Verlag Barbara Budrich

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Informationen zum Buch

ISBN: 978-3-8474-2523-6

Organisationen der postmigrantischen Gesellschaft

Eine Subjektivierungsanalyse von Kollektiven

Authors/Editors:

Erscheinungsdatum : 13.06.2022

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ISBN: 978-3-8474-2523-6
Kategorien: Society, Open Access

Beschreibung

Stand lange das Subjekt im Fokus des Integrationsdiskurses, nehmen vermehrt Migrant*innen-Organisationen eine zentrale Position im Kampf um die Deutungsmacht dieses รœbergangs ein. Vor diesem Hintergrund analysiert die Studie die Bedingungen, unter denen Kollektive in einer postmigrantischen Gesellschaft soziale Existenz und Handlungsfรคhigkeit erlangen. Sie geht der Frage nach, wie Migrant*innen-Organisationen integrationspolitisch adressiert werden und wie sie sich zu diesen Vereinnahmungen positionieren. Mit ihren Erkenntnissen leistet die Arbeit einen Beitrag zur diskriminierungs- und rassismuskritischen Organisationsforschung.

Galten Migrant*innen-Organisationen innerhalb der รถffentlichen Debatte lange als integrationshemmend, werden sie zunehmend als unverzichtbare Akteure fรผr eine gelingende Integrationsarbeit und -politik anerkannt und mit dem รœbergang vom nicht-integrierten zum integrierten Subjekt betraut. Seit einigen Jahren formieren sich jedoch verstรคrkt Kollektive, die sich explizit gegen die verandernde Bezeichnung und den Auftrag zur Integration aussprechen.

Stellt die Anerkennung einer sozialintegrativen Funktion das Ende der Unterdrรผckung, der Heteronomie und Fremdbestimmung dar? Haben Migrant*innen-Organisationen also das erreicht, wofรผr sie jahrzehntelang gekรคmpft haben? Aktuelle Debatten รผber das post-souverรคne Subjekt lassen an einer uneingeschrรคnkten Emanzipationserzรคhlung zweifeln.

Vor diesem gesellschaftspolitischen Hintergrund zielt das Erkenntnisinteresse der Studie auf den Konstitutionsprozess von Migrant*innen-Organisationen in einer (post-)migrantischen Gesellschaft. Subjektivierungstheoretisch wird die Organisationswerdung durch soziale Praktiken fokussiert, denn erst mit einem solchem Verstรคndnis kann analysiert werden, wie sie als รผbergangsrelevante Organisationen anerkannt werden.

Anhand von Interviews und Dokumenten werden in einer poststrukturalistisch-praxeologischen Diskursanalyse die Kรคmpfe um gesellschaftliche Hegemonie herausgearbeitet. Integrationspolitische Ansprachen sind wie die Reaktionen darauf als im Widerstreit von Ordnungen zu verstehen. Selbst- und Fremdfรผhrung bilden dabei keine Opposition mehr. Vielmehr kennzeichnen รผberlagernde und ambivalente Anhรคngigkeiten die Subjektposition. Die zentrale Einsicht liegt darin, dass Migrant*innen-Organisationen selbst subjektiviert werden mรผssen, um das migrantisch adressierte Subjekt als eines im รœbergang zu subjektivieren.

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

 

Autor*in:
Nils Klevermann forscht und lehrt am Institut fรผr Erziehungswissenschaft der Eberhard Karls Universitรคt Tรผbingen

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).

 

Die Zielgruppe:
Forschende und Lehrende der Soziologie

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-2523-6

eISBN

978-3-8474-1719-4

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Format

14,8 x 21 cm

Scope

306

Year of publication

2022

Date of publication

13.06.2022

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

9

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Autor*innen

Keywords

Integration, Integrationsforschung, Kollektive, Kritische Migrationsforschung, Migrantenorganisationen, Migration, Organisationsforschung, Organisationspรคdagogik, Praktiken der Subjektivierung, Subjektivierung, รœbergรคnge im Lebenslauf

Pressestimmen

Die von Klevermann vorgelegte Dissertation gewรคhrt [โ€ฆ] รคuรŸerst interessante Einblicke in das Verhรคltnis zwischen Staat (bzw. Politik und Verwaltung) und zivilen Selbstorganisationen von Migrant:innen in Deutschland und stellt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses Forschungsfeldes dar.

EWR, 22 (2023), Nr. 3 (Juli)

Beschreibung

Beschreibung

Stand lange das Subjekt im Fokus des Integrationsdiskurses, nehmen vermehrt Migrant*innen-Organisationen eine zentrale Position im Kampf um die Deutungsmacht dieses รœbergangs ein. Vor diesem Hintergrund analysiert die Studie die Bedingungen, unter denen Kollektive in einer postmigrantischen Gesellschaft soziale Existenz und Handlungsfรคhigkeit erlangen. Sie geht der Frage nach, wie Migrant*innen-Organisationen integrationspolitisch adressiert werden und wie sie sich zu diesen Vereinnahmungen positionieren. Mit ihren Erkenntnissen leistet die Arbeit einen Beitrag zur diskriminierungs- und rassismuskritischen Organisationsforschung.

Galten Migrant*innen-Organisationen innerhalb der รถffentlichen Debatte lange als integrationshemmend, werden sie zunehmend als unverzichtbare Akteure fรผr eine gelingende Integrationsarbeit und -politik anerkannt und mit dem รœbergang vom nicht-integrierten zum integrierten Subjekt betraut. Seit einigen Jahren formieren sich jedoch verstรคrkt Kollektive, die sich explizit gegen die verandernde Bezeichnung und den Auftrag zur Integration aussprechen.

Stellt die Anerkennung einer sozialintegrativen Funktion das Ende der Unterdrรผckung, der Heteronomie und Fremdbestimmung dar? Haben Migrant*innen-Organisationen also das erreicht, wofรผr sie jahrzehntelang gekรคmpft haben? Aktuelle Debatten รผber das post-souverรคne Subjekt lassen an einer uneingeschrรคnkten Emanzipationserzรคhlung zweifeln.

Vor diesem gesellschaftspolitischen Hintergrund zielt das Erkenntnisinteresse der Studie auf den Konstitutionsprozess von Migrant*innen-Organisationen in einer (post-)migrantischen Gesellschaft. Subjektivierungstheoretisch wird die Organisationswerdung durch soziale Praktiken fokussiert, denn erst mit einem solchem Verstรคndnis kann analysiert werden, wie sie als รผbergangsrelevante Organisationen anerkannt werden.

Anhand von Interviews und Dokumenten werden in einer poststrukturalistisch-praxeologischen Diskursanalyse die Kรคmpfe um gesellschaftliche Hegemonie herausgearbeitet. Integrationspolitische Ansprachen sind wie die Reaktionen darauf als im Widerstreit von Ordnungen zu verstehen. Selbst- und Fremdfรผhrung bilden dabei keine Opposition mehr. Vielmehr kennzeichnen รผberlagernde und ambivalente Anhรคngigkeiten die Subjektposition. Die zentrale Einsicht liegt darin, dass Migrant*innen-Organisationen selbst subjektiviert werden mรผssen, um das migrantisch adressierte Subjekt als eines im รœbergang zu subjektivieren.

Inhaltsverzeichnis + Leseprobe

 

Autor*in:
Nils Klevermann forscht und lehrt am Institut fรผr Erziehungswissenschaft der Eberhard Karls Universitรคt Tรผbingen

 

Hier finden Sie den Waschzettel zum Buch (PDF-Infoblatt).

 

Die Zielgruppe:
Forschende und Lehrende der Soziologie

Bibliography

Zusรคtzliche Informationen

Publisher

ISBN

978-3-8474-2523-6

eISBN

978-3-8474-1719-4

Open Access-Lizenz

https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Format

14,8 x 21 cm

Scope

306

Year of publication

2022

Date of publication

13.06.2022

Edition

1.

Language

Deutsch

Series

Volume

9

Produktsicherheit

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Die von Klevermann vorgelegte Dissertation gewรคhrt [โ€ฆ] รคuรŸerst interessante Einblicke in das Verhรคltnis zwischen Staat (bzw. Politik und Verwaltung) und zivilen Selbstorganisationen von Migrant:innen in Deutschland und stellt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses Forschungsfeldes dar.

EWR, 22 (2023), Nr. 3 (Juli)

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