualitätsmessinstrumente, kindliches Wohlbefinden
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Entwicklung von Dispositionen pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen durch eine In-House-Weiterbildung (Jens Kratzmann, Steffi Sachse)
Dieser Beitrag betrachtet die Entwicklung von Dispositionen pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen zum Umgang mit Mehrsprachigkeit im Laufe einer Weiterbildungsmaßnahme. Datengrundlage bildet das Projekt „Effekte einer aktiven Förderung von Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen“ (IMKi) mit rund 130 pädagogischen Fachkräften in 19 Kindertageseinrichtungen. Erfasst wurden zu drei Messzeitpunkten Einstellungen und Wissen zum Umgang mit Mehrsprachigkeit, biographische und ausbildungsbiographische Merkmale der Fachkräfte sowie strukturelle Bedingungen der Einrichtungen. Wissen und Einstellungen wurden mit latenten Wachstumsmodellen in Beziehung zur Weiterbildungsmaßnahme und den (ausbildungs-)biographischen und strukturellen Merkmalen gebracht. Die Ergebnisse zeigen eine Wissenserweiterung bei den Fachkräften durch die Weiterbildungsmaßnahme. Einstellungen erweisen sich dagegen als stabil. Schlagwörter: Qualität, Mehrsprachigkeit, Kindertageseinrichtungen, Weiterbildung
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Praktiken der Erzeugung von Qualität. Ein analytisch-deskriptiver Blick auf Qualität in der Fachberatung für Kindertagespflege (Gabriel Schoyerer, Julia Wiesinger)
Der Beitrag illustriert aus einer nicht-evaluativen Perspektive die gegenstandstheoretische Konzeptualisierung des Qualitätsbegriffs, wie sie im Rahmen des Forschungsprojekts „Qualitätsbedingungen von Fachberatung Kindertagespflege“ (QualFa) entwickelt wurde. Unter Rückgriff auf die Analyse von beobachtetem Beratungshandeln in der zugrundeliegenden qualitativ-explorativen Studie wird im vorliegenden Beitrag exemplarisch dargestellt, wie Fachberatung für Kindertagespflege Qualität praktisch realisiert, wobei Qualität analytisch als eine lokale Interpretationsleistung des „offiziellen Programms“ gefasst wird, die die Bedingungen und Schwerpunktsetzungen der jeweiligen Fachberatungsstelle und ihrer Akteure im Blick haben muss. Schlagwörter: Fachberatung, Kindertagespflege, Qualität, Praxistheorie, explorative Studie
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Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 in der Heimerziehung. Diskussion und Analyse aus neo-institutionalistischer Perspektive (Sabrina Schmidt)
Mit dem Inkrafttreten der §§ 78a-g SGB VIII am 01. Januar 1998 wurde der Begriff Qualität in die kinder- und jugendhilfespezifische Gesetzgebung eingeführt und (teil-)stationäre Einrichtungen mit der rechtsverbindlichen Forderung nach Maßnahmen der Qualitätsentwicklung konfrontiert. Dieser Beitrag nimmt Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick, die den Gesetzesvorgaben mit einem nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizierten Qualitätsmanagement nachkommen und stationäre Hilfen zur Erziehung gemäß § 34 SGB VIII „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ erbringen. Den Ausgangspunkt bildet die Übersetzung dieser für die Soziale Arbeit umstrittenen Normenreihe, welche vermittelt über in Interviews erhobenen Erzählungen von Fach- und Leitungskräften zwei verschiedener Einrichtungen der Heimerziehung analysiert wurde. Schlagwörter: Qualitätsmanagement, Heimerziehung, Neo-Institutionalismus, Organisation, DIN EN ISO 9001, Übersetzung
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Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe: Zwischen Selbstverständlichkeit im Anspruch und Zurückhaltung in der Praxis (Joachim Merchel)
Die Divergenz zwischen der selbstverständlichen Proklamation von „Qualität“ als Leitorientierung einerseits sowie einer Zurückhaltung und teilweise Skepsis der Praxisakteure gegenüber Qualitätsmanagement andererseits bedarf der Erklärung, um zu fachlich tragfähigen Perspektiven in der Praxis der Qualitätsentwicklung zu gelangen. Mögliche Erklärungen liegen in einer mangelnden Ausrichtung von Verfahren an den Handlungslogiken in der Kinder- und Jugendhilfe, in der unzureichenden Erzeugung und Kommunikation des Sinngehalts von Qualitätsentwicklung sowie in der mangelnden Wahrnehmung und Verarbeitung von Spannungsfeldern und Paradoxien, mit denen Qualitätsentwicklung in der Sozialen Arbeit durchzogen ist. Daraus lassen sich Leitorientierungen für eine differenzierende Praxis der Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe zwischen Verfahrensstandardisierung und reflexiven Verfahren formulieren. Schlagwörter: Qualitätsentwicklung, Verfahrensstandardisierung, reflexive Verfahren der Qualitätsentwicklung, Professionalität in der Kinder- und Jugendhilfe, Qualität als Leistung der Organisation
» Einzelbeitrag kostenlos herunterladen (Budrich Journals)

Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen – Eine vergleichende Betrachtung standardisierter gruppen- und zielkindbezogener Erhebungsverfahren (Thilo Schmidt, Wilfried Smidt, Katharina Kluczniok, Magdalena Riedmeier)
Zahlreiche Studien verweisen auf die Bedeutung qualitativ hochwertiger Interaktionsprozesse in Kindertageseinrichtungen für die Entwicklung und den Bildungserfolg von Kindern. In empirischen Studien, die standardisierte Erhebungsinstrumente verwenden, richtet sich der Fokus dabei häufig auf die Qualität von Interaktionen, die von pädagogischen Fachkräften ausgehen und auf eine Kindergruppe gerichtet sind. Dieser Zugang stellt die pädagogische Perspektive des Interaktionsgeschehens in den Vordergrund und ermöglicht Rückschlüsse auf die Qualität des gruppenbezogenen Interaktionsverhaltens pädagogischer Fachkräfte. Wie gut es dagegen einzelnen Kindern gelingt, in Interaktion mit ihrer Umwelt in Kindertageseinrichtungen zu treten und welches Angebot an Interaktionen einzelne Kinder in der Kita konkret erfahren, bleibt häufig unterbelichtet. Der Beitrag informiert über ausgewählte standardisierte Verfahren zur Erhebung der Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen. Neben gängigen Instrumenten zur Messung der Interaktionsqualität auf Gruppenebene, wie der Kindergarten-Skala (KES-R bzw. KES-RZ) und dem Classroom Assessment Scoring System (CLASS) fokussiert der Beitrag auf Instrumente, welche die Interaktionsqualität auf der Ebene einzelner Kinder (Zielkindebene) erfassen. Dabei wird insbesondere das bisher wenig bekannte Instrument Individualized Classroom Assessment Scoring System (in-CLASS) vorgestellt und sein Mehrwert im Vergleich zu den verbreiteten gruppenspezifischen Verfahren KES-R bzw. KES-RZ und CLASS aufgezeigt. Schlagwörter: Interaktionsprozesse, Qualität, Kindertageseinrichtungen, standardisierte Erhebungsinstrumente, inCLASS
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Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse. Journal of Childhood and Adolescence Research
4-2018: Qualität in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

Andrea G. Eckhardt / Johanna Mierendorff: Editorial

Schwerpunktbeiträge
Noemi Eberlein / Regine Schelle: Aspekte kindlichen Wohlbefindens als Indikator für pädagogische Qualität? Eine Dokumentenanalyse von Qualitätsmessinstrumenten für den frühpädagogischen Bereich
Jens Kratzmann / Steffi Sachse: Entwicklung von Dispositionen pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen durch eine In-House-Weiterbildung
Gabriel Schoyerer / Julia Wiesinger: Praktiken der Erzeugung von Qualität. Ein analytisch-deskriptiver Blick auf Qualität in der Fachberatung für Kindertagespflege
Sabrina Schmidt: Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 in der Heimerziehung. Diskussion und Analyse aus neo-institutionalistischer Perspektive
Joachim Merchel: Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe: Zwischen Selbstverständlichkeit im Anspruch und Zurückhaltung in der Praxis

Freie Beiträge
Thilo Schmidt / Wilfried Smidt / Katharina Kluczniok / Magdalena Riedmeier: Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen – Eine vergleichende Betrachtung standardisierter gruppen- und zielkindbezogener Erhebungsverfahren

Kurzbeiträge
Judith Durand / Andrea. G. Eckhardt: Das Theorie-Praxis-Verhältnis. Überlegungen zu Transferprozessen aus Makro- und Mikroperspektive
Yvonne Anders: Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Die Rolle von Evaluationsstudien
Franziska Egert / Julia Quehenberger / Verena Dederer / Claudia Wirts: Kindliche Initiative als Qualitätsindikator bei sprachlichen Bildungsaktivitäten. Ergebnisse einer empirischen Untersuchung
Dagmar Hoffmann: Kontinuität und Wandel der Mediennutzung Jugendlicher – Impressionen zu 20 Jahren JIM-Studie

Rezensionen
Anna Fangmeyer / Johanna Mierendorff: Martina Winkler (2017): Kindheitsgeschichte. Eine Einführung
Katharina C. Erhard: Anna Maria Ifland (2017): Kindheitspolitik in Deutschland und Norwegen: Konstruktionen von Kindheit und Betreuung im Vergleich

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1862-5002

eISSN

2193-9713

Volume

13. Jahrgang 2018

Edition

4

Date of publication

05.12.2018

Scope

127 Seiten

Language

Deutsch

Format

17 x 24 cm

DOI

https://doi.org/10.3224/diskurs.v13i4

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de

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Andrea G. Eckhardt
Johanna Mierendorff
Noemi Eberlein
Regine Schelle
Jens Kratzmann
Steffi Sachse
Gabriel Schoyerer
Julia Wiesinger
Sabrina Schmidt
Joachim Merchel
Thilo Schmidt
Wilfried Smidt
Katharina Kluczniok
Magdalena Riedmeier
Judith Durand
Yvonne Anders
Franziska Egert
Julia Quehenberger
Verena Dederer
Claudia Wirts
Dagmar Hoffmann
Anna Fangmeyer
Katharina C. Erhard

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Pressestimmen

Abstracts

Abstracts

Aspekte kindlichen Wohlbefindens als Indikator für pädagogische Qualität? Eine Dokumentenanalyse von Qualitätsmessinstrumenten für den frühpädagogischen Bereich (Noemi Eberlein, Regine Schelle)
Das Wohl des Kindes wird im Artikel 3 der in Deutschland ratifizierten UN-Kinderrechtskonvention als Leitlinie für alle Maßnahmen im öffentlichen und privaten Bereich benannt. Darüber hinaus ist Wohlbefinden Voraussetzung für kindliche Lern- und Entwicklungsprozesse. Das Sichern und Fördern kindlichen Wohlbefindens ist demnach Kernelement pädagogischer Arbeit und sollte konsequenterweise auch als wichtiger Indikator pädagogischer Qualität betrachtet werden. Der Beitrag präsentiert Ergebnisse einer Dokumentenanalyse von vier Qualitätsmessinstrumenten und legt dar, welche Bedeutung kindliches Wohlbefinden für die Operationalisierung pädagogischer Qualität hat. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die zugrundeliegenden Qualitätsverständnisse der Instrumente sowie auf einen möglichen Weiterentwicklungsbedarf diskutiert. Schlagwörter: Frühpädagogik, pädagogische Qualität, Qualitätsmessinstrumente, kindliches Wohlbefinden
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Entwicklung von Dispositionen pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen durch eine In-House-Weiterbildung (Jens Kratzmann, Steffi Sachse)
Dieser Beitrag betrachtet die Entwicklung von Dispositionen pädagogischer Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen zum Umgang mit Mehrsprachigkeit im Laufe einer Weiterbildungsmaßnahme. Datengrundlage bildet das Projekt „Effekte einer aktiven Förderung von Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen“ (IMKi) mit rund 130 pädagogischen Fachkräften in 19 Kindertageseinrichtungen. Erfasst wurden zu drei Messzeitpunkten Einstellungen und Wissen zum Umgang mit Mehrsprachigkeit, biographische und ausbildungsbiographische Merkmale der Fachkräfte sowie strukturelle Bedingungen der Einrichtungen. Wissen und Einstellungen wurden mit latenten Wachstumsmodellen in Beziehung zur Weiterbildungsmaßnahme und den (ausbildungs-)biographischen und strukturellen Merkmalen gebracht. Die Ergebnisse zeigen eine Wissenserweiterung bei den Fachkräften durch die Weiterbildungsmaßnahme. Einstellungen erweisen sich dagegen als stabil. Schlagwörter: Qualität, Mehrsprachigkeit, Kindertageseinrichtungen, Weiterbildung
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Praktiken der Erzeugung von Qualität. Ein analytisch-deskriptiver Blick auf Qualität in der Fachberatung für Kindertagespflege (Gabriel Schoyerer, Julia Wiesinger)
Der Beitrag illustriert aus einer nicht-evaluativen Perspektive die gegenstandstheoretische Konzeptualisierung des Qualitätsbegriffs, wie sie im Rahmen des Forschungsprojekts „Qualitätsbedingungen von Fachberatung Kindertagespflege“ (QualFa) entwickelt wurde. Unter Rückgriff auf die Analyse von beobachtetem Beratungshandeln in der zugrundeliegenden qualitativ-explorativen Studie wird im vorliegenden Beitrag exemplarisch dargestellt, wie Fachberatung für Kindertagespflege Qualität praktisch realisiert, wobei Qualität analytisch als eine lokale Interpretationsleistung des „offiziellen Programms“ gefasst wird, die die Bedingungen und Schwerpunktsetzungen der jeweiligen Fachberatungsstelle und ihrer Akteure im Blick haben muss. Schlagwörter: Fachberatung, Kindertagespflege, Qualität, Praxistheorie, explorative Studie
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Die Qualitätsmanagementnorm DIN EN ISO 9001 in der Heimerziehung. Diskussion und Analyse aus neo-institutionalistischer Perspektive (Sabrina Schmidt)
Mit dem Inkrafttreten der §§ 78a-g SGB VIII am 01. Januar 1998 wurde der Begriff Qualität in die kinder- und jugendhilfespezifische Gesetzgebung eingeführt und (teil-)stationäre Einrichtungen mit der rechtsverbindlichen Forderung nach Maßnahmen der Qualitätsentwicklung konfrontiert. Dieser Beitrag nimmt Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe in den Blick, die den Gesetzesvorgaben mit einem nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifizierten Qualitätsmanagement nachkommen und stationäre Hilfen zur Erziehung gemäß § 34 SGB VIII „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ erbringen. Den Ausgangspunkt bildet die Übersetzung dieser für die Soziale Arbeit umstrittenen Normenreihe, welche vermittelt über in Interviews erhobenen Erzählungen von Fach- und Leitungskräften zwei verschiedener Einrichtungen der Heimerziehung analysiert wurde. Schlagwörter: Qualitätsmanagement, Heimerziehung, Neo-Institutionalismus, Organisation, DIN EN ISO 9001, Übersetzung
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Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe: Zwischen Selbstverständlichkeit im Anspruch und Zurückhaltung in der Praxis (Joachim Merchel)
Die Divergenz zwischen der selbstverständlichen Proklamation von „Qualität“ als Leitorientierung einerseits sowie einer Zurückhaltung und teilweise Skepsis der Praxisakteure gegenüber Qualitätsmanagement andererseits bedarf der Erklärung, um zu fachlich tragfähigen Perspektiven in der Praxis der Qualitätsentwicklung zu gelangen. Mögliche Erklärungen liegen in einer mangelnden Ausrichtung von Verfahren an den Handlungslogiken in der Kinder- und Jugendhilfe, in der unzureichenden Erzeugung und Kommunikation des Sinngehalts von Qualitätsentwicklung sowie in der mangelnden Wahrnehmung und Verarbeitung von Spannungsfeldern und Paradoxien, mit denen Qualitätsentwicklung in der Sozialen Arbeit durchzogen ist. Daraus lassen sich Leitorientierungen für eine differenzierende Praxis der Qualitätsentwicklung in der Kinder- und Jugendhilfe zwischen Verfahrensstandardisierung und reflexiven Verfahren formulieren. Schlagwörter: Qualitätsentwicklung, Verfahrensstandardisierung, reflexive Verfahren der Qualitätsentwicklung, Professionalität in der Kinder- und Jugendhilfe, Qualität als Leistung der Organisation
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Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen – Eine vergleichende Betrachtung standardisierter gruppen- und zielkindbezogener Erhebungsverfahren (Thilo Schmidt, Wilfried Smidt, Katharina Kluczniok, Magdalena Riedmeier)
Zahlreiche Studien verweisen auf die Bedeutung qualitativ hochwertiger Interaktionsprozesse in Kindertageseinrichtungen für die Entwicklung und den Bildungserfolg von Kindern. In empirischen Studien, die standardisierte Erhebungsinstrumente verwenden, richtet sich der Fokus dabei häufig auf die Qualität von Interaktionen, die von pädagogischen Fachkräften ausgehen und auf eine Kindergruppe gerichtet sind. Dieser Zugang stellt die pädagogische Perspektive des Interaktionsgeschehens in den Vordergrund und ermöglicht Rückschlüsse auf die Qualität des gruppenbezogenen Interaktionsverhaltens pädagogischer Fachkräfte. Wie gut es dagegen einzelnen Kindern gelingt, in Interaktion mit ihrer Umwelt in Kindertageseinrichtungen zu treten und welches Angebot an Interaktionen einzelne Kinder in der Kita konkret erfahren, bleibt häufig unterbelichtet. Der Beitrag informiert über ausgewählte standardisierte Verfahren zur Erhebung der Interaktionsqualität in Kindertageseinrichtungen. Neben gängigen Instrumenten zur Messung der Interaktionsqualität auf Gruppenebene, wie der Kindergarten-Skala (KES-R bzw. KES-RZ) und dem Classroom Assessment Scoring System (CLASS) fokussiert der Beitrag auf Instrumente, welche die Interaktionsqualität auf der Ebene einzelner Kinder (Zielkindebene) erfassen. Dabei wird insbesondere das bisher wenig bekannte Instrument Individualized Classroom Assessment Scoring System (in-CLASS) vorgestellt und sein Mehrwert im Vergleich zu den verbreiteten gruppenspezifischen Verfahren KES-R bzw. KES-RZ und CLASS aufgezeigt. Schlagwörter: Interaktionsprozesse, Qualität, Kindertageseinrichtungen, standardisierte Erhebungsinstrumente, inCLASS
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